Bauen, Energie & Umwelt

Energie & Minergie

Umweltfreundliche Energieversorgung

Neue Wege im Städtebau - begrünte Wohnhäuser am Wasser

Durch das Energiegesetz soll die Energie effizienter angewendet und erneuerbare Energieträger sollen vermehrt genutzt werden. Im Gebäudebereich hat sich denn in den letzten Jahren auch einiges bewegt. Hat 1970 ein neu gebautes Haus rund 20 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche für Heizung und Warmwasser benötigt, liegt heute der gesetzlich maximal zulässige Wert bei rund 4,8 Litern. Mit dem Minergie-Standard werden sogar nur noch 3.5 Liter benötigt.

Der Regierungsrat will zudem den Ausstoss an CO2 massiv senken. Heute beträgt er 4.7 Tonnen pro Einwohner und Jahr, das Ziel bis in Jahr 2050 sind rund 2 Tonnen. Auf den Treibstoffverbrauch von Fahrzeugen hat der Kanton Zürich keinen Einfluss, wohl aber auf den Wärmebedarf von Gebäuden, und der ist für rund die Hälfte der CO2-Emissionen verantwortlich.

Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern

Die Energieversorgung des Kantons Zürich basiert zu zwei Dritteln auf Erdöl und Erdgas. Den verbleibenden Energiebedarf deckt zu gut 20 Prozent die Elektrizität, den Rest Abwärme und Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Holz, Sonne und Erdwärme. Der im Kanton Zürich verbrauchte Strom wird zu rund 84 Prozent ausserhalb des Kantons erzeugt. Die innerkantonale Produktion stammt aus einigen Flusskraftwerken, der Abwärme von Kehrichtverbrennungsanlagen und zu einem kleinen Teil auch aus erneuerbaren Energiequellen wie Solaranlagen und Biomassekraftwerken. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist nicht nur wegen der Klimaerwärmung problematisch, sondern auch volkswirtschaftlich wegen der enormen Ölpreisschwankungen bedenklich. Umstellung auf erneuerbare Energien und effizientere Energienutzung lauten deshalb die Aufgaben der Zukunft.

Sichere Versorgung

Die Energiewirtschaft versorgt den Kanton Zürich ausreichend, sicher, wirtschaftlich und zunehmend umweltschonend mit Energie. Der Kanton sorgt für gute Rahmenbedingungen zur Nutzung von Abwärme, erneuerbaren Energien und sorgt für geeignete Leitungskorridore für Netzausbauten. Den Elektrizitätswerken ist zu ermöglichen, dass sie sich jederzeit an die schnell wechselnden Rahmenbedingungen im internationalen Strommarkt anpassen können.

Minergie-Standard hat sich etabliert

Minergie ist ein eingetragenes Markenzeichen für neue und renovierte Gebäude. Zusammen mit Gewerbe und Industrie wird diese Marke von der Schweizerischen Eidgenossenschaft, den Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein gemeinsam unterstützt.

In den vergangenen Jahren hat sich im Bauwesen der Minergie-Standard etabliert, der energieeffiziente Bauten bei gutem Komfort und hoher Werterhaltung bietet. Im Kanton Zürich stehen über 8000 Minergie-Gebäude. Das Ziel ist, auch die zahlreichen Altbauten energetisch zu verbessern. In Zukunft werden neben Bauten im Minergie-Standard die im Verbrauch noch sparsameren Minergie-P- und Minergie-A-Standard-Häuser an Bedeutung gewinnen. Der Minergie-Eco-Standard ergänzt die regulären Minergie-Anforderungen mit Umweltauflagen wie beispielsweise Rezyklierbarkeit sowie Anforderungen an die Raumluftqualität und Lärmschutz.