Wasser und Gewässer

Informationen für Gemeinden zum Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

Auswirkungen und Herausforderungen des Klimawandels

Sommertrockenheit und Starkniederschläge

Ein ausgetrocknetes Flussbett
Für Fische ist in einem solchen Fall oft die Notabfischung die letzte Rettung. Quelle: AWEL

Im Sommerhalbjahr werden die Niederschläge zurückgehen. Damit sinken die Pegelstände der Gewässer, es steigt aber der Bedarf an Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung und andere Nutzungen. Nutzungskonflikte können damit zunehmen. Wenn es regnet, wird dies häufiger als Starkregen der Fall sein. Überschwemmungen, Nährstoffverlust auf Böden durch Abschwemmung oder Auswaschung und Eintrag ungeklärten Siedlungswassers in Gewässer sind damit öfter zu erwarten.

Veränderung der Abflüsse

Hochwasser hat ein Zürcher Dorf geflutet und Schäden an Wohnhäusern verursacht.
Mit steigender Hochwassergefahr steigt auch die Gefahr von Sachschäden. Quelle: Kecko, Flickr (CC BY 2.0)

Die Temperatur- und Niederschlagsveränderungen verursachen zunehmende Abflüsse im Winter und abnehmende im Sommer. Damit steigt die Hochwassergefahr im Winterhalbjahr. Im Sommer sind vor allem bei kleineren Gewässern vermehrt kritisch niedrige Wasserstände zu erwarten.

Wasserqualität in Fliessgewässern

Am Grund eines Flusses liegen Steine, die zum Teil vollständig mit Algen überwachsen sind
Hohe Wassertemperaturen und Düngereinträge können das Algenwachstum fördern. Quelle: AWEL, Patrick Steinmann

Mit abnehmenden Pegelständen im Sommer wird die Verdünnung von Stoffeinträgen aus Landwirtschaft oder Siedlungsentwässerung verringert. Dies kann Folgen für die Wasserqualität haben. Mit wärmeren Gewässern nimmt zudem das Potenzial der Kühlwassernutzung ab.

Wasserqualität in Seen

Ein See, umrahmt von Bäumen, in dem Badende den Sommer geniessen
Je stärker sich ein See erwärmt, umso schlechter sind die Sauerstoffverhältnisse für seine Bewohner. Quelle: ALN, Debora Randegger

Steigende Wassertemperaturen im Herbst und Winter vermindern die Umwälzung des Wassers während der Wintermonate. Als Folge verschlechtern sich die Sauerstoffverhältnisse in der Tiefe der Seen und der Lebensraum der Fische wird eingeschränkt. Zudem wird vermehrt Phosphat aus dem Seegrund ins Wasser zurückgelöst.

Grundwasser

Eine junge Frau trinkt ein Glas Wasser
Grundwasser ist die Hauptquelle für unser Trinkwasser. Quelle: AWEL, Thomas Hänggli

Die Grundwasserneubildung im Winter wird eher zunehmen und im Sommer und Herbst zurückgehen. Die Grundwasserstände werden insgesamt leicht sinken. Sensible Quellen werden in längeren Trockenperioden versiegen. In landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Gebieten werden Starkniederschläge häufiger zu hohen Einträgen von Dünger und Pflanzenschutzmittel in die Gewässer und damit möglicherweise auch ins Grundwasser führen, aus dem 60 % des Trinkwassers stammen.

Sicherstellung der Wasserversorgung

Die Karte des Kantons zeigt die bestehenden und geplanten Leitungen des Trinkwassersystems.
Der Massnahmenplan des kantonalen Trinkwasserverbunds sieht den Ausbau des Leitungssystems in mehreren Etappen vor. Quelle: AWEL

Viele Gemeinden und regionale Versorgungseinheiten werden darauf angewiesen sein, vermehrt Trinkwasser ausserhalb ihres Versorgungsgebiets gewinnen zu können. Dem bedarfsgerechten Ausbau des übergeordneten Trinkwassersystems (Kantonaler Trinkwasserverbund etc.) kommt damit eine zunehmende Bedeutung zu.

Neobiota

Japanischer Staudenknöterich wuchert zu beiden Seiten eines kleinen Baches
Eingewanderte, invasive Tier- und Pflanzenarten verdrängen einheimische Flora und Fauna. Quelle: AWEL

Die Ausbreitung verschiedener eingewanderter Tier- und Pflanzenarten (Neobiota), die zu ökologischen und wirtschaftlichen Schäden an Gewässern führen, wird durch den Klimawandel begünstigt. Ein Beispiel ist der Japanische Staudenknöterich, der die Erosion an Fliessgewässern erhöht und dessen Bekämpfung mit grossem Aufwand verbunden ist.

Anpassung an den Klimawandel

Möglichkeiten für Gemeinden

Ausgewählte kantonale Aktivitäten

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Klima und Mobilität

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 43 20

Kontaktperson Niels Holthausen

Für dieses Thema zuständig: