Unterrichtsentwicklung

Im Volksschulamt werden in Projekten, Programmen und einem Schulversuch Massnahmen und Materialien erarbeitet, um die Unterrichtsentwicklung in einzelnen Schulen zu unterstützen.

Inhaltsverzeichnis

Kompetenzorientiert unterrichten  

Dem Zürcher Lehrplan 21 liegt das Verständnis zugrunde, dass kompetenzorientiertes Lehren und Lernen die Aspekte Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen verbindet. Weitere Ausführungen zur Kompetenzorientierung sind im Lehrplan im Kapitel Grundlagen zu finden.

Die Broschüre «Kompetenzorientiert unterrichten» leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen Verständnis zum kompetenzorientierten Unterricht unter den Beteiligten des Bildungswesens. Zürcher Volksschulen und Lehrpersonen können sie kostenlos beim Lehrmittelverlag Zürich beziehen (Artikel-Nr. 648615.04). Privatschulen und ausserkantonale Interessierte erhalten die Broschüre zum Selbstkostenpreis auf Anfrage (siehe Kontakt).

Auf der Website der PH Zürich finden Sie Informationen zum kompetenzorientierten Unterrichten in den einzelnen Fachbereichen, Clips zur Kompetenzorientierung und Unterrichtsfilme.

Kompetenzorientiert unterrichten

Kompetenzorientiert unterrichten
Kompetenzorientiert unterrichten
Referat «Ohne Wissen kein Können - kompetenzorientiert unterrichten» Dieter Rüttimann, 2015 Dieter Rüttimann präsentiert in seinem Referat Grundlagen des kompetenzorientierten Unterrichtens sowie praktische Aufgabenbeispiele.

Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus

Das Lernen im 1. Zyklus verschiebt sich von der Entwicklungsperspektive hin zum Lernen in den Fachbereichen. Die Drehscheibe «Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus» ermöglicht einen schnellen Überblick über die neun entwicklungsorientierten Zugänge des Zürcher Lehrplans 21 und deren Bezüge zu den einzelnen Fachbereichen.

QUIMS

Schulentwicklung und Unterstützung

Im Programm QUIMS (Qualität in multikulturellen Schulen) verstärken Schulen mit ausgeprägt multikultureller Zusammensetzung die Förderung der Sprache, des Schulerfolgs und der sozialen Integration. Ziel ist eine gute Schule für alle Schüler und Schülerinnen – für die leistungsschwächeren wie die leistungsstärkeren, die einheimischen wie die zugezogenen. Im Zentrum steht eine Schulentwicklung, die die Chancengerechtigkeit und die Lernwirksamkeit des Unterrichts optimiert. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf langfristigen schulinternen Weiterbildungen.

QUIMS basiert auf einem gesetzlichen Auftrag (VSG §§ 25 und 62). Beteiligt sind gegenwärtig über 130 Schulen mit hohen Anteilen von Kindern nichtdeutscher Erstsprache und ausländischer Nationalität (sogenannter Mischindex). Die Schulen werden fachlich und finanziell unterstützt.

Die wichtigsten Elemente von QUIMS

• lokale Schulentwicklung mit Fokus auf den Unterricht
• Verankerung von QUIMS-Massnahmen im Schulprogramm
• kantonale finanzielle Beiträge für alle beteiligten Schulen
• fachliche Beratung und Weiterbildung der Schulkollegien

ALLE

«Aktive Lernzeit und Lernerfolg für ALLE» war als Pilotprojekt konzipiert, um während drei Jahren Erfahrungen mit einem umfangreichen Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekt zu sammeln. Es verfolgte das Ziel, dass mehr Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen in Mathematik und Deutsch erreichen. Das Projekt wurde durch die Pädagogische Hochschule St. Gallen im Auftrag der Bildungsdirektion begleitend evaluiert. Das Projekt legte den Fokus auf die Unterrichtsqualität und einen lernwirksamen Unterricht für ALLE. Kollegiales Unterrichtsfeedback und Feedback der Schülerinnen und Schüler wurden systematisch als Potenzial für die Sicherung der Unterrichtsqualität und Weiterentwicklung des Unterrichts genutzt. Dazu diente das bewährte Feedbackinstrument EMU (Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und –entwicklung).
Ein besonderer Schwerpunkt lagt auf dem begleitenden Weiterbildungsangebot für Schulleitungen und Lehrpersonen der Pilotschulen mit dem Ziel, das Potenzial der Förder- und Unterstützungsmassnahmen möglichst produktiv und lernwirksam zu nutzen.

Schülerinnen und Schüler mit Schwächen in Mathematik oder Deutsch besser fördern war das Ziel des Pilotprojekts «Aktive Lernzeit und Lernerfolg für ALLE». Während drei Jahren wurde es an neun Sekundarschulen im Kanton Zürich erprobt.

Evaluationsergebnisse

Die Projektlaufzeit von 2016 bis 2019 erlaubte es, sowohl positive Effekte zu erkennen als auch Grenzen des Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekts zu eruieren. Nun liegt der Schlussbericht der Evaluation vor. Die eingesetzten Massnahmen konnten nicht in jeder Hinsicht die formulierten Ziele erfüllen. Jedoch wurden auch einige erfolgsversprechende Ergebnisse festgehalten.
Als anspruchsvoll erwies sich das vielschichtige Massnahmenpaket, das aus Weiterbildungen, Beratungen, Feedbackmethoden und Assistenzen im Klassenzimmer bestand. Zudem mussten die Massnahmen in relativ kurzer Zeit geplant, eingeführt und evaluiert werden.

Vereinfachung und Weiterentwicklung

Auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt ALLE beabsichtigt das Volks-schulamt, weiteren Schulen Angebote zur Weiterentwicklung ihrer Unterrichtsqualität zur Verfügung zu stellen. Das ursprüngliche Massnahmenpaket soll auf zwei bis drei zentrale Elemente beschränkt und mit den Erkenntnissen aus der Evaluation weiterentwickelt wer-den: Im Rahmen von «Mathematik und Deutsch sicher können!» werden ab Schuljahr 2022/23 allen interessierten Schulen Weiterbildungsangebote zugänglich gemacht.
Der Evaluationsbericht zum Pilotprojekt ALLE und weitere Informationen zum Projekt sind online zu finden unter:

Aktive Lernzeit und Lernerfolg für ALLE aktive_lernzeit_lernerfolg_alle

FSL

Der Schulversuch «Fokus Starke Lernbeziehungen» (FSL) verfolgt das Ziel, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren und damit die Lehr- und Lernbeziehungen zu stärken. Der integrative Unterricht soll weiterentwickelt und die Schulorganisation vereinfacht werden.
Dazu werden Mittel aus Unterstützungs- und Fördermassnahmen zugunsten vermehrten Teamteachings von zwei Regelklassenlehrpersonen umgelagert. Die Lehrpersonen unterrichten möglichst alle Fächer und verfolgen dabei auch die Ziele von Deutsch als Zweitsprache (DaZ), der Integrativen Förderung (IF) und der Begabtenförderung. Die Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sowie die DaZ-Lehrpersonen beraten und unterstützen sie dabei.

Informationsbroschüre zum Schulversuch

Informationsbroschüre zum Schulversuch
Informationsbroschüre zum Schulversuch

Fachkonzept Integrierte Sprachförderung auf der Kindergarten- und Primarstufe

Das Fachkonzept bietet Regelklassenlehrpersonen Grundlagen und Informationen zu einer umfassenden und integrierten Sprachförderung, welche Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache, mit besonderem Sprachförderbedarf oder besonderer Sprachbegabung mitberücksichtigt. Es ermöglicht den Schulhausteams, eine integrierte Sprachförderung stufen- und fachübergreifend zu planen und zu reflektieren.

Fachbroschüre Lernorientierte Zusammenarbeit - Beispiele aus dem 1. und 2. Zyklus mit dem Fokus Sprachförderung

Fachbroschüre Lernorientierte Zusammenarbeit - Beispiele aus dem 1. und 2. Zyklus mit dem Fokus Sprachförderung
Fachbroschüre Lernorientierte Zusammenarbeit - Beispiele aus dem 1. und 2. Zyklus mit dem Fokus Sprachförderung

Die Fachbroschüre zeigt anhand von Praxisbeispielen aus der Unterrichtsplanung, -durchführung und -reflexion, wie die Zusammenarbeit im Teamteaching und mit beratenden Fachpersonen für integrierte Förderung und für Deutsch als Zweitsprache lernorientiert gestaltet werden kann. Zusammenarbeit im Teamteaching bietet besondere Möglichkeiten zur gegenseitigen Entlastung, Professionalisierung und zur Erhöhung der Unterrichtsqualität. Die Fachbroschüre beleuchtet die Potentiale des Teamteaching und den Gewinn von Zusammenarbeit für eine wirksame Sprachförderung. Eine Checkliste zur Zusammenarbeit im Team sowie Grundlagen und Elemente eines sprachbewussten Unterrichts ergänzen den Einblick in die Praxis.

Expertise zur Beratungsfunktion

Expertise zur Beratungsfunktion
Expertise zur Beratungsfunktion

«Wie können Regellehrpersonen ihre Handlungskompetenz im Unterricht mittels Beratung durch schulinterne Fachpersonen erweitern?»

Im Schulversuch FSL erhalten die Aufgaben der Lehrpersonen der Integrativen Förderung und für Deutsch als Zweitsprache (IF und DaZ) eine neue Ausrichtung. Die direkte Zusammenarbeit mit Lernenden tritt zu Gunsten von Beratungsleistungen für die Regelklassenlehrpersonen in den Hintergrund. Diese sollen durch die Beratung der IF-/DaZ-Lehrperson dazu befähigt werden, Lernende im integrationspädagogischen Sinn im Unterricht zu unterstützen und zu fördern. Dies erfordert ein erweitertes Berufsverständnis.

Die vorliegende Expertise wurde im Auftrag der Bildungsdirektion Kanton Zürich, Volksschulamt, von zwei Fachpersonen der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (E. Albertin und C. Hendrich) erstellt. Sie geht der Frage nach, wie Regelklassenlehrpersonen ihre professionellen Handlungskompetenzen im Unterricht mittels Beratung durch schulinterne Fachpersonen weiterentwickeln können, und bietet damit eine Diskussionsgrundlage für die Entwicklung dieses erweiterten Berufsverständnisses.

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Volksschulamt – Abteilung Pädagogisches

Adresse

Walchestrasse 21
8090 Zürich
Route (Google Maps)

Telefon

+41 43 259 22 62

Sekretariat

Für dieses Thema zuständig: