Hunde

Hundehaltende tragen eine grosse Verantwortung und müssen den Anforderungen ihrer Tiere gerecht werden. Informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Tiers über die daraus entstehenden Pflichten.

Inhaltsverzeichnis

FAQ Coronavirus und Hunde

Was, wenn wegen dem Lockdown...

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Konnte die Welpenförderung aufgrund des Lockdowns nicht oder nicht vollständig absolviert werden, und liegt entweder eine Anmeldebestätigung oder eine Bestätigung über bereits absolvierte Lektionen vor, so muss lediglich der Junghundekurs im Anschluss gemacht werden.

Konnte der Junghundekurs aufgrund des Lockdowns nicht oder nicht vollständig absolviert werden, und liegt entweder eine Anmeldebestätigung oder eine Bestätigung über bereits absolvierte Lektionen vor, so muss ein Erziehungskurs à mind. 10 Lektionen innerhalb von 12 Monaten nach Aufhebung des Lockdowns gemacht werden.

Konnte der Erziehungskurs nicht fristgerecht absolviert werden, so müssen die fehlenden Lektionen nachgeholt werden. Betreffend Fristverlängerung muss die Hundehalterin / der Hundehalter mit seiner Wohngemeinde Kontakt aufnehmen. Ebenfalls soll die Hundeausbilderin / der Hundeausbilder in einem solchen Fall der Hundehalterin / dem Hundehalter eine Anmeldebestätigung bzw. Bestätigung über bereits absolvierte Lektionen aushändigen.

Den Gemeinden wird empfohlen, die Fristen für die obligatorische Hundeausbildung um die Zeit des Lockdowns wegen Coronavirus zu verlängern.

Haltung und Pflichten

Für die Hundehaltung im Kanton Zürich gelten folgende Voraussetzungen:

Verbotene Hunderassen

Nicht alle Hunde können im Kanton Zürich gehalten werden. Bitte beachten Sie die Liste der im Kanton Zürich verbotenen Rassen.

Hundekurse

Mit bestimmten Hunden müssen Sie Hundekurse besuchen. Klären Sie ab, ob Sie mit Ihrem Hund ausbildungspflichtig sind und welche Kurse Sie besuchen müssen. Suchen Sie sich in jedem Fall eine Hundeschule aus, in der Sie sich wohl fühlen. Fragen Sie im Bedarfsfall nach, ob die Hundeausbilderin bzw. der Hundeausbilder die obligatorischen Kurse geben darf.

Mikrochip

Klären Sie vor der Übernahme eines Hundes ab, ob dieser einen funktionierenden Mikrochip hat und ob der Hund bei der zentralen Hundedatenbank AMICUS registriert ist.

Melden & registrieren

Vorteile:

  • Sie müssen Ihren Hund innert zehn Tagen nach Übernahme bei Ihrer Wohngemeinde melden.
  • Sie müssen Ihren Hund innert zehn Tagen nach Übernahme bei AMICUS auf Sie registriert haben.
  • Melden Sie den Tod Ihres Hundes bei Ihrer Wohngemeinde und AMICUS.
  • Melden Sie dem Veterinäramt, wenn Ihr Hund eine verkürzte Rute hat.

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Eine angeborene verkürzte Rute bei Hunden muss in der Hundedatenbank AMICUS eingetragen werden. Reichen Sie hierfür das Meldeformular und die notwendigen Belege beim kantonalen Veterinäramt ein.

Haftpflicht

Sie benötigen eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckung von mindestens einer Million Franken. Dies gilt für alle Hunde, unabhängig von Grösse und Rasse.

Hundesteuer

Sie müssen für jeden Hund bei Ihrer Wohngemeinde jährlich eine Abgabe (Hundesteuer) bezahlen.

Hund halten, führen und beaufsichtigen

Gehen Sie nicht an Orte mit Zutrittsverbot (Friedhöfe, Badeanstalten, Pausen­plätze von Schulhausanlagen etc.) und halten Sie sich an den gekennzeichneten Orten an die Leinenpflicht. Beseitigen Sie Kot korrekt und vermeiden Sie Lärm­belästigung.

Vorsicht beim Hundekauf und -import

Der Verkauf von illegal importierten Hunden in der Schweiz ist ein grosses Problem und birgt Gefahren. Einerseits können so gefährliche Krankheiten wie die Tollwut eingeschleppt werden. Anderseits stammen viele Tiere aus unseriösen Zuchten, die die Tierschutzbestimmungen nicht einhalten. Solche Hunde sind vielfach bereits bei der Übernahme krank, häufig sind sie zudem schlecht sozialisiert und zeigen Verhaltensstörungen.

Auch Sie können etwas gegen die teils unhaltbaren Zustände in ausländischen Zuchtbetrieben tun, indem Sie keine Tiere aus unbekannten Quellen beziehen. Informieren Sie sich vor einem Hundekauf eingehend, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Reisen

Ausbildung

Im Kanton Zürich müssen alle Hunde, die nicht als kleinwüchsig gelten, eine kantonal anerkannte Ausbildung absolvieren. Ein Hund gilt – unabhängig von Grösse oder Gewicht – nur dann als kleinwüchsig, wenn beide Elterntiere nachweislich kleinwüchsig sind. Die abschliessende Liste der kleinwüchsigen Hunderassen finden Sie weiter unten.

Achtung: «Kleinwüchsig» ist nicht gleichbedeutend mit der Einteilung «Klein» bei AMICUS. Die Grösseneinteilung bei AMICUS ist somit nicht ausschlaggebend in Bezug auf die Ausbildung.

Der Kurs-Guide hilft Ihnen herauszufinden, ob Sie mit Ihrem Hund eine Ausbildung absolvieren müssen und zeigt an, welche Kurse Pflicht sind.

Kurspflicht im Überblick

Alter des Hundes
- bei der Übernahme oder
beim Zuzug in den Kanton
Welpenförderung
(mind. 4 Lektionen)
Junghundekurs
(mind. 10 Lektionen)
Erziehungskurs
(mind. 10 Lektionen)
8 bis 16 Wochen

ja ja nein
16 Wochen bis 18 Monate

nein ja ja1ausser die kantonale Bestätigung der Welpenförderung ist vorhanden
18 Monate bis 8 Jahre nein nein ja
über 8 Jahre

nein nein nein

1  ausser die kantonale Bestätigung der Welpenförderung ist vorhanden

Liste der kleinwüchsigen Hunderassen (abschliessend)

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Affenpinscher
Alpenländische Dachsbracke
American Cocker Spaniel
Australian Silky Terrier
Australian Terrier
Basenji
Basset artésien normand
Basset bleu de Gascogne
Basset fauve de Bretagne
Basset griffon vendéen petit
Beagle
Bedlington Terrier
Berner Niederlaufhund
Bichon frisé
Biewer Yorkshire Terrier
Bologneser
Bolonka Zwetna
Border Terrier
Boston Terrier
Brasilianischer Terrier

Cairn Terrier
Cavalier King
Cesky Terrier
Charles Spaniel
Chihuahua
Chinese Crested Dog
Chinese Crested Powderpuff
Chinesischer Schopfhund
Cocker Spaniel, englischer
Coton de Tuléar
Dachshund
Dackel
Dandie
Dansk-Gardhund
Deutscher Jagdterrier
Dinmont Terrier
Drever
Elo, klein
English Cocker Spaniel
English Toy Terrier
Epagneul nain Continental
Epagneul nain continental Papillon
Epagneul nain continental Phalène

Foxterrier, Drahthaar
Foxterrier, Glatthaar
Französische Bulldogge
Griffon belge
Griffon bruxellois
Havaneser
Hollandse Smoushond
Irish Glen of Imaal Terrier
Islandhund
Isländischer Schäferhund
Islandspitz
Islenskur Fjárhundur
Italienisches Windspiel
Jack Russell Terrier
Jagdterrier, dt.
Japan Chin
Japanischer Spaniel
Japanischer Spitz
Japanischer Terrier
Jura Niederlaufhund
Kaninchen-Dachshund
King Charles Spaniel
Kleinpudel
Kleinspitz
Kooikerhondje
Kyi Leo

Lakeland Terrier
Lancashire Heeler
Lhasa Apso
Löwchen
Luzerner Niederlaufhund
Malteser
Manchester Terrier
Mexikanischer Nackthund, klein
Miniature Bullterrier
Mittelpudel
Mittelspitz
Mops
Mudi
Nihon Supittsu
Norfolk Terrier
Norrbottenspets
Norwegischer Buhund
Norwegischer Lundehund
Norwich Terrier
Parson Russell Terrier
Patterdale Terrier
Pekingese
Perro sin pelo del Peru, kleiner
Peruanischer Nackthund, klein
Petit Brabançon
Piccolo levriero italiano
Podengo Português Pequeno
Podengo Português Pequeno Kurzhaar
Podengo Português Pequeno Rauhhaar
Pomeranian
Prager Rattler
Prazský Krysavik
Pudel
Puli

Rat Terrier
Ratier
Ratier du Jura
Ratonero Bodeguero Andaluz
Rehpinscher
Russkiy Toy
Schipperke
Schwedische Dachsbracke
Schwedischer Vallhund
Schweizer Niederlaufhund
Schwyzer Niederlaufhund
Scottish Terrier
Sealyham Terrier
Sheltie
Shetland Sheepdog
Shiba Inu
Shih Tzu
Skye Terrier
Spitz
Svensk-Gardhund

Teckel
Tibetan Spaniel
Tibetan Terrier
Toypudel
Västgötaspets
Volpino Italiano
Welsh Corgi Cardigan
Welsh Corgi Pembroke
Welsh Terrier
West Highland White Terrier
Westfalenterrier
Westfälische Dachsbracke
Xoloitzcuintle, miniature
Xoloitzcuintle, Zwischenvarietät
Yorkshire Terrier
Zwerg-Dachshund
Zwerggriffon
Zwerggriffon
Zwerggriffon
Zwergpinscher
Zwergpudel
Zwergschnauzer
Zwergspitz

Hintergrund zur Hundeausbildung

Am 10. Februar 2019 hat sich das Zürcher Stimmvolk mit fast 70 Prozent deutlich für obligatorische Hundekurse ausgesprochen. Der Regierungsrat hat dem Kantonsrat inzwischen eine Vorlage für eine vereinfachte und verkürzte Ausbildung überwiesen, die neu für alle Hunderassen gelten soll.

Bis die notwendigen Schritte gemacht sind und sich der Regierungsrat mit der Inkraftsetzung der neuen Regelung befassen kann, wird es voraussichtlich 2021.

Die Zürcher Bevölkerung und ihre Begegnungen mit Hunden

Wie sicher fühlen Sie sich bei Begegnungen mit Hunden? Erachten Sie die Ausbildungspflicht für grosse oder massige Hunde als sinnvoll? Erleben Sie die Zürcher Hunde als gut erzogen? Diesen und anderen Fragen ist das Forschungsinstitut gfs im Sommer 2020 im Auftrag des Veterinäramts Zürich nachgegangen. Die Resultate finden Sie im «Schlussbericht Hundebissprävention». Für den «Evaluationsbericht Hundeausbildung» waren der Bevölkerung im Jahr 2015 ähnliche Fragen gestellt worden.

Ausbilderinnen und Ausbilder

Möchten Sie eine Bewilligung beantragen, um Junghunde- und Erziehungskurse oder Welpenförderung anbieten zu können?

Verbotene Rassen

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American Bull Terrier
American Bully
American Pit Bull Terrier
American Staffordshire Terrier
Bandog
Basicdog
Bull Terrier
Pit Bull Terrier
Staffordshire Bull Terrier
Swiss Blue Bully
Swiss Champagner Bully

Nur Hundehalterinnen und Hundehalter, die vor dem 1. Januar 2010 einen der oben genannten Hunde gehalten haben und über eine Haltebewilligung für ebendiesen Hund verfügen, dürfen ihn im Kanton Zürich dauerhaft halten.

Keine neuen Haltebewilligungen

Neue Haltebewilligungen werden nicht ausgestellt. Es ist auch nicht möglich, mit dem Hund eine Prüfung oder einen Wesenstest zu machen, um eine Haltebewilligung zu bekommen.

Neben den oben genannten Hunden sind auch alle Mischlinge mit min­destens zehn Prozent Blutanteil der verbotenen Rassen verboten. Bestehen aufgrund des Erscheinungsbilds des Hundes Hinweise, dass er zu den verbotenen Hunden zählen könnte und liegen keine ausreichen­den Abstammungsnachweise vor, entscheidet das Veterinäramt aufgrund der äusseren Erscheinung des Hundes über seine Zuordnung.

Hundehalterinnen und Hundehalter ohne festen Wohnsitz im Kanton Zürich dürfen sich mit einem Hund der oben genannten Rassen besuchsweise im Kanton Zürich aufhalten, jedoch gilt eine generelle Leinen- und Maulkorbpflicht im öffentlich zugänglichen Raum. Die vorübergehende Haltung von verbotenen Hunden durch Drittpersonen ist auf maximal 30 Tage pro Kalenderjahr begrenzt.

Hilfsmittel & Geräte

Hilfsmittel dürfen einem Hund weder Verletzungen noch erhebliche Schmerzen zufügen. Ein Hund darf nicht stark gereizt oder in Angst versetzt werden.

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Verboten sind Geräte, die

  • elektrisieren.
  • für den Hund sehr unangenehme akustische Signale aussenden.
  • mit chemischen Stoffen (zum Beispiel Duftstoffe) wirken.
  • Wasser oder Druckluft ausstossen. 

Solche Geräte werden automatisch durch das Bellen des Hundes ausgelöst, unabhängig vom Grund der Lautäusserung.

Bewilligungspflicht

Nur in begründeten Ausnahmefällen kann das Veterinäramt auf schriftliches Gesuch hin eine Bewilligung für die Verwendung solcher Geräte zu therapeutischen Zwecken im Umgang mit Hunden erteilen. Die Anforderungen, um eine solche Bewilligung zu erlangen, sind sehr hoch, da falsch angewendete Geräte zu schweren Störungen bei den Hunden führen können. Bei einer mehrteiligen Prüfung muss der oder die Gesuchstellende ihre oder seine vertieften Kenntnisse in Theorie und Praxis unter Beweis stellen.

Dokumentationspflicht

Wer bewilligungspflichtige Geräte einsetzt, muss jeden Einsatz dokumentieren und dem Veterinäramt zum Ende des Jahres eine Zusammenstellung einreichen. Anzugeben sind:

  • Datum jedes Einsatzes
  • Grund des Einsatzes
  • Auftraggeberin oder Auftraggeber
  • Signalement und Kennzeichnung des Hundes
  • Ergebnis des Geräteeinsatzes

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Veterinäramt

Adresse

Zollstrasse 20
8005 Zürich
Route anzeigen

Telefon

+41 43 259 41 41

Telefon

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
08.30 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten Feiertage und Notfallkontakt

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