Erfolgsgeschichten

Der Kanton Zürich fördert die politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen. Im Folgenden finden Sie erfolgreiche Beispiele für diese Bemühungen.

Inhaltsverzeichnis

Von erfolgreichen Projekten lernen

Die Vielfalt ist eine grosse Stärke des Kantons Zürich und trägt wesentlich zu dessen hoher Produktivität bei. Der Kanton Zürich fördert die soziale Integration und die Möglichkeiten zur Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Leben, an Wirtschaft, Kultur und Politik. Für die kantonale Verwaltung bedeutet Teilhabe

  • die Bedürfnisse verschiedener Gruppen zu verstehen und bei der eigenen Arbeit zu berücksichtigen,
  • für alle Gruppen zugänglich und erreichbar zu sein,
  • sowie klar und einfach zu kommunizieren.

Im Folgenden finden Sie einige ausgewählte Projekte, mit denen unterschiedliche kantonale Organisationseinheiten die Teilhabe erfolgreich fördern konnten.

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Das Bürgerpanel für mehr Klimaschutz in Uster tagte am 28./29. August und 11./12. September 2021. 20 zufällig ausgeloste Einwohnerinnen und Einwohner befassten sich damit, wie in Uster das Klima geschützt, bewusst konsumiert und Abfall vermieden werden kann.

Die Teilnehmendem sitzen in einem Sitzungsraum in einem Kreis und tauschen sich aus. Im hinteren Teil des Raumes sind Flipcharts mit Notizen aufgestellt.
Bürgerpanel in Uster (September 2021) Quelle: Céline Colombo

Für die Deutschschweiz war das Ustermer Bürgerpanel als dialogorientierte Form der politischen Mitwirkung eine Premiere. Das Zentrum für Demokratie der Universität Zürich begleitete das Projekt, die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unterstützte es finanziell. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zufällig ausgelost, unter Berücksichtigung bestimmter Charakteristika wie beispielsweise Alter, Geschlecht, politische Ausrichtung sowie Ausbildung. Auf diese Weise stellen sie ein gutes Abbild der über 16-jährigen Bevölkerung dar und decken eine breite Meinungsvielfalt ab.

Nach einer Einführung ins Thema und der Befragung von Expertinnen und Experten traten die Teilnehmenden in den Dialog ein und entwickelten während zweier Wochenenden Ideen und Empfehlungen für Massnahmen zum Klimaschutz in Uster. Sie erarbeiteten Empfehlungen in den Handlungsfeldern Informationsvermittlung, Abfall und Konsum, Stadtplanung sowie Mobilität. Die Klimaschutz-Empfehlungen richten sich sowohl an die Bevölkerung als auch an die Stadtbehörden. Deshalb wurden die Vorschläge in Form eines Bürgerbriefs Mitte/Ende Oktober zur Information an alle Einwohnerinnen und Einwohner von Uster versendet.

Video von der Ergebnispräsentation des Ustermer Bürgerpanels

Stimmen von der Ergebnispräsentation des Ustermer Bürgerpanels zum Klimaschutz Video von der Ergebnispräsentation des Bürgerpanels in Uster zum Thema Klimaschutz mit Statemens von verschiedenen Teilnehmenden.

«Ich bin beeindruckt von der Diskussionskultur im Ustermer Bürgerpanel – den Teilnehmenden ist es gelungen, sich über Meinungs- und Ideologiegrenzen hinweg stets respektvoll und konstruktiv auszutauschen. Daran könnten sich einige politische Gremien ein Beispiel nehmen.»

Céline Colombo, Programmleitung Teilhabe

Céline Colombo

Programmleitung Teilhabe

celine.colombo@ji.zh.ch
+41 43 259 42 95
Direktion der Justiz und des Innern, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich

Das Netzwerk für Frauen in Handwerksberufen.

Das Handwerk-Netzwerk bringt Frauen in handwerklichen Berufen zusammen, bietet ihnen eine Plattform für Austausch und Ermächtigung und engagiert sich, gemischte Teams in Handwerksberufen zu stärken und Frauen für die Berufe zu begeistern.

Die drei Mitgründerinnen des Handwerk-Netzwerk, sitzend nebeneinander.
Die Mitgründerinnen des Handwerk-Netzwerk Quelle: Sabina Bobst

Gemische Teams sind erfolgreicher. Das zeigt sich vor allem im Transfer von Fach- und Methoden-Wissen, in der Problemerkennung, der Risikoeinschätzung und in der gemeinsamen Findung tragfähiger Lösungen. In den meisten handwerklichen Branchen sind allerdings nach wie vor nur wenig Frauen tätig.

Mit dem Handwerk-Netzwerk unterstützt die Fachstelle Gleichstellung die Bemühungen, mehr junge Frauen zu motivieren, in handwerkliche und technische Berufe einzusteigen, an diesen spannenden, vielseitigen und anspruchsvollen Berufswelten teilzuhaben und diese in Zukunft auch selber aktiver mit zu entwickeln.

«Weil sich im Rahmen des Projekts einzelne Frauen in der Öffentlichkeit zeigten und über ihren Alltag berichteten, konnten weitere Frauen motiviert werden, sich unserem Netzwerk anzuschliessen.»

Sandra Fischer, Mitgründerin Handwerk-Netzwerk

Helena Trachsel

Leiterin Fachstelle Gleichstellung

helena.trachsel@ji.zh.ch
+41 79 207 34 52
Direktion der Justiz und des Innern, Fachstelle Gleichstellung, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich

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Das Kantonale Sozialamt (KSA) und die Behindertenkonferenz Kanton Zürich (BKZ) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Diese sieht vor, dass die BKZ ein Mitwirkungsmodell aufbaut und pflegt, damit alle Gruppen von Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) im Kanton Zürich einbezogen werden.

Menschen informieren sich am Messestand von Partizipation Kanton Zürich.
«Partizipation Kanton Zürich» präsentieren sich bei einer kantonalen Veranstaltung für die Gemeinden. Quelle: Vera Markus

Der Kerngedanke von «Partizipation Kanton Zürich» ist der Einbezug möglichst aller Gruppen von Menschen mit Behinderung im Kanton Zürich. Dazu wurden in einem ersten Schritt sieben Arbeitsgruppen (AG) gebildet. Je eine Arbeitsgruppe für Menschen mit Gehbehinderung, Sehbehinderung, Hörbehinderung, geistiger oder psychischer Behinderung. Eine Arbeitsgruppe besteht aus Vertretungen von Verbänden, die verschiedenste Betroffene vertreten und die behinderungsartenübergreifende Dienstleistungen anbieten. Die AG «Weitere» ist für jene Menschen, die sich nicht einer der anderen Gruppe zuordnen lassen.

Die sieben Arbeitsgruppen haben die wichtigsten Hindernisse aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung im Kanton Zürich erarbeitet und diese priorisiert. Die Steuergruppe hat die höchsten Prioritäten im Dokument «TOP-PRIORITÄTEN» zusammengefasst.

Die Koordinationsstelle Behindertenrechte im KSA hat die Top-Prioritäten im Mai 2020 entgegengenommen. Die Ergebnisse fliessen in die Erarbeitung des ersten Aktionsplans für den Kanton Zürich ein.

«Partizipation Kanton Zürich gewährt Menschen mit Behinderung ein aktives Mitspracherecht bei der Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention. Dadurch entsteht gegenseitiges Verständnis, Hindernisse werden durch gute Lösungen abgebaut und Ressourcen werden zielgerichtet eingesetzt.»

Matyas Sagi-Kiss, Vorstandsmitglied BKZ und Bezirksrat

Bernhard Krauss

Koordinationsstelle Behindertenrechte

behindertenrechte@sa.zh.ch
+41 43 259 52 68
Sicherheitsdirektion, Kantonales Sozialamt, Koordinationsstelle Behindertenrechte, Schaffhauserstrasse 78, 8090 Zürich

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Mit den niederschwelligen Programmen MiniMove, OpenSunday und Midnight-Sports öffnet die Stiftung IdéeSport Sporthallen für Sport und Begegnung. Damit schafft sie regelmässige Treffpunkte über kulturelle und gesellschaftliche Grenzen hinweg.

Im Vordergrund sind zwei Teilnehmende einer OpenSunday-Veranstaltung zu sehen. Sie rennen in Richtung der Kamera und halten je ein Ende eines doppeltgefassten Seiles fest, mit dem sie einen aufgeblasenen Ballon transportieren. Sie haben einen angestrengten, aber doch vergnügten Gesichtsausdruck. Im Hintergrund sind weitere Kinder zu sehen, manche sitzen, andere stehen.
Spiel und Spass am OpenSunday. Quelle: Stiftung IdéeSport, Christian Jaeggi

IdéeSport fördert Bewegung unabhängig von Geschlecht, kultureller Herkunft, sozialem Status oder sportlichen Fähigkeiten und spricht mit ihren einfach zugänglichen und kostenlosen Programmen verstärkt sozial benachteiligte Gruppen an.

MiniMove richtet sich an Kinder im Vorschulalter mit ihren erwachsenen Bezugspersonen und fördert die motorische und emotionale Entwicklung der Kinder.
Im OpenSunday toben sich Kinder im Primarschulalter am Sonntagnachmittag während des Winterhalbjahres bei Spielen und in Bewegungslandschaften aus. Das Programm ist inklusiv für Kinder mit und ohne Handicap gestaltet.

MidnightSports bietet Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren am Samstagabend während des Winterhalbjahres einen Treffpunkt für Bewegung und Begegnung.

Die Mitarbeit und Förderung von Jugendlichen ist zentrales Element aller Programme. Mit dem CoachProgramm bildet IdéeSport Jugendliche zu Coachs aus. Die Coachs organisieren und gestalten die Angebote gemeinsam mit einer erwachsenen Projektleitung und übernehmen in der Sporthalle Verantwortung. 

«Es ist beeindruckend, wie sich die Teams innerhalb weniger Veranstaltungen einspielen und diese, im Rahmen des Konzepts, so unterschiedlich gestalten.»

Dana Bachofner, Projektmanagerin IdéeSport

Sybille Burch

Projektrealisation

zuerich@ideesport.ch
+41 62 296 10 38
Stiftung IdéeSport, Tannwaldstrasse 48, 4600 Olten

Der 150-jährige Verein Familien- und Jugendhilfe Winterthur (FUJH) setzt in einigen Angeboten neben Fachpersonen auch ehrenamtliche Mitarbeitende ein. Im Begleiteten Besuchstreff (BBT) ist daraus ein Konzept entstanden, in welchem sich Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern, Studierende und Pensionierte engagieren. Die BBT werden im Auftrag des Amts für Jugend- und Berufsberatung (AJB) durchgeführt.

Blick in einen Schulhort mit Tischen und Spielzeug im Hintergrund
BBT ermöglichen Kindern, ihren besuchsberechtigten Elternteil in einem betreuten, kin-derfreundlichen Umfeld zu treffen. Quelle: FUJH

Begleitete Besuchstreffs (BBT) helfen Kindern und Eltern, den Kontakt auch in schwierigen Trennungs- und Scheidungssituationen aufrechtzuerhalten.

Die Kinder können sich in einem geschützten und begleiteten Rahmen mit dem Elternteil treffen, bei dem sie nicht leben. Mutter und Vater bleiben so gleichermassen Teil des Lebens ihrer Kinder – auch wenn die Umstände nicht günstig sind. Ziel ist es, dass die Eltern mit Unterstützung einer Fachstelle eine langfristige Lösung finden, wie die Familie auch nach der Trennung weitergehen kann.

Der Verein FUJH setzt in den BBT neben sozialpädagogischen Leitungspersonen auch Begleitpersonen aus anderen Berufsfeldern ein. Ursprünglich handelte es sich um ehrenamtliches Engagement, heute wird ein Entgelt bezahlt. Eine wichtige Motivation für das Engagement ist nach wie vor das Interesse an der Thematik und der Wunsch, sich gesellschaftlich zu engagieren.

«Ich fing als Studentin der Pädagogischen Hochschule an, als Begleitperson im BBT zu arbeiten. Mich reizte die Möglichkeit, an einem spannenden Ort Erfahrungen mit Kindern und Eltern zu sammeln und dabei auch noch etwas Geld zu verdienen. Nun bin ich längst eine Kindergärtnerin geworden, aber ich bleibe dem Treff dennoch treu.»

Lena Hofmann, Mitarbeiterin Besuchstreff

Barbara Sutter

Geschäftsleitung Verein Familien- und Jugendhilfe Winterthur

barbara.sutter@fujh.ch
+41 52 244 02 30
FUJH ‐ Verein Familien- und Jugendhilfe Winterthur, St. Gallerstrasse 57, 8400 Winterthur

«Femmes-Tische» ist ein mehrsprachiges, niederschwelliges Programm der informellen Bildung. In kleinen Runden diskutieren Frauen mit Migrationshintergrund zu Themen der Familie, Gesundheit und Integration.

Drei Frauen sitzen mit ihren Töchtern nebeneinander auf einer Bank vor einem Wald.
Femmes-Tische sind moderierte Gesprächsrunden und offen für alle interessierten Menschen – mit oder ohne Migrationshintergrund. Quelle: AJB

Femmes-Tische basiert auf dem Peer-Ansatz. Die Gesprächsrunden werden von einer geschulten Moderatorin, meist in der Erstsprache der Teilnehmenden, geleitet. Sie führen bei den Teilnehmenden zu einem Wissenszuwachs und zu Empowerment. Zudem werden die soziale Teilhabe, das soziale Netzwerk und die persönlichen Ressourcen gefördert. Wichtige Kriterien sind u.a. ein niederschwelliger Zugang, der Austausch in der Herkunftssprache, die bedürfnisgerechte Wissensvermittlung und ein partizipativer Ansatz.

Die Geschäftsstelle Elternbildung des Amtes für Jugend und Berufsberatung stellt das Angebot im Kanton Zürich sicher. Sie übernimmt die Koordination der Standorte von Femmes-Tischen im Kanton und steht für Fragen zur Qualitätssicherung sowie für die Weiterentwicklung des Angebots mit den Standortleitungen in Kontakt. Männer-Tische werden ebenfalls bereits in einigen Regionen umgesetzt.

Monika Allenspach

Amt für Jugend und Berufsberatung, Geschäftsstelle Elternbildung

monika.allenspach@ajb.zh.ch
+41 43 259 79 30
Bildungsdirektion, Amt für Jugend und Berufsberatung, Geschäftsstelle Elternbildung, Siewerdtstrasse 105, 8090 Zürich

In ergebnisoffenen und partizipativen Workshops mit Jugendlichen der Oberstufe wird der Frage nachgegangen, wie die Angebote des kjz Kloten (Kinder- und Jugendhilfezentrum) jugendgerecht vermittelt werden können.

Drei Jugendliche sitzen an einem Tisch und sprechen miteinander.
GenZ-4-kjz ist ein Pilotprojekt des Amts für Jugend und Berufsberatung, das Jugendliche u.a. bei der Angebotsentwicklung aktiv miteinbezieht. Quelle: AJB

Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Kloten ist eine Institution mit offenen Türen für die freiwillige Jugend- und Familienberatung und für die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB).

Die meisten Jugendlichen und ihre Eltern finden den Weg zum kjz Kloten primär über die KESB. Das kjz ist in der Präventionsarbeit in den Schulen oder Jugendtreffs nicht präsent, obwohl viele jugendspezifische Themen Teilgebiet der Jugendhilfe sind.

Durch das Projekt genZ-4-kjz werden in einem partizipativen und peer-educationalen Ansatz Wege und Möglichkeiten herausgefunden, um Jugendliche durch die Angebote des kjz besser erreichen zu können. Dies unter dem Motto: Von Jugendlichen für Jugendliche, indem Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klasse in einem Workshop Ideen sammeln, wie die Angebote des kjz vermittelt werden können. Ziel ist eine Früherkennung von Problemstellungen. So soll ermöglicht werden, dass Jugendliche und ihre Eltern rechtzeitig mit adäquaten, freiwilligen und kindsgerechten Angeboten durch das kjz Kloten unterstützt werden.

«Die Methode des Projekts ist partizipativ und ergebnisoffen. Die Jugendlichen können einerseits selber einen Beitrag für kreative Ideen leisten, andererseits sollen sie bei der Auswahl der Ideen mitentscheiden und in der Umsetzung dabei sein. Besonders herausfordernd ist der Zugang zu den Jugendlichen.»

Burim Luzha

Burim Luzha

Projekt genZ-4-kjz Kloten

burim.luzha@ajb.zh.ch
+41 43 259 96 42
Bildungsdirektion, Amt für Jugend und Berufsberatung, Dörflistrasse 120, 8090 Zürich

Mentoring Ithaka will Schülerinnen und Schülern Ende 2. Sek, 3. Sek und im Berufsvorbereitungsjahr den Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Mentorinnen und Mentoren bieten den jungen Menschen ehrenamtlich ihre Begleitung an.

Ein Mentor und ein Mentee treffen sich in der Infothek des biz zum Arbeiten.
Ein Mentor und ein Mentee treffen sich im Rahmen des Ithaka-Programms in der Infothek des biz zum Arbeiten. Quelle: Mentoring Ithaka

Für manche Jugendliche ist es schwierig, den Schritt von der Schule ins Berufsleben zu schaffen. Oft fehlt es ihnen an Wissen und Beziehungen. Beides sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Lehrstellensuche.

Hier setzt Mentoring Ithaka an. Jugendliche werden mit erfahrenen Berufspersonen zusammengeführt. Diese Mentoren und Mentorinnen unterstützen die jungen Menschen bei der Lehrstellensuche: Gemeinsam erstellen sie Bewerbungsdossiers, bereiten auf Schnuppertage vor, üben Vorstellungsgespräche oder sie motivieren die Jugendlichen bei Absagen.

Angehende Mentorinnen und Mentoren verfügen über einige Jahre Berufserfahrung und werden von Fachpersonen des Amts für Jugend und Berufsberatung in einem zweitägigen Seminar in ihre Aufgabe eingeführt. Während ihrer Einsatzdauer steht ihnen eine Ansprechperson zur Verfügung. Jeweils drei bis neun Monate (ca. zwei Stunden pro Woche) begleiten und unterstützen sie ihre Mentees bei der Lehrstellensuche.

Mentoring Ithaka fördert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, in dem Jugendliche mit Unterstützungsbedarf bei der Integration ins Berufsleben begleitet werden.

Zugleich nehmen auch die Mentoren und Mentorinnen selber an einem gesellschaftlichen Entwicklungsprozess teil, in dem sie sich unterstützend und systemübergreifend, von der Schule in den Beruf, einbringen und so unter Anderem auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Jugendarbeitslosigkeit leisten.

«Mit dem Engagement als Mentor kann ich einerseits einen kleinen Beitrag an die soziale und wirtschaftliche Gemeinschaft leisten und bin gleichzeitig immer am Puls der Situation zwischen Schulabgang und Lehrbeginn.»

Stefan Rupp, Mentor biz Uster

«Ich hatte das Glück, zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn und während meiner Karriere mehrere inspirierende Mentorinnen und Mentoren zu haben – mit der Tätigkeit bei Ithaka möchte ich der nächsten Generation die Inputs und Learnings weitergeben.»

Linda Krajnak, Mentorin biz Oerlikon

«Ich fühlte mich sofort dazugehörend.»

Rolf Billeter, Mentor biz Meilen

Susanne Roth

Amt für Jugend und Berufsberatung, biz Winterthur

susanne.roth@ajb.zh.ch
+41 43 259 82 48
Bildungsdirektion, Amt für Jugend und Berufsberatung, biz Winterthur, Zürcherstrasse 12, Postfach 414, 8401 Winterthur

Was – wenn nicht Teilhabe – wird mit den sonderpädagogischen Massnahmen im Vor- und Nachschulbereich ermöglicht?

Foto von zwei Kindern, die auf einem Sofa miteinander spielen
Zwei Kinder am spielen. Quelle: iStock/AJB 2021

Die sonderpädagogischen Massnahmen zielen darauf ab, die Teilhabemöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen zu erweitern:

  • sei es, indem die Eltern in Gebärdensprache angeleitet werden, um mit ihrem gehörlosen Kind kommunizieren zu können.
  • sei es, indem Kinder, die sich in der Lautsprache nicht verständigen können, lernen mittels Piktogrammen zum Ausdruck zu bringen, was sie möchten.
  • sei es, dass für ein Kind mit motorischen Schwierigkeiten ein Laufrad umgebaut wird, damit es sich auch auf Rädern fortbewegen kann.
  • sei es, dass ein Jugendlicher mit einer Lese-Rechtschreib-Störung dank der Unterstützung einer Logopädin und eines Nachteilsausgleichs das Gymnasium besuchen kann.

Andrea Häuptli

Amt für Jugend und Berufsberatung, Sonderpädagogische Massnahmen,

andrea.haeuptli@ajb.zh.ch
+41 43 259 96 19
Amt für Jugend und Berufsberatung, Sonderpädagogische Massnahmen, Dörflistrasse 120, 8090 Zürich

Mehr erfahren

Haben Sie selber ein interessantes Projekt, welches die Teilhabe fördert und Sie hier gerne vorstellen möchten? Für weitere Informationen nehmen Sie gerne mit uns Kontakt via kanzlei.gsji@ji.zh.ch auf.  

Koordination

Céline Colombo

Programmleitung Teilhabe

celine.colombo@ji.zh.ch
+41 43 259 42 95
Direktion der Justiz und des Innern, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich

Kontakt

Stabs- und Rechtsdienst

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