Rechnungslegung

Die Rechnungslegung der Zürcher Gemeinden basiert auf dem Harmonisierten Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2). Die Hauptelemente dieses Rechnungsmodells sind die Bilanz, die Erfolgsrechnung und die Investitionsrechnungen. Sie finden auf dieser Seite den verbindlichen Kontenrahmen für erwähnte Elemente sowie Antworten auf Kontierungsfragen.

Inhaltsverzeichnis

Kontenrahmen

Das Budget und die Jahresrechnung der Gemeinde werden nach der funktionalen Gliederung sowie nach einem einheitlichen Kontenrahmen für die öffentlichen Haushalte dargestellt.  

Der Kontenrahmen umfasst die Bilanz, die Erfolgsrechnung sowie die Investitionsrechnungen. Die Bilanz zeigt die Vermögens- und Schuldenlage auf, die Erfolgsrechnung die Aufwand- und Ertragslage und die Investitionsrechnung stellt die Investitionsausgaben den Investitionseinnahmen gegenüber. Diese Elemente sind eng miteinander verbunden.  

Bilanz

In der Bilanz werden Vermögen und Fremdkapital einander gegenübergestellt. Der Saldo ist das Eigenkapital. Das Vermögen wird in Finanzvermögen und Verwaltungsvermögen gegliedert. Das Fremdkapital sind die Verpflichtungen (Schulden) der Gemeinde aufgrund vergangener Ereignisse, welche in Zukunft zu wahrscheinlichen Ressourcenabflüssen führen. Die Bilanz zeigt die Anfangs- und Endbestände der Aktiven (Finanz- und Verwaltungsvermögen) und der Passiven (Fremd- und Eigenkapital).

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Erfolgsrechnung

Die Erfolgsrechnung weist für die Rechnungsperiode die Aufwände und Erträge aus. Als Aufwand gilt der Wertverzehr innerhalb eines Rechnungsjahres. Ziel der Erfolgsrechnung ist es, das jährliche finanzielle Ergebnis der Gemeinde darzustellen. Der Saldo der Erfolgsrechnung verändert den Bilanzüberschuss bzw. ­Bilanzfehlbetrag im zweckfreien Eigenkapital.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen

Die Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen umfasst sämtliche Investitionsausgaben und -einnahmen mit einer mehrjährigen Nutzungsdauer zur Schaffung von Vermögenswerten für die öffentliche Aufgabenerfüllung.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Investitionsrechnung Finanzvermögen

Die Investitionsrechnung Finanzvermögen umfasst sämtliche Investitionsausgaben und Investitionseinnahmen im Zusammenhang mit Sachanlagen des Finanzvermögens, die zu Anlagezwecken gehalten werden.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Funktionale Gliederung

Mit der funktionalen Gliederung werden alle Aufwände und Erträge der Erfolgsrechnung sowie die Ausgaben und Einnahmen der Investitionsrechnung  ­Verwaltungsvermögen und der Investitionsrechnung Finanzvermögen einem ­Aufgabenbereich (Funktion) zugewiesen.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Muster-Kontenpläne

Für die Erstellung eines gemeindespezifischen Kontenplans stehen Ihnen Muster-Kontenpläne zur Verfügung.

Änderungsprotokolle

Änderungsprotokolle zur Funktionalen Gliederung und den Kontenrahmen der Version vom 1. Januar 2019 zur aktuellen Version vom 1. Januar 2020.

Stichwortverzeichnis

Im Stichwortverzeichnis kann nach Stichworten, Funktionen oder Sachgruppen der Erfolgs- und Investitionsrechnung gesucht werden.

Zuordnungstabelle

In der Zuordnungstabelle werden die Zusammenhänge zwischen den Investitionsrechnungskonten, den Bilanzkonten sowie den Erfolgsrechnungskonten – beim Verwaltungsvermögen zusätzlich zu den Anlagekategorien – aufgezeigt.

Kontierungshinweise

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der häufigsten Verbuchungsanfragen aus dem Bereich der Volksschule.

Die Krankenversicherer zahlen ab dem 1. Januar 2018 keine MiGeL-Materialien mehr, die durch Fachpersonal angewendet werden. Ausserdem prüfen die Krankenversicherungen die Rückabwicklung der vergüteten MiGeL-Materialien für die Jahre 2015 bis 2017. Weitere Informationen finden Sie u.a. auf der Internetseite von Curaviva des Kantons Zürich (z.B. Zwischeninformationen vom 28. Juni 2018).

Wird von der Gemeinde die Eintrittswahrscheinlichkeit für eine mögliche Rückforderung durch die Krankenversicherer als kleiner 50 Prozent eingeschätzt, ist die Rückstellung in der Jahresrechnung 2019 aufzulösen und der Sachverhalt ist in den Eventualverbindlichkeiten offenzulegen. Andernfalls bleibt die Rückstellung weiterhin bilanziert.

Der Bankrat der Zürcher Kantonalbank hat entschieden, im Jahr 2020 anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums neben der ordentlichen Ausschüttung eine ausserordentliche Jubiläumsdividende an die politischen Gemeinden auszuschütten.

Die ordentliche wie auch die ausserordentliche Ausschüttung werden im Jahr 2020 in der Erfolgsrechnung mit 8600.4604.00 «Gewinnanteil Zürcher Kantonalbank» verbucht.

Im Rahmen des Ausgabenrechts und der Finanzkompetenzen kann über die Verwendung dieser Jubiläumsdividende (z.B. für besondere Projekte) entschieden werden. Die Einlage der Mittel in eine Sonderrechnung ist aufgrund der fehlenden Zweckbindung unzulässig.

Die Radio- und Fernsehabgabe ist auf dem Sachkonto 3137.00 «Steuern und Abgaben» in der Funktion 0220 «Allgemeine Dienste, übrige» zu verbuchen.

Ist ein Unternehmen (mit Sitz, Wohnsitz oder Betriebsstätte) in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig und erzielt es einen Jahresumsatz von mindestens Fr. 500›000, so unterliegt es der Radio- und TV-Abgabe. Als Unternehmen in diesem Sinne gilt auch der Zusammenschluss mehrwertsteuerpflichtiger autonomer Dienststellen eines Gemeinwesens (Art. 67d Radio- und Fernsehverordnung (SR 784.401)).

Gemäss Information der Eidgenössischen Steuerverwaltung können sich mehrwertsteuerpflichtige autonome Dienststellen eines Gemeinwesens für die Entrichtung der Unternehmensabgabe zusammenschliessen.

Es gelten dieselben Bestimmungen wie für Zusammenschlüsse für die MWST. Der Zusammenschluss gilt jedoch nur für die Abgabepflicht bei der Unternehmensabgabe. Die Abgabepflicht obliegt dem Gemeinwesen, welchem die zusammengeschlossenen Dienststellen angehören. Daher ist die Radio- und Fernsehabgabe für die gesamte politische Gemeinde in der Funktion «Allgemeine Dienste, übrige» zu verbuchen.

Der Beitrag an den Kanton ist mit 4900.3631.00 «Beiträge an ärztlichen Notfalldienst» zu verbuchen.

Gemäss Funktionaler Gliederung sind die Aufwände der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) der Funktion 1400 «Allgemeines Rechtswesen» zugeordnet. Ebenfalls wurden bisher die Aufwände für die Entschädigungen der Beistandschaften in der Funktion 1400 verbucht.

Im Dezember 2018 hat das Schweizerische Rechnungslegungsgremium für den öffentlichen Sektor eine Präzisierung beschlossen. Die Kosten für eine Beistandschaft sind Massnahmenkosten und werden deshalb in den Funktionen 5440 «Jugendschutz» (Kinderschutz) und 5450 «Leistungen an Familien» (Erwachsenenschutz) verbucht.

Die Organisation (Gemeinde, Sitzgemeinde, Zweckverband), welche die Beistände ernennt, rechnet die Entschädigung (Lohn) und die Sozialversicherungsbeiträge ab und verbucht diese im Personalaufwand.

Die Gemeinden erhalten nach neuem Recht pro erstellten Erhebungsbericht im erleichterten Einbürgerungsverfahren eine Entschädigung (aktuell Fr. 200).

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) stellt dem Gemeindeamt jeweils im Dezember des Abrechnungsjahres die Abrechnungsgrundlagen zu (Dezember des Vorjahres bis November des Abrechnungsjahres). Die Überweisung der Vergütung wird voraussichtlich im Januar des Folgejahres vorgenommen.

Die Entschädigung ist mit 1400.4611.00 «Entschädigung von Kantonen und Konkordaten» zu verbuchen.

Ab dem 1. Juli 2018 sind die Aufwände für die vorläufig aufgenommenen Ausländerinnen und Ausländer (abgelehnte Asylgesuche; kein anerkannter Flüchtlingsgrund) nicht mehr bei der Sozialhilfe, sondern im Asylwesen zu verbuchen.

Die Gemeinden erhalten eine Pauschale pro Person und pro Tag vergütet. Die Abrechnung erfolgt mit dem Kantonalen Sozialamt. Es wird empfohlen, die Kosten pro Einzelfall zu führen.

Die vorläufig aufgenommenen Flüchtlinge unterstehen weiterhin der Sozialhilfe.

Ausweis Bezeichnung Funktion
B / C
Flüchtlinge mit Asyl (anerkannter Flüchtlinge)
5720
F      
Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge (anerkannter Flüchtlingsgrund) 5720
F Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer (abgelehnte Asylgesuche, Flüchtlingsgrund) 5730
N Asylsuchende / Asylbewerber
5730

Für die Entwicklung und den Betrieb der neuen Datenschnittstelle zur Lieferung der notwendigen Daten an das EL-Register fallen bei den Gemeinden ab 2017 Kosten an. Die jährlich wiederkehrenden Betriebskosten und Vollzugsaufwendungen sind von den ZL-Durchführungsstellen im Verhältnis zur Anzahl ihrer Fälle zu übernehmen.

Das Kantonale Sozialamt wird diese Kosten von den Kostenanteilen an die Gemeinden jeweils direkt in Abzug bringen bzw. in Rechnung stellen. Die Kostenanteile an das EL-Register sind jedoch brutto zu verbuchen. Die Verbuchung erfolgt mit 5790.3611.00 «Entschädigungen an Kantone und Konkordate».

Kontakt

Gemeindeamt – Abteilung Gemeindefinanzen

Mehr erfahren

Adresse

Wilhelmstrasse 10
8090 Zürich
Route anzeigen

Für dieses Thema zuständig: