Strassenprojekt «Uster West» soll die Stadt Uster entlasten

21.07.2011 - Medienmitteilung

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Durch die Fahrplanverdichtung auf der SBB-Linie Zürich – Dübendorf – Uster sowie auf Grund des immer grösser werdenden Verkehrsaufkommens werden die Staus vor den Bahnschranken auf der Winterthurerstrasse und der Zürichstrasse in Uster immer länger. Mit dem Strassenprojekt «Uster West» soll eine alternative, niveaufreie Querung der SBB-Linie als Entlastung der beiden Übergänge Winterthurerstrasse und Zürichstrasse geschaffen werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Kredit von 21 Millionen Franken für dieses Projekt.

Die Verbindungsstrasse Tösstal – Glattal (Uster) – Pfannenstiel – Zürichsee ist von kantonaler Bedeutung. Für die Stadt Uster führt diese Verkehrsachse jedoch zu einem er­höhten Verkehrsaufkommen. Im Zentrumsbereich beim Bahnübergang Winterthurerstrasse stauen sich aufgrund der langen Schliesszeiten der Bahnschranken die Fahrzeuge.

1981 wurde mit einer kantonalen Volksabstimmung ein Rahmenkredit für die Aufhebung von Niveaukreuzungen Strasse/Schiene an der SBB-Linie Wallisellen – Uster bewilligt. Das Bauwerk am Bahnübergang Uster Werrikon wurde jedoch zurückgestellt, da sich die Stadt Uster und der Kanton nicht auf eine Lösung für die Bewältigung der gesamten Verkehrsabwicklung in diesem Gebiet einigen konnten.

Ein Paket von baulichen Massnahmen geplant

Der Kanton hat nun in Zusammenarbeit mit der Stadt Uster ein Projekt ausgearbeitet, das die Situation für die Stadt und die Verkehrsteilnehmenden verbessern soll. Mit der neuen Strasse «Uster West» wird eine Entlastung der beiden Bahnübergänge an der Winterthurer- und Zürichstrasse geschaffen. Diese beiden Übergänge verlieren ihre kantonale und regionale Bedeutung, können jedoch als innerstädtische Verbindungen weiterhin befahren werden. Die neue Strasse weist eine Gesamtlänge von 1'260 m auf, ist zweistreifig mit Spurbreiten von je 3,5 m und umfasst folgende bauliche Massnahmen:

  • Die Verschiebung der Winterthurerstrasse in Richtung Westen von der Schattenacker- bis zur bestehenden Strasse Uster West beim Lorenweg auf einer Länge von 550 m um rund 90 m. Somit wird die teilweise Aufhebung der bestehenden Winterthurerstrasse ermöglicht und es werden die Wohngebiete längs dieser Strasse entlastet.
  • Bau einer 550 m langen Überführung über die SBB-Linie vom Lorenplatz bis zur Zürichstrasse mit Anschlussbereich an den Kreisel Lorenplatz sowie Anschluss an die Zürichstrasse mit dem neuen Kreisel Eschenbüel.
  • Integration einer Strassenentwässerung mit Strassenabwasserbehandlungsanlage.
  • Lärmschutzmassnahmen entlang der Zürichstrasse.
  • Rückbau der Werrikerstrasse zwischen der letzten Liegenschaft von Werrikon und der Winterthurerstrasse zu einem Flurweg. Damit werden die Voraussetzungen für die Vernetzung der beiden Schutzgebiete Werriker- und Hoperenriet geschaffen.
  • Landschaftspflegerische Begleitplanung mit Erhalt und Förderung der Landschaftsverbindung und der biologischen Durchlässigkeit der Kernbereiche Werriker- und Hoperenriet. Weiter werden ökologisch ausreichende Pufferzonen und renaturierte Flächen geschaffen.
    Das Werrikerriet erfährt eine Ausdehnung um rund zwei Hektaren.

Das Projekt, bei dem die Wünsche der Stadt Uster weitgehend berücksichtigt worden sind, kostet insgesamt 21 Millionen Franken. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, die Kreditvorlage zum Bau der Strasse «Uster West» zu bewilligen. Geplanter Baubeginn ist im Frühling 2013, die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre.


Der Regierungsratsbeschluss wird im Verlaufe der nächsten Stunde unter www.rrb.zh.ch aufgeschaltet.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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