Diese Seite ist verfügbar in:
Die Sandbox ist eine Testumgebung für die Umsetzung von KI-Vorhaben. Die Sandbox soll verantwortungsvolle Innovation fördern, indem die Verwaltung und teilnehmende Organisationen eng an regulatorischen Fragestellungen arbeiten und die Nutzung von neuartigen Datenquellen ermöglichen.
Neuer Sandbox-Bericht veröffentlicht
Eine Testumgebung für KI-Innovation
Aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts sind die Rahmenbedingungen von KI-Technologien für Unternehmen, Forschung und Verwaltung oftmals unklar. Deshalb entstehen bei der Umsetzung von KI-Vorhaben Unsicherheiten, die Innovation hemmen. Die Innovation-Sandbox bietet eine Testumgebung, in der Akteure innerhalb eines klar definierten Rahmens KI-Vorhaben umsetzen können.
Startups, KMU, Grossunternehmen und Forschungsinstitute erhalten durch die Sandbox Zugang zu regulatorischem Know-how sowie neuartigen Datenquellen, um Innovation gezielt zu fördern und datenbasierte Entwicklungen zu ermöglichen. Durch die gemeinsame Arbeit in der Sandbox wird zudem der Knowhow-Transfer zwischen den teilnehmenden Organisationen sichergestellt. Alle gewonnenen Erkenntnisse und Resultate werden öffentlich geteilt und liefern wertvolle Inputs für die Ausgestaltung eines künftigen Rechtsrahmens.
Im Gegensatz zu vielen ausländischen Ansätzen geht die Innovation-Sandbox für KI einen Schritt weiter: Eingereichte Projekte werden nicht nur überprüft, sondern auch praktisch umgesetzt.
Das Ziel ist es verantwortungsvolle Innovation unter Berücksichtigung von rechtlichen und ethischen Kriterien voranzutreiben und die Anwendung von KI in der Verwaltung, Wirtschaft und Forschung nachhaltig zu stärken.
Ziele
Vorteile:
- Regulatorische Klarheit schaffen
Vorteile:
- Innovation fördern und Daten bereitstellen
Vorteile:
- Knowhow-Transfer sicherstellen
Vorteile:
- Inputs für künftigen Rechtsrahmen liefern
Phase I: 2022-2024
Die erste Phase der Innovation-Sandbox für KI wurde im März 2024 erfolgreich abgeschlossen. Die gewonnen Erkenntnisse aus fünf KI-Projekten sind veröffentlicht.
Phase II: Aktuelle Projekte
Im zweiten Projekt-Call 2024 reichten 24 Organisationen ihre KI-Projekte ein. Das Sandbox-Steering wählte die Vorhaben anhand der untenstehenden Kriterien aus. Das Projektteam setzte bis Ende 2025 fünf Projekte erfolgreich um und veröffentlicht die Ergebnisse fortlaufend. Zwischen April und Mai 2026 findet der nächste Projekt-Call statt. Mehr Informationen dazu folgen.
Digitale Augenklinik
Die Diagnose von Augenerkrankungen ist aufwendig und erfordert viel Fachwissen. Dieses Projekt entwickelt einen KI-gestützten Ansatz zur Erkennung von diabetischer Retinopathie und untersucht, wie sich KI zuverlässig in den klinischen Alltag integrieren lässt. Neben medizinischen Verbesserungen liefert das Projekt auch praxisnahe Empfehlungen, die für andere Fachbereiche wie Radiologie oder Dermatologie übertragbar sind.
Das Stadtspital Triemli macht mit Oculomics und KI die Zukunft der Diagnostik möglich
Autonome Inspektionsroboter
Für viele Schweizer Robotikfirmen ist der Zugang zum EU-Markt entscheidend – gleichzeitig wächst die regulatorische Komplexität. Dieses Projekt analysiert zentrale Regelwerke wie den AI Act, die Maschinenverordnung, den Cyber Resilience Act und den Data Act und zeigt, wie Unternehmen die verschiedenen Anforderungen sinnvoll navigieren können. Darüber hinaus wird eine AI-Governance-Software getestet, die Firmen dabei unterstützt, die technischen, rechtlichen und organisatorischen Vorgaben – etwa nach ISO 42001 – effizient umzusetzen.
EU-Regulierung von Industrierobotern für kritische Infrastrukturen
KI in der medizinischen Dokumentation
Im Gesundheitswesen sorgt die Dokumentationspflicht für viel administrativen Aufwand. Dieses Projekt zeigt, wie Spracherkennung und grosse Sprachmodelle (LLMs) diesen Aufwand reduzieren können. Gleichzeitig untersucht es die rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa zu Datenschutz, Berufsgeheimnis oder Cloud-Nutzung – und klärt, wann solche Systeme als Medizinprodukte gelten. Ziel ist es, konkrete Best Practices für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der medizinischen Dokumentation zu entwickeln.
KI in der medizinischen Dokumentation – zwischen Potenzial und Regulierung
Sensorbasierte Brückenwartung
Viele Brücken sind Jahrzehnte alt und werden noch immer überwiegend visuell inspiziert. Dieses Projekt testet KI-gestützte Sensoren, die das Schwingungsverhalten von Brücken kontinuierlich messen. So lassen sich Ermüdung der öffentlichen Infrastruktur frühzeitig erkennen und fundierte Aussagen zur Tragfähigkeit treffen. Der datenbasierte Ansatz soll helfen, die Lebensdauer von Brücken gezielt zu verlängern und Wartung effizienter zu gestalten.
Schweizerische Südostbahn AG & Irmos testen Brückenüberwachung mit KI
KI bei Baubewilligungen
Baubewilligungsverfahren sind komplex. Dieses Projekt analysierte die Fähigkeiten von KI-Modellen bei der Überprüfung von Baueingaben und entwickelte einen Prototyp für einen KI-basierten Vorabcheck von Solaranalgen, Wärmepumpen und Ladestationen. Die Ergebnisse bieten Gemeinden und Anbietern wichtige Impulse für die digitale Transformation im Baubereich.
Sandbox-Initianten
Eine breit abgestützte Gruppe von Institutionen und Personen aus Verwaltung, Forschung und Privatwirtschaft hat sich zusammengeschlossen, um die Sandbox-Initiative ins Leben zu rufen. Ziel ist es, den Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz zu stärken. Die Initiative wird bis Mitte 2026 massgeblich vom Metropolitanraum Zürich finanziell unterstützt. Gestützt auf den Regierungsratsbeschluss zur «Stärkung des KI-Standorts» führt das Amt für Wirtschaft die Innovation-Sandbox für KI in den Jahren 2026–2029 weiter.
Folgende Institutionen sind vertreten:
- Standortförderung im Amt für Wirtschaft, Kanton Zürich
- Amt für Wirtschaft, Kanton Schwyz
- Statistisches Amt, Kanton Zürich
- Digitale Verwaltung und E-Government, Staatskanzlei Kanton Zürich
- Metropolitanraum Zürich
- ETH AI Center
- UZH Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL)
- UZH Digital Society Initiative (DSI)
- swissICT
- ZHAW entrepreneurship
- Hochschule Luzern
Publikationen
In den Medien
- Konkret mit Raphael von Thiessen, TeleZ, 1. Dezember 2025
- Digital Economy Award für KI-Sandbox, zürioberland24.ch, 14. November 2025
- Wird KI zuerst unser Parkplatzproblem lösen und uns dann alle unterjochen?, NZZ, 3. September 2025
- KI soll Baugesuche prüfen, doch ganz so einfach ist das nicht, Tagesanzeiger, 17. August 2025
- Carmen Walker Späh (FDP) über KI im Kanton Zürich, nau.ch, 26. Mai 2024
- Zürich testet AI, die Hausaufgaben kontrolliert – Lehrerin begeistert, Tagesanzeiger, 16. Mai 2024
- Zürich will Nummer eins für KI werden, Tele Züri, 16. Mai 2024
- Kanton Zürich veröffentlicht KI-Leitfaden, Inside IT, 27. Oktober 2023
- Leitfaden gibt Hilfestellung bei Regulierung autonomer Systeme, punkt4info, 18. Juli 2023
- Die Schweizer KI-Forschung ist Weltklasse. Warum aber hinkt die Wirtschaft hinterher?, NZZ am Sonntag, 29. April 2023
- KI erkennt Risse in Start- und Landebahnen von Flughäfen auf Drohnenfotos, Big Data Insider, 21. April 2023
- Wie Foundation-Modelle die Effizienz von KI-Technik steigern sollen, Drones Magazin, 13. April 2023
Bitte geben Sie uns Feedback
Ist diese Seite verständlich?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Kontakt
Amt für Wirtschaft – Standortförderung
Montag bis Freitag
8.00 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr