Besonderer Bildungsbedarf

Jedes Kind hat das Recht, einen Unterricht zu erhalten, der seinem Alter und seinen Fähigkeiten entspricht. Die Schule fördert alle Kinder und Jugendlichen ihren Möglichkeiten und ihrem Bedarf entsprechend.

Inhaltsverzeichnis

Besonderer pädagogischer Bedarf

Grundsätzlich werden alle Schülerinnen und Schüler in der Regelklasse unterrichtet. Dazu gehören sowohl Schülerinnen und Schüler mit besonderen Stärken und Begabungen als auch solche mit Schwierigkeiten. Aufgabe der Schule ist es, die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und im Unterricht gute Bedingungen für das Lernen und Zusammenleben zu schaffen.

Sonderpädagogische Angebote der Regelschule für Schülerinnen und Schüler mit besonderem pädagogischen Bedarf sind:

  • Integrative Förderung (IF)
  • Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
  • Therapien (Psychomotorik, Logopädie, Audiopädagogik, Psychotherapie)
  • Begabtenförderung
  • Besondere Klassen
 
Die Grafik zeigt, welche Angebote es innerhalb und ausserhalb der Regelklasse gibt.
Besondere pädagogische Bedürfnisse: Angebote der Schule Quelle: VSA

Integrierte Schulung

Jedes Kind ist anders. Deshalb unterscheiden sich Schülerinnen und Schüler auch bezüglich ihres Entwicklungsstands, ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit oder ihrer Begabungen und Bedürfnisse. Die Lehrpersonen versuchen jedem Kind gerecht zu werden und es in der Regelklasse seinen Möglichkeiten entsprechend zu fördern. Unterstützt werden die Lehrpersonen dabei von Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen (SHP).

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Die integrative Förderung (IF) von Kindern mit besonderem pädagogischem Bedarf wird auf allen Schulstufen angeboten – vorwiegend jedoch im Kindergarten und in der Primarschule. Dabei baut die Förderung durch die Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen immer auf den Stärken der Kinder und Jugendlichen auf. Unterstützt werden diese dabei insbesondere bei folgenden Herausforderungen:

  • allgemeines Lernen
  • Schreiben und Lesen
  • mathematisches Lernen
  • Umgang mit speziellen Anforderungen (Motivation, Gefühlskontrolle, Verhaltenssteuerung)
  • Unterforderung
  • Sozialkompetenz

Schülerinnen und Schüler, für die Deutsch nicht die Erstsprache ist, haben das Recht, den Zusatzunterricht «Deutsch als Zweitsprache» (DaZ) zu besuchen. Dieser hilft den Kindern und Jugendlichen dabei, dem Unterricht sprachlich folgen und den Anschluss in den Regelklassen schnell finden zu können.

Im Kindergarten findet der Unterricht integriert in der Klasse statt. In der Primar- und der Sekundarschule wird ein intensiver DaZ-Anfangsunterricht während eines Jahres in der Gruppe oder einer Aufnahmeklasse angeboten. Für Schülerinnen und Schüler, die eine weiter gehende Förderung in Deutsch als Zweitsprache benötigen, gibt es den DaZ-Aufbauunterricht.

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Behinderung, Funktionseinschränkung oder Entwicklungsstörung im Regelunterricht mit unterstützenden Massnahmen nicht angemessen gefördert werden können, für die der Besuch der Regelschule jedoch möglich ist, werden im Rahmen der Integrierten Sonderschulung geschult.

Das Ziel ist es, diese Kinder und Jugendlichen möglichst in der Regelklasse zu unterrichten. Es gibt die Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule (ISR) und die Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Sonderschule (ISS). Ob die ISR oder ISS zur Anwendung kommt, hängt unter anderem von der Schwere der Beeinträchtigung oder Behinderung ab. Und ebenso davon, ob die dafür nötigen Kompetenzen in der Regelschule vorhanden sind.

Integrierte Sonderschülerinnen und Sonderschüler sollen maximal ein Drittel des üblichen Unterrichtspensums einzeln oder in Kleingruppen ausserhalb des Klassenverbunds verbringen.

Zuweisung zu sonderpädagogischen Massnahmen

Der Entscheid, ob eine sonderpädagogische Massnahme für eine Schülerin oder einen Schüler angebracht ist, wird immer aufgrund des Schulischen Standortgesprächs (SSG) gefällt. Die Initiative zur Prüfung einer möglichen Zuweisung kann einerseits von der Lehrperson, andererseits auch von den Eltern kommen. Wer ein sonderpädagogisches Bedürfnis seines Kindes vermutet oder feststellt, kann bei der Klassenlehrperson ein SSG verlangen.

Schulisches Standortgespräch

Der Entscheid über sonderpädagogische Massnahmen fällen Eltern, Lehrperson und Schulleitung gemeinsam. Dies geschieht in einem Schulischen Standortgespräch (SSG), einem festgelegten Verfahren zur Standortbestimmung. Dazu gehört beispielsweise, dass zur Vorbereitung auf das SSG alle beteiligten Personen, also auch Eltern sowie allenfalls das Kind, ihre Beobachtungen in einem Formular festhalten.

Nicht jedes SSG führt zwingend zu besonderen pädagogischen Massnahmen. Bei Unklarheiten oder wenn man sich nicht einig wird, kann eine schulpsychologische Abklärung veranlasst werden. Besteht danach trotzdem noch Uneinigkeit, entscheidet die Schulpflege. Falls eine Sonderschulung infrage kommt, wird in jedem Fall eine schulpsychologische Abklärung vorgenommen.

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Die Formulare, die zur Vorbereitung auf ein SSG von allen Beteiligten auszufüllen sind, werden in der Regel von der Lehrperson an die Eltern abgegeben. Sie können auch im schulinternen Kapitel Besonderer Bildungsbedarf heruntergeladen werden. Dort finden sich zudem vertiefte Informationen zum Thema.

Kontakt

Volksschulamt – Abteilung Besondere Förderung

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Walchestrasse 21
8090 Zürich
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