Jugendwettbewerb der IBK

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Erfolg für zwei Zürcher Teams im Wettbewerb für Jugendbegegnungsprojekte

„Lass Deine Idee Wirklichkeit werden, wir helfen Dir dabei!“ Diesem Aufruf der Internationalen Bodenseekonferenz IBK, der der Kanton Zürich auch angehört, sind zwölf Teams aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein gefolgt. Von den drei Schweizer Jugendteams haben zwei Podestplätze im Ideenwettbewerb erhalten. Der erste Preis, dotiert mit 1.500 Euro, ging an das Schweizer Jugendteam mit dem Projekt „Nachtschwärmer rund um den Bodensee“.  Die drei Schweizer Projekte wurden im Rahmen von Berufsmaturitätsarbeiten herausgearbeitet, die 2012 an der Berufsmaturitätsschule Zürich unter dem Oberthema „Europa am Wendepunkt“ entstanden waren. Im Konzilgebäude in Konstanz haben die Jugendlichen am 19. Januar ihre Projektideen einer international besetzten Jury präsentiert. Ihr gemeinsames Ziel: junge Menschen rund um den Bodensee näher zusammen zu bringen. Auch alle anderen Ideen werden von der IBK weiter gefördert.

IBK-Ideenwettbewerb Gruppenbild

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt begrüßte die Jugendlichen am symbolträchtigen Ort des Konstanzer Konzilgebäudes: „An diesem Ort wurden schon vor 600 Jahren grenzüberschreitende Projekte gestartet und neue Wege beschritten.“ „Die Kraft guter Ideen der Jugend strahlt aus und soll das Handeln der Politik mitprägen“, sagte der Vertreter der IBK, Regierungsrat Christian Amsler, Erziehungsdirektor des Kantons Schaffhausen und Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, bei seiner Begrüßungsansprache.

Reto Suppiger und Michael Rüegge
Reto Suppiger (links), Michael Rüegge (rechts): Verbundticket für Nachtschwärmer.

Die ersten drei Plätze gingen an folgende Projekte:  Platz 1 (1.500 Euro): „Nachtschwärmer im Bodenseeraum“ von Jugendlichen aus dem Kanton Schaffhausen und der Berufsmaturitätsschule Zürich, Reto Suppiger (Turbenthal) und Michael Rüegge (Wangen SZ). Ziel ist der Ausbau von Nachtlinien im ÖPNV rund um den See, um Jugendlichen am Wochenende einen sicheren und umweltfreundlichen Heimweg zu ermöglichen.

Platz 2 (je 1.000 Euro): Der zweite Platz wurde zweimal vergeben. An das Bodensee- Jugendtheaterfestival („BOJE“) der Jugendclubs kiesel Friedrichshafen und des Vorarlberger Landestheaters und an den Jugendclub Vaudeville aus Lindau für die Idee eines Musikfestivals. Die Festivals wollen Theater- und Musikgruppen rund um den See zusammenbringen.

Platz 3 (500 Euro): „Webinfos für Rollis“. Schülerinnen der Berufsmaturitätsschule Zürich, Leandra Senn (Dussnang TG), Maywa Weber (Zürich) und Sabrina Vollenweider (Benzenschwil AG) regen die Einrichtung einer Internetplattform an, auf der sich Rollstuhlfahrer über den barrierefreien Zugang zu Veranstaltungen und Clubs informieren können.

Maywa Weber (links), Sabrina Vollenweider (Mitte), Leandra Senn (rechts)
Maywa Weber (links), Sabrina Vollenweider (Mitte), Leandra Senn (rechts): Webinformation für Rollstuhlfahrer.

Alle teilnehmenden Jugendlichen vergaben einen Publikumspreis, einen Gutschein im Wert von 500 Euro für einen Arbeits-Aufenthalt in einem Jugendgästehaus. Gewinner ist das Projekt out@school, das an Schulen Workshops zu dem Thema „Homosexualität und Anderssein“ anbietet.

Umsetzungsprozess startet jetzt - Jugenddialogveranstaltung mit IBK-Regierungschefs angekündigt

Mit der Siegerehrung ist der Wettbewerb nicht beendet. In Kürze treffen sich alle Teams mit ihren Regionalverantwortlichen, um die weitere Umsetzung aller Ideen zu planen. Die IBK steht dabei mit Rat und Tat zur Seite, sowie mit weiteren 11.000 Euro für die Förderung der Projekte.

Der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses der IBK, Ministerialrat Michael Hinterdobler von der Bayerischen Staatskanzlei, nutzte die Gelegenheit, um die Teilnehmenden im Sommer zu einer Dialogveranstaltung mit den IBK-Regierungschefs nach Lindau einzuladen. Dabei sollen die Jugendliche eigene Themen einbringen und einen Einblick in die Arbeit der IBK-Politikerinnen und Politiker erhalten können.

Ausgezeichnete Schweizer Projekte

Durch ein grenzüberschreitendes Verbundticket für Nachtschwärmer von Reto Suppiger (Turbenthal) und Michael Rüegge (Wangen SZ) sollen Jugendliche dazu animiert werden, in die Nachbarstaaten in den Ausgang zu gehen. So können Begegnungen über die Landesgrenzen hinaus stattfinden.

Für Menschen im Rollstuhl ist es eine Herausforderung, an öffentlichen Festen wie beispielsweise dem Konstanzer Seenachtsfest, dem Sechseläuten oder an einer Grossveranstaltung in Begrenz teilzunehmen, denn sehr oft gibt es kaum Informationen über die Rollstuhltauglichkeit dieser Anlässe. Mit der Idee einer Info-Webseite für Rollstuhlfahrer möchten Leandra Senn (Dussnang TG), Maywa Weber (Zürich) und Sabrina Vollenweider (Benzenschwil AG)zur besseren Integration von Menschen mit einer Behinderung beitragen.

Mit ihrem aktuellen Ideenwettbewerb für Jugendbegegnungsprojekte möchte die IBK Jugendliche über die Grenzen der Bodenseeregion hinweg zusammen bringen und deren Kreativität und Engagement unterstützen. Damit bildet der Wettbewerb einen wichtigen Baustein zu den Schwerpunktthemen Jugend, Nachhaltigkeit und Energiewende des diesjährigen bayerischen IBK-Vorsitzes und knüpft an eine Tradition von Jugendveranstaltungen, wie den Bodensee-Jugendgipfeln, an.

EUROPA AM WENDEPUNKT

Im letzten Lehrjahr haben Jugendliche, die berufsbegleitend zur Lehre die Berufsmaturitätsschule in Zürich besuchen, eine Abschlussarbeit zu schreiben. Um sich Gedanken über ein zukünftiges Europa zu machen, reisten im vergangenen Oktober 10 Köche und 21 FaGe’s für eine Woche nach Belgien, um zusammen mit einer Klasse aus Antwerpen auf dem deutschen Soldatenfriedhof Lommel (www.ijlommel.org) zu übernachten, um sich gemeinsam intensiv mit der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen und sich aktuellen politischen Fragen Europas zu stellen. Daraus entstanden 11 Berufsmaturitätsarbeiten und ein Film. Die Ergebnisse und der Film werden im Rahmen einer Abendveranstaltung am 8. Mai 2013 in Zürich vorgestellt werden. Das Projekt wird vom HEP Verlag, der Stiftung Gedenken und Frieden sowie der Fachstelle für Rassismusbekämpfung unterstützt. Auskunft und Information bei das_indrani@bluewin.ch

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