Positive Gesamteinschätzung des Lehrplans 21

19.12.2013 - Medienmitteilung

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Die Vorlage des Deutschschweizer Lehrplans 21 wird in der Konsultation im Kanton Zürich grundsätzlich positiv aufgenommen. In seiner Stellungnahme an die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz hält der Zürcher Bildungsrat fest, der Lehrplan sei geeignet als Vorlage zur Einführung im Kanton. Gleichwohl werden Verbesserungen angeregt. Im Kanton Zürich wird der neue Lehrplan frühestens ab Schuljahr 2017/18 eingeführt.

Der Lehrplan 21 ist ein gemeinsames Projekt der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone und gilt für alle Stufen der Volksschule. Beschrieben wird, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen sollen. Ende Juni 2013 hat die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) den Kantonen den Lehrplan zur Konsultation vorgelegt. Im Kanton Zürich wurden alle Verbände und Institutionen des Schulfelds zu einer Stellungnahme eingeladen, ebenso die politischen Parteien, Elternorganisationen, die Organisationen der Arbeitswelt, Gymnasien und Berufsfachschulen. Die von Juli bis Oktober dauernde Konsultation ergab, dass Struktur und Kompetenzorientierung des neuen Lehrplans befürwortet werden. Vorbehalte gibt es vor allem zum Umfang der Kompetenzbeschreibungen und zu den Mindestansprüchen.

Der Bildungsrat hat die Konsultationsergebnisse an seiner letzten Sitzung diskutiert und die Stellungnahme des Kantons Zürich an die D-EDK verabschiedet. Der Bildungsrat erachtet den Lehrplanentwurf für geeignet als Vorlage zur Einführung im Kanton. Die Vorlage stelle einen zufriedenstellenden Kompromiss zwischen den verschiedenen Ansprüchen bezüglich Konkretisierung, Umsetzbarkeit, Klarheit, Kürze und Übersichtlichkeit dar. Gleichwohl soll der Lehrplan im Hinblick auf eine sorgfältige und gut abgestützte Einführung verbessert werden. Aus Sicht des Bildungsrates sollen in einigen Fachbereichen die Mindestansprüche insbesondere auf der Sekundarstufe überprüft und gesenkt werden, unter anderem im Bildnerischen Gestalten, in der Musik und in Räume, Zeiten, Gesellschaften (Geografie und Geschichte). Beibehalten werden sollen die Mindestansprüche in den Fachbereichen Schulsprache, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften. Allfällige Anpassungen in diesen Fächern sollen erst nach Vorliegen gesicherter Ergebnisse des nationalen Bildungsmonitorings ab 2018 erwogen werden.

Mit dem neuen Lehrplan setzen die 21 Kantone den Artikel 62 der Bundesverfassung um, der sie zur Harmonisierung der Ziele der Bildungsstufen verpflichtet. Der überarbeitete Lehrplan wird voraussichtlich Ende 2014 den Kantonen zur Einführung übertragen. Danach wird dieser an die kantonalen Erfordernisse angepasst und eine Lektionentafel erarbeitet. Dazu wird im Kanton Zürich voraussichtlich 2016 eine Vernehmlassung durchgeführt. Über den Zeitpunkt und das Verfahren der Einführung entscheidet der Bildungsrat. Die Einführung erfolgt frühestens ab Schuljahr 2017/18.

(Medienmitteilung der Bildungsdirektion)

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