Sicherheit an Schulen

Vorbereitung auf Notfälle und Krisen

Die Bildungsdirektion hilft den Schulen dabei, sich auf Notfälle und Krisen vorzubereiten. Sie stellt verschiedene Mittel zur Verfügung. Diese sind für alle Stufen der Schule geeignet: für die Volksschule, die Maturitätsschulen und die Berufsfachschulen.

Sicherheitsordner für Schulen

Der Sicherheitsordner für Schulen enthält alle wichtigen Regeln und Empfehlungen. Damit können die Schulen ein Konzept für die
Sicherheit erstellen oder ein bestehendes Konzept verbessern. Der Ordner ist nützlich für:

  • Schulleitungen
  • Mitglieder vom Krisenteam
  • Personen, die an Schulen für die Sicherheit verantwortlich sind

Sicherheitsordner für Schulen

Checklisten für Notfall- und Krisensituationen

Insgesamt gibt es Checklisten für 26 verschiedene Arten von Notfällen und Krisen. In den Listen sind Handlungsanweisungen für die aktuelle Situation sowie auch für die Nachbereitung zu finden. Die Listen decken unter anderem diese Themen ab:

  • «Amok» oder Angriff
  • Brand
  • Medizinischer Notfall
  • Mobbing
  • Hass und Diskriminierung
  • Machtmissbrauch durch Personal der Schule

Notfallapp für Schulen

Die Notfallapp für Schulen hilft dabei, in einer Notlage die richtigen internen und externen Stellen zu alarmieren. Die App ergänzt die technischen Alarme in den Gebäuden. In der App sind die wichtigsten Checklisten für Notfälle aufgeführt, auch das schuleigene Sicherheitskonzept kann hinterlegt werden.

Krisenmanagement-Weiterbildungen

In Kursen zu Krisenmanagement lernen interessierte Personen aus dem Schulfeld, wie sie mit Notfällen und Krisen richtig umgehen. Die Kurse werden von Fachpersonen der Bildungsdirektion organisiert und vom Volksschulamt und Mittel- und Berufsbildungsamt ausgeschrieben.Weitere Informationen:

 Anlaufstellen

Notfälle

In Notfällen oder bei einer konkreten Gefahr wenden sich die Schulen an diese Organisationen:

  • Polizei 117
  • Feuerwehr 118
  • Rettungsdienst 144
  • Care Kanton Zürich: Bei Notfällen mit vielen traumatisierten Personen kann die Polizei die Care-Teams von Care Kanton Zürich aufbieten.

Alle anderen Fälle

In allen anderen Fällen finden Fachpersonen aus Schulen Hilfe bei diesen Stellen:

Schulleitung

In Krisen ist es wichtig, die Schulleitung früh zu informieren.

Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit hilft bei Krisen in der Schule. Die Kontaktdaten sind in der Regel auf der Internet-Seite der Schule zu finden.

Schulpsychologischer Dienst

Im Umgang mit gewalttätigem Verhalten unterstützt der zuständige schulpsychologische Dienst. Der Schulpsychologische Dienst ist nach Einzugsgebiet organisiert.

Lehrpersonen für Prävention und Gesundheitsförderung (LPG)

In jeder Mittelschule und Berufsfachschule gibt es spezialisierte Lehrerinnen und Lehrer. Diese Lehrpersonen unterstützen bei Themen zur Gesundheit. Dazu gehören auch die psychische und sexuelle Gesundheit.

Krisenteam der Schule

Schulen im Kanton Zürich verfügen über ein Führungsgremium für Krisen, meist «Krisenteam» genannt. Dieses Team ist für die Vorbeugung von Krisen verantwortlich und hält das Sicherheits- und Krisenkonzept der Schule aktuell. Im Krisenfall koordiniert das Team das Vorgehen.

Anlaufstellen in den Ämtern der Bildungsdirektion

Im Volksschulamt (VSA) und im Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) gibt es verschiedene Anlaufstellen für Schulen:

Pädagogische Hochschule Zürich

Elternmitwirkungsorganisation

Externe Dienstleister für Krisenintervention

Es gibt kein eigenes Angebot vom Kanton Zürich für die Krisenintervention in Schulen. Manche Schulen beauftragen private Firmen damit. Diese Firmen haben Fachwissen in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Pädagogik,
Schulsozialarbeit, Psychologie oder Recht. Ihr Angebot umfasst:

  • Hilfe für Schulleitungen und Schulbehörden beim Krisenmanagement (Unterstützung auch an Wochenenden und in den Schulferien)
  • Psychosoziale Notfallversorgung (Care-Team)
  • Hilfe für einzelne Kinder und Jugendliche oder für ganze Klassen

Im Kanton Zürich gibt es viele Firmen für Krisenintervention. Hier sind einige Beispiele aufgeführt (weitere Anbieter sind online einfach zu finden):

Gewalt und Bedrohungen


Eine gute Schulkultur schützt vor Gewalt. Dazu gehören unter anderem das Fördern des Zugehörigkeitsgefühls und vertrauensvolle Beziehungen. Bei bedrohlichem Verhalten gilt es, früh einzugreifen. Die Bildungsdirektion empfiehlt den Schulen, die schuleigenen Abläufe und Zuständigkeiten in ihrem Sicherheitskonzept aufzuschreiben. Schulen wird geraten, dem Netzwerk Kantonales Bedrohungsmanagement (KBM) der Kantonspolizei Zürich beizutreten.

Polizei

Die Polizei hat für Schulen verschiedene Anlaufstellen, die sich mit Jugendkriminalität befassen. Die Stellen sind miteinander vernetzt.

Fachstellen für Gewaltprävention

Opferberatung

Opferberatungs-Stellen helfen Menschen, die Gewalt erlebt haben. Auch Fachpersonen aus der Schule können sich dort beraten lassen:

Angebote für Knaben und männliche Jugendliche (geschlechtsspezifische Beratung)

Diese Stellen helfen bei der Vorbeugung von Gewalt, die von Knaben und männlichen Jugendlichen ausgeht. Sie unterstützen auch bei Krisen:

Wissen zu Gewalt und Bedrohungen

Schulen können die oben genannten Stellen auch ohne einen konkreten Fall kontaktieren. Sie können Auskünfte, Informationen oder Unterstützung für Weiterbildungen bekommen. Mehr Wissen zum Thema ist hier zu finden.

Radikalisierung und Extremismus


Haltungen, die Gewalt rechtfertigen, sind gefährlich. Es gibt sie in verschiedenen Formen. Beispiele sind politischer oder religiöser Extremismus. Verschwörungsgeschichten und Hass gegen bestimmte Gruppen verbinden verschiedene Ideologien miteinander. Dazu gehören zum Beispiel Antisemitismus, Queerfeindlichkeit oder Frauenhass.

Schulen sind Orte der Gemeinschaft. Sie setzen sich gegen Radikalisierung und Extremismus ein. Wenn Lehrpersonen erkennen, dass Kinder und Jugendliche sich radikalisieren, gilt es zu handeln. Schulen müssen schädlichem Verhalten Grenzen setzen und darauf hinarbeiten, die radikalisierten Jugendlichen wieder in die Gemeinschaft zurückzuholen.

Spezialisierte Anlaufstellen

Bei Beratungsanfragen ist es sinnvoll, die Situation zuerst anonymisiert zu schildern. Danach kann geklärt werden, ob die rechtliche Grundlage für eine Weitergabe von Personendaten besteht und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist.

Wissen zu Radikalisierung und Extremismus

Die oben genannten Stellen können auch ohne einen konkreten Fall für eine Auskunft angefragt werden. Schulen erhalten dort Informationen oder Unterstützung für Weiterbildungen. Mehr Wissen zum Thema ist hier zu finden:

Sexualisierte und häusliche Gewalt

Geschlechtsspezifische Gewalt kann verschiedene Formen annehmen. Beispiele sind häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt, Stalking, Genitalbeschneidung oder Zwangsheirat.

Schulen setzen sich dafür ein, Gewalt zu verhindern (Prävention), und gehen gegen Gewalt vor. Auch wird an Schulen oft Gewalt erkannt, die ausserhalb der Schule geschieht (Häusliche Gewalt/Kindesschutz).

Schulen fördern einen bewussten Umgang mit Geschlechterrollen. Wie Lehrpersonen und Schulleitende im Unterricht, in der Schulkultur und in der Schulführung auf das Thema Gleichstellung sowie sexualisierte und häusliche Gewalt eingehen können, zeigt eine Online-Plattform der PHZH. Dort sind auch verschiedene Angebote zur Unterstützung von Schulen und Betroffenen aufgelistet.

Beratungsstellen

Für Personen, die Gewalt erlebt haben, gibt es verschiedene Beratungsstellen. Fachpersonen aus Schulen können diese Beratungsstellen bei Fragen ebenfalls kontaktieren.

Polizei

Bei Beratungsanfragen ist es sinnvoll, die Situation zuerst anonymisiert zu schildern. Danach kann geklärt werden, ob die rechtliche Grundlage für eine Weitergabe von Personendaten besteht und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist.

Wissen zu geschlechtsspezifischer uns häuslicher Gewalt

Die oben genannten Stellen können auch ohne einen konkreten Fall für eine Auskunft angefragt werden. Schulen erhalten Informationen oder Unterstützung für Weiterbildungen. Mehr Wissen zum Thema ist hier zu finden:

Suizidale Krise/ Selbstgefährdung

Der Umgang mit suizidalen Krisen und Selbstgefährdung ist schwierig und belastend. Verschiedene Stellen unterstützen Schulen, die mit einer Suizidgefährdung, einem Suizidversuch oder einem erfolgten Suizid konfrontiert sind. Die Stellen helfen bei akuten Krisen, der Notfallversorgung über Care Teams und beim Vorgehen nach dem Notfall (Vermeidung von Nachahmungstaten).

Suizidalität im Jugendalter – Broschüre mit Erkennungshilfen und Handlungsmöglichkeiten

Beratungsstellen

Für gefährdete Personen/ Fachpersonen gibt es verschiedene Beratungsangebote. Sie können beispielsweise diese Stellen kontaktieren:

Wissen zu suizidalen Krisen/ Selbstgefährdung

Die oben genannten Stellen können auch ohne einen konkreten Fall kontaktiert werden, für mehr Informationen oder Unterstützung für Weiterbildungen. Mehr Wissen und Angebote zum Thema sind hier zu finden:

Psychologische Hilfe

Medizinische und psychologische Fachpersonen unterstützen gefährdete Kinder und Jugendliche sowie deren Schulen und Bezugspersonen. Sie können so kontaktiert werden:

Kontakt

Beauftragter Gewaltprävention im schulischen Umfeld

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
Route (Google)
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Telefon

+41 43 259 53 33

Vivian Frei

E-Mail

vivian.frei@bi.zh.ch