Im Volksschulamt werden in Projekten, Programmen und einem Schulversuch Massnahmen und Materialien erarbeitet, um die Unterrichtsentwicklung in einzelnen Schulen zu unterstützen.
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Kompetenzorientiert unterrichten
Dem Zürcher Lehrplan 21 liegt das Verständnis zugrunde, dass kompetenzorientiertes Lehren und Lernen die Aspekte Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen verbindet. Weitere Ausführungen zur Kompetenzorientierung sind im Lehrplan im Kapitel Grundlagen zu finden.
Die Broschüre «Kompetenzorientiert unterrichten» leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen Verständnis zum kompetenzorientierten Unterricht unter den Beteiligten des Bildungswesens. Zürcher Volksschulen und Lehrpersonen können sie kostenlos beim Lehrmittelverlag Zürich beziehen (Artikel-Nr. 648615.04). Die Broschüre kann auch als PDF über die Mailadresse unterrichtsfragen@vsa.zh.ch bestellt werden.
Auf der Website der PH Zürich finden Sie Informationen zum kompetenzorientierten Unterrichten in den einzelnen Fachbereichen, Clips zur Kompetenzorientierung und Unterrichtsfilme.
Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus
Das Lernen im 1. Zyklus verschiebt sich von der Entwicklungsperspektive hin zum Lernen in den Fachbereichen. Die Drehscheibe «Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus» ermöglicht einen schnellen Überblick über die neun entwicklungsorientierten Zugänge des Zürcher Lehrplans 21 und deren Bezüge zu den einzelnen Fachbereichen.
Sprachförderung
Sprachförderung ist ein integraler Bestandteil des täglichen Unterrichts – im Fach Deutsch ebenso wie in allen anderen Fächern. Der Regelunterricht bildet die Grundlage, auf der gezielte Massnahmen zur Förderung der Schulsprache aufbauen können. Damit gehört die Sprachförderung zum Grundauftrag der Schule und der Lehrpersonen, wie er von der EDK in der Sprachenstrategie von 2004 festgehalten wurde:
«Die lokale Landessprache (Standardsprache) wird von Schulbeginn an (ab Kindergarten) konsequent gefördert. Die Förderung der Lokalsprache stellt ein wesentliches Ziel der ersten Schuljahre dar und bleibt während der gesamten Dauer der Ausbildung vorrangig. »
(EDK Sprachenstrategie 2004)
Die Bildungsdirektion hat in den vergangenen Jahren verschiedene Strategien, Empfehlungen und Produkte zur Sprachförderung entwickelt. Zudem beteiligen sich zahlreiche Schulen im Kanton Zürich an Projekten, die unter anderem spezifische Ziele im Bereich der Sprachförderung verfolgen.
QUIMS
Schulentwicklung und Unterstützung
Im Programm QUIMS (Qualität in multikulturellen Schulen) verstärken Schulen mit ausgeprägt multikultureller Zusammensetzung die Förderung der Sprache, des Schulerfolgs und der sozialen Integration. Ziel ist eine gute Schule für alle Schüler und Schülerinnen – für die leistungsschwächeren wie die leistungsstärkeren, die einheimischen wie die zugezogenen. Im Zentrum steht eine Schulentwicklung, die die Chancengerechtigkeit und die Lernwirksamkeit des Unterrichts optimiert. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf langfristigen schulinternen Weiterbildungen.
QUIMS basiert auf einem gesetzlichen Auftrag (VSG §§ 25 und 62). Aktuell nehmen rund 160 Schulen am Programm teil. Diese Schulen haben einen hohen Anteil fremdsprachiger und ausländischer Schülerinnen und Schüler (Mischindex) und befinden sich in Gemeinden mit überdurchschnittlich vielen Einwohnerinnen und Einwohnern mit niedrigem sozioökonomischem Status (partieller Sozialindex). QUIMS-Schulen erhalten fachliche und finanzielle Unterstützung.
Die wichtigsten Elemente von QUIMS
• lokale Schulentwicklung mit Fokus auf den Unterricht
• Verankerung von QUIMS-Massnahmen im Schulprogramm
• kantonale finanzielle Beiträge für alle beteiligten Schulen
• fachliche Beratung und Weiterbildung der Schulkollegien
FSL
(Projektdauer 2013-2022)
Der Schulversuch «Fokus Starke Lernbeziehungen» (FSL) verfolgte das Ziel, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren und damit die Lehr- und Lernbeziehungen zu stärken sowie den integrativen Unterricht weiterzuentwickeln und die Schulorganisation zu vereinfachen. Dazu wurden Mittel aus Unterstützungs- und Fördermassnahmen zugunsten vermehrten Teamteachings auf zwei Regelklassenlehrpersonen umgelagert. Die Lehrpersonen unterrichteten möglichst alle Fächer und verfolgten dabei auch die Ziele von Deutsch als Zweitsprache (DaZ), der Integrativen Förderung (IF) und der Begabtenförderung. Die Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sowie die DaZ-Lehrpersonen haben sie dabei unterstützt und beraten.
Im Schulversuch FSL erhielten die Aufgaben der Lehrpersonen der Integrativen Förderung und für Deutsch als Zweitsprache (IF und DaZ) eine neue Ausrichtung. Die direkte Zusammenarbeit mit Lernenden trat zu Gunsten von Beratungsleistungen für die Regelklassenlehrpersonen in den Hintergrund. Diese sollten durch die Beratung der IF-/DaZ-Lehrperson dazu befähigt werden, Lernende im integrationspädagogischen Sinn im Unterricht zu unterstützen und zu fördern. Dies erforderte ein erweitertes Berufsverständnis.
Als Ergebnis aus dem Projekt FSL können folgende Dokumente via Mail unterrichtsfragen@vsa.zh.ch bestellt werden:
- Flyer «Fokus starke Lernbeziehungen - Lernbeziehungen stärken, Schulorganisation vereinfachen»
- «Fachkonzept Integrierte Sprachförderung auf der Kindergarten- und Primarstufe»
- Broschüre «Lernorientierte Zusammenarbeit»
- Information zur Weiterbildung Lernorientierte Zusammenarbeit Zyklus 1 und 2 mit Fokus Sprachförderung
- Expertise Beratungsfunktion «Wie können Regellehrpersonen ihre Handlungskompetenz im Unterricht mittels Beratung durch schulinterne Fachpersonen erweitern?»
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Volksschulamt – Abteilung Pädagogisches