Zwei Umsetzungsvorschläge zur «prima-Initiative (kantonale Volksinitiative für die Weiterentwicklung der Kindergartenstufe)»

06.10.2011 - Medienmitteilung

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Der Regierungsrat legt dem Kantonsrat zwei Gesetzesvorschläge zur Umsetzung der «prima-Initiative (kantonale Volksinitiative für die Weiterentwicklung der Kindergartenstufe)» vor. Während die eine Variante die Einführung der Grundstufe in allen Gemeinden verlangt, gibt die andere den Gemeinden die Möglichkeit, zwischen dem heutigen Kindergarten und der Grundstufe zu wählen.

Im Kanton Zürich wird seit 2004 der Schulversuch Grundstufe durchgeführt, an dem sich 27 Gemeinden mit 87 Klassen beteiligen. Die Grundstufe umfasst die beiden Kindergartenjahre und die 1. Primarklasse. Die Kinder werden dabei in altersdurchmischten Klassen unterrichtet und ihrem Entwicklungs- und Leistungsstand entsprechend gefördert. Die Verweildauer in der dreijährigen Grundstufe beträgt je nach Kind zwei bis vier Jahre.

Am 15. März 2010 wurde in der Form einer allgemeinen Anregung die kantonale Volksinitiative «prima-Initiative» eingereicht, welche die Weiterentwicklung der Kindergartenstufe im Sinne dieses Grundstufenversuchs verlangt. Der Regierungsrat hat im Auftrag des Kantonsrates nun zwei Gesetzesvorlagen (Varianten A und B) dazu ausgearbeitet.

Variante A

Die Variante A sieht die flächendeckende Einführung der Grundstufe im Sinne der «prima-Initiative» vor und würde nach heutigem Stand zu jährlich wiederkehrenden Mehrkosten von 62 Millionen Franken führen; 49,6 Millionen davon für die Gemeinden, 12,4 Millionen Franken für den Kanton.

Variante B

Die zweite Variante überlässt den Gemeinden die Wahl zwischen dem Kindergarten, wie er heute besteht, und der Grundstufe, wie sie in Variante A definiert ist. Die Mehrkosten lassen sich bei dieser Variante nicht berechnen, da nicht vorauszusehen ist, wie viele Gemeinden etwa die Grundstufe einführen würden. Fällt die Wahl auf die Grundstufe, so erhöhen sich die Kosten pro Schülerin und Schüler im Vergleich zum Kindergarten um gut 600 Franken, ein Fünftel zu Lasten des Kantons, vier Fünftel zu Lasten der betreffenden Gemeinde.


Der Regierungsratsbeschluss wird im Verlaufe der nächsten Stunde unter www.rrb.zh.ch aufgeschaltet.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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