Sonderschulen

Für Schülerinnen und Schüler die aufgrund einer Funktionseinschränkung oder Entwicklungsstörung die Regelschule nicht besuchen können, gibt es das Angebot der separierten Sonderschulung. Der Unterricht findet meist in einer Tagessonderschule oder einem Sonderschulheim statt.

Inhaltsverzeichnis

Möglichkeiten einer Sonderschulung

Für Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung oder einer starken Auffälligkeit in ihrer Entwicklung, stehen die Angebote der Sonderschulung zur Verfügung. Können die Kinder und Jugendlichen aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigung nicht mit der integrierten Sonderschulung ihren Bedürfnissen entsprechend gefördert werden, bietet sich die Möglichkeit einer separierten Sonderschulung. Diese findet in den meisten Fällen in einer Tagessonderschule, seltener auch in einem Sonderschulheim statt.

In den Sonderschulen kümmern sich kompetente Fachteams um Unterricht, Therapie, Erziehung sowie Betreuung und können so dem besonderen Bildungs- und Entwicklungsbedarf ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht werden.

Zuweisung

Wie bei jeder sonderpädagogischen Massnahme, steht auch hier das schulische Standortgespräch am Anfang. Zusätzlich wird bei einer möglichen Sonderschulung eine Abklärung durch den schulpsychologischen Dienst vorgenommen. Dieser zieht bei Bedarf weitere Fachpersonen bei.

Gestützt auf den Bericht der schulpsychologischen Abklärung und nach Anhörung der Eltern entscheidet die Schulpflege darüber, ob eine separierte Sonderschulung die passende Lösung für die Schülerin oder den Schüler ist.

Tagessonderschule

In einer vom Kanton anerkannten Tagessonderschule besuchen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht in einer Klasse in Form einer Tagesstruktur und erhalten dort bei Bedarf Therapien. Während der unterrichtsfreien Zeit (vor und nach der Schule, über Mittag) wird eine sozialpädagogische Betreuung angeboten. Es bestehen drei unterschiedliche Typen von Tagessonderschulen:

  • Typus A:
    für Kinder und Jugendliche mit besonderen Strukturbedürfnissen (Lern- und Verhaltensbehinderung, Sprachbehinderung)
  • Typus B:
    für Kinder und Jugendliche mit intensiven Förder- und Pflegebedürfnissen (Körperbehinderung, Sinnesbehinderung, Autismus)
  • Typus C:
    für Kinder und Jugendliche mit besonderen Förderbedürfnissen (geistige Behinderung)

Gerade Tagessonderschulen der Typen A und C sind relativ breit über den Kanton Zürich verteilt, weshalb die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft eine solche Schule in der näheren Region besuchen können – mit entsprechend kürzeren Anreisewegen.

Verzeichnis der Sonderschulen im Kanton Zürich

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Sonderschulheim

Ausserordentliche Umstände im Umfeld einer Schülerin oder eines Schülers können die Platzierung in einem Sonderschulheim nötig machen. Im Unterschied zur Tagessonderschule wohnen die Kinder und Jugendlichen auch im Schulheim. Die sozialpädagogische Betreuung richtet sich dort gezielt nach den Bedürfnissen der Schülerin respektive des Schülers – dies bei Bedarf bis zu 365 Tage im Jahr.

Transport und Kosten

Die anfallenden Kosten für eine Sonderschulung werden von Gemeinde und Kanton übernommen. Das gilt auch für die Transportkosten: Schülerinnen und Schüler, die den Weg zur Sonderschule nicht selbstständig zurücklegen können, haben Anspruch auf einen kostenlosen Transport.

Die Eltern übernehmen die Kosten für eine allfällige Verpflegung durch die Schule sowie für Betreuungsangebote, die über die Öffnungszeiten der Tagesschule hinausgehen und für Nebenauslagen gemäss Vereinbarung mit dem Sonderschulheim.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Volksschulamt – Abteilung Besondere Förderung

Adresse

Walchestrasse 21
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 22 91

Sekretariat

Für dieses Thema zuständig: