Energieversorgung

Im Winter kann eine Energiemangellage in der Schweiz nicht ausgeschlossen werden. Hier finden Sie aktuelle Informationen dazu.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Lage

Was aktuell gilt

Vorteile:

Aktuell ist die Energieversorgung der Schweiz sichergestellt. Es besteht weder in der Strom- noch in der Erdgasversorgung eine Mangellage.

Das Bundesamt für Wirtschaftliche Landesversorgung analysiert die allgemeine Versorgungslage der Schweiz in wöchentlichen Lagebeurteilungen. Die aktuellste ist auf der folgenden Webseite aufrufbar:

Hotline

Der Bund hat zur Energiemangellage eine Hotline für Anfragen eingerichtet:

Vorteile:

Informationskanäle

Der Bund informiert die Öffentlichkeit mit Medienkonferenzen über die kritische Versorgungssituation (wie während der Corona-Pandemie). Kantone und Gemeinden verbreiten die Informationen ergänzend über ihre Kanäle weiter.

Während Netzabschaltungen

Bei Stromnetzabschaltungen funktioniert die Kommunikation über folgende Kanäle:

  • Batteriebetriebene Radios,
  • Handy-Pushmeldungen (sofern die Mobilfunkinfrastruktur funktioniert),
  • die Notfalltreffpunkte in den Gemeinden,
  • weitere Möglichkeiten wie Lautsprecherwagen.
  • Den Gemeinden wird empfohlen, für solche Situationen Plakate und Flyer mit den lokal relevanten Informationen vorzubereiten, welche sie verteilen oder aufhängen können.

Zuständigkeiten

Bund

Bundesrat

Der Bundesrat ist das oberste Führungsgremium und Krisenmanager während einer Energiemangellage.

Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (OSTRAL)

Der Bund ist bei der Umsetzung möglicher Massnahmen auf dem Gebiet der Elektrizität auf die Kompetenzen der Privatwirtschaft angewiesen. Deshalb hat er die Vollzugsaufgabe dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) übertragen. Dieser hat dazu die Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (OSTRAL) gegründet.

Kriseninterventionsorganisation für die Gasversorgung in ausserordentlichen Lagen (KIO) 

Für die Vorbereitung und Durchführung von Bewirtschaftungsmassnahmen bei einer Gasmangellage ist die die Kriseninterventionsorganisation für die Gasversorgung in ausserordentlichen Lagen (KIO) zuständig.

Wirtschaftliche Landesversorgung

Die wirtschaftliche Landesversorgung ist ein Zusammenschluss von Akteuren der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand. Ihr Ziel ist die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Dazu gehört auch die Energie (Strom, Gas, Erdöl).

Im Normalfall organisiert die Privatwirtschaft diese Versorgung. In ausserordentlichen Lagen, wenn die Selbstregulierung nicht mehr funktioniert, greift der Bund lenkend ein. Die Kantone und Gemeinden unterstützen den Bund bei der Umsetzung seiner sogenannten Bewirtschaftungsmassnahmen. Es gibt u.a. solche sowohl zur Verminderung des Stromverbrauchs als auch zur Lenkung des Stromangebots. 

Kanton Zürich

Der Kanton Zürich unterstützt den Bund in der Kommunikation, gibt ergänzende Informationen weiter und ist zuständig für die Krisenbewältigung im Rahmen kantonaler Aufgaben. Diese liegen z.B. im Bereich der Durchsetzung von Massnahmen oder der Bewältigung der Folgen einer Energiemangellage.

Für die Verwaltung hat er Energiesparmassnahmen erlassen (siehe Abschnitt zu «Innerbetriebliche Massnahmen»).

Organisatorisch hat sich der Kanton dafür so aufgestellt, dass alle beteiligten Amtsstellen und Partnerorganisationen vernetzt werden und im regelmässigen, der Situation angepassten Austausch stehen. Dafür wurde der Führungsausschuss Energiemangellage unter der Leitung der Baudirektion (Amt für Wasser, Abfall, Energie und Luft) gebildet. Diesem gehören neben den relevanten kantonalen Stellen auch die Gemeinden und die Energieversorger an.

Ergänzend dazu befasst sich die Arbeitsgruppe Innerbetriebliches mit der Umsetzung allfälliger Bundesvorgaben in der Verwaltung. 

Kantonale Führungsorganisation und Bevölkerungsschutz

Die Kantonale Führungsorganisation (KFO) und die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes sind auf die Bewältigung solcher Ereignisse und ausserordentlicher Lagen vorbereitet. Die KFO bezieht die wesentlichen Akteure bei der Planung und Umsetzung von Massnahmen im Auftrag des Regierungsrates mit ein. 

Um die Folgen von Stromausfällen oder einer Strommangellage zu bewältigen, kommen die Vorsorgekonzepte und Leistungen des Bevölkerungsschutzes zum Einsatz. Sie beruhen auf der Bewältigung länger dauernder Stromausfälle.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Führungsausschuss Energiemangellage

Der Regierungsrat hat einen «Führungsausschuss Energiemangellage» gebildet. Darin sind folgende Organisationen vertreten:

Vorteile:

  • Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft AWEL, Leitung
  • Kantonspolizei
  • Amt für Wirtschaft und Arbeit
  • Amt für Informatik
  • Personalamt
  • Immobilienamt
  • Generalsekretariat der Gesundheitsdirektion
  • Kommunikationsabteilung des Regierungsrates (Staatskanzlei)
  • Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen, Kriseninterventionsorganisation Gas, Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
  • Verband der Gemeindepräsidien und weiter Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden
Arbeitsgruppe Innerbetriebliches

Darin sind vertreten:

Vorteile:

  • Immobilienamt, Leitung
  • Amt für Informatik
  • Personalamt
  • Vertreterinnen und Vertreter aller Direktionen

Es ist möglich, dass weitere Gremien entstehen, etwa «Themenspezifische runde Tische».

Welche Organisationen wirken im Kanton Zürich an der Bewältigung der Energiemangellage mit? Quelle: BD Bild «» herunterladen

Innerbetriebliche Massnahmen der kantonalen Verwaltung

Der Regierungsrat hat diverse Energiesparmassnahmen verabschiedet. So will er in der Verwaltung mindestens 10 Prozent Energie gegenüber 2019 einsparen:

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

  • Die Aussenbeleuchtung von kantonalen Gebäuden und Kulturgütern wird auf ein sicherheitsrelevantes Minimum beschränkt.
  • Auf eine Beleuchtung soll bei Denkmälern, Dekorationsbeleuchtungen, Informationsstelen, Leuchtreklamen und Schaufenstern verzichtet werden.
  • Im Inneren der kantonalen Gebäude wird die Beleuchtung durch die Betreiberorganisationen auf ein vertretbares Mass reduziert.
  • Die Raumtemperatur wird um ein Grad reduziert. Dadurch kann der Energiebedarf um sechs Prozent verringert werden. Deswegen werden für Büroräume 20 Grad als Zielwert festgelegt.
  • In länger nicht genutzten Räumen sollen jeweils die Fenster und Rollläden geschlossen bleiben.
  • Genutzte Räumlichkeiten sollen stossweise gelüftet werden.
  • Kippfenster sollen geschlossen bleiben.
  • Auch der technische Lüftungsbetrieb soll soweit wie möglich reduziert werden.
  • Die zuständigen Betreiberorganisationen installieren an den Arbeitsplätzen Kippschalter, die jeweils alle Geräte zusammenfassen. Mit einem Klick können Sie damit unnötigen Stromverbrauch verhindern; beispielsweise über Nacht oder am Wochenende. Wo energetisch sinnvoll werden Zeitschaltuhren angebracht.
  • Die Kühlschränke sind auf nicht tiefer als fünf Grad einzustellen.
  • Die Betreiberorganisationen prüfen, ob Luftbefeuchter notwendig sind und reduzieren diese soweit möglich.

Gemeinden

Die Gemeindestellen für wirtschaftliche Landesversorgung (GWL) sollen innerhalb der kommunalen Gremien sowie gegenüber der Öffentlichkeit über die Massnahmen der wirtschaftlichen Landesversorgung informieren und aufklären. Sie ergänzen die Kommunikationsbemühungen des Bundes und des Kantons mit gemeindespezifischen Informationen und über lokale Kanäle. Direkte Vollzugsaufgaben haben die Gemeinden im Fall einer Energiemangellage bei der Kontrolle und Durchsetzung der angeordneten Verbrauchseinschränkungen.

Der vom kantonalen Führungsausschuss Energiemangellage erarbeite Leitfaden stellt eine Hilfestellung für die Gemeinden dar, die anstehenden Vorbereitungsaufgaben zur Bewältigung einer Energiemangellage zu bearbeiten.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Staatskanzlei – Kommunikationsabteilung des Regierungsrates

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