Regierungsrat beschliesst kantonalen Velonetzplan

23.06.2016 - Medienmitteilung

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Der Regierungsrat hat den kantonalen Velonetzplan beschlossen. Dieser ist ein zentrales Element des kantonalen Veloförderprogramms. In den kommenden Jahren werden Lücken im Velonetz geschlossen und Gefahrenstellen beseitigt. Damit schafft der Kanton Zürich die Voraussetzung, dass das Velo im Alltag häufiger genutzt werden kann. Der Regierungsrat hat zudem den Zwischenbericht zum Veloförderprogramm genehmigt.

Das vom Kantonsrat 2010 beschlossene Förderprogramm sieht vor, den Anteil des Veloverkehrs am Gesamtverkehr zu erhöhen und das Velo als wichtiges Verkehrsmittel neben dem motorisierten Individualverkehr sowie dem öffentlichen Verkehr zu positionieren.
Attraktive, sichere und durchgängige Veloverbindungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Velo als Verkehrsmittel auf kurzen bis mittleren Distanzen (5 bis 15 km) häufiger genutzt wird.

Entsprechend der Zielsetzung des Veloförderprogramms schenkt der Velonetzplan dem Alltagsveloverkehr besondere Bedeutung. Hauptzielgruppe sind Pendler auf dem Weg zur Arbeit, zu den Aus¬bildungsstätten oder zur Erledigung von Einkäufen. Fahrtunterbrechungen und Netzlücken vermindern die Attraktivität und sind daher nach Möglichkeit zu beseitigen.

Für die Umsetzung des Velonetzplans erstellt das Amt für Verkehr nun ein kantonsweites Konzept, das die Umsetzungsmassnahmen über die nächsten Jahre priorisiert und zu jährlichen Paketen bündelt. Bei der Planung der Massnahmen werden die Gemeinden eng einbezogen. Um Bundesbeiträge beantragen zu können, haben bedeutende Massnahmen aus dem Velonetzplan bereits Eingang in das Agglomerationsprogramm der 3. Generation gefunden. Durch Aufnahme in die regionalen Richtpläne wird der Velonetzplan zudem behördenverbindlich. Der durch den Regierungsrat beschlossene Velonetzplan löst die Radwegstrategie aus dem Jahr 2006 ab.

Zugleich hat der Regierungsrat den Zwischenbericht der Koordinationsstelle Veloverkehr (KoVe) genehmigt. Dieser zieht eine vorläufige Bilanz über ihre Tätigkeit in den vergangenen vier Jahren. Die KoVe hat in dieser Zeit mit verschiedenartigen Massnahmen und Aktionen Voraussetzungen geschaffen, damit das Velo als Alltagsverkehrsmittel wahrgenommen und genutzt wird. Sie ist unterdessen als Anlaufstelle für Velofragen innerhalb und ausserhalb der kantonalen Verwaltung etabliert. Die KoVe arbeitet eng mit den Gemeinden und anderen kantonalen Stellen zusammen. Damit schuf sie die Grundlage für eine nachhaltige Veloförderung im Kanton Zürich. Der Zwischenbericht wird dem Kantonsrat zur Kenntnis gebracht.  

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Drei Verbindungsklassen im Alltagsveloverkehr

Der kantonale Velonetzplan sieht bei den Alltagsverbindungen entsprechend ihrer Bedeutung unterschiedliche Klassen vor. Nebenverbindungen umfassen grösstenteils das bestehende Basisnetz entlang der Kantonsstrassen. Sie sind sicher und durchgehend. Hauptverbindungen sind zügig befahrbar und direkt. Attraktiv und komfortabel gestaltet werden sie vorzugsweise abseits der Hauptverkehrsachsen geführt. Auf bestimmten Abschnitten mit grösster Nachfrage können im Rahmen von Pilotprojekten Veloschnellrouten geprüft werden. Sie sind möglichst durchgängig vortrittsberechtig und eigentrassiert. Wo eine Eigentrassierung nicht möglich ist, wird in Absprache mit den Gemeinden geprüft, ob sie als Velostrassen auf Erschliessungsstrassen eingerichtet werden können.  

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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