Bauvorschriften Abwasserentsorgung

Die Abwasserentsorgung bildet ein wichtiges Element des Gewässerschutzes. Sie muss sorgsam geplant, erstellt und betrieben werden. Hier finden Sie Informationen zu den erforderlichen Bewilligungen.

Inhaltsverzeichnis

Bewilligungsverfahren

Je nachdem, was für ein Vorhaben zur Abwasserentsorgung umgesetzt werden soll, ist eine andere Behörde zuständig. Hier erfahren Sie, wie Sie bei den verschiedenen Projekten vorgehen und an wen Sie sich wenden können.

Vorhaben, die dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) zur Bewilligung einzureichen sind:

Kanalisationen und Sonderbauwerke


Zentrale Abwasserreinigungsanlagen

  • Neubauten und Stilllegungen sowie sämtliche Vorhaben, die zu einer substanziellen Leistungsveränderung der Abwasser- und Schlammbehandlung führen.
  • Massnahmen zur Werterhaltung und der Ersatz von Anlagen und technischen Ausrüstungen.


Kommunale und private Kleinabwasserreinigungsanlagen mit weniger als 500 Einwohnerwerten

  • Neubauten und Stilllegungen sowie sämtliche Vorhaben, die zu einer substanziellen Leistungsveränderung der Abwasserbehandlung führen.
  • Anschlüsse von weiteren Liegenschaften.
  • Massnahmen zur Werterhaltung und der Ersatz von Anlagen und technischen Ausrüstungen.

Einleitung von Regenwasser

Richtlinie und Praxishilfe Regenwasserentsorgung

Folgende Richtlinie enhält Anleitungen und Praxisbeispiele für Baubehörden, Planer und Fachleute:

Sauberes Abwasser in ein Gewässer einleiten

Bauverfahrensverordnung (BVV) Ziffer 2.1.4

Für die Bewilligung zur Einleitung von sauberem Abwasser in ein Gewässer ist die Gemeinde zuständig.

Ausnahmen sind:

  • Einleitungsgesuche für Abwasser aus Gewerbe- und Industriebetrieben
  • Einleitungsgesuche aus anderen Bauten und Anlagen (auch aus Abwasserreinigungsanlagen)
  • Einleitungen mit Rohrdurchmesser grösser als 200 mm

Erforderliche Unterlagen

Das Gesuch zur Einleitung von sauberem Abwasser in ein Gewässer ist an die örtliche Baubehörde zu richten und sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • Einen Entwässerungs-/Kanalisationsplan mit Angaben zum Abwasseranfall und Art/Umfang der Schmutzstoffbelastung.
  • Bei nicht verschmutztem Abwasser einen Nachweis, dass Versickerung nicht möglich ist.
  • Die Einwilligung Dritter, deren Anlagen für das Einleiten des Abwassers benutzt werden.

Ansprechspersonen für Spezialfälle

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Abteilung Abfallwirtschaft & Betriebe

Sektion Betrieblicher Umweltschutz & Störfallvorsorge

betriebe@bd.zh.ch
+41 43 259 32 62

Wasserbaupolizeiliche Bewilligung

Abteilung Wasserbau

Sektion Beratung & Bewilligung

wasserbau@bd.zh.ch
+41 43 259 32 24

Gewässerschutzrechtliche Bewilligung

Abteilung Gewässerschutz

Sektion Siedlungsentwässerung

gewaesserschutz@bd.zh.ch
+41 43 259 32 07

Abteilung Gewässerschutz

Sektion Abwasserreinigungsanlagen

gewaesserschutz@bd.zh.ch
+41 43 259 32 07

Abwasserentsorgung ausserhalb der Bauzone

BVV-Ziffer 2.6

Für Bauten ausserhalb der Bauzonen muss nachgewiesen werden, dass alle Abwässer gewässerschutzkonform entsorgt werden, entweder durch einen Anschluss an die Kanalisation oder mit einer Kleinabwasserreinigungsanlage (KLARA), die dem Stand der Technik entspricht.

Auch nicht verschmutztes Abwasser (Regenwasser) muss vorschriftsgemäss entsorgt werden.

Für nicht-landwirtschaftliche Einzelliegenschaften sowie viehlose Landwirtschaftsbetriebe oder solche mit einem Viehbestand kleiner als acht und Düngergrossvieheinheiten besteht auch ausserhalb der Bauzonen die Pflicht zum Anschluss an die öffentliche Kanalisation. Häusliche Abwässer in Klär- oder Hausgruben zu sammeln, entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Das Ausbringen häuslicher Abwässer ist verboten.

Einleitung aus öffentlichen Abwasseranlagen

BVV-Ziffer 2.1.1

Vorhaben, welche die Gewässer in quantitativer oder qualitativer Hinsicht beeinflussen (z.B. Regenbecken, Regenüberläufe und Entwässerungs-Pumpwerke) oder die zentrale Abwasserreinigungsanlage (ARA) betreffen, benötigen eine kantonale Bewilligung. Bei den ARA werden Bagatellgrenzen eingeführt, die sich nach der Grösse der jeweiligen Anlage richten.
 

Fremdwasser in Kanalisation einleiten

BVV-Ziffer 2.3

Eine Bewilligung zum Einleiten von Fremdwasser in die Kanalisation wird nur in Ausnahmefällen erteilt.

Fremdwasser ist z.B. Sickerwasser aus Sickerleitungen, der Ablauf von Laufbrunnen, Reservoirüberläufe, Drainage-, Hang- oder Quellwasser. Dieses ist, wenn immer möglich, nicht zu fassen, oder dann wieder dem Grundwasserkörper zuführen.

Stetig den Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zufliessendes, sauberes Abwasser (Fremdwasser) vermindert ihre Reinigungsleistung und erhöht den Austrag an Schmutzstoffen im Kläranlage-Ablauf.

Mit dem Gesuch ist der Nachweis zu erbringen, dass keine andere technische Lösung als der Anschluss an die Schmutz- bzw. Mischwasserkanalisation möglich oder finanziell zumutbar ist.

Gebietseinteilung

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Gebietseinteilung Ortsentwässerung

Gebietseinteilung Liegenschaftsentwässerung

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Siedlungsentwässerung

Adresse

Stampfenbachstrasse 14
8090 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 32 07

Sekretariat


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