Leben mit Behinderung

Auf diesen Seiten informieren wir über Angebote für Menschen mit Behinderung, über ihre Rechte, über Einrichtungen der Behindertenhilfe und damit verbundene Befragungen.

Inhaltsverzeichnis

Behindertenrechte

Menschen mit Behinderung sollen in der Lage sein, ein Leben zu führen, das von den Grundsätzen der Selbstbestimmung, der Integration und der Normalität bestimmt ist. So wie die übrige Bevölkerung auch. In der Kantonsverfassung ist der Anspruch auf Zugang zu öffentlichen Bauten, Anlagen, Einrichtungen und Leistungen verankert.

Internationale Behindertenrechtskonvention

Seit 2014 ist in der Schweiz die internationale Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) in Kraft. Zweck der UNO-BRK ist, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern. Der Bund, die Kantone und Gemeinden sind verpflichtet, die UNO-BRK umzusetzen.

Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Der Regierungsrat hat 2019 die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention auf seine Agenda gesetzt. In den Legislaturzielen 2019–2023 ist die Erarbeitung eines Aktionsplans verankert. Die im Sozialamt angesiedelte Koordinationsstelle für Behindertenrechte koordiniert die Umsetzungsarbeiten innerhalb und ausserhalb der Kantonsverwaltung.

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Impulstag im Volkshaus in Zürich am 29. Januar 2019

Am Impulstag zur UNO-Behindertenrechtskonvention Ende Januar 2019 haben sich rund 80 Personen intensiv mit deren Umsetzung im Kanton Zürich befasst. Organisiert wurde der Impulstag vom Kantonalen Sozialamt und von der Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ). Mitarbeitende aus der Kantonsverwaltung, Fachleute, Behindertenorganisationen und Menschen mit Behinderung konnten Wissen aufbauen und Erfahrungen austauschen. 

Studie zum Handlungsbedarf im Kanton Zürich

Die 2018 veröffentlichte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) weist für die Umsetzung der UNO-BRK im Kanton Zürich erheblichen Handlungsbedarf aus.  

Partizipation Kanton Zürich

Die UNO-BRK verlangt, dass Menschen mit Behinderung bei Fragen und Prozessen, die sie betreffen, aktiv miteinbezogen werden. Vielerorts geschieht dies punktuell und es ist wenig bekannt, wie Betroffene für die Mitwirkung ausgesucht und befähigt werden. Um der Anforderung nach Transparenz und Unterstützung gerecht zu werden, arbeiten das Kantonale Sozialamt und die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) enger zusammen. Die BKZ hat sich verpflichtet, das Mitwirkungsmodell «Partizipation Kanton Zürich» aufzubauen. Damit wird sichergestellt, dass Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung der UNO-BRK im Kanton Zürich mitwirken, namentlich im Hinblick auf die Planung, Umsetzung und Evaluation des Aktionsplans.

Liste mit Top-Prioritäten

Mit Blick auf den Handlungsbedarf im Kanton Zürich hat Partizipation Kanton Zürich die Top-Prioritäten aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung erarbeitet und diese im Mai 2020 dem Kanton Zürich überreicht.

 

Impuls für Städte und Gemeinden

Das Kantonale Sozialamt führt für die Städte und Gemeinden im Kanton Zürich einen Impulstag zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention durch. 

 

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Impulstag in Uster am 29. September 2020

Der Impulstag Ende September 2020 im Musikcontainer Uster richtete sich an die Gemeindevorstände und an Mitarbeitende der 162 Gemeinden im Kanton Zürich. Eingeladen waren insbesondere jene Personen, die für Fragen rund um das Thema Behinderung zuständig sind. Sie erhielten viele Informationen, Praxisbeispiele und Anregungen, wie die Umsetzung der UNO-BRK in der Gemeinde vorangetrieben werden kann. Etliche Betroffenen-Organisationen stellten Hilfsmittel und Schulungsangebote vor. Am von der Koordinationsstelle Behindertenrechte organisierten Anlass waren rund 70 Personen beteiligt. 

Dokumentation Impulstag für Städte und Gemeinden 2020

Regierungsrat Mario Fehr, Stadtpräsidentin Barbara Thalmann und Andrea Lübberstedt, Chefin Kantonales Sozialamt, referieren zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention und der Aufgabe des Staates. 

Behindertenrechtskonvention: vorwärts mit der Umsetzung

Mario Fehr begrüsst am Impulstag in Uster
Behindertenrechtskonvention: Vorwärts mit der Umsetzung

Brian Mc Gowan, ehemaliger Gleichstellungsbeauftragter der Stadt Bern, und Marianne Rybi, Geschäftsleiterin Behindertenkonferenz Kanton Zürich, referieren zu den Anliegen der Betroffenen.

Behindertenrechtskonvention: Perspektive der Betroffenen

Impulstag Staedte und Gemeinden im Musik Container in Uster: Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention im Kanton Zürich
September 2020
Foto: © Vera Markus
v.markus@bluewin.ch
www.veramarkus.com *** Local Caption *** Auftraggeber:
Bernhard Krauss
Koordinationsstelle Behindertenrechte Kanton Zuerich
043 259 52 68
bernhard.krauss@sa.zh.ch
Behindertenrechtskonvention: Perspektive der Betroffenen

Bernhard Krauss, Leiter der Koordinationsstelle Behindertenrechte referiert zu Lösungsansätzen im Kanton Zürich.

Behindertenrechtskonvention: Teilhabe einfach machen

Bernhard Krauss am Impulstag in Uster
Behindertenrechtskonvention: Teilhabe einfach machen

Mehr Selbstbestimmung

Menschen mit Behinderung sollen so weit wie möglich selbst bestimmen können, wie, wo und von wem sie betreut und begleitet werden. Die Grundlage dazu wird mit dem neuen Gesetz über den selbstbestimmten Leistungsbezug durch Menschen mit Behinderung geschaffen. Der Regierungsrat verabschiedete die Gesetzesvorlage am 31. März 2021 zuhanden des Kantonsrates. Das neue Gesetz heisst Selbstbestimmungsgesetz (SLBG). Es schafft die Voraussetzung, dass Betroffene direkt und individuell unterstützt werden können. Egal, ob sie innerhalb oder ausserhalb einer Einrichtung leben oder arbeiten. Mit dem neuen Gesetz werden die Forderungen der Motion «Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung» umgesetzt. 

Umsetzung des neuen Systems Schritt für Schritt

Das Selbstbestimmungsgesetz bringt einen Wechsel des Finanzierungssystems. Bisher wurden Institutionen finanziert, neu sollen die Betroffenen direkt unterstützt werden.  Auch das Vorgehen ändert sich: Neu sollen Menschen mit Behinderung an eine Abklärungsstelle gelangen können, die mit ihnen ihren individuellen Bedarf an Begleitung und Betreuung im Alltag ermittelt. Sie erhalten dann einen sogenannten Voucher, den sie selbstbestimmt einsetzen können. Um die Wahlfreiheit sicherzustellen, ist in einem ersten Schritt der Aufbau eines ambulanten Bereichs und eines guten Beratungsangebotes nötig. Die Institutionen - Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung - bleiben auch in Zukunft als ein Angebot zur Auswahl bestehen.  

 

Studie zur Subjektfinanzierung 

Die Zürcher Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Auftrag des Kantonalen Sozialamts und unter Mitwirkung von Betroffenen den Bericht «Zur Einführung der Subjektfinanzierung im Kanton Zürich» erstellt. Er dient als Basis für die Erarbeitung der gesetzlichen Grundlage, die der Zürcher Kantonsrat mit der am 25. Juni 2018 überwiesenen Motion «Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung» verlangt. Subjektfinanzierung ist ein neues Finanzierungssystem. Es hat zum Ziel, dass Menschen mit Behinderung freier wählen können, wie sie leben und wo sie wohnen wollen. Weil geeignete Angebote im ambulanten Bereich bisher fehlen, empfiehlt die ZHAW die schrittweise Einführung und zunächst den Aufbau eines ambulanten Angebots. Aus dem Fazit (Seite 5): «Insgesamt steht der Kanton Zürch an der Schwelle dazu, das Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderungen stark zu verbessern. Dem Mehraufwand steht ein hoher Nutzen gegenüber: Im ambulanten Bereich eröffnen sich Entwicklungschancen, der Grad an Wahlfreiheit und Selbstbestimmung steigt, es sind grosse Schritte möglich für die unabhängige Lebensführung.»

Wohnen und Arbeiten

Im Kanton Zürich leben geschätzt 180’000 Menschen mit Behinderung. Rund 35’000 Personen haben eine IV-Rente. Menschen mit Behinderung sind auf besondere Angebote angewiesen. Daher gibt es im Kanton Zürich über hundert spezialisierte Einrichtungen.

Finden Sie Ihr Angebot

Auf meinplatz.ch finden Sie alle Tages-, Wohn- oder Arbeitsangebote in Institutionen für erwachsene Menschen mit Behinderung im Kanton Zürich. Die Informationen zu den Plätzen werden jeden Monat aktualisiert.

Sie suchen Unterstützung?

Im Kanton gibt es diverse Anlaufstellen, die Menschen mit Behinderung behilflich sind, wenn sie sich beraten lassen, engagieren oder austauschen wollen.

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Die Behindertenkonferenz Kanton Zürich ist die Dachorganisation von und für Menschen mit Behinderung, deren Organisationen und Institutionen im Kanton Zürich.

Der Kanton Zürich engagiert sich für ein behindertengerechtes Bauen im öffentlichen Strassenraum. Das gilt auch für den Fussverkehr.

Die Koordinationsstelle für Behindertenrechte im Kantonalen Sozialamt fördert die Umsetzung der UNO-Behindertenkonvention (BRK) im Kanton Zürich.

Inclusion Handicap und Procap unterstützen Menschen mit Behinderung bei rechtlichen Fragen.

Im Kanton Zürich gibt es in Winterthur, in Uster und in Zürich regionale Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen.

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bietet Unterstützung fürs Reisen im öffentlichen Verkehr.

Die Stiftung ProMobil bietet mobilitätsbehinderten Menschen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen vergünstigte Fahrten mit Partnertaxiunternehmen an.

Im Online-Adressverzeichnis der Infostelle der ZHAW sind im Bereich Behinderung über 500 Organisationen zu finden.

Kontakt

Kantonales Sozialamt Zürich Mehr erfahren

Adresse

Schaffhauserstrasse 78
8090 Zürich
Route (Google Maps)

Telefon

Für dieses Thema zuständig: