Erdwärmesonden

Erdwärmesonden nutzen die im Untergrund gespeicherte Wärme. Ihre Erstellung erfordert immer eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung. Das ganze Verfahren inklusive den erforderlichen Formularen wird hier im Detail beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Kantonale Bewilligungspflicht

Die Erdwärmesonde wird zumeist in einem vertikalen Bohrloch bis maximal etwa 400 Meter Tiefe versetzt. Durch Erdwärmesonden-Bohrungen können Verbindungen im Untergrund geschaffen werden, die unter Umständen einen unerwünschten Wasseraustausch zwischen Grundwasserstockwerken zur Folge haben können. Zudem besteht bei der Erstellung von Erdwärmesonden eine gewisse Gefährdung des Grundwassers.

Für die Erstellung von Anlagen zur Erdwärmenutzung mit Sonden ist deshalb immer eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) gemäss Bauverfahrensverordnung (BVV 5.5.1) erforderlich.

Zuständigkeiten und Verfahren

Sämtliche Gesuchsunterlagen sind ausschliesslich an die örtliche Baubehörde (bei der Gemeinde) einzureichen. Sie koordiniert das Verfahren. Die kantonalen Bewilligungen und der kommunale Entscheid werden der Bauherrschaft durch die örtliche Baubehörde eröffnet.

Ihre Ansprechpersonen beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Helene von Vogelsang

Zuständig für südliches Kantonsgebiet

helene.vonvogelsang@bd.zh.ch
+41 43 259 32 72

Max Helbling

Zuständig für nördliches Kantonsgebiet

max.helbling@bd.zh.ch
+41 43 259 31 42

Gebietseinteilung Erdwärmesonden

Erforderliche Unterlagen

Zur Beurteilung des Bauvorhabens sind die beiden nachfolgenden Unterlagen erforderlich. Sie müssen zusammen mit dem Baugesuch bei der örtlichen Baubehörde eingereicht werden. 

Hinweise und Auflagen

Pro Wärmepumpenanlage ist ein Gesuch einzureichen.

Spezielle Auflagen für Sondenstandorte:

  • Bei Sondenstandorten näher als drei Meter zur Grundstückgrenze ist die Zustimmung des benachbarten Grundeigentümers dem Gesuch beizulegen (Festlegung in Anlehnung an Ziffer 2.3.3.4 der SIA-Empfehlung 384/6 Erdwärmesonden).
  • Für Sondenstandorte innerhalb einer Baulinie ist eine Begründung erforderlich.
  • Sonden im Uferbereich bzw. Gewässerraum eines öffentlichen Gewässers sind grundsätzlich nicht bewilligungsfähig.
  • Innerhalb von 30 Metern zu einer SBB-Linie bzw. einem SBB-Tunnel ist eine Stellungnahme der SBB AG erforderlich
    (SBB-Kontakt: Schweizerische Bundesbahnen SBB AG, SBB Immobilien - Immobilienrechte, Postfach, 8021 Zürich, Abteilung Immobilienrechte Telefon +41 (0)51 285 02 91, immobilienrechte.ost@sbb.ch). Informationen rund um Baugesuche in der Nähe von Bahnanlagen finden sich auf der SBB-Homepage www.sbb.ch/18m.
  • Innerhalb von 30 Metern zu einem Nationalstrassentunnel ist eine Stellungnahme des Bundesamts für Strassen ASTRA erforderlich
    (ASTRA Kontakt: ASTRA, Abteilung Strasseninfrastruktur Ost, Filiale Winterthur, Grüzefeldstrasse 41, 8401 Winterthur, Telefon +41 (0)58 480 47 34).

Das AWEL empfiehlt für die Ausführung der Erdwärmesonde(n) eine Bohrfirma, die Mitglied ist im «Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen» (siehe weiterführende Informationen).

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Grundwasser und Wasserversorgung

Adresse

Stampfenbachstrasse 14
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 32 07

Sekretariat


Bürozeiten

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