Ukraine-Hilfe

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer fliehen vor dem Krieg in ihrer Heimat. Auf dieser Seite sind Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt im Kanton Zürich zusammengestellt. Auch Helferinnen und Helfer sowie Gemeinden finden hier Wissenswertes zum Thema.

Inhaltsverzeichnis

Für Geflüchtete

Sie mussten aus der Ukraine flüchten und haben Schutz im Kanton Zürich gefunden? Hier orientieren wir Sie über Ihre Möglichkeiten, den Aufenthalt im Kanton vorläufig zu regeln und wohin Sie sich mit Ihren Anliegen wenden können. 

Als Schutzbedürftige mit Status S erhalten Sie in der Gemeinde oder in der Stadt, in der Sie wohnen, Unterstützung, wenn Sie dies benötigen. Im Kanton Zürich entscheiden die Gemeinden über den Umfang und die Höhe der Unterstützungsansätze. Diesbezüglich gibt es Empfehlungen.  

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Ukrainische Staatsangehörige können für einen bewilligungsfreien Aufenthalt von längstens 90 Tagen in die Schweiz einreisen. Dafür müssen sie über einen gültigen biometrischen Reisepass verfügen oder ihre ukrainische Staatsangehörigkeit auf andere Weise nachweisen können. 

Flüchtlinge aus der Ukraine, die im Hauptbahnhof Zürich ankommen, erhalten bei Bedarf Verpflegung und können von Freiwilligen unterstützt werden. Dafür sorgt der Kanton.

Vom Hauptbahnhof aus werden sie ins Bundesasylzentrum weitergeleitet oder bei der  Weiterreise unterstützt.

Nach der Einreise können Geflüchtete, die keine Kontakte haben in der Schweiz und eine Unterkunft benötigen, ans Bundesasylzentrum (BAZ) gelangen. In den Bundesasylzentren stehen freie Unterbringungsplätze zur Verfügung.

Im BAZ können Geflüchtete zudem für den Schutzstatus S (siehe unten) registrieren. Alternativ ist die Registrierung auf der Website des Staatssekretariats für Migration (SEM) online möglich.

Adresse

Bundesasylzentrum Zürich, Duttweilerstrasse 11, 8005 Zürich

Telefon

058 480 14 80

Zusammen mit der Stadt Zürich betreibt der Kanton an zentraler Lage in der alten Militär-Kaserne nahe beim Hauptbahnhof in der Stadt Zürich eine Empfangsstelle. Sie unterstützt Geflüchtete aus der Ukraine, die mit Schutzstatus S dem Kanton zugewiesen sind und eine Unterkunft benötigen. Auch Geflüchtete, die auf der Durchreise sind und Unterstützungsbedarf haben, können sich an die Empfangsstelle wenden.  

Die Empfangsstelle ist von Montag bis Freitag ab 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Empfangsstelle geschlossen. 

Personen, die bereits über eine Unterkunft oder Wohnadresse in einem anderen Kanton verfügen, wenden sich bitte an die zuständigen Behörden des jeweiligen Aufenthaltskantons.

Schutzstatus S

Um Geflüchteten schnell und unbürokratisch Schutz zu gewähren, hat der Bundesrat den Schutzstatus S aktiviert.

Damit erhalten ukrainische Bürgerinnen und Bürger ohne Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens:

Vorteile:

  • Das Aufenthaltsrecht
  • Anspruch auf Unterbringung
  • Unterstützung und medizinische Versorgung
  • Erlaubnis für den Nachzug von Familienangehörigen
  • Erlaubnis für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
  • Kinder können zur Schule gehen

Geflüchtete aus der Ukraine, denen vom Staatssekretariat für Migration (SEM) Schutz gewährt wurde, erhalten vom Migrationsamt des Kantons Zürich nach dem positiven Entscheid ein Schreiben, in dem ihnen der nächste Schritt zum Erhalt der Ausweis S erklärt wird. Sie müssen sich daher erst dann ans Migrationsamt oder an die Einwohnerkontrolle ihres Wohnortes wenden, wenn sie das Schreiben des Migrationsamts des Kantons Zürich erhalten haben.

Öffentlicher Verkehr

Flüchtlinge aus der Ukraine dürfen in der Schweiz bis Ende Mai kostenlos mit dem öffentlichen Verkehr reisen. Per 1. Juni wird diese Regel aufgehoben.

Fahrzeuge und Fahrausweise (Ausnahmeregelungen)

Haustiere

Personen aus der Ukraine, die mit ihrem Hund oder ihrer Katze in die Schweiz kommen und im Kanton Zürich bleiben werden, müssen ihr Tier so rasch als möglich anmelden, sofern sie dies nicht schon gemacht haben.

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Wer mit seinem Tier aus der Ukraine in den Kanton Zürich einreist und vorläufig bleiben wird, ist verpflichtet, dies zu melden. Benutzen Sie hierfür dieses zweisprachige (Englisch und Ukrainisch) Formular:

Senden Sie das ausgefüllte Formular an petsukraine@blv.admin.ch

Halten Sie sich während mindestens vier Monaten nach Einreise in die Schweiz an diese Regeln: 

  • Führen Sie Ihren Hund immer an der kurzen Leine, er darf nicht frei laufen.  
  • Ihr Hund darf keinen Kontakt zu anderen Tieren oder zu anderen Menschen als Ihnen bzw. Personen im gleichen Haushalt haben.
  • Katzen dürfen nicht ins Freie, sie müssen drinnen behalten werden. 
  • Informieren Sie uns umgehend, wenn Ihr Tier wegläuft, sich aggressiv verhält oder krank wird: E-Mail kanzlei@veta.zh.ch oder Telefon 043 259 41 41 
  • Wenn Ihr Tier einen Menschen beisst, informieren Sie diese Person darüber, dass Ihr Hund oder Ihre Katze aus einem Tollwut-Risikoland kommt. 
  • Wer gebissen wird, soll sich sofort in medizinische Pflege begeben und dabei erwähnen, dass ein Tollwut-Risiko besteht. 

Auskünfte zu Haustieren

Bei spezifischen Anliegen für den Kanton Zürich melden Sie sich bitte unter kanzlei@veta.zh.ch.

Info-Line für Geflüchtete auf Ukrainisch und ­ Russisch

Die mehrsprachige Info-Line für Geflüchtete der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) beantwortet neu Fragen zur Ankunft und zur aktuellen Situation im Kanton Zürich auch auf Ukrainisch und Russisch per Telefon, SMS oder WhatsApp.

Telefon, SMS oder WhatsApp

+41 79 942 62 59 oder +41 79 729 56 23

Kinder- und Jugendhilfezentren (kjz)

Das kjz in Ihrer Region unterstützt Sie in der Gestaltung Ihres neuen Familienalltags. Unsere erfahrenen Fachpersonen beraten Sie kostenlos, vertraulich und persönlich. Bei Bedarf ziehen wir Übersetzerinnen und Übersetzer bei.

Центри допомоги дітям і молоді

Центр kjz у вашому регіоні надає підтримку в організації вашого нового сімейного побуту. Наші досвідчені фахівці проконсультують вас безкоштовно, конфіденційно та особисто. За необхідності ми запросимо перекладача.

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Haben Sie Fragen zu Ihrem neuen Familienalltag?

Unsere erfahrenen Fachpersonen beraten Sie zur Entwicklung, Pflege, Ernährung Ihres Babys oder Kleinkindes als auch zur Erziehung. Sie helfen Ihnen das Verhalten Ihres Kindes oder Jugendlichen besser zu verstehen und Konflikte zu lösen.

Bei uns erhalten Sie ausserdem Informationen über Entlastungsmöglichkeiten und Angebote der familienergänzenden Betreuung.

Je nach Situation können wir Fachpersonen vermitteln, die Sie als Familie unterstützen und mit Ihnen neue Lösungen erarbeiten. Bei Bedarf ziehen wir Übersetzerinnen und Übersetzer bei.

Wir bieten persönliche Beratung vor Ort, telefonische Beratung oder Videoberatungen an. Bei schwierigen Situationen mit ihrem Baby kommen die Fachpersonen nach Vereinbarung auch dorthin, wo sie aktuell leben. Sämtliche Beratungen im kjz und in den Gemeinden finden unter Einhaltung der Schutzmassnahmen des BAG und der lokalen Schutzkonzepte statt.

Kein Umtausch von Hrywnja in Schweizer Franken

Die ukrainische Währung Hrywnja kann in der Schweiz nicht in Schweizer Franken umgetauscht werden. Die Banken in der Schweiz suchen zusammen mit der Schweizerischen Nationalbank und dem Bund nach Lösungen. Gegenwärtig ist leider nicht bekannt, ob und wann es eine Lösung geben wird.

Meiden Sie den Schwarzmarkt

Wir raten dringend davon ab, Umtauschangebote auf dem Schwarzmarkt anzunehmen, weil der Wechselkurs sehr ungünstig ausfallen dürfte. 

Für Helfende

Die Solidarität mit Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, ist gross. Hier finden zivile Helferinnen und Helfer alle nötigen Informationen. 

Helpline

Bei der Kantonsverwaltung gehen täglich zahlreiche Anfragen aus der Zivilgesellschaft ein. Viele wollen nicht tatenlos zusehen, sondern aktiv helfen.

Das Kantonale Sozialamt hat seit 1. März 2022 eine zentrale Helpline eingerichtet. Sie  ist erreichbar über ukraine@sa.zh.ch oder Telefon  +41 44 404 52 00.

Private Unterbringung

Die Aufnahme von Flüchtlingen, bzw. Schutzbedürftigen, erfolgt koordiniert durch den Bund und in Absprache mit den Kantonen. Bund, Kantone und Gemeinden sorgen dafür, dass die entsprechenden Kapazitäten bereitstehen.  Verschiedene Organisationen sammeln Angebote für Unterbringungen bei Privatpersonen. Auch die Helpline Ukraine nimmt Angebote für Privatunterbringungen entgegen und vermittelt diese an die Gemeinden weiter.  Sie wohnen im Kanton Zürich und möchten eine Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung stellen?

Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen an notfall.ukraine@sa.zh.ch

Wohnraum gesucht

Verbände der Immobilienbranche und der Vermieterinnen und Vermieter sowie der Mieterinnen und Mieter rufen ihre Mitglieder auf, die Behörden bei der Suche nach Wohnungen für aus der Ukraine Flüchtende zu unterstützen. 

Interessierte Pflegefamilien

Aktuell ist noch unklar, wie viele Pflegeplätze für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine benötigt werden. Interessierte Familien können sich auf der nachfolgenden Seite über den Aufnahmeprozess informieren:

Für Gemeinden

Unterstützungsleistungen

Die Gemeinden unterstützen Personen mit Schutzstatus S bei Bedarf nach den Ansätzen der Asylfürsorge, die auch für asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen gelten.  Die Sozialkonferenz Kanton Zürich (SoKo) hat Empfehlungen herausgegeben, die sowohl die Geldleistungen für den Lebensunterhalt als auch die situationsbedingten Leistungen umfassen. 

Beratungsangebot Gastfamilien

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Zürich  bietet im Einzelfall und im Auftrag von Gemeinden Unterstützung bei der privaten Unterbringung.

Integrationsmassnahmen

Anmeldung auf dem RAV

Die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und die Sozialen Dienste der Gemeinden arbeiten eng zusammen, um Personen mit Schutzstatus S einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Vorgehen bei Anmeldung, Beratung und Stellenvermittlung auf dem RAV ist dasselbe wie bei anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen. 

Die Anmeldung kann über die Sozialen Dienste erfolgen. Geflüchtete können sich auch direkt auf dem RAV anmelden.

Gesuch für subventionierte Wohnungen 

Für Geflüchtete wird dringend Wohnraum benötigt. Neu können die im Rahmen der Wohnbauförderung in verschiedenen Gemeinden des Kantons subventionierten Wohnungen bei Neuvermietungen an Personen mit Schutzstatus S vermietet werden. Für jede geplante Wohnungsbelegung ist von der Hauseigentümerin beim Amt für Wirtschaft und Arbeit, Fachstelle Wohnbauförderung ein Gesuch einzureichen.

Rechnungslegung

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Bei der Ukraine-Hilfe ist bei der Verbuchung der Hilfeleistungen an die Betroffenen zwischen der Notfallhilfe und dem Schutzstatus S zu unterscheiden:

Notfallhilfe

Bis zur Einführung des Status S können ukrainische Kriegsflüchtlinge, welche bereits in einer Gemeinde über Unterkunftslösungen wie z.B. private Unterbringungen verfügen, bei ihrer Aufenthaltsgemeinde um Notfallhilfe ersuchen. Die Notfallhilfe soll die bestehende Notlage beheben, zum Beispiel: Essensgeld, Medizinische Notversorgung, Kleidung.

Die Notfallhilfe ist in der Funktion 5720 «Gesetzliche wirtschaftliche Hilfe» zu verbuchen. Das Kantonale Sozialamt leistet Kostenersatz nach § 44 Abs. 2 Sozialhilfegesetz (SHG):

  • 5720.3637.35 «Gesetzliche wirtschaftliche Hilfe an ausländische Staatsangehörige mit vollem Kostenersatz»
  • 5720.4631.35 «Kostenerstattungen des Kantons für ausländische Staatsangehörige mit vollem Kostenersatz»
Schutzstatus S

Mit dem Schutzstatus «S» erhalten Betroffene Schutz in der Schweiz ohne Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens. Der Schutzstatus S gewährt ein Aufenthaltsrecht, Anspruch auf Unterbringung, Unterstützung und medizinische Versorgung. Zudem ist der Nachzug von Familienangehörigen erlaubt.

Der Bundesrat hat am Freitag, 11. März 2022 die definitive Einführung des Schutzstatus «S» beschlossen.

Die Hilfeleistungen für ukrainische Flüchtlinge mit Schutzstatus S fallen unter die Asylfürsorgeverordnung und sind damit in der Funktion 5730 «Asylwesen» zu verbuchen.

Für weitere Informationen siehe die Info-Bulletins des Kantonalen Sozialamtes.

Unbegleitete Minderjährige

Es ist davon auszugehen, dass einige ukrainische Kinder und minderjährige Jugendliche, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind, vorübergehend oder dauerhaft Unterschlupf bei Verwandten oder Bekannten in einer Zürcher Gemeinde bekommen. Unbegleitete Minderjährige bekommen eine Beistandsperson zugeteilt. Ausserdem müssen solche Pflegeverhältnisse bewilligt werden.

Vertretungsbeistandschaft für unbegleitete Minderjährige

Die Abteilung Mineurs non accompagnés (MNA) vertritt alle dem Kanton Zürich zugewiesenen unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Die Mitarbeitenden der Abteilung MNA beraten unbegleitete Minderjährige und werden von der zuständigen KESB als Vertretungsbeistandspersonen eingesetzt. Sie wahren damit die Interessen der Kinder und Jugendlichen und arbeiten mit allen beteiligten Stellen (z.B. Staatsekretariat für Migration, Sozialdienste, Schulen) zusammen.

Sollten sich unbegleitete ukrainische Kinder und Jugendliche vor einer Zuweisung durch das kantonale Sozialamt bei Privatpersonen in einer Zürcher Gemeinde aufhalten, muss die Abteilung MNA informiert werden (+41 43 259 96 72, mna@ajb.zh.ch). Bei einer Zuweisung durch das Sozialamt wird die Abteilung MNA automatisch informiert.

Bewilligungspflicht für Pflegeverhältnisse

Familien, welche ukrainische Minderjährige ohne Eltern bei sich zu Hause aufnehmen, müssen sich so rasch wie möglich bei der Abteilung Pflegefamilien beim Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) melden (pflegefamilien@ajb.zh.ch, +41 43 259 89 88). In diesem Fall liegt nämlich ein Pflegeverhältnis vor, das bewilligungs- und aufsichtspflichtig ist.

Wichtig: Auch im Fall von geflüchteten Personen aus der Ukraine gilt der ordentliche Bewilligungsprozess für Pflegeverhältnisse. Falls die Gemeinden von nicht gemeldeten Pflegeverhältnissen erfahren, sind sie gebeten, die Familien darauf aufmerksam zu machen oder dies der Abteilung Pflegefamilien beim AJB zu melden.

Bevölkerungsschutz

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine haben viele Bürgerinnen und Bürger Fragen zum Bevölkerungsschutz.

Derzeit sind für die Bevölkerung keine besonderen Massnahmen nötig.

Aktuelle Informationen zu Radioaktivität, Notvorrat, Jodtabletten oder einer möglichen Alarmierung finden Sie auf der folgenden Seite:

Zu Schutzräumen, deren Zuweisung sowie Fakten des Bevölkerungsschutzes im Kanton Zürich erhalten Sie Informationen auf der folgenden Seite:

Kontakt

Kantonales Sozialamt – Anlaufstelle Ukraine-Hilfe

Telefon

+41 44 404 52 00

Montag bis Freitag, jeweils
8.30 bis 11.30 Uhr und
13.30 bis 16.30 Uhr