Kanton Zürich schliesst 2025 mit sehr gutem Ergebnis ab
Medienmitteilung 13.03.2026
Die Staatsrechnung des Kantons Zürich weist für das vergangene Jahr einen Überschuss von 727 Mio. Franken in der Erfolgsrechnung aus. Das Ergebnis widerspiegelt nicht zuletzt die robuste Verfassung des Wirtschaftsstandorts Zürich. Der Finanzierungsüberschuss beträgt 519 Mio. Franken. Damit wird der Schuldenaufbau der letzten zwei Jahre wieder ausgeglichen.
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Das Budget für 2025 sah in der Erfolgsrechnung einen Überschuss von 98 Mio. Franken vor (einschliesslich aller Nachtragskredite und Kreditübertragungen). Der Jahresabschluss der Erfolgsrechnung fällt im Vergleich dazu um 629 Mio. Franken besser aus, was insbesondere auf nicht erwartbare Effekte zurückgeht. So lagen die Steuererträge 664 Mio. Franken höher als budgetiert. Weiter profitierte der Kanton Zürich von höheren Gewinnausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB; 155 Mio. Franken) und der Axpo (86 Mio. Franken). Auch der Erlös einer alten Banknotenserie der SNB wirkte sich positiv aus (85 Mio. Franken). Zudem trugen das Kantonsspital Winterthur (65 Mio. Franken) und das Universitätsspital Zürich (51 Mio. Franken) zur Verbesserung des Ergebnisses bei. Eine Verschlechterung erfuhr der Haushalt durch Mehraufwände bei stationären Behandlungen (-137 Mio. Franken), bei den Prämienverbilligungen (-73 Mio. Franken), den Zusatzleistungen und Familienzulagen (-48 Mio. Franken) und durch höhere Rückstellungen bei der Rückabwicklung der Versorgertaxen bei der Kinder- und Jugendhilfe (-23 Mio. Franken).
Wachstum bei Steuererträgen
Die Steuererträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent und lagen bei 9,8 Mrd. Franken. Bei den Steuererträgen der natürlichen Personen in der laufenden Periode – dem mit Abstand grössten Posten – gab es eine Punktlandung. Die Steuererträge übertrafen die geschätzten Budgetwerte um lediglich 0,9 Prozent. Hingegen lagen die schwer abschätzbaren Steuernachträge aus den Vorjahren deutlich höher als budgetiert, was auf die Robustheit und Dynamik des Wirtschaftsstandorts Zürich in den vergangenen Jahren zurückgeht.
Die Steuererträge der juristischen Personen für die laufende Periode stiegen auf 1428 Mio. Franken und lagen insgesamt 98 Mio. Franken höher als budgetiert. Die Gewinnsteuern lagen um 118 Mio. Franken höher; die Kapitalsteuern um 20 Mio. Franken tiefer. Trotz der Senkung des Gewinnsteuersatzes von 8 auf 7 Prozent auf das Jahr 2021 ist der Ertrag aus den Gewinnsteuern seither deutlich gestiegen. Höher lagen auch die schwer schätzbaren Einnahmen aus der Quellensteuer (143 Mio. Franken), den Erbschafts- und Schenkungssteuern (92 Mio. Franken) und dem Kantonsanteil an der Verrechnungssteuer (41 Mio. Franken).
Infrastruktur gestärkt
Auch im vergangenen Jahr stärkte der Kanton seine Infrastrukturen und investierte rund 1,2 Mrd. Franken in deren Erneuerung und den Ausbau. Die Investitionsausgaben lagen um 44 Mio. Franken und damit leicht tiefer als im Vorjahr, aber weiterhin über dem langjährigen Schnitt.
Anders als in den zwei vorangegangenen Jahren konnte der Kanton seine Investitionen vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Finanzierungsrechnung, die den Geldzufluss und den Geldabfluss aus der Erfolgs- und der Investitionsrechnung misst, schloss mit einem deutlichen Überschuss ab. Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 149,7 Prozent statt bei budgetierten 56 Prozent. Die Nettoschulden gingen um rund 11 Prozent auf 3,9 Mrd. Franken zurück.
Das erfreuliche Jahresergebnis hilft dem Kanton Zürich bei den anstehenden finanziellen Herausforderungen. Dank seiner soliden finanziellen Verfassung erreicht er weiterhin die Höchstnote der Ratingagenturen. Zur Stabilisierung der Verschuldung führt der Regierungsrat die erfolgreichen Massnahmen in der Erfolgsrechnung und die Investitionspriorisierung fort. Alle Investitionsvorhaben werden zur gezielten Weiterentwicklung des Kantons und aus einer finanziellen Gesamtsicht neu beurteilt.