Sicherheit im Alter

Die digitale und mobile Welt stellt besondere Herausforderungen an Menschen jeden Alters. Betrüger spekulieren am Telefon oder im Internet auf nicht gut informierte Opfer und suchen sich gerne Personengruppen aus, die leichter auf ihre Tricks hereinfallen, zum Beispiel ältere Menschen. Hier finden Seniorinnen und Senioren, aber auch ihre Angehörigen und Bekannten relevante Informationen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in einfacher Sprache

Im Internet und im Strassenverkehr sind Gefahren für Senioren. Menschen sollen in jedem Alter sicher sein.

Schützen Sie sich und andere. Seien Sie aufmerksam.
Wer die Gefahren kennt, weiss besser Bescheid.
Verschaffen Sie sich Sicherheit durch Information.
Lesen Sie die Tipps Ihrer Polizei.

Unfälle können passieren. Betrüger können Ihnen Geld wegnehmen. Auch im Alter. Haben Sie keine Scham.
Gehen Sie offen damit um, sprechen Sie mit Ihrem Umfeld und melden Sie sich bei der Polizei.

Nicht alle Konflikte können selber gelöst werden.
Nutzen Sie die Beratungsangebote.

Bei einem Notfall rufen Sie sofort die Polizei: Telefonnummer 117.

Sicher sein im Alter

Das heutige Leben bietet viele Vorteile für ältere Menschen. So kann man bequem via Internet einkaufen oder mit dem E-Bike Verwandte und Bekannte besuchen gehen. Auch wenn dies praktisch ist, lohnt es sich, aufmerksam zu sein und sich bewusst zu sein, dass die Neuerungen auch mit gewissen Risiken verbunden sind. So übersieht man schnell einmal ein unseriöses Angebot im Internet. Und im Strassenverkehr ist man abgelenkt und unaufmerksam. Doch dagegen kann man etwas tun. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Sicherheit. Wer die Gefahren kennt, ist besser geschützt.

Gut beraten von der Polizei

Die Polizei informiert Sie über kriminelle Maschen, denen ältere Menschen in besonderer Weise ausgesetzt sind: Falsche Polizisten, Gefahren am Telefon, im Internet und in sozialen Netzwerken. Sie weist aber auch auf Gefahren hin, die einem unterwegs und im Strassenkehr begegnen können. Darüber hinaus spricht sie Gewalt in der Pflege oder das Weglaufen von an Demenz erkrankten Menschen an und zeigt auf, wie wichtig nachbarschaftliche Kontakte sein können.
 

«Wer die Gefahren kennt, weiss auch im Alter besser Bescheid.»

Kantonspolizei Zürich

Präventionsangebote

Sie finden hier ein breitgefächertes Angebot an vorbeugenden Informationen, Beratungsangeboten und nützlichen Adressen von Partner- und Hilfsorganisationen. 

Scheuen Sie sich nicht, Ihre Polizei zu kontaktieren, wenn Sie Fragen zu Ihrer Sicherheit haben. Dinge können passieren. Die Polizei hilft Ihnen. Mit den Angeboten sind Sie auch im besten Alter immer gut beraten.

Die Kantonspolizei Zürich ist auch in Ihrer Region mit Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen und Phänomen für Sie unterwegs. Und mit dem Präventionsmobil nimmt sie schnell und unkompliziert Einfluss auf das Geschehen und sucht den direkten Kontakt zur Bevölkerung. Sie können die Kantonspolizei auch unverbindlich kontaktieren.

Kriminelle Maschen

Es gibt unterschiedliche Formen von Kriminalität wie Einbruch & Diebstahl, Betrugsformen und Gefahren im Internet. Dabei wird gezielt die Hilfsbereitschaft, Gutgläubigkeit oder Unsicherheit von Personen ausgenutzt, um sie zu täuschen und an vertrauliche Informationen zu gelangen oder sie zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Ältere Menschen werden eher Opfer von Straftaten, die auf Täuschungen basieren. Täter suchen auch nach Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt, allein oder einsam sind, und geben ihnen das Gefühl, beachtet, gebraucht und anerkannt zu sein.

Doch vor den Machenschaften der Kriminellen können sich auch älter werdende Menschen schützen. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um beispielsweise vor Telefonbetrug, Passwort fischen, Abzocke oder Trickdieben an der Haustür sicher zu sein.

Die Polizei stellt nie Geldforderungen am Telefon

Benachrichtigen Sie über die Notrufnummer 117 umgehend die Polizei, wenn Ihnen eine Situation verdächtig erscheint.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Immer häufiger kommt es zu Betrugsfällen am Telefon. Beim Enkeltrick ist zu beachten, dass sich die Täter nicht zwingend als Enkel ausgeben, sondern auch als andere Verwandte oder Bekannte. Mit komplizierten und verängstigenden Geschichten versuchen die Täter das Vertrauen der Opfer zu gewinnen – und damit deren Geld. 

Wie Sie sich vor dem Enkeltrick schützen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand anruft und erraten lässt, wer am Telefon ist.
  • Wenn Sie jemand am Telefon unter Druck setzt, legen Sie den Hörer auf.
  • Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein. 
  • Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst und lassen Sie deren Unterstützung zu.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person.

Melden Sie verdächtige Situationen umgehend der Polizei unter Telefon 117.

Der grösste Irrglaube ist: «Mir kann so etwas nicht passieren.» Schämen Sie sich nicht, wenn es doch passiert. Rufen Sie die Polizei. 

Das Opfer erhält einen Telefonanruf eines vermeintlichen Polizisten oder einer Polizistin. Das Opfer wird dringend gebeten, bei der Aufklärung einer Straftat mitzuhelfen, und gleichzeitig überzeugt, dass sein Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei, da man bei Ermittlungen auf seine Bankdaten gestossen sei. Dabei wird eine Notlage vorgetäuscht und dringliches Handeln und absolute Verschwiegenheit gefordert. Hat das Opfer in die Mithilfe eingewilligt, wird es aufgefordert, seine Vermögenswerte bei der Bank zu beziehen und diese der Polizei zu übergeben, um sie in Sicherheit zu bringen. Daher: Vorsicht vor falschen Polizisten!

So schützen Sie sich:

  • Wenn Sie jemand am Telefon unter Druck setzt, legen Sie den Hörer auf.
  • Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein. Die richtige Polizei stellt nie Geldforderungen am Telefon.
  • Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst und lassen Sie deren Unterstützung zu.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person.
  • Beenden Sie das Gespräch, legen Sie den Hörer auf und fragen Sie bei der Polizei über die Notrufnummer Telefon 117 nach, ob es diesen Polizisten bzw. diese Polizistin tatsächlich gibt.

Melden Sie verdächtige Situationen umgehend der Polizei unter Telefon 117.
Der grösste Irrglaube ist: «Mir kann so etwas nicht passieren.» Schämen Sie sich nicht, wenn es doch passiert. Rufen Sie die Polizei. 

Die verhängnisvolle Beziehung beginnt im Internet. Das Opfer wird vom Täter über Partnerbörsen im Internet und soziale Medien kontaktiert, erhält Komplimente, verliebt sich und lässt sich auf eine Internetbeziehung ein. Langsam wird eine innige Vertrauensbeziehung aufgebaut. Wegen angeblicher Notlagen des Täters wird bald die Frage nach Geld gestellt. Solange Geld überwiesen wird, dauert die angebliche Liebesbeziehung an. Stoppt der Geldfluss, ist nebst dem bezahlten Geld auch die Liebe weg. 

Was Sie tun müssen:

  • Machen Sie den Realitätscheck: Klingt alles viel zu gut, um wahr zu sein? Würde sich so eine Person im realen Leben wirklich für mich interessieren?
  • Überweisen Sie nie Geld an jemanden, den Sie nur aus dem Internet kennen.
  • Seien Sie skeptisch: Bilder und Dokumente können gefälscht sein.

Es kommt immer wieder vor, dass gerade ältere Menschen bestohlen und betrogen werden. Häufig geschieht das dann, wenn sie am wenigsten damit rechnen: beim Telefonieren, Beantworten von E-Mails oder wenn es an der Haustüre klingelt.

So schützen Sie sich vor Haustürgeschäften:

  • Seien Sie vorsichtig bei fremden und unangekündigten Personen.
  • Verlangen Sie immer einen Ausweis.
  • Seien Sie misstrauisch und lassen Sie sich nicht beeindrucken.
  • Unterschreiben Sie nichts.
  • Verständigen Sie im Zweifelfall die Polizei.
  • Tragen Sie wenig Bargeld auf sich.

So schützen Sie sich vor Trickdieben:

  • Tragen Sie nur so viel Bargeld wie nötig auf sich.
  • Lassen Sie sich von Fremden nicht in Ihr Portemonnaie schauen.
  • Behalten Sie Ihr Portemonnaie beim Bezahlen in der Hand.

Einbrecher und Diebe nutzen jede Gelegenheit. Sichern Sie Ihr Zuhause und schützen Sie Ihre Wertsachen. Oft genügen bereits einfache Massnahmen, um Einbrecher abzuschrecken und Diebe fernzuhalten. Helfen Sie mit, Diebstähle zu verhindern.

So schützen Sie sich vor Einbrüchen:

  • Schliessen Sie Haus- und Wohnungstüren immer ab.
  • Schliessen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren.
  • Schliessen Sie gekippte Fensterflügel.
  • Lassen Sie das Licht brennen.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
  • Benachrichtigen Sie über die Notrufnummer Telefon 117 umgehend die Polizei, wenn Ihnen eine Situation verdächtig erscheint.

«Helfen Sie mit, Diebstähle zu verhindern.»

Kantonspolizei Zürich

Sicherheit im Internet

Das Internet bietet auch älteren Menschen viele Möglichkeiten: Nachrichten lesen und schreiben, einkaufen, Reisen buchen oder einen Partner finden – alles bequem von zu Hause aus. Das ist in jeder Lebenslage praktisch. Vieles ist aber nicht so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Mit einem bewussten Umgang und einer gesunden Portion an Misstrauen bleiben Sie aber auf der sicheren Seite.

Die Polizei klärt die Bevölkerung über aktuelle Gefahren im Internet auf. Viele Deliktsformen sind auch im Internet relativ einfach durchschaubar, wenn man sie kennt. Der Übergang von Kriminalität in der realen zur digitalen Welt ist fliessend. Mit alten und neuen Tricks wollen Diebe und Betrüger – vermehrt über das Internet – nur eines: Ihr Geld. Seien Sie darum vorbereitet: mit starken Passwörtern, Datensicherung und einem Realitätscheck.

«Cybercrimepolice.ch – ein Engagement Ihrer Polizei»

Kantonspolizei Zürich

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Mit dem Computer und dem Internet ist es ähnlich wie mit dem Autofahren. Bevor man losfährt, muss man sich mit dem Auto auskennen, es warten und pflegen. Nehmen Sie sich Zeit, die Bedienung des Computers und die Gefahren im Internet zu verstehen. Wer die Risiken und die Schwachstellen kennt, ist besser geschützt.

Sichern der Daten

Wichtige Daten sollten Sie auf externen Festplatten oder Datenträgern speichern. Sichern Sie Ihre Daten mit einem Backup, bevor Sie einen Datenverlust erleiden.

Überwachen mit Virenschutz und Firewall

Schützen Sie Computer, Tablet und Smartphone mit einem Virenschutzprogramm und einer aktivierten Firewall. Halten Sie Ihre Geräte immer aktuell.

Vorbeugen mit Software-Updates

Beugen Sie vor, indem Sie regelmässig aktuelle Software-Updates installieren.

Starke Passwörter verwenden

Schützen Sie Ihre Geräte und Online-Zugänge vor fremdem Zugriff. Verwenden Sie sichere und unterschiedliche Passwörter mit mindestens 10 Zeichen. In einem Passwortmanager können Sie sämtliche Passwörter verschlüsselt abspeichern.

Realitätscheck

Seien Sie beim Surfen im Internet stets misstrauisch und überlegen Sie sich gut, wo und wem Sie Ihre persönlichen Informationen preisgeben.

Für die sichere Verwendung von Onlinediensten ist für jedes Konto ein anderes und starkes Passwort erforderlich. In der Praxis führt diese Regel zu unzähligen Passwörtern, die man sich merken muss. Mit spezieller Software, sogenannten Passwortmanagern, lässt sich dieses Problem in den Griff bekommen. Sie erleichtern die Erstellung und Nutzung sicherer Passwörter, weil man sich nur noch wenige merken muss: diejenigen für die wirklich sensiblen Dienste sowie das Master-Passwort für den Passwortmanager. Wie das geht, zeigt ein Merkblatt des Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich.

Auch im Internet gibt es unseriöse Angebote und Formen von Kriminalität. Gefahren lauern in sozialen Netzwerken, bei E-Mail-Anhängen oder auf Internetseiten mit selbst aktivierenden Inhalten. Und zwar immer dann, wenn Unwissenheit oder Sicherheitslücken mit im Spiel sind. Die Täter sind erfinderisch und agieren im Netz mit allen möglichen Tricks und Maschen, um an Ihr Geld zu kommen. Die damit verbundenen Betrugsformen sind vielfältig. Seien Sie sich der Risiken im Internet bewusst und seien Sie immer skeptisch.

Auch auf Internetauktionsplattformen versuchen Betrüger, an Ihre Benutzerdaten zu kommen, oder sie bieten in verlockenden Kleinanzeigen Dinge zum Verkauf an, die nicht geliefert werden oder die es gar nicht gibt.

Wie ahnungslose Jobsuchende zu Geldwäschern werden: Mit attraktiven Stellenangeboten rekrutieren Kriminelle hauptsächlich im Internet immer wieder Personen als Finanzagentinnen und Finanzagenten, auch «Geldesel» oder «Money Mules» genannt, die deliktisch erwirtschaftetes Geld ins Ausland transferieren sollen. Wer an solchen «Geschäften» mitwirkt, macht sich der Geldwäscherei strafbar. 

So schützen Sie sich vor unseriösen Jobangeboten:

  • Stellen Sie Ihre Bankkonten nicht für andere zur Verfügung.
  • Geben Sie Bankangaben und persönliche Angaben nur an Personen weiter, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.
  • Senden Sie niemals Geld im Auftrag von Dritten an Empfänger, die Ihnen nicht näher bekannt sind. 
  • Nehmen Sie keine Pakete über Ihre Postadresse in Empfang und leiten Sie keine Pakete für Dritte ins Ausland weiter.

Phishing ist eine Technik, um an vertrauliche Daten von ahnungslosen Internet-Nutzerinnen und -Nutzern zu gelangen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Zugangsdaten von E-Mail, Post-, E-Banking- oder Onlineauktionsanbieter-Konten handeln. Phishing-Angriffe starten meist mit einer E-Mail.

So schützen Sie sich vor Datendiebstahl:

  • Verwenden Sie nie einen Link, der per E-Mail zugeschickt oder per QR-Code eingescannt wurde, um sich bei einem Online-Dienstleister oder Finanzinstitut anzumelden.
  • Füllen Sie nie Formulare aus, die per E-Mail zugestellt wurden und zur Eingabe von Anmeldeinformationen auffordern.

Unter Hacking versteht man das Eindringen in ein fremdes Computersystem durch einen oder mehrere Hacker. In den meisten Fällen nutzen Hacker Sicherheitslücken.

Achtung vor Viren, Würmern und Trojanern: Malware kommt zum Einsatz, wenn Hacker nach einem Angriff den Zugang zu einer Website, einem E-Mail-Konto oder einem Computer offengelegt haben und schädliche Aktionen auf den fremden Systemen ausgeführt werden.

Was Sie tun können:

  • Schützen Sie Ihren Computer und Ihre mobilen Geräte.
  • Wählen Sie ein starkes Passwort.
  • Benutzen Sie nicht überall dasselbe Passwort.
  • Beachten Sie die 5 Grundregeln.

Ransomware, auch bekannt als Erpressungs- oder Verschlüsselungstrojaner, verschlüsselt sämtliche Dateien auf einem Computer. Betroffene können danach ihren Computer nicht mehr benutzen, da der Zugriff auf die persönlichen Daten gesperrt ist. Es erscheint ein Sperrbildschirm, auf dem zu lesen ist, dass eine bestimmte Geldsumme in Form einer Kryptowährung an die Hacker zu bezahlen sei. Im Anschluss an die Bezahlung würden die verschlüsselten Dateien wieder freigegeben, sodass der Computer wieder einwandfrei funktioniere. Wer auf die erpresserischen Forderungen der Hacker eingeht, hat jedoch keine Garantie, den Zugang zu den verschlüsselten Dateien wieder zu erhalten.

Wie Sie sich schützen können:

  • Klicken Sie in verdächtigen E-Mails auf keine Anhänge und folgen Sie keinen Links.
  • Nutzen Sie ein aktuelles Virenschutzprogramm.
  • Erstellen Sie regelmässig eine Sicherungskopie (Backup) Ihrer Daten.

Sextortion bezeichnet eine Erpressungsmethode, bei der eine Person mit Bild- und Videomaterial erpresst wird, das sie beim Vornehmen sexueller Handlungen zeigt. Meistens erfolgen die Erpressungen via E-Mail oder über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen.

Gewalt im Alter

Statistisch gesehen ist die Gefahr eher gering, als älterer Mensch Opfer von allgemeiner Gewalt – etwa von Körperverletzungen oder Raubdelikten – zu werden. Die Gefährdung älterer Menschen, die vielleicht auch aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen auf die Hilfe Dritter angewiesen oder abhängig sind, darf jedoch nicht unterschätzt werden. Der eigenständige Zugang für Hilfe ist gerade für alte, pflegebedürftige oder an einer Form von Demenz erkrankte Menschen vielfach problematisch bis unmöglich.

«Wer mit einer Gewaltsituation konfrontiert ist, ist mitverantwortlich: Sehen – Hören – Einmischen – Handeln.»

Kantonspolizei Zürich

Die Formen von häuslicher Gewalt sind unterschiedlich. Sie können beispielsweise auch im Bereich der Betreuung und Pflege von älteren Menschen vorkommen, sowohl in einem Alters- und Pflegeheim oder in den eigenen vier Wänden. Die Polizei setzt sich mit dafür ein, dass Gewalt gestoppt, Opfer geschützt und gewaltausübende Personen zur Verantwortung gezogen werden.

Die Pflege und Betreuung von Menschen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Nicht immer lassen sich aber Konflikte allein lösen. Die Polizei bietet auch Hilfe für Angehörige und Bekannte von älteren Menschen an. Helfen Sie Betroffenen. Mit den polizeilichen Hilfsangeboten sind Sie gut beraten.

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Unter dem Begriff der häuslichen Gewalt werden unterschiedliche Gewaltformen zusammengefasst. Diese werden einzeln oder in Kombination beobachtet, und es wird unterschieden, ob sie angedroht oder ausgeübt werden. In Bezug auf den sensiblen Bereich der Betreuung und Pflege sind diese Unterscheidungen besonders wichtig.

Häufig beobachtete Verhaltensweisen sind: physische Gewalt wie schlagen, treten, würgen, mit einem Gegenstand verletzen; psychische Gewalt wie beschimpfen, erniedrigen, drohen, für verrückt erklären, Sachen absichtlich beschädigen; sexuelle Gewalt wie zu sexuellen Handlungen zwingen, vergewaltigen; soziale Gewalt wie Kontakte verbieten, sozial isolieren, einsperren; ökonomische Gewalt wie Geld entziehen, verbieten oder zur Arbeit zwingen.

Krankheitsbedingte Veränderungen auf Seiten der Pflegebedürftigen können die gegenseitige Beziehung der Partner beeinträchtigen. Das kann hin zu einer unangemessenen Betreuung und Pflege der an Demenz erkrankten Person oder Drohung und Gewaltanwendung der erkrankten Person gegenüber der Partnerin oder dem Partner führen.

Menschen mit einer Demenzerkrankung haben oft einen starken Bewegungsdrang. Geeignete Aktivitäten haben für sie eine positive Wirkung. Sie geben ihrem Alltag einen Sinn, sind wichtig für ihr Wohlbefinden und bringen Freude in ihr Leben. Da demenzbetroffene Menschen sich zeitlich und örtlich nicht immer orientieren können, kann es sein, dass sie weglaufen und nicht mehr wissen, wo sie sich befinden.

Beim Verlassen einer «sicheren Umgebung» ohne Begleitung kann sich dies je nach Jahreszeit oder Zustand der Demenzbetroffenen schnell auf deren Gesundheit
auswirken. Bei hohen Temperaturen ist die Gefahr des Dehydrierens (Flüssigkeitsmangel), bei tiefen Temperaturen die des Erfrierens gross. Generell besteht die Gefahr der Erschöpfung oder eines Unfalls. Das Weglaufen von demenzbetroffenen Menschen ist möglichst zu verhindern.

Helfen Sie mit, Vorkehrungen zu treffen, welche die Suche nach einer weggelaufenen Person erleichtern und beschleunigen. 

Was Sie tun können:

  • Haben Sie eine Personenbeschreibung zur Hand, auch zu Hause, versehen Sie diese mit aktuellen Fotos und erneuern Sie diese alle sechs Monate.
  • Deponieren Sie das vollständige Signalement gut auffindbar im Haus oder im Pflegezentrum.
  • Beachten Sie die Tipps für Angehörige und füllen Sie dort gleich die Vorlage zur Personenbeschreibung aus.

Mobile Senioren

In Zukunft ist mit immer mehr älteren Verkehrsteilnehmern zu rechnen, die möglichst lange mobil bleiben wollen. Dabei haben gerade E-Bikes bei älteren Menschen Aufwind. Die Teilnahme am Strassenverkehr ist mit zunehmendem Alter aber auch immer anspruchsvoller und riskanter. Ältere Menschen zählen neben Kindern zu den besonders gefährdeten Personen im Strassenverkehr.

Mit präventiven Massnahmen für weniger Senioren-Unfälle werden Senioren geschützt. Auch Sie können etwas für die Sicherheit im Strassenverkehr tun; beispielsweise mit der Überprüfung der eigenen Fahrtauglichkeit, einem sicheren Umgang mit E-Bikes und mit mehr Sichtbarkeit im Strassenverkehr.

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Ältere Menschen sind im Strassenverkehr besonders gefährdet. Sie sind verletzlicher als jüngere Personen, ein Unfall hat darum bei ihnen oft schwerwiegende Folgen. Wer gesund ist, kann zum Bespiel bis ins hohe Alter Auto fahren. 

Was Sie tun können:

  • Schätzen Sie die eigene Fahrtauglichkeit ehrlich ein. Wie steht es bei Ihnen? Sind Sie noch sicher unterwegs?
  • Prüfen Sie Ihre Fahrtauglichkeit mit dem Fahrsicherheits-Check der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Wer Velo fahren kann, hat ein E-Bike nicht automatisch im Griff. Ein sicherer Umgang mit E-Bikes will gelernt sein. Wer den sicheren Fahrspass mit dem E-Bike geniessen will, muss dessen Besonderheiten kennen. Haben Sie Ihr E-Bike im Griff? In den Sicherheitsempfehlungen werden die sicherheitsrelevanten Aspekte wie Ausrüstung, Regeln und Fahrtechnik thematisiert.

Viele Fussgänger unterschätzen ihre eigene Sichtbarkeit im Strassenverkehr. Werden Sie gesehen? Die Tipps zur Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit im Strassenverkehr bringen Licht ins Dunkel.

Ansprechstellen vor Ort

Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt für die Lebensqualität älterer Menschen. Diebstahl, Internet-/Telefonbetrug, Körperverletzungen und andere Delikte können auch in Alters- und Pflegeheimen vorkommen. Die Kantonspolizei Zürich geht entschieden gegen diese Kriminalität vor. In allen Regionen des Kantons pflegt sie deshalb einen regelmässigen Austausch mit diesen Institutionen. Die Polizeiposten stehen als Ansprechstellen zur Verfügung.

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Zögern Sie nicht, uns anzurufen, wenn Sie sich unsicher fühlen, wenn Sie meinen, Sie werden bestohlen oder wenn Sie einen anderen Verdacht für eine kriminelle Handlung haben. Melden Sie sich bei einem Polizeiposten in Ihrer Nähe.

Im Notfall wählen Sie immer die Telefonnummer 117.

Fachstelle Seniorenschutz

Die Kantonspolizei Zürich betreibt die Fachstelle Seniorenschutz. Diese ist darauf ausgerichtet, in Ermittlungsverfahren den besonderen Bedürfnissen von verletzlichen Seniorinnen und Senioren als Opfer von Straftaten nachzukommen. Sie beobachtet und analysiert die Entwicklungen zur Früherkennung heikler Situationen oder Aufdeckung von verborgenen Straftaten. Zur Optimierung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie für die Ausgestaltung von wirksamen Massnahmen, insbesondere auch zur Verhinderung von Straftaten, ist die Fachstelle Seniorenschutz mit vielen Partnerorganisationen vernetzt. Sie koordiniert und leitet einen regelmässigen Erfahrungsaustausch (Runder Tisch) und ist Ansprechstelle für komplexe Fragestellungen.

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Die Fachstelle Seniorenschutz ist von Montag bis Freitag tagsüber unter der Telefonnummer +41 44 247 56 56 oder per E-Mail unter seniorenschutz@kapo.zh.ch für Sie erreichbar.

Im Notfall wählen Sie immer die Telefonnummer 117.

Kontakt

Kantonspolizei Zürich – Präventionsabteilung

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Adresse

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8021 Zürich
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