Das Image von Zürich ist überwiegend positiv

03.11.2014 - Medienmitteilung

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Die Region Zürich gilt als weltoffen, dynamisch, vielfältig und gleichzeitig zuverlässig, sicher und gepflegt. Die Lebensqualität und das Ansehen in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit sind positiv. Besonders geschätzt wird die Stabilität von Politik, Wirtschaft und Infrastruktur wie auch die Nähe zu natürlichen Erholungsgebieten. Negative Wahrnehmungen von Hektik, hohen Preisen, Lärm oder der Fortbewegung im Strassenverkehr sind in der Minderzahl. Das ergibt die repräsentative Studie Zürich Image Monitoring (ZIM).

Die Studie Zürich Image Monitoring wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit und der Staatskanzlei in Zusammenarbeit mit der Kalaidos Fachhochschule realisiert. Sie erfasst das Image der Region Zürich bei der Bevölkerung im Kanton, der Schweiz und im Ausland. Untersucht wurden das allgemeine Image wie auch das besondere Image in verschiedenen Politikbereichen. Der Regierungsrat nutzt die Ergebnisse der Studie zusammen mit weiteren Grundlagen für die Entwicklung des Standorts und für die Planung der kommenden Legislaturperiode 2015–2019.

Wahrnehmung beeinflusst Verhalten

Es ist wichtig, diese Wahrnehmung des Standorts zu kennen, denn sie bestimmt massgeblich Einstellungen und Verhalten der Bevölkerung wie auch weiterer Nutzerinnen und Nutzer, wie etwa der Wirtschaft, von Arbeitskräften, Touristinnen und Touristen. Das ZIM stützt sich auf eine Online-Befragung, an der über 2‘600 Personen teilnahmen. Die repräsentative Befragung wurde um qualitative Leitfadeninterviews ergänzt.

Wenig negative Wahrnehmungen

Das Image der Region Zürich ist in den meisten Aspekten gut bis sehr gut. Zwar wird diese als teuer, hektisch, laut und manchmal arrogant eingeschätzt. Die Lebenskosten werden als erheblich beurteilt, die Steuerbelastung als hoch, aber tendenziell gerechtfertigt. Ansonsten gilt die Region als weltoffen, seriös, sicher, gepflegt, dynamisch und vielfältig. Die Lebensqualität wird als sehr gut wahrgenommen und die Region gilt als sympathisch.
Zürich gilt als wirtschaftlich vielseitiger und international wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum. Als tragend gelten die Finanzbranche, Bildung und Forschung sowie das Versicherungswesen. Die Arbeitsplatzsicherheit wird geschätzt, allerdings wird das Finden einer passenden Stelle als nicht leicht beurteilt. Zürich gilt als wichtiger Hochschul- und Forschungsstandort mit hohem Bildungsniveau und Bildungseinrichtungen von guter Qualität. Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft wird als intensiv und produktiv gesehen. Die Qualität der Gesundheitsversorgung wird als sehr gut und die Lebensweise der Bevölkerung als eher gesund eingeschätzt.

Als stark gelten der öffentliche Verkehr, die internationale Anbindung und die Attraktivität für Arbeitstätige aus dem In- und Ausland. Die Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die Möglichkeiten zur Erholung in der Natur und die Kombination aus Urbanität und Überschaubarkeit. Der Lebensraum wird als eher intakt und die Siedlungs- und Landschaftsentwicklung tendenziell als attraktiv, wenn auch etwas verschwenderisch wahrgenommen. Die Fortbewegung mit dem Auto und dem Fahrrad wird als eher unangenehm empfunden. Viele Befragte bringen mit Zürich das Attribut Verkehrsüberlastung in Verbindung.

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Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Die Zürcherinnen und Zürcher erwarten, dass die heute schon als sehr hoch geltende Lebensqualität in den kommenden Jahren gleich bleibt oder sich nochmals verbessert. Als Risiken dafür werden die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, Preiserhöhungen und die Verknappung des Lebensraums identifiziert.

Stabilität der Ergebnisse

Das Image von Zürich ist im Zeitvergleich stabil, wie ein Vergleich mit der Erhebung von 2010 zeigt. Zwischen den Befragten im In- und Ausland, verschiedenen Nutzer- und Bevölkerungsgruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede in ihrer Wahrnehmung. Ein Unterschied ist, dass das Kultur- und Freizeitangebot von den im Ausland befragten Personen zwar als vielfältig und qualitativ hochwertig angesehen wird, aber deutlich weniger ausgeprägt als aus zürcherischer und schweizerischer Perspektive. Ein anderer Unterschied ist, dass Unternehmerinnen und Unternehmer fast alle Attribute leicht besser einschätzen als die Arbeitnehmenden. Sie schätzen namentlich die Entwicklung der letzten Jahre und die Lebensqualität deutlich besser ein.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Staatskanzlei und der Volkswirtschaftsdirektion)

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