Knie- und Hüftprothetik

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Das Qualitätsprogramm untersucht die Indikations- und Ergebnisqualität in der Knie- und Hüftprothetik. Die Ergebnisse werden mit den Spitälern in jährlichen Qualitätszirkeln diskutiert, um Auffälligkeiten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Allgemeine Informationen

Seit dem Jahr 2019 erfassen die Zürcher Listenspitäler bei Hüft- und Knieprothesen das subjektive Ergebnis aus Patientensicht, auch bekannt als PROMs (patient reported outcome measures).
Im Jahr 2024 wurde das Qualitätsprogramm Hüft-/Knieprothetik offiziell gestartet. Darin werden Prozess-, Indikations- und Ergebnisqualität anhand von Spitalvergleichen analysiert und jährlich mit den Kliniken besprochen. In enger Zusammenarbeit mit der SIRIS Stiftung und Swiss Orthopaedics koordiniert das Amt für Gesundheit die jährlichen Qualitätsanalysen und den Qualitätszirkel. Ab 2026 ist die Swiss Orthopaedics offizieller Partner aller orthopädischen Qualitätsprogramme und gestaltet die Inhalte eng mit.

Da im Bereich der Hüft- und Knieprothetik ein national verpflichtendes Prothesen-Register existiert, können vom Amt für Gesundheit seit 2024 die Registerdaten mit den Routinedaten auf Fallebene verknüpft werden. Dadurch können fehlende Fälle oder fehlerhafte Eingaben im Register eruiert und von den Spitälern überarbeitet werden.

Im Rahmen vom Qualitätsprogramm Hüft-/Kniechirurgie werden die Operateurinnen und Operateure bei Hüft- und Knieprothesen-Eingriffe erfasst.

Expertengruppe

Die Expertengruppe setzt sich aus Vertretern der SIRIS Stiftung, der Swiss Orthopaedics sowie dem Amt für Gesundheit zusammen und wird in Kürze hier aufgelistet.

Updates

  • Ausblick 2026: Nachdem zwei Jahre lang primär auf die (Un-)Vollständigkeit vom Register fokussiert wurde und im Frühjahr 2026 die Zürcher Spitäler all ihre fehlenden Fälle nachgetragen haben, wird im Herbst 2026 im Qualitätszirkel der Fokus auf die Revisionsraten bei Hüft-/Knieprothesen gelegt. Ebenfalls wird untersucht, ob das Nacherfassen der fehlenden Fälle zu Abweichungen in den Revisionsraten einzelner Spitäler geführt hat. Ausserkantonale Spitäler werden im Jahr 2026 zum ersten Mal verknüpft. Auch hier wird im Jahr 2027 eine Nacherfassung der fehlenden Fälle erwartet.
  • Update 2025: Die 1:1 Fallverknüpfung von Routinedaten und Registerdaten haben teilweise grössere Lücken im SIRIS-Register und fehlende Fälle bei den Spitälern offenbart (bis hin zu 25% fehlende Fälle pro Spital). Folglich soll die Verknüpfung der Daten zukünftig auch dazu genutzt werden, um eine Vollständigkeit der Registereinträge sicherzustellen. Die Zürcher Spitäler verpflichten sich ihre fehlenden Fälle der letzten 4 Jahre nachzuerfassen. Nur so kann eine hohe Aussagekraft der jährlichen Siris-Reportings sichergestellt werden. Neben der Registervollständigkeit und Einblicken in die Revisionsraten wurden seitens Siris die PROMs (Patient reported Outcome Measures) mit den Revisionsraten verglichen und pro Spital ausgewiesen. Zusätzlich hat Herr Prof. Dr. med. Hannes Rüdiger in einem Inputreferat aufgezeigt, welche Massnahmen zur tiefen Revisionsrate der Schulthess Klinik beitragen.
  • Update 2024: Im Zentrum der Qualitätsanalysen stand im Jahr 2024 die Register-Vollständigkeit, Prozesskennzahlen sowie die Revisionsraten nach Protheseneingriff.

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