Leben mit Behinderung

Auf diesen Seiten informieren wir über Angebote für Menschen mit Behinderung, über ihre Rechte, über Einrichtungen der Behindertenhilfe und damit verbundene Befragungen.

Inhaltsverzeichnis

Behindertenrechte

Menschen mit Behinderung sollen in der Lage sein, ein Leben zu führen, das von den Grundsätzen der Selbstbestimmung, der Integration und der Normalität bestimmt ist. So wie die übrige Bevölkerung auch. In der Kantonsverfassung ist der Anspruch auf Zugang zu öffentlichen Bauten, Anlagen, Einrichtungen und Leistungen verankert.

Internationale Behindertenrechtskonvention

Seit 2014 ist in der Schweiz die internationale Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) in Kraft. Zweck der UNO-BRK ist, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern. Der Bund, die Kantone und Gemeinden sind verpflichtet, die UNO-BRK umzusetzen.

Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Im Jahr 2018 zeigt eine von der Sicherheitsdirektion finanzierte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) den Handlungsbedarf zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) auf. 2019 hat der Regierungsrat die Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention auf seine Agenda gesetzt und beim Kantonalen Sozialamt eine Koordinationsstelle Behindertenrechte geschaffen.  

Die UNO-BRK verlangt, dass Menschen mit Behinderung bei Fragen und Prozessen, die sie betreffen, aktiv miteinbezogen werden. Dazu habendas Kantonale Sozialamt (KSA) und die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) gemeinsam ein Zürcher Mitwirkungsmodell aufgebaut: «Partizipation Kanton Zürich». Im Jahr 2020 überreichte «Partizipation Kanton Zürich» mit Blick auf den Handlungsbedarf im Kanton Zürich die Top-Prioritäten aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung. Diese Top-Prioritäten sind in der Erarbeitung desersten Aktionsplans Behindertenrechte mit eingeflossen.

Die langfristige Umsetzung der BRK ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf Initiative von KSA und BKZ wurden 2022 die ersten Aktionstage Behindertenrechte lanciert. Unter dem Motto «Zukunft Inklusion» beteiligen sich vom 27. August bis 10. September 2022 über 100 Aktionspartnerinnen und Aktionspartner. Damit wird das Thema der UNO-BRK in die Gemeinden, in die Medien und somit in die Gesellschaft getragen. 

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Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention im Kanton Zürich ist eine Querschnittaufgabe. Es braucht ein breites Bündnis, um das eigentlich Selbstverständliche zu erreichen. Bund, Kanton und Gemeinden: Alle sind gefordert. Der Kanton Zürich wird die Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen. Mit dem vorliegenden Aktionsplan zeigt der Kanton Zürich, wie er Schritt für Schritt das Selbstverständliche erreichen will. Die geplanten Massnahmen schaffen keine Sonderrechte für Menschen mit Behinderung. Es geht darum, dass alle die gleichen Rechte geniessen.

Die Koordinationsstelle Behindertenrechte unterstützt die Städte und Gemeinden im Kanton Zürich bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK). Am 25. August 2022 findet das Aktionsforum Behindertenrechte statt. Das Forum richtet sich an Führungspersonen und Mitarbeitende mit Fachverantwortung aus den 162 Gemeinden im Kanton Zürich.

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier:

Das Kantonalen Sozialamt (KSA) und die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) setzen im Jahr 2022 mit «Aktionstage Behindertenrechte» Impulse, um die UNO-BRK im Kanton Zürich umzusetzen. Im Rahmen von «Aktionstage Behindertenrechte», vom 27. August bis 10. September 2022, wird das Thema der UNO-BRK mit verschiedensten Aktionen in die Gemeinden, in die Medien und somit in die Gesellschaft getragen.

Wir sammeln gute Praxisbeispiele im Bereich der Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention. Falls Sie ein gutes Projekt sichtbar machen wollen, dann teilen Sie uns Ihr Projekt mit. Bitte füllen Sie dafür diese Umfrage aus. 

Impulstag in Uster am 29. September 2020

Der Impulstag Ende September 2020 im Musikcontainer Uster richtete sich an die Gemeindevorstände und an Mitarbeitende der 162 Gemeinden im Kanton Zürich. Eingeladen waren insbesondere jene Personen, die für Fragen rund um das Thema Behinderung zuständig sind. Sie erhielten viele Informationen, Praxisbeispiele und Anregungen, wie die Umsetzung der UNO-BRK in der Gemeinde vorangetrieben werden kann. Etliche Betroffenen-Organisationen stellten Hilfsmittel und Schulungsangebote vor. Am von der Koordinationsstelle Behindertenrechte organisierten Anlass waren rund 70 Personen beteiligt. 

Dokumentation Impulstag für Städte und Gemeinden 2020

Regierungsrat Mario Fehr, Stadtpräsidentin Barbara Thalmann und Andrea Lübberstedt, Chefin Kantonales Sozialamt, referieren zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention und der Aufgabe des Staates. 

Behindertenrechtskonvention: vorwärts mit der Umsetzung

Mario Fehr begrüsst am Impulstag in Uster

Brian Mc Gowan, ehemaliger Gleichstellungsbeauftragter der Stadt Bern, und Marianne Rybi, Geschäftsleiterin Behindertenkonferenz Kanton Zürich, referieren zu den Anliegen der Betroffenen.

Behindertenrechtskonvention: Perspektive der Betroffenen

Impulstag Staedte und Gemeinden im Musik Container in Uster: Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention im Kanton Zürich
September 2020
Foto: © Vera Markus
v.markus@bluewin.ch
www.veramarkus.com *** Local Caption *** Auftraggeber:
Bernhard Krauss
Koordinationsstelle Behindertenrechte Kanton Zuerich
043 259 52 68
bernhard.krauss@sa.zh.ch

Bernhard Krauss, Leiter der Koordinationsstelle Behindertenrechte referiert zu Lösungsansätzen im Kanton Zürich.

Behindertenrechtskonvention: Teilhabe einfach machen

Bernhard Krauss am Impulstag in Uster

Impulstag im Volkshaus in Zürich am 29. Januar 2019

Am Impulstag zur UNO-Behindertenrechtskonvention Ende Januar 2019 haben sich rund 80 Personen intensiv mit deren Umsetzung im Kanton Zürich befasst. Organisiert wurde der Impulstag vom Kantonalen Sozialamt und von der Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ). Mitarbeitende aus der Kantonsverwaltung, Fachleute, Behindertenorganisationen und Menschen mit Behinderung konnten Wissen aufbauen und Erfahrungen austauschen. 

Studie zum Handlungsbedarf im Kanton Zürich

Die 2018 veröffentlichte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) weist für die Umsetzung der UNO-BRK im Kanton Zürich erheblichen Handlungsbedarf aus.  

Partizipation Kanton Zürich

Die UNO-BRK verlangt, dass Menschen mit Behinderung bei Fragen und Prozessen, die sie betreffen, aktiv miteinbezogen werden. Vielerorts geschieht dies punktuell und es ist wenig bekannt, wie Betroffene für die Mitwirkung ausgesucht und befähigt werden. Um der Anforderung nach Transparenz und Unterstützung gerecht zu werden, arbeiten das Kantonale Sozialamt und die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) enger zusammen. Die BKZ hat sich verpflichtet, das Mitwirkungsmodell «Partizipation Kanton Zürich» aufzubauen. Damit wird sichergestellt, dass Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung der UNO-BRK im Kanton Zürich mitwirken, namentlich im Hinblick auf die Planung, Umsetzung und Evaluation des Aktionsplans.

Liste mit Top-Prioritäten

Mit Blick auf den Handlungsbedarf im Kanton Zürich hat Partizipation Kanton Zürich die Top-Prioritäten aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung erarbeitet und diese im Mai 2020 dem Kanton Zürich überreicht.

Mehr Selbstbestimmung

Menschen mit Behinderung sollen so weit wie möglich selbst bestimmen können, wie und wo sie leben und von wem sie betreut und begleitet werden. Die Grundlage dazu wird mit dem neuen Gesetz über den selbstbestimmten Leistungsbezug durch Menschen mit Behinderung geschaffen.  Das Selbstbestimmungsgesetz (SLBG) schafft die Voraussetzung, dass Betroffene direkt und individuell unterstützt werden können. Egal, ob sie innerhalb oder ausserhalb einer Einrichtung leben oder arbeiten. Mit dem neuen Gesetz werden die Forderungen der Motion «Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung» umgesetzt. 

Umsetzung des neuen Systems Schritt für Schritt

Das Selbstbestimmungsgesetz bringt einen Wechsel des Finanzierungssystems. Bisher wurden Institutionen finanziert, neu sollen die Betroffenen direkt unterstützt werden.  Auch das Vorgehen ändert sich: Neu sollen Menschen mit Behinderung an eine Abklärungsstelle gelangen können, die mit ihnen ihren individuellen Bedarf an Begleitung und Betreuung im Alltag ermittelt. Sie erhalten dann einen sogenannten Voucher, den sie selbstbestimmt einsetzen können. Um die Wahlfreiheit sicherzustellen, ist in einem ersten Schritt der Aufbau eines ambulanten Bereichs und eines guten Beratungsangebotes nötig. Die Institutionen - Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung - bleiben auch in Zukunft als wichtiger Pfeiler im Angebot bestehen.  

Vorlage einstimmig verabschiedet 

Das Kantonsparlament hat das neue Gesetz am 28. Februar 2022 einstimmig verabschiedet. Im Grundsatz war die Vorlage unbestritten. Der ursprüngliche Gesetzesentwurf wurde in wenigen Punkten angepasst. So sind neu auch Privatpersonen zugelassen, um Leistungen nach  SLBG zu erbringen.  Der Termin für die Inkraftsetzung des Selbstbestimmungsgesetzes wird duch den Regierungsrat festgesetzt. Mit der Inkraftsetzung beginnt für die Umsetzung eine Übergangsfrist. Bis der Systemwechsel abgeschlossen werden und die gewünschte Wirkung entfalten kann, dürfte es rund fünf Jahre dauern. 

Studie zur Subjektfinanzierung 

Die Zürcher Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Auftrag des Kantonalen Sozialamts und unter Mitwirkung von Betroffenen den Bericht «Zur Einführung der Subjektfinanzierung im Kanton Zürich» erstellt. Er dient als Basis für die Erarbeitung der gesetzlichen Grundlage, die der Zürcher Kantonsrat mit der am 25. Juni 2018 überwiesenen Motion «Selbstbestimmung ermöglichen durch Subjektfinanzierung» verlangt. Subjektfinanzierung ist ein neues Finanzierungssystem. Es hat zum Ziel, dass Menschen mit Behinderung freier wählen können, wie sie leben und wo sie wohnen wollen. Weil geeignete Angebote im ambulanten Bereich bisher fehlen, empfiehlt die ZHAW die schrittweise Einführung und zunächst den Aufbau eines ambulanten Angebots. Aus dem Fazit (Seite 5): «Insgesamt steht der Kanton Zürch an der Schwelle dazu, das Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderungen stark zu verbessern. Dem Mehraufwand steht ein hoher Nutzen gegenüber: Im ambulanten Bereich eröffnen sich Entwicklungschancen, der Grad an Wahlfreiheit und Selbstbestimmung steigt, es sind grosse Schritte möglich für die unabhängige Lebensführung.»

Wohnen und Arbeiten

Im Kanton Zürich leben geschätzt 180’000 Menschen mit Behinderung. Rund 35’000 Personen haben eine IV-Rente. Menschen mit Behinderung sind auf besondere Angebote angewiesen. Daher gibt es im Kanton Zürich über hundert spezialisierte Einrichtungen.

Finden Sie Ihr Angebot

Auf meinplatz.ch finden Sie alle Tages-, Wohn- oder Arbeitsangebote in Institutionen für erwachsene Menschen mit Behinderung im Kanton Zürich. Die Informationen zu den Plätzen werden jeden Monat aktualisiert.

Sie suchen Unterstützung?

Im Kanton gibt es diverse Anlaufstellen, die Menschen mit Behinderung behilflich sind, wenn sie sich beraten lassen, engagieren oder austauschen wollen.

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Die Behindertenkonferenz Kanton Zürich ist die Dachorganisation von und für Menschen mit Behinderung, deren Organisationen und Institutionen im Kanton Zürich.

Der Kanton Zürich engagiert sich für ein behindertengerechtes Bauen im öffentlichen Strassenraum. Das gilt auch für den Fussverkehr.

Die Koordinationsstelle für Behindertenrechte im Kantonalen Sozialamt fördert die Umsetzung der UNO-Behindertenkonvention (BRK) im Kanton Zürich.

Inclusion Handicap und Procap unterstützen Menschen mit Behinderung bei rechtlichen Fragen.

Im Kanton Zürich gibt es in Winterthur, in Uster und in Zürich regionale Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen.

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bietet Unterstützung fürs Reisen im öffentlichen Verkehr.

Die Stiftung ProMobil bietet mobilitätsbehinderten Menschen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen vergünstigte Fahrten mit Partnertaxiunternehmen an.

Im Online-Adressverzeichnis der Infostelle der ZHAW sind im Bereich Behinderung über 500 Organisationen zu finden.

Kontakt

Kantonales Sozialamt Zürich

Mehr erfahren

Adresse

Schaffhauserstrasse 78
8090 Zürich
Route (Google)

Telefon

Für dieses Thema zuständig: