Urologie

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Das Qualitätsprogramm untersucht die Indikations- und Ergebnisqualität urologischer Eingriffe. Die Ergebnisse werden mit den Spitälern in jährlichen Qualitätszirkeln diskutiert, um Auffälligkeiten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Allgemeine Informationen

Seit dem Jahr 2023 werden im Qualitätsprogramm Urologie die radikalen sowie transurethralen Prostatektomien betrachtet. Analog der anderen Qualitätsprogrammen stehen auch hier die Prozess-, Indikationsqualität und Ergebnisqualität im Vordergrund der Spitalvergleiche. Da Qualitätsanalysen auf Basis von Routinedaten einzelnen urologischen Eingriffen nicht gerecht werden, wurde im Plenum (am Qualitätszirkel) entschieden, welche weiteren Variablen seitens Spitäler auf Fallebene zu liefern sind. Da diese Variablen im nationalen Register enthalten sind, steht es den Spitälern frei, ob sie die Daten via Registerfreigabe liefern, oder durch eine separate Datenlieferung (ohne Register). Da PROMs in der Urologie wichtige Einblicke zur Ergebnisqualität ermöglichen, liefern teilnehmende Spitäler ihre PROMs-Daten dem Amt für Gesundheit ebenfalls (Entscheid am QZ 2025).

Seit der Einführung der Mindestfallzahlen sind die Spitäler im Kanton Zürich verpflichtet, Erst- und Zweitoperateure/-innen dieser Eingriffe zu dokumentieren und zu melden. Ausserkantonale teilnehmende Spitäler werden ebenfalls gebeten, die Operateure der untersuchten Eingriffe anzugeben.

Expertengruppe

Im Jahr 2025 haben sich die Zürcher Spitäler auf die folgende Expertengruppe zur Erarbeitung der Qualitätsindikatoren geeinigt:

  • Dr. med. Stephan Bauer (Hirslanden)
  • Dr. med. Aron Cohen (Urocare)
  • Dr. med. Markus Dubs (Spital Uster)
  • Dr. med. Roger Gablinger (Uroviva)
  • Prof. Dr. med. Hubert John (KSW) und/oder PD Dr. med. Beat Förster
  • PD Dr. med. Alexander Müller (Uroviva)
  • Dr. med. Daniel Engeler (HOCH Health Ostschweiz)
  • Dr. med. Stefan Preusser (Spitäler Schaffhausen)
  • Dr. med. Mark Meier (Berit Klinik)

Updates

  • Ausblick 2026: Die zusätzlichen klinischen Variablen werden für die Zürcher Kliniken, aber auch für ausserkantonale Spitäler auf Fallebene verknüpft und ausgewertet. Ein einheitlicher Datenexport aus dem Register wird mit der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie (SGU) angestrebt. Spitäler, die nicht am Register teilnehmen, liefern ihre Variablen erneut individuell. PROMs werden in den Auswertungen von 2026 eine wichtigere Rolle spielen. Erneut wird im Jahr 2026 primär die radikalen Prostatektomien angeschaut. Ab 2027 werden weitere Eingriffe Niere/Blase etc. dazukommen.
  • Update 2025: Eine späte nationale und regionale Datenlieferung hat den Detaillierungsgrad der Analysen stark reduziert. Dennoch konnten einige Kennzahlen gemeinsam diskutiert werden. Am Qualitätszirkel wurde die Expertengruppe erweitert, eine engere Zusammenarbeit mit der SGU besprochen, separate PROMs-Lieferungen entschieden und die Experten konnten wertvolle Inputs geben zur Weiterentwicklung der gewählten Qualitätsindikatoren. Es wurde eine 1:1 Verknüpfung von den Register- und Routinedaten durchgeführt. Ob das zukünftig so weitergeführt wird, ist noch offen.
  • Update 2024: Radikale Prostatektomien werden nicht nur im nationalen Krebsregister erfasst, sondern 2/3 der Spitäler pflegen sie im Rahmen ihrer DKG-Zertifizierung (Deutsche Krebsgesellschaft) in den DKG-Erhebungsbögen sowie im nationalen Prostata-Register ein. Aufgrund der Mehrfacherfassung wurde am Qualitätszirkel 2024 entschieden, sich auf einige relevante Parameter zu beschränken und die Art der Erfassung (Register oder eigene Systematik) den Spitäler zu überlassen.

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