Gesundheitsberufe

Medizinal- und Gesundheitsfachpersonen finden hier wichtige Informationen und rechtliche Grundlagen sowie Gesuchsformulare für ihre praktische Tätigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Themen

Neues Zulassungsverfahren nach KVG

Mit Beschluss vom 19. Juni 2020 haben die eidgenössischen Räte verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) betreffend der Zulassung von ambulanten Leistungserbringern verabschiedet. Ebenso wurden die entsprechenden Verordnungen angepasst:

Kanton befindet über Zulassung

Diese Änderung beinhaltet demnach ein formelles Zulassungsverfahren. Ab dem 01.01.2022 befinden die Kantone über die Zulassungsgesuche der Leistungserbringer. Erst nachdem der zuständige Kanton überprüft hat, ob die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind, erteilt er dem jeweiligen Leistungserbringer die Zulassung zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP).

Zusätzlich zum Gesuch für die Berufsausübungs- oder Betriebsbewilligung werden Sie ein Gesuch um Zulassung zur Leistungserbringung zulasten der OKP beim Kanton stellen müssen.

Gesuchsstellung max. 3 Monate vor Tätigkeitsaufnahme

Bitte reichen Sie die Gesuche nicht früher als drei Monate vor der geplanten Tätigkeitsaufnahme ein.

Gesuchsformulare 

Das Gesuchsformular für die Zulassungsprüfung ist in der jeweiligen Rubrik des betreffenden Gesundheitsberufes zu finden. Es führt schrittweise durch die erforderlichen Zulassungsvoraussetzungen. Wenn das vollständige Gesuch eingereicht ist, dauert die Gesuchsbearbeitung in der Regel höchstens acht Wochen.

Für grundsätzliche Fragen Ihre Berufsgruppe betreffend steht Ihnen auch der Berufsverband zur Verfügung. Allfällige Fragen zur Zulassung richten Sie bitte an gesundheitsberufe@gd.zh.ch.

Qualitätsanforderungen OKP-Zulassung in Kürze

Verfügen Sie über ein geeignetes Qualitätsmanagementsystem?

  • Mit einem QMS soll ein systematisches Qualitätsmanagement sichergestellt werden.
  • Im Fokus stehen dabei die Ermittlung sowie die Erfüllung der Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten.
  • Ein QMS beinhaltet die systematische, gezielte und geplante Herangehensweise an die Umsetzung der Ziele des Leistungserbringers und die Strukturierung, Steuerung sowie stetige Optimierung der Abläufe durch die  Erfassung und Beschreibung der Aufbau- und Ablauforganisation.
  • Mit «geeignet» ist gemeint, dass das QMS insbesondere der Leistungserbringung und der Komplexität der Leistungserbringung angepasst sein soll.
     

Dieses muss in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegen (Handbuch, Konzepte etc.) und als Weisung(en) für alle Mitarbeitenden ersichtlich vorliegen, sowie regelmässig überprüft und ggf. angepasst werden.
Es ist hierbei irrelevant, ob Sie Ihre Tätigkeit alleine oder im Rahmen einer Einrichtung / Organisation ausüben.
Beschreiben Sie die Strukturen und Inhalte Ihres QMS und zeigen Sie uns auf, mit welcher Form Sie tätig sind.

Verfügen Sie über ein geeignetes internes Berichts- und Lernsystem?

  • Mit einem Berichts- und Lernsystem (z.B. analog einem Critical Incident Reporting Netzwerke «CIRS» in Spitälern) werden unerwünschte Ereignisse festgehalten, analysiert, entsprechende Verbesserungsmassnahmen durchgeführt und ausgewertet. Dies mit dem ausdrücklichen Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen Todesfälle und Gefährdungssituationen in Zukunft verhütet werden können und eine Erhöhung der        Patientensicherheit erreicht werden kann.
  • Dieselben Ziele verfolgt auch ein übergeordnetes, gesamtschweizerisch einheitliches Reporting-Netzwerk. Im Rahmen der Qualitätsverträge können die Anforderungen an solche Meldesysteme konkretisiert werden.

Ein internes Berichts- und Lernsystem kann papiergestützt oder elektronisch aufgebaut sein.
Es ist hierbei irrelevant, ob Sie Ihre Tätigkeit alleine oder im Rahmen einer Einrichtung / Organisation ausüben.
Zeigen Sie uns auf, mit welcher Form Sie tätig sind.

Sind Sie einem gesamtschweizerisch einheitlichen Netzwerk zur Meldung von unerwünschten Ereignissen angeschlossen?

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Berufsverband nach dem aktuellen Stand und teilen Sie uns diesen mit.

Verfügen Sie über die Ausstattung, um an nationalen Qualitätsmessungen teilzunehmen?

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Berufsverband nach dem aktuellen Stand und teilen Sie uns diesen mit.

Berufliche Schweigepflicht

Sämtliche Gesundheitsfachpersonen unterstehen dem Berufsgeheimnis: Sie sind verpflichtet, über alles, was ihnen infolge ihres Berufes anvertraut worden ist oder sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben, Stillschweigen zu bewahren (Art. 321 Strafgesetzbuch). Tun sie das nicht, können sie sich strafbar machen. Nicht strafbar ist, wer über eine Einwilligung der berechtigten Person verfügt oder wenn das Geheimnis aufgrund einer schriftlichen Bewilligung der Aufsichtsbehörde offenbart wird.

Der beruflichen Schweigepflicht unterstellt sind auch Hilfspersonen von Medizinalpersonen, beispielsweise Sekretärinnen oder medizinische Praxisassistenten.

Das Berufsgeheimnis gilt zeitlich unbegrenzt.

Entbindung der Schweigepflicht

Die Weitergabe von Patienteninformationen an Dritte ist jedoch im Einzelfall erlaubt:

Vorteile:

  • Die Patientin oder der Patient stimmt der Weitergabe ihrer oder seiner Daten ausdrücklich zu und ist diesbezüglich urteilsfähig. Die Einwilligung ist an keine Formvorschrift gebunden, aus Beweisgründen wird eine schriftliche Zustimmung oder zumindest eine klare Dokumentation der Einwilligung empfohlen.
  • Es besteht eine gesetzliche Meldepflicht oder ein gesetzliches Melderecht, welche die berufliche Schweigepflicht aufheben.
  • Liegt keine Einwilligung vor bzw. kann diese nicht erhältlich gemacht werden und besteht keine gesetzliche Auskunftspflicht oder Melderecht, ist eine Weitergabe von Patientendaten nur zulässig, wenn die Aufsichtsbehörde eine Ermächtigung zur Auskunftserteilung erteilt hat. Die Entbindung von der Schweigepflicht wird nur auf Gesuch hin und bei überwiegendem Interesse an der Weitergabe der Patientendaten erteilt. Das Gesuch ist zu begründen und kann nur durch die schweigepflichtige Medizinalperson persönlich gestellt werden.

Bitte beachten Sie: 

Da das Entbindungsgesuch vertrauliche und geheime Informationen enthält, ist es auf dem Postweg oder bei elektronischer Übermittlung über eine HIN-gesicherte Emailadresse einzureichen.

Das Verfahren zur Beurteilung eines Gesuchs um Befreiung von der Schweigepflicht dauert in der Regel zwei Wochen.

Amt für Gesundheit

Gesundheitsdirektion Kanton Zürich
rechtsabteilung@gd.zh.ch
+41 43 259 51 00

Kommissionen

Haben Sie Fragen, die Ihren Beruf oder Ihre Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege betreffen? Wünschen Sie Beratung oder Informationen rund um medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufe? Dann wenden Sie sich an unsere Fachkommissionen.

Pflegedienstkommission

Die Pflegedienstkommission (PK) ist eine Koordinations- und Informationsstelle für Fragen der Berufsausübung und -ausbildung in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege.

Sie ist ein Konsultativorgan der Gesundheitsdirektion und ihr gegenüber antragsberechtigt. Die Mitglieder arbeiten als Pflegedirektorinnen und -direktoren in Zürcher Spitälern, psychiatrischen Kliniken und im Langzeitbereich. Sie werden zugezogen zur Mitarbeit in Projekten, Kommissionen und Arbeitsgruppen der Gesundheitsdirektion, die für die Pflege und weitere Gesundheitsberufe relevant sind.
Ferner wird die PK für Stellungnahmen bei Vernehmlassungen und Fachfragen hinzugezogen und erarbeitet gegebenenfalls Lösungsvorschläge zuhanden der Gesundheitsdirektion.

Die PK ist Ansprechpartnerin für übergeordnete Fragen der stationären Versorgung. Sie beantragt Projekte im Bereich der Berufe für Gesundheits- und Krankenpflege und fördert den Informationsfluss zwischen der Gesundheitsdirektion und den Pflege- und Gesundheitsberufen der Betriebe.

Die Kommission trifft sich regelmässig zu Arbeitssitzungen. Die Mitglieder werden von der Gesundheitsdirektion auf eine Amtsdauer von vier Jahren ernannt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Kommission konstituiert sich selbst.

Mitglieder der Pflegedienstkommission

Die Pflegedienstkommission nimmt jederzeit Anregungen, Fragen, Problemstellungen usw. der Pflegedienstleitungen der Spitäler, psychiatrischen Kliniken, Heime und Spitex-Institutionen zuhanden der Sitzungen entgegen.

Marlies Petrig, Präsidentin, KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit
marlies.petrig@k-z-u.ch

Yvonne Padrutt, Vertreterin Gesundheitsdirektion
yvonne.padrutt@gd.zh.ch

Geschäftsstelle Pflegedienstkommission

Marlies Petrig

marlies.petrig@k-z-u.ch

Die Betriebskommission MTTB

Die Betriebskommission für medizinisch-technische und medizinisch-therapeutische Berufe (BK-MTTB) ist ein Konsultativorgan der Gesundheitsdirektion und ihr gegenüber antragsberechtigt. Die Mitglieder arbeiten in medizinisch-technischen oder medizinisch-therapeutischen Abteilungen der Zürcher Spitäler. Sie werden zugezogen zur Mitarbeit in Projekten, Kommissionen und Arbeitsgruppen der Gesundheitsdirektion, die für die die MTT-Berufe relevant sind.

Ferner wird die BK-MTTB für Fachfragen hinzugezogen und erarbeitet gegebenenfalls Lösungsvorschläge zuhanden der Gesundheitsdirektion. Sie beantragt MTTB-spezifische Projekte und fördert den Informationsfluss zwischen der Gesundheitsdirektion und den MTT-Berufe der Betriebe. Sie trifft sich regelmässig zu Arbeitssitzungen.

Die Mitglieder der BK-MTTB werden von der Gesundheitsdirektion auf eine Amtsdauer von vier Jahren ernannt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Kommission konstituiert sich selbst.


Mitglieder der BK-MTTB

Schaller Yvonne, Physiotherapeutin, Universitätsspital Zürich,
yvonne.schaller@usz.ch

Leonora Graber, Logopädin, Universitätsspital Zürich,
leonora.graber@usz.ch

Gulik Landolt Renata, Orthoptistin, Augenklinik, Universitätsspital Zürich,
renata.gulik@usz.ch

Nicca Susanne, Ernährungsberaterin, Universitätsspital Zürich,
susanne.nicca@usz.ch

Roesle Claudia, Ergotherapeutin, Universitätsspital Zürich,
claudia.roesle@usz.ch

Schliszka Sibyll, Labor Spital Bülach,
sibyll.schliszka@spitalbuelach.ch

Padrutt Yvonne, Vertreterin Gesundheitsdirektion,
yvonne.padrutt@gd.zh.ch

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Gesundheitsdirektion

Mehr erfahren

Adresse

Stampfenbachstrasse 30
Postfach
8090 Zürich
Route (Google)

Für dieses Thema zuständig: