Unterricht

Der Lehrplan bildet die Grundlage für den Unterricht und die Stundenpläne an der Volksschule. Am Morgen erfolgt der Unterricht an allen Volksschulen innerhalb einer fixen Blockzeit. Zwei Mal pro Jahr erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Beurteilung ihrer Leistungen im Zeugnis.

Inhaltsverzeichnis

Der Zürcher Lehrplan

Der Unterricht an den Kindergärten, Primarschulen und Sekundarschulen erfolgt nach dem Zürcher Lehrplan 21. Im Zentrum steht dabei das kompetenzorientierte Lernen. Das heisst, die Schülerinnen und Schüler eignen sich Wissen nicht nur an, sondern lernen auch, es einzusetzen und damit Aufgaben zu lösen.

Die einzelnen Kompetenzen werden dabei über die gesamte Volksschulzeit hinweg aufgebaut. Der Lehrplan zeigt, was die Schülerinnen und Schüler bis zu welchem Zeitpunkt wissen und können sollen. Die Lehrperson bestimmt, auf welchem Weg die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen des Lehrplans erwerben sollen.

Der Lehrplan ist in sechs Fachbereiche strukturiert: Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch, Gesellschaft; Gestalten; Musik sowie Bewegung und Sport. Die Verteilung der Lektionen ist ausgewogen.

Daneben beschreibt der Lehrplan die Kompetenzen für die Module «Medien und Informatik» und «Berufliche Orientierung» sowie zu «Bildung für nachhaltige Entwicklung» und «Überfachliche Kompetenzen».

Aufbau des Lehrplans

Grafik: Zyklen Der Lehrplan 21 unterteilt die elf Schuljahre in drei Zyklen. Der 1. Zyklus umfasst zwei Jahre Kindergarten und die ersten zwei Jahre der Primarschule (bis Ende 2. Klasse). Der 2. Zyklus umfasst vier Jahre Primarschule (3. bis 6. Klasse) und der 3. Zyklus die drei Jahre der Sekundarschule (1. bis 3. Klasse).  Fachbereiche: Der Lehrplan 21 ist in sechs Fachbereiche Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch Gesellschaft; Gestalten; Musik sowie Bewegung und Sport strukturiert. Für jeden Fachbereich werden die Kompetenzen beschrieben, welche die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Volksschule erwerben.  Im 1. Zyklus orientiert sich der Unterricht stark an der Entwicklung der Kinder und wird vor allem zu Beginn fächerübergreifend organisiert und gestaltet. Das Spiel hat eine hohe Bedeutung. Um dieser Ausrichtung Rechnung zu tragen, zeigen im Lehrplan 21 neun entwicklungsorientierte Zugänge auf, wie an der Entwicklung und dem Lernen des Kindes im 1. Zyklus angeknüpft werden kann. Siehe Grundlagen, Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus. Module: Daneben enthält der Lehrplan 21 die Lehrpläne für die Module Medien und Informatik sowie Berufliche Orientierung. Überfachliche Kompetenzen: In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind überfachliche Kompetenzen eingearbeitet. Dazu gehören personale, soziale und methodische Kompetenzen. Der Projektunterricht in der 3. Klasse der Sekundarschule baut auf den bis dahin erworbenen überfachlichen Kompetenzen auf.  Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE): In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind für einen Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung folgende Themen eingearbeitet und mit Querverweisen gekennzeichnet: Politik, Demokratie und Menschenrechte; Natürliche Umwelt und Ressourcen; Geschlechter und Gleichstellung; Gesundheit; Globale Entwicklung und Frieden; Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung; Wirtschaft und Konsum.
Gliederung der Fachbereiche und Module in den 11 Jahren der Volksschule Quelle: raschle & partner Bild «Grafik: Zyklen Der Lehrplan 21 unterteilt die elf Schuljahre in drei Zyklen. Der 1. Zyklus umfasst zwei Jahre Kindergarten und die ersten zwei Jahre der Primarschule (bis Ende 2. Klasse). Der 2. Zyklus umfasst vier Jahre Primarschule (3. bis 6. Klasse) und der 3. Zyklus die drei Jahre der Sekundarschule (1. bis 3. Klasse). Fachbereiche: Der Lehrplan 21 ist in sechs Fachbereiche Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch Gesellschaft; Gestalten; Musik sowie Bewegung und Sport strukturiert. Für jeden Fachbereich werden die Kompetenzen beschrieben, welche die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Volksschule erwerben. Im 1. Zyklus orientiert sich der Unterricht stark an der Entwicklung der Kinder und wird vor allem zu Beginn fächerübergreifend organisiert und gestaltet. Das Spiel hat eine hohe Bedeutung. Um dieser Ausrichtung Rechnung zu tragen, zeigen im Lehrplan 21 neun entwicklungsorientierte Zugänge auf, wie an der Entwicklung und dem Lernen des Kindes im 1. Zyklus angeknüpft werden kann. Siehe Grundlagen, Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus. Module: Daneben enthält der Lehrplan 21 die Lehrpläne für die Module Medien und Informatik sowie Berufliche Orientierung. Überfachliche Kompetenzen: In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind überfachliche Kompetenzen eingearbeitet. Dazu gehören personale, soziale und methodische Kompetenzen. Der Projektunterricht in der 3. Klasse der Sekundarschule baut auf den bis dahin erworbenen überfachlichen Kompetenzen auf. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE): In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind für einen Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung folgende Themen eingearbeitet und mit Querverweisen gekennzeichnet: Politik, Demokratie und Menschenrechte; Natürliche Umwelt und Ressourcen; Geschlechter und Gleichstellung; Gesundheit; Globale Entwicklung und Frieden; Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung; Wirtschaft und Konsum.» herunterladen

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Die Schülerinnen und Schüler lernen im Kindergarten mit allen Sinnen. Das Spiel hat eine grosse Bedeutung und ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Es findet ein fliessender Übergang vom lernenden Spielen zum spielerischen Lernen statt. Darauf sind auch die von den Lehrpersonen gestalteten Unterrichtslektionen ausgerichtet. Wichtig ist im Kindergarten das Zusammensein in der Gemeinschaft. Die Kinder lernen mit- und voneinander und können in der Gruppe ihre Sozialkompetenz weiterentwickeln.

In der Primarschule werden den Schülerinnen und Schülern wichtige, grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in Sprache, Mathematik, Natur Mensch Gesellschaft, Gestalten, Musik und Bewegung & Sport vermittelt. Als erste Fremdsprache lernen die Kinder ab der dritten Primarklasse Englisch, in der 5. Klasse folgt als zweite Fremdsprache Französisch.
Die Schülerinnen und Schüler werden angeleitet, über ihr Lernen und ihr Arbeiten nachzudenken und dieses zunehmend selbstständig und mit mehr Selbstverantwortung wahrzunehmen. Sie setzen sich mit anderen Menschen und mit sich selbst auseinander und lernen in Gruppen. Die Schülerinnen und Schüler werden in diesem Lern- und Lebensabschnitt selbständiger. Gleichzeitig bauen sie soziale Kontakte ausserhalb ihrer Familie und der nachbarschaftlichen Welt aus.

In der Sekundarschule vertiefen und erweitern die Jugendlichen, was sie in der Primarschule gelernt haben. Neben dem Lernen an konkreten Handlungen und Situationen gewinnt das abstrahierende Denken und Lernen an Bedeutung. Auch überfachliche Kompetenzen werden kontinuierlich und vertiefend geübt: Einstellungen und Haltungen werden reflektiert, so dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend eigenständig und eigenverantwortlich lernen können.

Die Auseinandersetzung mit sich selber ist ein zentrales Thema. Die Jugendlichen lösen sich allmählich vom Elternhaus und streben grössere Autonomie an. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wird wichtig. Das Entdecken und Erkennen ihrer Begabungen, Interessen und Neigungen stellt einen Schwerpunkt dar. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler während den drei Jahren in der Sekundarschule gut auf eine Berufslehre oder auf den Besuch einer weiterführenden Schule vorbereitet.

Computer, Tablets, Smartphones sowie eine Vielzahl computerbasierter Anwendungen prägen heute unseren Alltag. Mit dem Modul «Medien und Informatik» nimmt der Lehrplan 21 dieses wichtige Thema auf. In speziell dafür bestimmten Lektionen erwerben die Schülerinnen und Schüler in der 5. und 6. Klasse der Primarschule sowie in der 2. und 3. Klasse der Sekundarschule Kompetenzen in den Bereichen Medien und Informatik. Während dem Unterricht in verschiedenen anderen Fächern nutzen sie den Computer, das Tablet oder das Smartphone und lernen so mit Programmen und Apps.

Stundenplan und Fächer

Die Stundenpläne basieren auf den sogenannten Lektionentafeln und werden durch die Schulleitung erstellt.

Mit dem Stundenplan wird der Unterricht ausgewogen auf die fünf Schultage (Montag bis Freitag) verteilt. Er soll möglichst den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen.
Im Kindergarten und den ersten drei Primarklassen gibt es keinen Stundenplan mit Fächern, sondern nur feste Unterrichtszeiten. Ab der 4. Primarklasse und in der Sekundarschule hingegen erfolgt der Unterricht in den einzelnen Fächern grundsätzlich gemäss Stundenplan. Die Lehrpersonen können davon aber abweichen – beispielsweise bei Unterrichtsprojekten. Über das ganze Schuljahr hinweg wird jedoch darauf geachtet, dass der zeitliche Anteil der einzelnen Fächer am gesamten Unterricht eingehalten wird.

Vormittag

Am Morgen erfolgt der Schulunterricht in einem fixen Block – Blockzeit genannt. In der Regel dauert diese von 8 bis 12 Uhr. Die Schulpflege kann die Blockzeit um maximal 20 Minuten verkürzen – beispielsweise auf den Zeitraum von 8.10 bis 11.50 Uhr. Während der festgelegten Blockzeit haben die Schülerinnen und Schüler entweder Unterricht oder sie werden kostenlos betreut.

Nachmittag

Die Unterrichtszeit am Nachmittag kann jede Schule frei festlegen. Dabei wird aber auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler Rücksicht genommen. So muss der Nachmittagsunterricht mindestens zwei aufeinanderfolgende Lektionen umfassen und der ganze Schultag sollte nicht zu viele Lektionen enthalten. Die Dauer der Mittagspause wird in der Regel so festgelegt, dass die Schülerinnen und Schüler Zeit haben, um zum Essen nach Hause zu gehen.

Lektionentafeln

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Die Tabelle zeigt die Anzahl Lektionen in den verschieden Fachbereichen, gegliedert nach dem ersten und zweiten Zyklus und vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse.   Die Kinder haben total 20 Wochenlektionen im ersten Kindergarten und 24 im zweiten Kindergarten  In der ersten Klasse haben die Kinder total 24 Wochenlektionen, unterteilt in sechs Lektionen Deutsch, vier Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport  In der zweiten Klasse haben die Kinder total 24 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport  In der dritten und vierten Klasse haben die Kinder total 27 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, drei Lektionen Englisch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport  In der fünften und sechsten Klasse haben die Kinder total 30 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, zwei Lektionen Englisch, drei Lektionen Französisch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik, drei Lektionen Bewegung und Sport sowie eine Lektion Medien und Informatik.
Lektionentafel Kindergarten und Primarschule: Quelle: Bildungsdirektion Kanton Zürich, Volksschulamt Quelle: Bildungsdirektion Kanton Zürich, Volksschulamt Bild «Die Tabelle zeigt die Anzahl Lektionen in den verschieden Fachbereichen, gegliedert nach dem ersten und zweiten Zyklus und vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse. Die Kinder haben total 20 Wochenlektionen im ersten Kindergarten und 24 im zweiten Kindergarten In der ersten Klasse haben die Kinder total 24 Wochenlektionen, unterteilt in sechs Lektionen Deutsch, vier Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport In der zweiten Klasse haben die Kinder total 24 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport In der dritten und vierten Klasse haben die Kinder total 27 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, drei Lektionen Englisch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik sowie drei Lektionen Bewegung und Sport In der fünften und sechsten Klasse haben die Kinder total 30 Wochenlektionen, unterteilt in fünf Lektionen Deutsch, zwei Lektionen Englisch, drei Lektionen Französisch, fünf Lektionen Mathematik, 5 Lektionen Natur, Mensch, Gesellschaft, vier Lektionen Gestalten, zwei Lektionen Musik, drei Lektionen Bewegung und Sport sowie eine Lektion Medien und Informatik.» herunterladen

Die Tabelle zeigt die Anzahl Lektionen in den verschieden Fachbereichen, gegliedert nach dem ersten und zweiten Zyklus und vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse.

Lesebeispiel:  Ab der 1. Klasse haben die Kinder Deutschunterricht. Ab der 3. Klasse werden sie zusätzlich in Englisch und ab der 5. Klasse in Französisch unterrichtet.  

Die Tabelle zeigt die Anzahl Lektionen in den verschieden Fachbereichen im dritten Zyklus von der ersten bis in die dritte Sekundarklasse. 

Lesebeispiel: In der dritten Sekundarklasse A werden die Jugendlichen in Deutsch, Englisch und Französisch unterrichtet. Sie können sich in verschiedenen Sprachen für zusätzliche Lektionen als Wahlfach entscheiden. In der dritten Sekundarklasse B und C wird Deutsch obligatorisch unterrichtet. Die Jugendlichen müssen zudem Englisch oder Französisch besuchen, sie können jedoch die Sprache auswählen oder auch beide Sprachfächer besuchen.

Der Bildungsrat hat für die Wahlfächer in der 3. Sekundarklasse Änderungen in der Lektionentafel beschlossen (BRB 2021/5). Die Anpassungen gelten ab Schuljahr 2022/23.

Betreuung ausserhalb der Schulzeit

Auch ausserhalb der Schulzeit haben die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich Anrecht auf eine Betreuung. Diese umfasst an den Schultagen den Zeitraum zwischen 7.30 Uhr und 18 Uhr. Die Gemeinden stellen die dafür nötigen Tagesstrukturen gemäss dem vorhandenen Bedarf bereit. Die Nutzung dieser Angebote muss von den Eltern bezahlt werden.

Beurteilung und Zeugnis

Lehren, lernen und beurteilen gehören eng zusammen. Die Grundlage für den Unterricht bilden der Lehrplan und die Lehrmittel. Davon ausgehend setzen die Lehrpersonen Ziele für den Unterricht. Die Lehrpersonen fördern und fordern die Schülerinnen und Schüler beim Aufbau ihrer Kompetenzen. Sie geben ihnen auf ihrem Lernweg Rückmeldungen zu den Leistungen, zur Lernentwicklung und zum Verhalten. So wissen die Schülerinnen und Schüler, wo sie stehen, und welche Lernschritte zu einem bestimmten Lernziel als nächstes folgen. Die Lehrpersonen überprüfen von Zeit zu Zeit, ob die Kinder die geforderten Kompetenzen beziehungsweise die geforderten Lernziele erreichen.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Volksschulamt – Abteilung Pädagogisches

Adresse

Walchestrasse 21
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 22 62

Sekretariat

Montag bis Freitag

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13.30 bis 17.00 Uhr

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