Zürcher Gemeinden unter der Lupe

Mit «Zürcher Gemeinden in Zahlen» lanciert das Statistische Amt ein neues Statistikportal, das die Gemeinden, Bezirke und Regionen des Kantons Zürich mit Hilfe ausgewählter Kennzahlen porträtiert. Das Portal deckt durch die Inhalte zahlreicher kantonaler Fachämter ein breites Themenspektrum ab. Interaktive Grafiken und Karten erlauben es, die Kennzahlen räumlich wie zeitlich einzuordnen. Damit können sich Interessierte auch ohne Fachkenntnisse ein fundiertes Bild des Kantons und seiner Teilräume machen.

Wer den Gemeinden im Kanton Zürich mit Hilfe von Zahlen auf den Grund gehen will, hat seit heute ein neues Werkzeug zur Verfügung: das Statistikportal «Zürcher Gemeinden in Zahlen» (ZGZ, verfügbar unter zgz.statistik.zh.ch). Es zeigt zum Beispiel, dass die Bevölkerung in Schlieren im Mittel deutlich jünger ist als in Küsnacht. Umgekehrt praktizieren in Küsnacht fast anderthalbmal so viele Ärztinnen und Ärzte wie in Schlieren, obwohl Schlieren mehr Einwohnende zählt. Bevölkerung, Arztpraxen – die thematische Breite ist Programm. ZGZ umfasst zum Start rund 80 Kennzahlen, gruppiert in neun Themenfeldern.

Kommunale, regionale und kantonale Trends

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vergleichbarkeit der Kennzahlen über die Zeit, sie reichen teils bis Mitte des letzten Jahrhunderts zurück. Dies ermöglicht es, Trends zu erkennen. So hat sich, um beim Beispiel zu bleiben, die Bevölkerung Schlierens seit 1962 verdoppelt, wobei der grosse Wachstumsschub erst nach der Jahrtausendwende kam. ZGZ bietet drei Möglichkeiten, die Kennzahlen darzustellen, nämlich als Grafik, als thematische Karte oder als Tabelle. Zudem sind die Kennzahlen ausführlich beschrieben, damit man sie korrekt anwenden kann. Schliesslich bildet ZGZ nicht nur die Gemeinden ab, sondern auch grössere Gebiete, namentlich die Zürcher Regionen und Bezirke sowie natürlich den ganzen Kanton.

Einfacher Vergleich zwischen Gemeinden

Mit wenigen Klicks können sich die ZGZ-Nutzenden zur Bevölkerung, zur Wirtschaft, zum Wohnen, zu Finanzen oder Mobilität informieren. Zudem können sie die Gemeinden und die grösseren Gebiete in der Applikation direkt miteinander vergleichen. Eine klare Struktur und interaktive Visualisierungen bieten einen anschaulichen Zugang zu den Kennzahlen – sowohl für die interessierte Öffentlichkeit als auch für Fachleute. Der Co-Präsident des Vereins Zürcher Gemeinde- und Verwaltungsfachleute, Thomas Ziltener, sagt denn auch: «Das neue Statistikportal unterstützt unsere Arbeit sehr. Vor allem der Gemeindevergleich überzeugt. Das nützt nicht nur uns in den Gemeindeverwaltungen, sondern ist auch für die Bevölkerung im ganzen Kanton interessant».

Verlässliche Zahlen als Grundlage für Entscheidungen

Das Portal soll der Bevölkerung den Zugang zu statistischen Grundlagen erleichtern. Denn diese spielen laut Andrea Schnell, Co-Leiterin des Statistischen Amts, «eine zentrale Rolle für die Demokratie und schaffen eine gemeinsame, verlässliche Faktenbasis». Dies unterstütze fundierte Entscheidungen, von der kommunalen Planung bis zur öffentlichen Meinungsbildung. Sie meint weiter: «Mit dem neuen Angebot machen wir den Kanton und seine Gemeinden durch Statistik für alle Menschen greifbar».

Erst ein Anfang

Das Statistische Amt wird das Portal laufend weiterentwickeln und in enger Zusammenarbeit mit den Fachämtern erweitern. So entsteht ein Statistikportal, zu dem die ganze kantonale Verwaltung Inhalte beisteuert. Daneben sind auch weitere Funktionen geplant. 
 

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