Erfolgreiche Lehrstellensuche und Rekrutierung von Lernenden

14.06.2013 - Medienmitteilung

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Die Lehrstellensuche und die Rekrutierung von Lernenden sollen erst in der 3. Klasse der Sekundarstufe erfolgen. Dies empfehlen die Bildungsdirektion des Kantons Zürich und die Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP). Hintergrund ist, dass Ausbildungsfirmen seit einigen Jahren Lehrstellen zu früh vergeben. Dadurch wird eine solide Berufswahl beeinträchtigt und Lehrabbrüche drohen.

Im Kanton Zürich haben letztes Jahr rund 12000 Jugendliche eine Berufsausbildung begonnen. Für die Oberstufenschülerinnen und -schüler ist der Übertritt von der Schule in den Berufsalltag ein entscheidender Schritt. Im Rahmen der Berufswahlvorbereitung setzen sie sich in der 2. und 3. Klasse der Sekundarstufe gezielt und umfassend mit dem Thema der Berufsfindung auseinander. Dieser Prozess nimmt Zeit in Anspruch und ist nur erfolgreich, wenn die Zusammenarbeit von allen Beteiligten in der Verbundpartnerschaft von Schule, Berufsberatungen und Lehrbetrieben stimmt.

Zu frühe Vergaben erhöhen das Risiko von Fehlentscheiden

Seit einigen Jahren ist es für Ausbildungsbetriebe und einzelne Branchen teilweise schwierig, die Lehrstellen mit Wunschkandidatinnen und -kandidaten zu besetzen. Das hat dazu geführt, dass Firmen begonnen haben, Lehrstellen sehr früh zu vergeben – teilweise gar über ein Jahr vor Lehrbeginn. Beeinträchtigt wird damit eine solide Berufswahl und das Risiko von Fehlentscheidungen und Lehrabbrüchen erhöht. Darunter leiden die Auszubildenden, ebenso wie die Lehrfirmen.

Gemeinsame Empfehlung von Bildung und Wirtschaft

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat heute zusammen mit der Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP) Empfehlungen für eine erfolgreiche Lehrstellensuche und Rekrutierung von Lernenden abgegeben. Marc Kummer, Amtschef Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Michel Müglich, Präsident HR Kommission Grundbildung des Zürcher Bankenverbandes, und Xavier Nietlisbach, Leiter Berufsbildung, Ernst Schweizer AG in Hedingen, empfehlen, dass die Lehrstellensuche und die Rekrutierung von Lernenden erst in der 3. Klasse der Sekundarstufe erfolgen sollen. Ihr gemeinsames Fazit ist: Ein entschleunigter Berufswahlprozess zahlt sich für alle aus.

(Medienmitteilung der Bildungsdirektion)

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