Jahresheft «einst und jetzt»: spannender Einblick in aktuelle Projekte von Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich

14.07.2009 - Medienmitteilung

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Die Bahnhofsbauten des Kantons Zürich seit 1847 und die 2700 Jahre alten Grabfunde beim Ausbau der Weinlandautobahn – das sind zwei der grosszügig gestalteten Reportagen, die das Magazin «einst und jetzt» zur gehaltvollen Sommerlektüre machen. Das von der Kantonsarchäologie und der Kantonalen Denkmalpflege sowie der Stiftung für Archäologie im Kanton Zürich (STARCH) gemeinsam herausgegebene Jahresheft führt in verständlicher Sprache und attraktiver Aufmachung an archäologische und denkmalpflegerische Schätze im Kanton Zürich heran. Das Magazin umfasst 36 Seiten und kann unter www.starch-zh.ch zum Preis von 15 Franken bezogen werden.

Stationsgebäude, Güterschuppen, Remisen, WC-Häuschen und Stellwerke – entlang der Zürcher Bahnlinien finden sich vielfältige bauliche Zeugen der Verkehrsgeschichte. Sie alle sind im typologischen Bahnhofsinventar der Kantonalen Denkmalpflege erfasst und beschrieben. Das Inventar bleibt nicht bei Pionierbauten, Heimatstil und klassizistischer Monumentalarchitektur stehen, sondern erfasst Bahnhofsbauten bis in die Gegenwart. Das jetzt erschienene Jahresheft «einst und jetzt» präsentiert auf zehn reich bebilderten Seiten Wissens- und Sehenswertes aus dem Bahnhofsinventar.

Kostbare archäologische Funde auf dem Baugelände der A4

Ein weiteres Glanzlicht in der aktuellen Ausgabe von «einst und jetzt» bildet die Berichterstattung zu den umfassenden archäologischen Grabungen im Zusammenhang mit der Verbreiterung der Weinlandautobahn. Sie führten unter anderem zur Entdeckung eines 2700 Jahre alten Gräberfeldes bei der Autobahnausfahrt Trüllikon. Bevor die Baumaschinen auffuhren, haben archäologische Grabungen dort eindrückliche Grabfunde aus der älteren Eisenzeit ans Tageslicht befördert. Die entdeckten Urnengräber waren mit reichen Geschirrservices ausgestattet, von denen zahlreiche Gefässe ganz geborgen werden konnten. Der umfassende Bericht im Magazin «einst und jetzt» präsentiert nicht bloss ausgewählte Fundstücke. Er vermittelt auch die komplexe Arbeit der Archäologie von der ersten Sondierung über Bergung, Laboranalyse, Katalogisierung und Restaurierung bis zur sicheren Konservierung der Fundstücke zuhanden der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit.

Weitere Berichte in der Ausgabe 1/2009 von «einst und jetzt» widmen sich diesen Themen:

  • Ersehntes Land in Riesbach – die Villa Patumbah
  • Prachtvolle Kachelöfen aus der Winterthurer Werkstatt Pfau. 
  • Betet über Tisch – die Glocke des Knabeninternats Kappel aus der Reformationszei

Partnerschaft zwischen Kanton und privater Stiftung «STARCH»

Das Jahresheft «einst und jetzt« schliesst an die archäologisch ausgerichtete Reihe «Spots in die Vergangenheit» an. Mit neuem Namen und breiter gefasstem Konzept thematisiert das Magazin aktuelle Erkenntnisse aus Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich. Als gemeinsame Herausgeber zeichnen die Abteilung Archäologie und Denkmalpflege der Baudirektion sowie die Stiftung «STARCH» verantwortlich. «STARCH» engagiert sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes im Kanton Zürich und finanziert sich vorwiegend über Gönnerbeiträge.

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«einst und jetzt» – Zeitschrift für Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich. Die jetzt erschienene Ausgabe 1/2009 können Sie zum Preis von 15.- Franken beziehen bei:

STARCH, Stiftung für Archäologie im Kanton Zürich
Postfach 5277, 8045 Zürich
info@starch-zh.ch
www.starch-zh.ch

Freiexemplare für Medien können Sie per Mail anfordern: media@bd.zh.ch

Bildquelle: Kantonale Denkmalpflege, Baudirektion Kanton Zürich

Das älteste Stationsgebäude der Schweiz, in Dietikon 1847 für die Spanisch-Brötli-Bahn gebaut.

Bildquelle: Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich

Der einstige Bahnhof Zug wurde Stein für Stein abgetragen und in Zürich-Wollishofen um 1900 wieder aufgebaut.

Bildquelle: SBB Historic

Eine völlig neue Definition des Stationsgebäudes. Der Bahnhof Effretikon ist eine der frühen und wegweisenden Bauten des SBB-Architekten Max Vogt.

Bildquelle: Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich

2700 Jahre altes Gräberfeld bei der Autobahnausfahrt Trüllikon: In Feinstarbeit werden die entdeckten Gefässe sorgfältig freipräpariert.

Bildquelle: Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich

Ein Gefäss wird auf der Grabung in mehrere Lagen Frischhaltefolie und Gipsbandagen eingepackt. Die Blockberung kann so einfacher und ohne Scherben zu verlieren aus der Grabgrube gehoben werden.

Bildquelle: Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich

Aus den einzelnen Scherben entsteht wieder ein vollständiges Gefäss.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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