Sekundarschule

Die Sekundarschule dauert drei Jahre und wird in bis zu drei Abteilungen mit unterschiedlich hohen Anforderungen geführt. Die Jugendlichen werden bei dem Schritt ins Berufsleben oder in eine weiterführende Schule unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Sekundarschülerinnen und Schüler notieren sich die Argumente aus Gruppendiskussion
Sekundarschüler lösen Aufgaben gemeinsam. Quelle: Martin Stürm, VSA

Was geschieht in der Sekundarschule?

Die Sekundarschule schliesst an die Primarschule an und dauert drei Jahre. Die Sekundarschule ist in zwei bis drei Abteilungen (A, B und teilweise C) eingeteilt. In einzelnen Fächern können zudem unterschiedliche Anforderungsstufen geführt werden. Mit dem Abschluss der Sekundarschule endet auch die Schulpflicht.

Ein wichtiges Ziel der Sekundarschule ist es, die Jugendlichen optimal auf die nächste Lebensphase vorzubereiten. Deshalb erhalten die Schülerinnen und Schüler in der 2. sowie 3. Sekundarklasse Unterstützung, damit ihnen der Übertritt in die berufliche Grundausbildung (Lehre) oder in eine weiterführende Schule möglichst gut gelingt.

Übergang in die Sekundarschule

Einteilung in Sekundarschule A, B oder C

Die Einteilung wird aufgrund einer Gesamtbeurteilung vorgenommen. Diese umfasst die schulischen Leistungen eines Kindes, sein Arbeits- und Lernverhalten, das Sozialverhalten sowie seinen Entwicklungsstand. 

Ansprechpersonen und Informationen

Bei Fragen oder Unklarheiten zum Übergang in die Sekundarschule ist die erste Ansprechperson jeweils die Lehrerin oder der Lehrer des Kindes. Informationen sind ausserdem oft auch auf der Webseite der entsprechenden Schulgemeinde zu finden.

Einteilung in Anforderungsstufen

Um dem unterschiedlichen Lernvermögen der Kinder in einzelnen Fachbereichen Rechnung zu tragen, können die Sekundarschulen in den Fächern Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch die Anforderungsstufen I, II und III einrichten. Stufe I ist die anspruchsvollste. In welche Anforderungsstufe ein Kind eingeteilt wird, hängt von dessen Gesamtleistungen im entsprechenden Fach ab.

Von der Primarschule in die Sekundarschule

Von der Primarschule in die Sekundarschule
Von der Primarschule in die Sekundarschule

Eintritt nach nicht bestandener Probezeit am Langgymnasium

Für Schülerinnen und Schüler, die die Probezeit am Langgymnasium nicht bestanden haben, kann der Eintritt in die erste Klasse der Sekundarschule eine Herausforderung darstellen. Deshalb begleiten die Lehrpersonen der Gymnasien und der Sekundarschule diesen Übergang sehr sorgfältig.

Abteilungen und Anforderungsstufen

Abteilungen A, B und C

Jede Sekundarschule verfügt über die beiden Abteilungen A und B. Einzelne Schulgemeinden bieten zusätzlich eine Abteilung C an. Die Abteilung A ist die anspruchsvollste.

Die Zuteilung in eine Abteilung erfolgt aufgrund einer Gesamtbeurteilung der Schülerinnen und Schüler durch die Klassenlehrperson. In welche Abteilung die Schülerinnen und Schüler eingeteilt werden, entscheiden die Lehrpersonen der Primarschule und die Eltern gemeinsam. Bei Uneinigkeit entscheidet die für die Sekundarschule zuständige Schulpflege.

Anforderungsstufen I bis III

In Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch können die Anforderungsstufen I, II und III angeboten werden. Die Anforderungsstufe I ist die anspruchsvollste.

Ob eine Gemeinde Anforderungsstufen anbietet, entscheidet die Schulpflege. Sie wählt auch die Fächer mit Anforderungsstufen aus. Diese können in maximal drei von den vier möglichen Fächern (M, D, F, E) angeboten werden.

Die Leistungsbeurteilung im entsprechenden Fachbereich durch die Lehrperson entscheidet darüber, in welche Anforderungsstufe die Schülerinnen und Schüler eingeteilt werden.

Grafik: Varianten zur Gliederung der Sekundarschule in Abteilungen und Anforderungsstufen
Varianten zur Gliederung der Sekundarschule in Abteilungen und Anforderungsstufen Quelle: Volksschulamt Kanton Zürich

Wechsel von Abteilung oder Anforderungsstufe

Ein Wechsel der Abteilungen und Anforderungsstufen ist möglich. Den Entscheid darüber treffen Lehrpersonen und Eltern gemeinsam – abhängig vom Lernerfolg und Entwicklungsstand des Kindes. Im ersten Schuljahr sind hierfür drei Termine vorgesehen (Ende November, Mitte April, Ende Schuljahr), in den folgenden Jahren jeweils noch zwei Termine (Ende Januar, Ende Schuljahr).

Anträge für einen solchen Wechsel gehen üblicherweise von den Lehrpersonen aus. Aber auch die Eltern haben die Möglichkeit, einen Wechsel zu beantragen. 

Finden Eltern und Lehrperson keine Einigung, entscheidet die Schulleitung über die Zuteilung. 

Vorbereitung auf die Lehre und weiterführende Schulen

Der Übertritt in die berufliche Grundbildung oder eine weiterführende Schule ist bereits in der 2. Sekundarschule ein Thema – unter anderem in einer wöchentlichen Unterrichtslektion «Berufliche Orientierung».

Standortbestimmung

Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren in der 2. Sekundarklasse den Stellwerktest. Dieser Leistungstest zeigt den Jugendlichen auf, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Danach führt die Lehrperson mit den Jugendlichen und ihren Eltern ein Standortgespräch. Dieses dient zur Vorbereitung auf den Übertritt in die berufliche Grundbildung oder eine weiterführende Schule.

Der Prozess soll auch in Bezug auf ein bestimmtes schulisches oder berufliches Ziel aufzeigen, wo Schwerpunkte gelegt werden müssen. Damit kann der Unterricht in der 3. Sekundarklasse so geplant werden, dass die Schülerinnen und Schüler eine optimale Förderung erhalten, um ihre Stärken auszubauen oder Wissenslücken schliessen zu können.

Aufgrund der gesteckten Ziele setzen sich die Jugendlichen persönliche Schwerpunkte, zu denen sie in der 3. Sekundarklasse die passenden Wählfächer belegen. Ausserdem werden mit dem Projektunterricht und der Abschlussarbeit die überfachlichen Kompetenzen der Jugendlichen gestärkt.

Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung

Entscheidend für eine gelungene Berufswahl ist die frühzeitige und enge Zusammenarbeit von Schule, Berufsberatung sowie Eltern.
Detaillierte Informationen zum Thema sind unter Berufsberatung zu finden. Zudem finden Eltern auf dem Berufswahl-Portal Tipps und Tricks wie sie ihr Kind unterstützen können.

Vorbereitung auf eine Maturitätsschule

Nach der 2. oder 3. Sekundarklasse können die Schülerinnen und Schüler an eine Maturitätsschule wechseln – sofern sie die Aufnahmeprüfung bestehen.
Hierzu bieten die meisten Sekundarschulen Vorbereitungskurse an. Dort löst man in den Fächern Deutsch, Mathematik und Französisch alte Prüfungsaufgaben und kann sich passende Lerntechniken aneignen. Dieses Angebot ist freiwillig.
Weitere Informationen dazu sind unter Übergang in eine Maturitätsschule zu finden.

Berufswahlfahrplan
Der Berufswahlfahrplan regelt die einzelnen Schritte im Berufswahlprozess. Quelle: AJB

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Volksschulamt – Abteilung Pädagogisches, Sektor Unterrichtsfragen

Adresse

Walchestrasse 21
8090 Zürich
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