Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung (ZUP)

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Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung 114: Mit Effizienz Ressourcen schonen

Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung: Mit Effizienz Ressourcen schonen

Industrie und Gewerbe verbrauchen im Kanton Zürich einen erheblichen Teil der gesamten Energie. Grossverbraucher sind gemäss Energiegesetz in der Pflicht, die Energie effizient einzusetzen. Dazu werden Zielvereinbarungen abgeschlossen – ein erfolgreiches Modell, das im Hinblick auf Netto-Null an Bedeutung gewinnt. Aber auch für kleine und mittlere Unternehmen lohnt es sich, Ressourcen effizienter zu verwenden. Das Programm ÖKOPROFIT unterstützt Unternehmen dabei, ein Umweltmanagement aufzubauen und dadurch ökologische sowie betriebliche Vorteile zu nutzen, insbesondere durch Massnahmen im Sinne der Kreislaufwirtschaft und Optimierungen von Produktionsprozessen. Effizienz kann auch durch die Anwendung neuer Technologien erreicht werden – so geschehen in der Landwirtschaft. Im Rahmen eines Ressourcenprojekts konnten dank Drohnen, Sensoren und GPS rund 25 Prozent Pflanzenschutzmittel eingespart werden. Über diese Themen und mehr berichtet die neue Ausgabe der Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung.

Die Themen der ZUP Nr. 114:

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Industrie und Gewerbe verbrauchen im Kanton Zürich rund 25 Prozent der gesamten Energie und tragen damit eine besondere Verantwortung. Zielvereinbarungen verpflichten Grossverbraucher zu mehr Effizienz. Sie helfen dabei, Emissionen zu senken, Kosten zu sparen und die Versorgungssicherheit zu stärken.

ÖKOPROFIT hilft KMU ökologische und betriebliche Vorteile miteinander zu verbinden. Das gelingt mit konkreten Massnahmen, einer Begleitung aus der Praxis und dem gemeinsamen Lernen im Netzwerk. Profitieren konnte davon zum Beispiel die Firma Quendoz Glas AG aus Schlieren.

Mit digitalen Technologien lässt sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wesentlich senken, und die Landwirtschaft wird nachhaltiger. Das zeigt ein mehrjähriges Projekt mit Zürcher Beteiligung. Zum Einsatz kommen unter anderem sensorgesteuerte Hackgeräte zur Unkrautvernichtung oder Präzisionsspritzen, die Unkräuter erkennen und dort gezielt Pflanzenschutzmittel ausbringen.

Mehr Artenvielfalt im Wald durch Weidetiere? Am Rüebisberg in Bachs weiden seit Frühling 2025 Kühe und Ziegen im breiten Waldrand. Was ungewöhnlich klingt, ist eine gezielte Naturschutzmassnahme: Das Projekt erprobt, wie extensive Beweidung einen artenarmen Waldrand ökologisch aufwerten kann.

Damit die Natur ihre lebenswichtigen Leistungen erbringen kann, braucht es mehr wertvolle Lebensräume. Dabei können auch Gemeinden aktiv werden. Bubikon hat neue Riedflächen, Kleingewässer und Trockenwiesen geschaffen. Affoltern am Albis hat im städtischen Raum eine Feuchtfläche revitalisiert. Der Kanton Zürich unterstützt solche Projekte finanziell.

Viele Vogelarten sowie Fledermäuse nutzen Gebäude als Brutplatz – oft unbemerkt von den Bewohnerinnen und Bewohnern. Werden ihre Nester und Quartiere bei Bauvorhaben übersehen, entstehen Konflikte. Frühe Abklärungen und Inventare schützen die Tiere und schaffen Planungssicherheit.

Böden erfüllen eine Vielzahl von Funktionen und bilden eine zentrale Grundlage für das Funktionieren von Ökosystemen sowie für das menschliche Wohlergehen. Der Massnahmenplan Bodenschutz 2026 – 2035 zeigt auf, wie die wertvolle und begrenzte Ressource Boden geschützt werden soll.

PFAS können sowohl bei der Herstellung als auch bei der Anwendung oder Entsorgung verschiedener Alltagsprodukte in die Umwelt gelangen, wo sie sich kaum abbauen. Der Kanton Zürich hat in verschiedenen Bereichen bereits Daten zur Belastung von Umwelt und Lebensmitteln mit PFAS erhoben und plant weitere Untersuchungen.

Das Erreichte feiern, die nächsten Schritte verankern: Der Legislaturwechsel eignet sich, um zurück- und vorauszublicken und die Kräfte für Klima und Energie neu auszurichten. Dabei können auch neue Ziele verabschiedet oder Massnahmenpakete festgelegt werden. Ideen und Erfahrungen anderer Gemeinden dienen als Inspiration.

Unsere Ernährungsweise trägt wesentlich zur Umweltbelastung bei. Die Gastronomie spielt dabei eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einem nachhaltigen Ernährungssystem. MenuCheck unterstützt Gastronomiebetriebe dabei, ihre Menüs praxisnah und kostenlos zu analysieren und mit gezielten Anpassungen nachhaltiger zu gestalten.

Der Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) ist ein Informationssystem über gesetzliche Grundlagen und behördliche Erlasse, die auf ein Grundstück wirken. Nachführungen laufen seit 2023 über das webbasierte Geschäftsverwaltungssystem KatasterprozesseZH. Die neue benutzerfreundlichere Version ist intuitiver und einfacher verständlich.

Die bisherige Wassergesetzgebung des Kantons Zürich beruhte auf zum Teil jahrzehntealten Erlassen und war in Teilen nicht mehr zeitgemäss. Das neue Wasserrecht berücksichtigt die technischen und rechtlichen Entwicklungen. Es ist per 1. Juni 2026 in Kraft getreten.

Neu ist die Anzahl Abstellplätze für alle Verkehrsmittel in Privatbesitz festzulegen, also auch für Velos, E-Bikes oder Motorräder. Zudem können auch qualitative Anforderungen festgelegt werden, beispielsweise hinsichtlich Überdachung oder Elektrifizierung. Eine Umsetzungshilfe erläutert die Änderungen und ihre Auswirkungen auf die kommunale Nutzungsplanung.

Hinweise zu verschiedenen Umwelt­themen

Publikationen zu verschiedenen Umwelt­themen

Veranstaltungen zu verschiedenen Umwelt­themen

Vollzugs­hinweise zu verschiedenen Umwelt­themen

Die nächste Ausgabe / ZUP 115 erscheint im November 2026.

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