Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP)

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Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung 113: Vorankommen durch Zusammenarbeit

Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung: Vorankommen durch Zusammenarbeit

Voneinander lernen, ähnliche Fragestellungen gemeinsam bewältigen – wer zusammenarbeitet, kommt besser voran. Im Rahmen des «Klimadialogs» arbeiten Kanton und Gemeinden auf verschiedenen Ebenen zusammen. Daraus sind beispielsweise Empfehlungen zu Themen wie dem Umstieg von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern, der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft oder dem Einbezug der Bevölkerung bei Klimamassnahmen entstanden. Probleme gemeinsam angehen, das haben der Kanton Zürich und der Kanton Aargau auch bei einer 1,5 Kilometer langen Bachrevitalisierung umgesetzt. Die Prozesse waren dadurch effizienter und auch die Natur profitiert vom Ergebnis. Diese und weitere Beispiele sind in der neusten Ausgabe der Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung nachzulesen.

Die Themen der ZUP Nr. 113:

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Im Rahmen des Zürcher Klimadialogs treffen sich interessierte Gemeinden in Arbeitsgruppen, um sich über erfolgreiche Ansätze zu Klimaschutz und -anpassung auszutauschen und voneinander zu lernen. Ein Zwischenstand ihrer Erkenntnisse ist nun verfügbar.

Massnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassungen funktionieren am besten, wenn die Menschen vor Ort zu Mitgestaltenden werden. Die Stadt Winterthur hat beispielsweise mit speziellen Leitsätzen zur Klimapartizipation verbindlich festgelegt, wie sich die Bevölkerung einbringen und mitentscheiden kann. In der Stadt Uster hat ein Bürgerpanel erste Ideen für Klimamassnahmen gesammelt.

Wie kann Kreislaufwirtschaft in Gemeinden umgesetzt werden? Der Klimadialog Hauptanlass im Oktober 2025 widmete sich dieser anspruchsvollen Thematik. Dabei wurden praktische Empfehlungen gesammelt, wie Kreislaufwirtschaft von der Idee in die Umsetzung gebracht werden kann.

Die Kantone Zürich und Aargau haben gemeinsam den 1,5 Kilometer langen Abschnitt des Furtbachs zwischen Otelfingen und Würenlos revitalisiert. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie die zwischenkantonale Zusammenarbeit zu effizienteren Prozessen und besseren ökologischen Ergebnissen führt.

Mit einem neuen Mountainbikekonzept will der Kanton Zürich bis Ende 2042 ein attraktives Mountainbikeangebot schaffen und die Koexistenz aller Wegnutzenden stärken. Das Konzept definiert im gesamten Kanton 19 sogenannte Fokusräume, in denen das Mountainbikeangebot gezielt ausgebaut werden soll.

Für Gemeinden sind Agglomerationsprogramme Chance und Herausforderung zugleich: Sie erhalten Bundesmittel für eine abgestimmte Verkehrs- und Siedlungsentwicklung, müssen aber verschiedene Vorgaben erfüllen.

Im Kanton Zürich werden jährlich rund 800 000 Kubikmeter Boden abgetragen. Der Oberboden – auch als Humus bekannt – wird unter anderem in Bodenrekultivierungen verwertet. Der Unterboden hingegen wird oft mit seinem darunterliegenden Nachbarn, dem Untergrund, verwechselt und als Aushub entsorgt. Höchste Zeit sich näher mit ihm zu befassen.

Schadstoffe in der Luft beeinträchtigen die Gesundheit der Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat darum ihre Richtwerte für die Belastung durch Luftschadstoffe vor einigen Jahren verschärft. Im Kanton Zürich werden gegenwärtig die gesetzlichen Grenzwerte – ausser für Ozon – zwar eingehalten. Die WHO-Richtwerte hingegen werden vielfach noch überschritten.

Schimmel in Wohnräumen ist kein Randphänomen, sondern betrifft jeden vierten bis fünften Schweizer Haushalt. Das AWEL berät Betroffene nicht nur zu Fragen nach der richtigen Vorgehensweise, sondern auch zu Gesundheitsrisiken, Zuständigkeiten und dem geltenden rechtlichen Rahmen.

Um Netto-Null bis 2050 zu erreichen, ist eine Umstellung des Mobilitätssektors auf umweltverträglichere, vorwiegend elektrische Antriebe unumgänglich. Doch der Umstieg gelingt nur, wenn auch im öffentlichen Raum Ladestationen verfügbar sind. Die Stadt Kloten hat dazu ein Lade- und Umsetzungskonzept erarbeitet. Die ersten Ladesäulen werden voraussichtlich noch 2026 in Betrieb genommen.

Die Erkenntnisse der neuen Schweizer Klimaszenarien CH2025 bestätigen, dass die Schweiz überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen ist. Die Erwärmung schreitet insgesamt sogar etwas schneller voran als in den letzten Szenarien angenommen wurde.

Zwischen Moränen, Seen und Bauerndörfern liegen die verfassungsrechtlich geschützten Zürcher Moorlandschaften. Intensive Nutzung, Bauvorhaben und Siedlungsdruck bedrohen diese einzigartigen Landschaften. Um sie langfristig zu erhalten, muss ihr Schutz in Planungsinstrumenten berücksichtigt und deren Umsetzung beim Vollzug gestärkt werden.

Die Zuständigkeiten zwischen Gemeinden und Kanton im Hinblick auf den betrieblichen Umweltschutz sind bei Bauverfahren ab dem 1. April 2026 klarer geregelt. Daneben entfällt das System der Privaten Kontrolle, was das Verfahren vereinfacht.

Der Regierungsrat erstattet dem Kantonsrat alle vier Jahre Bericht über den Stand der Raumplanung im Kanton Zürich. Der Raumplanungsbericht 2025 legt den Fokus auf das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Herausforderungen für die Raumentwicklung.

Einst prägten grosse Feuchtgebiete den Kanton Zürich, Landlebensräume und Laichgewässer lagen nahe beieinander. Heute sind noch weniger als zehn Prozent dieser Feuchtgebiete erhalten und durch Strassen und Infrastrukturen voneinander isoliert – mit Folgen für wandernde Amphibien.

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Baudirektor Martin Neukom. Quelle: Baudirektion

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