Pflichten für Militärdienstpflichtige

Wer in der Schweiz Militärdienst leistet, hat gewisse Pflichten zu erfüllen: zum Beispiel bei einem Umzug die Adressänderung zu melden, längere Auslandaufenthalte bekannt zu geben oder Schiessübungen zu absolvieren. Diese Pflichten gelten genau so Personen, welche Zivilschutz oder Zivildienst leisten. Ebenso für Personen welche als untauglich für den Dienst erklärt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Meldepflicht

Die Meldepflicht beginnt mit der Abgabe des Dienstbüchleins durch die Militärverwaltung (Kreiskommando) und endet für alle in der Armee oder im Zivilschutz Eingeteilten und für alle Nichteingeteilten bis zum Ende der Militärdienstpflicht.

Änderungen von persönlichen Daten, von Wohnadresse und Beruf sind innerhalb von 14 Tagen zu melden. Im Kanton Zürich wird die militärische Meldepflicht mit der Meldung bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung erfüllt. 

Auslandabwesenheiten

Weniger als 12 Monate im Ausland

Es ist kein Gesuch um Auslandurlaub notwendig.

Pflichten vor der Ausreise:

Die Postzustellung in der Schweiz muss gewährleistet sein. Militärdienstleistende müssen rechtzeitig ein Dienstverschiebungsgesuch einreichen, sofern die Dienstleistung in die Zeit des Auslandaufenthaltes fällt. Fällt der Auslandaufenthalt in die Schiessperiode (April - August), muss der Schiesspflichtige zusätzlich ein Gesuch um Dispensation von der Schiesspflicht einreichen.

Länger als 12 Monate im Ausland

Wer längere Zeit ins Ausland verreist und sich zivilrechtlich abmeldet in der Schweiz, muss beim Militär ein Gesuch um Auslandurlaub stellen.

Schiesspflicht

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Die ausserdienstliche Schiesspflicht 2020 wird sistiert. Das Obligatorische Programm muss nicht zwingend geschossen werden, die Teilnahme ist freiwillig.
Ansonsten sind folgende AdA schiesspflichtig:

Subalternoffiziere, Unteroffiziere und Angehörige der Mannschaft, die als am Sturmgewehr ausgebildet gelten, erfüllen im Jahr nach der Absolvierung der Rekrutenschule bis zum Ende des Jahres vor der Entlassung aus der Militärdienstpflicht und Abrüstung jährlich eine obligatorische und ausserdienstliche Schiessübung mit der persönlichen Waffe.

Subalternoffiziere (Lt/Oblt) der mit dem Sturmgewehr ausgerüsteten Truppengattungen und Dienstzweige können zwischen dem Obligatorischen Programm 300 Meter (Stgw) oder 25 Meter (Pistole) wählen. Bestehen Sie die Schiesspflicht auf die Distanz 25 m nicht, so müssen sie das obligatorische Programm 300 m schiessen. Schiesspflichtige Angehörige der Armee, welche ihre Dienstpflicht im Durchdienermodell abgeschlossen haben, bleiben anschliessend während drei Jahren schiesspflichtig und werden im vierten Jahr abgerüstet und entlassen. 

Die anerkannten Schiessvereine führen zwischen Anfang April und Ende August obligatorische Schiessübungen durch.

Die Schiesspflicht gilt als erfüllt, wenn der Schiesspflichtige die vorgeschriebene Anzahl Patronen mit seiner persönlichen Waffe gezielt verschossen hat.

Als Mindestleistung werden 42 Punkte auf 300 Meter und 120 Punkte auf 25 Meter verlangt, wobei nicht mehr als drei Nullen geschossen werden dürfen.

Schiesspflichtige, die diese Mindestleistungen nicht erbracht haben, können das obligatorische Programm höchstens zweimal im gleichen Schiessverein wiederholen (Kaufmunition).

Der Nachschiesskurs 2020 entfällt.

Die ausserdienstliche Schiesspflicht 2020 wird sistiert. Das Obligatorische Programm muss nicht zwingend geschossen werden, die Teilnahme ist freiwillig

Ansonsten sind folgende AdA von der Schiesspflicht befreit:

  • Armeeangehörige, welche 2020 aus der Militärdienstpflicht entlassen werden
  • Rekruten, die im laufenden Jahr ihre Rekrutenschule bestehen oder beenden
  • Subalternoffiziere des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee (PPD)
  • Subalternoffiziere der Militärjustiz;Angehörige der Armee, die nicht als am Sturmgewehr ausgebildet gelten
  • das militärische Personal des Armeeaufklärungsdetachement 10
  • Subalternoffiziere in der Funktion Arzt (Az und Vet Az)
  • das militärische Personal der militärischen Sicherheit
  • Angehörige der Fallschirmaufklärer Kompanie 17

Im Obligatorischen Programm werden in drei Übungen 20 Schüsse auf die Distanz von 300 m (Sub Of wahlweise 25 m) geschossen. Als Mindestleistung werden 42 Punkte (Pistole 120 Punkte) und nicht mehr als drei Nuller verlangt.

Schiesspflichtige, welche die Mindestleistung des obligatorischen Programms nicht erfüllen, oder die Übung nicht vorschriftsgemäss geschossen haben, können das ganze obligatorische Programm mit Kaufmunition am gleichen oder an einem anderen Schiesstag höchstens zwei Mal wiederholen. Die Wiederholungen müssen, ausgenommen bei Wohnortwechsel, im gleichen Verein geschossen werden.

Im Militärdienst geschossene Übungen gelten nicht als Erfüllung der ausserdienstlichen Schiesspflicht.

Wer die Schiesspflicht aus zwingenden Gründen (Bsp. Krankheit, Unfall oder Auslandabwesenheit) nicht erfüllen kann, reicht ein Dispensationsgesuch ein.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Militärverwaltung - Kreiskommando – Kontroll-, Straf- und Schiesswesen

Adresse

Uetlibergstrasse 113
8090 Zürich
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+41 43 259 71 10

Bereich Kontrollwesen

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