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Der Kanton Zürich führt in unterschiedlichen Fachbereichen Qualitätsprogramme durch. Ziel dieser ist die Förderung der Qualitätsentwicklung und Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität im Kanton Zürich und interessierten teilnehmenden Kantonen oder Spitälern.
Allgemeine Informationen
Qualitätscontrolling
Im Rahmen der Zürcher Spitalplanung 2023 hat die Gesundheitsdirektion die grundlegenden Qualitätsanforderungen an die Listenspitäler vorgegeben, wie beispielsweise die Mindestfallzahlen und die Teilnahme an den kantonalen Qualitätsprogrammen. Regelmässig überprüft die Gesundheitsdirektion, ob die Spitäler die Qualitätsanforderungen einhalten. Damit gewährleistet der Kanton Kontinuität in der Behandlungsqualität.
Qualitätsprogramme
Zielsetzung
Die übergeordneten Ziele der Qualitätsprogramme sind:
Vorteile:
- Förderung der Qualitätsentwicklung
- Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität im Kanton Zürich
Aufbau
Die Zürcher Qualitätsprogramme basieren auf zwei Säulen:
- Qualitätsanalysen
In enger Zusammenarbeit mit Expertengruppen, Fachgesellschaften und den Spitälern erarbeitet das Amt für Gesundheit Qualitätsanalysen. Soweit möglich werden bereits vorhandene Routinedaten verwendet. Diese werden bei Bedarf durch zusätzliche (u.a. klinische) Parameter auf Fallebene ergänzt. Die erarbeiteten Risikoadjustierungsmodelle für einzelne Qualitätsindikatoren werden extern plausibilisiert und wissenschaftlich begleitet, um eine zulässige Vergleichbarkeit der Spitäler zu gewährleisten.
Durch die Verwendung bestehender Daten kann der administrative Aufwand seitens Spitäler sukzessive reduziert werden.
- Qualitätszirkel
Jährlich wird pro Qualitätsprogramm ein Qualitätszirkel durchgeführt. An diesem Zirkel sind alle Spitäler mit den jeweiligen Klinikleitungen (Ärztliche Vertretungen) anwesend. Die erarbeiteten Qualitätsanalysen werden transparent präsentiert, gemeinsam weiterentwickelt und Auffälligkeiten werden diskutiert. Ziel ist es, eine offene Qualitätsdiskussionen zu ermöglichen und so ein gemeinsames Lernen und die kontinuierliche Verbesserung der Qualität zu fördern.
Die Anwesenheit am Qualitätszirkel ist für Zürcher Listenspitäler verpflichtend und stellt primär der einzige Aufwand für die Teilnahme an den Qualitätsprogrammen dar.
Aktuelle und geplante Qualitätsprogramme
Qualitätsprogramme im Aufbau (Stand 2026):
- Herzchirurgie
- Gefässchirurgie
- Viszeralchirurgie (Kolon)
- Orthopädie (Knie-/Hüftprothetik)
- Urologie (Prostatektomien)
- Brustkrebs (GYN2)
- Wirbelsäulenchirurgie (Spine)
- Kardiologie (ab 2026)
Geplante Qualitätsprogramme (2027): Geburten
Zeitplan Qualitätsprogramme
Die folgende Grafik zeigt die sich im Aufbau befindenden Qualitätsprogramme.
Qualitätsindikatoren zu entwickeln, welche faire und belastbare Spitalvergleiche zulassen, ist ein anspruchsvoller Prozess und dauert mehrere Jahre. In einem ersten Schritt werden Indikatoren zur Prozess- und Ergebnisqualität erarbeitet. Später folgen Indikatoren zur Indikationsqualität sowie die längerfristige Ergebnisqualität (Behandlungserfolg nach mehreren Jahren).
Advisory Board
Das Advisory Board unterstützt die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Qualitätsprogramme. Für den Erfolg und die Wirksamkeit der Qualitätsprogramme ist ein breit aufgestelltes Advisory Board elementar. Daher wirken Fachexperten und Stakeholder aus verschiedenen Bereichen mit: Wissenschaft, Leistungserbringer, Kantone, Ärzteschaft, Patientinnen und Patienten, Krankenkassen, Finanzen, Ethik.
Wissenschaft & Forschung
- Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno, Direktorin Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte (IBME), Universität Zürich
- Prof. Dr. med. Paolo Ferrari, Università della Svizzera italiana
- Reto Jörg, Wissenschaftlicher Projektleiter, Obsan
- Dr. Marie-Annick Le Pogam, Department of Epidemiology and Health Systems (DESS), Unisanté
- Dr. Florian Liberatore, Co-Leitung Fachstelle Management im Gesundheitswesen, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
- Prof. Dr. med. Christoph A. Meier, Université de Genève
- Prof. Dr. Milo Puhan, Direktor Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI), Universität Zürich
- Prof. Dr. med. PhD Thomas Rosemann, Direktor Institut für Hausarztmedizin (IHAMZ), Universität Zürich
- Prof. Dr. MPH David Schwappach, Leiter Forschungsschwerpunkt Patientensicherheit, Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM), Universität Bern
Leistungserbringer
- Dr. André Baumgart, Leitung Qualität, Digitalisierung, Informations- und Patientensicherheit, Verband Zürcher Krankenhäuser (VZK)
- Dr. med. Ute Buschmann Truffer, Spitaldirektorin Spital Limmattal
- Dr. med. Rudolf M. Moos, Stv. Direktor und Leitung Medizinisches System, Klinik Hirslanden
Weitere Vertreter
- Prof. Dr. med. Michele Genoni, Präsident FMCH (Ärztliche Vertretung)
- Prof. Dr. med. MPH Eva Blozik, Leiterin Versorgungsforschung, SWICA (Vertretung Krankenkassen)
- Prof. Dr. med. Karin Fattinger, Vorstand Patientenstelle Zürich (Vertretung Patientinnen/Patienten)
- Roland Unternährer Appenzeller, Leiter Spitalplanung Akutsomatik & Psychiatrie, Kanton St. Gallen (Vertretung Kantone)
Konzept Qualitätscontrolling
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Kontakt
Gesundheitsdirektion – Amt für Gesundheit