Kulturgeschichte erleben

Erleben Sie Kulturgeschichte in Wohnhäusern, Fabriken und Museen im Kanton Zürich. Die Abteilung Archäologie und Denkmalpflege unterstützt kulturhistorische Institutionen und ist selbst an öffentlichen Veranstaltungen präsent.

Inhaltsverzeichnis

Führung im Bauteillager

Aufgrund der aktuellen Situation und des begrenzenten Raums im Alterthümer-Magazin öffnet die Denkmalpflege ihr Bauteillager in Dübendorf. BesucherInnen erhalten die aussergewöhnliche Gelegenheit, das materielle Gedächtnis vergangener Zürcher Bau- und Handwerkskunst zu erkunden. Auf einer Fläche von 1'500m² bewahren der Kanton und die Stadt Zürich rund 15'000 Bauteile, die im Rahmen ihrer täglichen denkmalpflegerischen Arbeit ausgebaut,
abgebrochen oder ersetzt worden sind.

Wir bitten Sie, die Kosten von CHF 5.- pro Person in bar zu begleichen.

Führungen finden am ersten Mittwoch und ersten Samstag im Monat statt. Am Mittwoch jeweils um 18.30 Uhr und am Samstag jeweils um 14.00 Uhr.

Alterthümer-Magazin

Das Alterthümer-Magazin beherbergt Kostbarkeiten und Kuriositäten aus dem Bauteillager der kantonalen und der städtischen Denkmalpflege. Der Fundus reicht von Möbelstücken über Lampen oder Waschmaschinen bis hin zu Fenster- und Türbeschlägen unterschiedlichster Art. Auch eine eigens angelegte, einmalige Tapetensammlung ist hier zu bestaunen.

Das Alterthümer-Magazin ist zur Zeit geschlossen.

Denkmaltage 2020 zum Thema Weiterbauen

Am 12. und 13. September fanden die Europäischen Tage des Denkmals statt. Das Thema im Jahr 2020 war «Weiterbauen».

Mit dem Thema Weiterbauen beschäftigen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Denkmalpflege täglich. Nur eine sinnvolle Nutzung ermöglicht die Erhaltung von Baudenkmälern. Deshalb gilt, sei es bei einer Restaurierung, einer Sanierung oder einer Umnutzung: Keine Käseglocke, kein Ballenberg – mit der Denkmalpflege baut man weiter.

Schulhäuser im Fokus

Seit über 150 Jahren entsteht in der Schweiz ein engmaschiges Netz aus Schulhäusern. Jede Generation baut gemäss den Prioritäten ihrer Zeit daran weiter: sei es das vorherrschende pädagogische Konzept, der Bevölkerungsstand im Dorf oder die Sorge um Energieeffizienz. 

In einem bunten Mix aus Podcasts, Videos und Stories gehen wir Fragen nach wie beispielsweise: Wie entstand die Denkmalpflege? Welche Überlegungen macht sich die Denkmalpflege im Zusammenhang mit Fenstern? Seit wann gehen Kinder in der Schweiz in die Schule? Oder: Was sind die Zukunftspläne der Schulhäuser?

Kulturhistorische Museen und Institutionen

Die folgenden Gebäude, Museen, Ausstellungen oder Rundgänge stehen Ihnen offen für einen interessanten Blick in die Kulturgeschichte des Kantons.

Einfach Zürich

Einfach Zürich ist ein Netzwerkprojekt zur Vermittlung von Zürcher Kulturgeschichte. Es besteht aus einer permanenten Ausstellung im Landesmuseum und aus einem Programm, das von einem kleinen Team geplant und umgesetzt wird. Das Projekt wird vom Kanton Zürich mit 300’000 Franken pro Jahr unterstützt.

Besuchen Sie Einfach Zürich im Nationalmuseum
Im Landesmuseum in Zürich befindet sich die Ausstellung «Einfach Zürich» zum Kanton Zürich mit Leihgaben der Archäologie und Denkmalpflege. Quelle: Einfach Zürich, Jan Bitter.

Frauenstadtrundgang Winterthur

«Safran, Schmalz und Suppenwunder» oder «Mythos Töss» heissen die Rundgänge, die der Verein Frauenstadtrundgang Winterthur anbietet. Jedes Jahr wird ein neuer kulturgeschichtlicher Spaziergang erarbeitet. Rund 25 Frauen führen über 2000 Erwachsene pro Jahr auf 80 bis 90 Rundgängen durch die Stadt. Der Verein Frauenstadtrundgang Winterthur wird vom Kanton Zürich mit 30'000 Franken pro Jahr unterstützt.

Frauen in historischen Gewändern führen Sie durch die Stadt Winterthur
Tauchen Sie auf szenischen Führungen in die vielfältige Geschichte der Frauen in der Stadt Winterthur ein. Quelle: Christian Knörr und Helvetia Leal.

Freddi-Haus Undalen/Bauma

Mitten im Weiler Undalen bei Bauma steht ein Flarzhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus besitzt den letzten Lehmofen im Kanton Zürich und hat heute noch keinen Wasseranschluss. Die authentische Wohnungseinrichtung stammt aus der Zeit anfangs des 20. Jahrhunderts. Die letzte Bewohnerin und Namensgeberin des Hauses, Rosa Freddi, verstarb 1978 mit 93 Jahren. Der Kanton Zürich hat das Haus nach dem Tod von Rosa Freddi erworben, um den einzigartigen Zeitzeugen der Nachwelt zu erhalten. Seither dient es als Wohnmuseum. Es kann nach Voranmeldung in Kleingruppen besichtigt werden.

Die SRF-Sommersendung «anno 1914» versetzte das Fernsehpublikum während drei Wochen in die Zeit vor 100 Jahren zurück. Schauplatz während dieser Zeit war auch das Flarzhaus Freddi.

Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah

Die Villa Patumbah in der Stadt Zürich ist Vielen ein Begriff. Das prachtvolle Baudenkmal im Zürcher Seefeld ist mit einer interaktiven Ausstellung und spannenden Vermittlungsangeboten zum Heimatschutzzentrum ausgestaltet worden. Ziel des Zentrums ist es, bei Gross und Klein die Freude an Baukultur zu wecken, damit diese Wissen aufbauen und Wertvorstellungen entwickeln können. Der Kanton Zürich unterstützt das Heimatschutzzentrum mit 75'000 Franken pro Jahr.

Heimatschutzzentrum Villa Patumbah
Das Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah lädt dazu ein, an konkreten Beispielen über die Zürcher Geschichte nachzudenken. Quelle: Heimatschutzzentrum.

Industrie-Anlage Neuthal, Bäretswil

Das Zürcher Oberland ist eng mit der Entwicklung der Textilindustrie verbunden und die ehemalige Maschinenfabrik Rüti ein wichtiger Teil davon. Deren Begründer Caspar Honegger hat mit der Verlagerung seiner Webstuhlfabrikation nach Rüti 1847 eine Erfolgsgeschichte begründet. Im Industrie-Ensemble Neuthal befindet sich eine europaweit einzigartige Sammlung von 60 historischen Webmaschinen, die auf Voranmeldung besichtigt werden kann. Der Trägerverein VEHI wird vom Kanton Zürich mit 200'000 Franken pro Jahr unterstützt.

Einblick in die Webmaschinensammlung
In der Webmaschinensammlung können Sie in die Zeit der Industrialisierung und der Textilindustrie eintauchen. Quelle: Martin Bachmann, Kantonale Denkmalpflege.

Kleinkraftwerk Ottenbach

Das Kleinkraftwerk der ehemaligen Seidenweberei A.F. Haas & Co. AG vereinigt Wasserbauten mit einer Maschinenanlage, die technikgeschichtlich sehr interessant ist. Die Anlage mit der original erhaltenen Kraftwerkzentrale wird heute noch regelmässig in Betrieb gesetzt und zeigt eindrücklich den Stand der Maschinen- und Elektrotechnik um 1920 auf. Seit 1977 gehört das Kleinkraftwerk dem Kanton Zürich und kann auf Voranmeldung besichtigt werden. 

Einblick in das Kleinkraftwerk Ottenbach
Ein Besuch im Kleinkraftwerk Ottenbach ermöglicht Einblicke in die Zeit der Industrialisierung im Kanton Zürich. Quelle: Kantonale Denkmalpflege Zürich.

Museum Schloss Kyburg

Im Jahr 1027 wird die «Chuigeburg» erstmals erwähnt. Die bewegte Geschichte der beeindruckenden Anlage von Schloss Kyburg kann man heute im Rahmen von zwei Ausstellungen einsehen, zudem kann das Pbulikum die verschiedenen Räume des Schlosses besichtigen. Der Kanton Zürich unterstützt den Trägerverein des Museums Schloss Kyburg mit 450'000 Franken pro Jahr.

museum schaffen

Das museum schaffen in Winterthur thematisiert Fragestellungen rund um unser Verhältnis zur Arbeit. Warum arbeiten wir? Wie unterscheidet sich Arbeit von Freizeit? Und wie ist unser heutiges Verhältnis zur Arbeit entstanden? Das museum schaffen ist als neuartiger Museumstyp konzipiert: als Ort der Geschichte und Geschichten, der Begegnung, des Austausches. Es wird vom Kanton Zürich mit 300'000 Franken pro Jahr unterstützt.

Einblick in die Halle von museum schaffen mit  Besucherinnen.
Partizipation steht im Mittelpunkt von museum schaffen. Nehmen Sie auch an einer der vielen interaktiven Aktivitäten teil. Quelle: Marcel Nüesch.

Römischer Gutshof Seeb

Der römische Gutshof bei Seeb (Gemeinde Winkel) ist eine der wenigen konservierten römischen Ruinen im Kanton Zürich. Besichtigt werden können die Fundamente diverser Werkstatt-, Ökonomie- und Wohnbauten sowie das Untergeschoss des Brunnenhauses. Ein Teil des Herrenhauses und der Töpferofen befinden sich in Schutzbauten, die zu den Öffnungszeiten frei zugänglich sind.

Die überdachten Ruinen des römischen Gutshof Seeb
Unter anderem können Sie auf dem Gutshof Seeb die gut erhaltenen Ruinen des römischen Bades mit Heizzentrale besichtigen. Quelle: Kantonsarchäologie Zürich.

Ritterhaus Bubikon

Das Ritterhaus Bubikon gilt als einzigartiges und sehr gut erhaltenes mittelalterliches Baudenkmal, das ursprünglich von Angehörigen des Johanniterordens genutzt wurde. Heute ist es Museum und Begegnungsstätte zugleich. Vom Kanton Zürich wird das Ritterhaus Bubikon mit 175'000 Franken pro Jahr unterstützt.

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Das idyllisch gelegene Ritterhaus Bubikon bietet ein breites Programm für Klein und Gross. Quelle: Ritterhaus Bubikon.

Sternwarte Zürich

Die Urania-Sternwarte ermöglicht mit ihrem leistungsfähigen Teleskop einen spannenden Blick in die Weite des Alls. Ihr 50 Meter hoher Turm gehört zu den markanten Bauten der Stadt Zürich. Das Observatorium sowie das zugehörige Geschäftshaus wurden vom Architekten Gustav Gull entworfen und im Jahr 1907 eröffnet. Die Sternwarte erhält vom Kanton Zürich einen jährlichen Betriebsbeitrag von 30'000 Franken.

Eine Frau schaut durch ein grosses Fernglas in den Himmel.
Wagen Sie in der Sternwarte Urania den Blick in die Sterne! Sie werden dabei von Fachpersonen angeleitet. Quelle: Urania Sternwarte, Gianni Krattli.

Veranstaltungen

Die Abteilung Archäologie und Denkmalpflege des Kanton Zürichs beteiligt sich an jährlich wiederkehrenden Veranstaltungsreihen, in welchen Kulturerbe für die Bevölkerung zugänglich gemacht wird.

Lange Nacht der Zürcher Museen

Mit Musik und einem kulinarischen Rahmenprogramm eröffnen wir jedes Jahr an der Langen Nacht der Zürcher Museen die neue Ausstellung im Alterthümer-Magazin.

Dieses Jahr macht die Lange Nacht der Zürcher Museen eine Pause. 

Open House Zürich

Im Rahmen des Open House werden in Zürich Türen und Tore von verschiedensten Objekten für die Bevölkerung geöffnet. Die kantonale Denkmalpflege ermöglicht Ihnen einen kostenlosen Blick auf und hinter die Fassaden historischer Gebäude und aktueller Projekte.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Amt für Raumentwicklung – Archäologie und Denkmalpflege

Adresse

Stettbachstrasse 7
8600 Dübendorf
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E-Mail

Lageplan Amt für Raumentwicklung

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