Allgemeine Verwaltung

Im Jahr 2025 wurde die Strategie Digitale Verwaltung 2025+ festgesetzt und die Weiterentwicklung der kantonalen Finanzsysteme vorangetrieben. Als weiterer Schwerpunkt sind Vorkehrungen getroffen worden, damit Menschen mit Behinderungen ihre politischen Rechte ausüben können.

Geschäftsbericht 2025, Allgemeine Verwaltung

Abbau von Barrieren beim Zugang zu politischen Rechten

Menschen mit Behinderungen wird der Zugang zu ihren politischen Rechten durch verschiedene Hürden erschwert. Um diese abzubauen, hat der Kanton im Berichtsjahr weitere Schritte unternommen. Damit Menschen mit starker Sehbehinderung oder Blindheit ohne fremde Hilfe und damit geheim abstimmen können, setzte er als erster Kanton eine von der Bundeskanzlei entwickelte Abstimmungsschablone ein. Diese Schablone kam bei der eidgenössischen Volksabstimmung vom 30. November zum ersten Mal zum Einsatz und wird in der Pilotphase bei allen eidgenössischen Vorlagen eingesetzt. Die Schablone ist mit einer gut lesbaren Druckschrift und mit Brailleschrift bedruckt und ermöglicht dadurch das selbständige Ausfüllen der Stimmzettel. Als wichtiger Schritt in Richtung Inklusion in der Abstimmungskommunikation werden die Abstimmungsunterlagen seit September im kantonalen Webauftritt neu in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt. So können sich auch Menschen mit Lernschwierigkeiten oder schlechten Deutschkenntnissen über die Abstimmungsvorlagen informieren und am politischen Geschehen mitwirken. Diese Inhalte ergänzen die seit Jahren bestehenden Erklärvideos zu kantonalen Vorlagen in einfacher Sprache und Gebärdensprache.

Neue Strategie für die digitale Transformation der Verwaltung

Die Strategie Digitale Verwaltung 2025+ wurde im Berichtsjahr vom Regierungsrat festgesetzt (RRB Nr. 45/2025) und die strategischen Initiativen wurden Mitte Jahr abgeschlossen. Die neue Strategie gewährleistet ein orchestriertes Vorgehen in der digitalen Transformation und legt übergeordnet die langfristige Ambition, die Wirkungsbereiche und die strategischen Ziele im Bereich Digitale Verwaltung fest. Im Zentrum stehen die drei Wirkungsbereiche Bevölkerung und Wirtschaft, Föderales System sowie Transformation der Verwaltung. Als eines der Schlüsselprojekte der digitalen Transformation wurde im Berichtsjahr die Umsetzung des neuen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (Projekt VRGo) lanciert. Das Projekt soll die rechtskonforme Umsetzung des 2027 in Kraft tretenden geänderten Verwaltungsrechtspflegegesetzes und der neuen Verordnung über elektronische Verfahrenshandlungen im Verwaltungsverfahren sicherstellen. Es hat zum Ziel, prozessuale, technische und organisatorische Lösungen zentral und einmalig zur Verfügung zu stellen. Weiter wurde im Berichtsjahr der Staatskalender digitalisiert. Er ist mit dem neuen Titel «Behördenverzeichnis» über den kantonalen Webauftritt verfügbar. Auch der KEF wurde mit der Ausgabe 2026–2029 erstmals online veröffentlicht (zh.ch/kef).

Weiterentwicklung der kantonalen Finanzsysteme

In den zwei zentralen Projekten zur Weiterentwicklung der kantonalen Finanzsysteme wurden im Berichtsjahr wichtige Schritte unternommen. Der Rollout des Planungs- und Budgetierungstools (PBT) verläuft planmässig. Alle Verwaltungseinheiten nutzen das PBT bereits für die Plandateneingabe, während die Staatskanzlei und fünf Direktionen das Tool bereits vollumfänglich für die Planung einsetzen. Der weitere Rollout erfolgt 2026. Das zweite Projekt «eVorhaben» hat das Ziel, von der Bewilligung bis zur Abrechnung von Vorhaben sämtliche Arbeitsschritte im finanzrechtlichen Kontext digital zu integrieren. Damit sollen die Transparenz, Effizienz und Prozesssicherheit bei der Abwicklung von Vorhaben verbessert werden (RRB Nr. 920/2023). Nach der planmässigen und erfolgreichen Einführung der Lösung eVorhaben in der Finanzverwaltung im Pilotbetrieb folgte im Juni des Berichtsjahres die Betriebsaufnahme im Amt für Informatik. Im November wurde eVorhaben in der gesamten Finanzdirektion eingeführt. Aufgrund der Rückmeldungen und gewonnenen Erfahrungen wurden Weiterentwicklungen definiert, die zurzeit umgesetzt werden. Der Rollout auf weitere Organisationseinheiten ist in Planung.

Massnahmen

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