Corona-Krise: Breites sozialpolitisches Engagement im Kanton Zürich

09.04.2020 - Medienmitteilung,Medienkonferenz (Video)

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Mario Fehr an der Medienorientierung Sozialpolitisches Engagement

Die Corona-Krise bedeutet für viele Menschen eine zusätzlich schwierige Zeit. Damit niemand vergessen geht, kommt das sozialpolitische Engagement von Politik, Behörden, Kirchen und Zivilgesellschaft noch verstärkt zum Tragen – gerade auch über die Ostertage. Vertreter von Kirchen, Behindertenorganisationen und des kantonalen Sozialamts haben heute Einblick in ihre Arbeit zugunsten Betroffener gegeben. Regierungsrat Mario Fehr stellte ein Hilfspaket vor, mit dem die Sicherheitsdirektion Organisationen in ihrer Arbeit im Dienste von Menschen am Rande der Gesellschaft zusätzlich unterstützt.

«Das Hilfspaket ist für gemeinnützige Organisationen, die Menschen unterstützen, die ausserordentlich von der Notlage durch das Coronavirus betroffen sind», sagte Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Zu diesen Organisationen zählen insbesondere die Obdachlosenheime der Heilsarmee, der Caritas und der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Auch die Frauenhäuser im Kanton Zürich und verschiedene Beratungsstellen, z.B. Isla Victoria der Zürcher Stadtmission, die Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ und die Anlaufstelle sans papiers SPAZ, sowie weitere private soziale Organisationen erhalten zusätzliche finanzielle Mittel. Regierungsrat Mario Fehr: «Mein Dank geht an alle Organisationen und Menschen, die sich mit grossem sozialem Engagement dafür einsetzen, dass im Kanton Zürich niemand vergessen geht.»

Aufzeichnung der Medienorientierung vom 9. April 2020

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Grosses Netzwerk der Zürcher Kirchen

Christoph Sigrist, reformierter Pfarrer am Grossmünster, beschreibt das diakonische Engagement der Kirchen und erinnert an ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer: «Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.» Christoph Sigrist: «Dieses diakonische Engagement nehmen die Kirchen schon immer wahr, auch in Zürich, auch jetzt.» Die Zürcher Kirchen haben die ökumenische Kampagne «Wenn beten allein nicht reicht» lanciert, um die vielfältigen Angebote sichtbarer zu machen. Franziska Driessen-Reding, Präsidentin des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und Vorsitzende Interreligiöser Runder Tisch im Kanton Zürich: «In der Not rückt man zusammen. Auch wir Kirchen. Gemeinsam für die Schwächsten da zu sein, ist jetzt unser wichtigster Auftrag.»

Support für Menschen mit Behinderung

Daniel Frei, Präsident von INSOS Zürich, dem Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, schilderte die Herausforderungen in der Betreuungsarbeit: «Unsere Institutionen sind derzeit stark gefordert: Agogisch, personell, kommunikativ und wirtschaftlich. Sie gehen diese Herausforderung mit Pragmatismus, Flexibilität und Souveränität an und stellen unverändert ihren Grundauftrag ins Zentrum: Für die Menschen da zu sein, die bei ihnen wohnen, arbeiten oder sich ausbilden lassen.»

Das Kantonale Sozialamt unterstützt die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung seit Ausbruch der Corona-Krise mit Rat und Tat. Andrea Lübberstedt, Chefin des Kantonalen Sozialamts: «Das Informationsbedürfnis ist enorm. Wir leisten fachlichen und praktischen Support rund um die Uhr.»

(Medienmitteilung der Sicherheitsdirektion)

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