Bauen, Energie & Umwelt

Innenentwicklung

Zwischen 2005 und 2010 ist die Bevölkerung des Kantons Zürich um rund 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen, was etwa der Grösse der Stadt Winterthur entspricht. Gemäss der Bevölkerungsprognose des Statistischen Amts von 2016 wird bis ins Jahr 2040 mit 1,82 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gerechnet. Dies entspricht einem Zuwachs um gut 340’000 Personen.

Mit dem Bevölkerungswachstum nimmt der generelle Flächenverbrauch zu, parallel dazu steigt vielerorts auch der individuelle Wohnflächenverbrauch. Die weitere bauliche Entwicklung auf der grünen Wiese ist jedoch nicht mehr erwünscht. Ins Zentrum rückt dadurch die Siedlungsentwicklung nach innen. Das heisst: Das Wachstum und die bauliche Entwicklung sollen in Zukunft in den bereits mehrheitlich bebauten und verkehrlich gut erschlossenen Gebieten stattfinden.

Diesem Umstand trägt der Richtplan des Kantons Zürich Rechnung. Er ist das zentrale Instrument, um die räumliche Entwicklung des Kantons nachhaltig zu steuern, und legt das Siedlungsgebiet abschliessend fest. Grundlegender Bestandteil des Richtplans ist das Raumordnungskonzept (ROK-ZH). Es dient als übergeordneter Wegweiser für die angestrebte Entwicklung im Kanton Zürich. Das ROK-ZH gibt vor, dass 80% des künftigen Bevölkerungswachstums in den städtischen Gebieten erfolgen sollen (z.B. Städte Zürich und Winterthur, Limmat- und Glattal). Heute leben in diesen Räumen ca. 76% der Einwohner.

Kanton, Regionen und Gemeinden sind gemeinsam dafür verantwortlich, die Raumentwicklung konsequent auf diese Zielsetzung auszurichten. Nach dem Motto: «Vielfalt in der Nähe» muss nicht überall alles verfügbar sein. Der Kanton Zürich soll vielmehr sein facettenreiches Gesicht beibehalten