Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP)

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Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung 115: Nach dem Hitzesommer …

Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung: Nach dem Hitzesommer …

Der Hitzesommer 2026 hat gezeigt, wie stark Hitze und Trockenheit unsere natürlichen Lebensgrundlagen belasten. Gewässer führen weniger Wasser, Böden trocknen aus und Landwirtschaft, Wälder, Mensch und Tier leiden. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig gesunde Böden und Wälder sowie intakte Gewässer sind, um solche Wetterextreme besser zu bewältigen. Es braucht Massnahmen, um diese widerstandsfähiger zu machen. Ein wichtiger Ansatz ist, Wasser möglichst lange in der Landschaft zu halten. Nach dem Schwammland-Prinzip nehmen Böden Wasser auf, speichern es und geben es verzögert wieder ab. In der Landwirtschaft können dazu beispielsweise Versickerungsgräben, sogenannte «Keylines» beitragen. Auch im Siedlungs- und Strassenraum gibt es Möglichkeiten, wie das Tiefbauamt zeigt. Ebenso zentral sind der Schutz und die Pflege wertvoller Lebensräume, die wichtige Leistungen für Mensch und Umwelt erbringen. Die neue Ausgabe der Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP 115) zeigt, wie sich diese und weitere Massnahmen umsetzen lassen. Gefordert ist die ganze Gesellschaft. Denn nach dem Hitzesommer ist vor dem Hitzesommer.

Die Themen der ZUP Nr. 115:

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Der Sommer 2026 hat vielen Zürcher Gewässern stark zugesetzt. Kleine Bäche trockneten aus, in grösseren Flüssen wurden tiefe Abflüsse und hohe Wassertemperaturen zum Problem. Für Fische, Krebse und andere Wasserlebewesen hatte das gravierende Folgen. Dies hat verdeutlicht: Kurzfristige Schutzmassnahmen reichen nicht. Besonders wichtig sind geschützte Rückzugsräume.

Die Trockenheit hat gezeigt, wie wertvoll Wasser auch im Kanton Zürich ist und wie schnell es zum knappen Gut werden kann. Daher müssen wir es schützen und speichern. Schwammland setzt beim Boden an: Regen soll langsamer abfliessen, besser versickern und länger in der Landschaft verfügbar bleiben. Beispiele aus der Praxis zeigen mögliche Massnahmen.

Die Forschungsanstalt WSL untersucht auf Strickhof-Versuchsfeldern in Uitikon einen australischen Ansatz zum Wassermanagement: Können Versickerungsgräben, sogenannte «Keylines», den Ackerbau und Wiesen klimaresilienter machen? Zudem berichtet Biobauer Lukas van Puijenbroek aus Meilen über seine Erfahrung damit.

Das Tiefbauamt hat in den letzten Jahren in verschiedenen Projekten Massnahmen gegen die Hitzebelastung im Strassenraum umgesetzt. Das Prinzip der blau-grünen Infrastruktur ist ein erfolgsversprechender Ansatz: Es verbindet natürliche und künstliche Elemente aus Wasser («Blau») und Vegetation («Grün») um Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.

Im Kanton Zürich sind die Gemeinden für den Bevölkerungsschutz und damit auch für Notfall-Einsatzpläne bei Hochwasser zuständig. Mit zunehmenden extremen Wetterereignissen, wie Starkregen, gewinnen diese an Bedeutung: Wie Gemeinden dazu vorgehen, wen sie einbeziehen sollen und wie der Kanton sie dabei unterstützt, wird am Beispiel Bassersdorf deutlich.

Wie wird Mobilität klimafreundlich, ohne an Alltagstauglichkeit und Lebensqualität zu verlieren? Neue Technologien sind wichtig. Entscheidend ist aber, wie sie in das Verkehrssystem eingebettet werden und ob Menschen ihr Verhalten tatsächlich verändern.

Vielfältige Grünräume, Bäume und begrünte Gebäude machen Siedlungen klimaresilient und lebenswert. Immobilienbesitzende können einen wesentlichen Beitrag dazu beitragen, diese zu erhalten und zu fördern. Eine neue Bewertungsmethode für Immobilien hilft, Biodiversität über den ganzen Lebenszyklus von Planung bis Betrieb messbar zu machen.

Wertvolle Lebensräume, wie die Thurauen, müssen aktiv gepflegt werden, um sie zu erhalten. Der Staatswald bietet Möglichkeiten, an solchen Arbeitseinsätzen teilzunehmen. Dies fördert gleichzeitig das Verständnis für den Wert der Artenvielfalt. Wie das funktioniert, zeigt der Einsatz einer Jahrgangsstufe des Gymnasiums Hohe Promenade.

Rodungen sind grundsätzlich verboten. Dabei geht es nicht einfach um gefällte Bäume. Bereits die Zweckentfremdung weniger Quadratmeter Waldboden kann rechtlich eine Rodung darstellen – das muss auch bei Infrastrukturanlagen abgewogen werden. Wann eine Rodung vorliegt und weshalb selbst baumfreie Waldflächen geschützt sein können, zeigt ein Blick ins Waldrecht.

Bis 2025 werden im Kanton Zürich rund 300 000 mehr Menschen leben. Sie benötigen unter anderem Wohnraum. Obwohl die künftige Siedlungsentwicklung weitgehend innerhalb bestehender Baugebiete erfolgen soll, betreffen raumplanerische Entscheide auch die Nutzung des Waldes.

Karten, Pläne, Navigationsapps und Beschilderungen aller Art enthalten Siedlungs-, Flur- und Strassennahmen. Doch was haben seltsame Namen wie Massholtere oder Hermetschloo zu bedeuten? Erzählen sie eine Geschichte? Folgen sie Regeln – und wer entscheidet darüber?

Licht schafft Sicherheit und Lebensqualität, kann aber auch blenden oder Mensch und Umwelt belasten. Eine schwierige Balance. Wie lassen sich Lichtemissionen einfach überprüfen? Ein Webinar des AWEL stellt im Dezember 2026 und Januar 2027 zwei Beurteilungshilfen vor.

Das Energiestadt-Label unterstützt Gemeinden seit langem bei einer gezielten Energie- und Klimapolitik. Es dient als Controlling- und Monitoring-Instrument und hilft bei der weiteren Energieplanung. Rund ein Drittel der Zürcher Gemeinden trägt das Label. Nutzen und Erfahrungen aus der Praxis zeigen, warum es sich lohnt.

Seit September nehmen zwei kommunale Zürcher Sammelstellen in Wädenswil und Volketswil im Rahmen eines Pilotprojekts gut erhaltene Gegenstände für die Wiederverwendung entgegen. Geprüft wird, ob sich ein solches Angebot in die bestehende Entsorgungsinfrastruktur integrieren lässt und wie es genutzt wird.

Littering belastet die Umwelt, ist ein Ärgernis für alle und generieret hohe Reinigungskosten im öffentlichen Raum. Seit dem 1. August 2026 gelten nun schweizweit einheitliche Littering-Bussen. Auch die widerrechtliche Entsorgung von Siedlungsabfällen bis zu einer Abfallsackgrösse von 110 Litern wurde neu geregelt.

Ob Altkartonmenge, Bevölkerungsstruktur oder Personenwagenbestand – mit «Zürcher Gemeinden in Zahlen» lancierte der Kanton vor kurzem ein neues Statistikportal, das die Gemeinden, Bezirke und Regionen des Kantons Zürich mit Hilfe ausgewählter Kennzahlen porträtiert.

Wer in der Gemüseabteilung steht, kann die umweltfreundlichere Gurke aus der Schweiz mit dem Bio-Label wählen. Doch wie kauft eine Gemeinde nachhaltig ein? Immerhin geht es um grosse Beträge für Maschinenpark, Bauprojekte, Informatik sowie Dienstleistungen wie die Müllabfuhr etc. Erfahrungen aus Stäfa und Turbenthal mit der Erarbeitung ihrer «Richtlinien Nachhaltige Beschaffung».

Eine kleine schwarze Ameise mit einer ungewöhnlichen Lebensweise wird auch im Kanton Zürich zunehmend zur Herausforderung. Tapinoma magnum wird vor allem über den Handel mit Pflanzen verschleppt. Was macht diese Ameise so erfolgreich – und warum ist sie so schwer zu bekämpfen?

Hinweise zu verschiedenen Umwelt­themen

Publikationen zu verschiedenen Umwelt­themen

Veranstaltungen zu verschiedenen Umwelt­themen

Vollzugs­hinweise zu verschiedenen Umwelt­themen

Die nächste Ausgabe / ZUP 116 erscheint im März 2027.

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