Biodiversität und Biotope

Informationen für Gemeinden zum Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

Auswirkungen und Herausforderungen des Klimawandels

Abnahme Feuchtgebiete und feuchteliebender Arten

Die Nahaufnahme des Robenhauser Rieds zeigt eine Vielfalt an Schilf und Gräsern.
Das Moorgebiet Robenhauser Ried in Wetzikon (ZH) ist seit 1994 ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. 2011 wurde dort aus einem einstigen Hechtteich neuer Lebensraum für Laubfrösche und seltene Libellenarten geschaffen. Quelle: Roland zh, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Mit der erwarteten Abnahme der Sommerniederschläge und den steigenden Temperaturen werden Feuchtgebiete zunehmend trocken. Damit können feuchteliebende Arten, wie z. B. Amphibien, ihren Lebensraum verlieren. Die Gefahr des Aussterbens von Ried- und Moorarten nimmt zu.

Wärmeliebende Arten profitieren

Der heimische Schmetterling Roter Scheckenfalter sonnt sich mit aufgespannten Flügeln auf einer Blume.
Der Rote Scheckenfalter hat es am Liebsten warm, sonnig und trocken. Quelle: xulescu_g, Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Tier- und Pflanzenarten, die auf trockene und warme Standorte angewiesen sind, werden vom Klimawandel profitieren. So gelten wärmeliebende Insektenarten als Gewinner des Klimawandels.

Veränderung Wassertemperatur und Restwassermenge

Zwei Männer stehen im nur noch knietiefem Wasser eines Flussbettes und versuchen, Fische einzufangen und umzusiedeln.
Da die Notabfischung weitere Aufregung für bereits gestresste Gewässerbewohner bedeutet, kommt sie nur zur Anwendung, wenn das Leben der Fische akut gefährdet ist. Quelle: AWEL

In manchen Gewässern steigt schon heute in warmen Sommern die Wassertemperatur so stark an, dass Fischarten und andere Gewässerlebewesen umgesiedelt werden müssen oder sterben. Da die Niederschläge im Sommer abnehmen, werden Gewässer zum Teil wesentlich weniger Wasser führen oder ganz austrocknen. Davon sind vor allem kleinere Gewässer, aber auch Feuchtgebiete im Uferbereich betroffen.

Ausbreitung invasiver gebietsfremder Tiere und Pflanzen

Die Nahaufnahme zeigt den Kirschlorbeer mit seinen charakteristischen dunkelgrünen Blättern und den runden, fast schwarzen Früchten.
Der giftige Kirschlorbeer wurde als Heckenpflanze in die Schweiz gebracht und vermehrt sich nun invasiv in heimischen Wäldern. Quelle: Baudirektion, Claudia Ruprecht

Manche gebietsfremde Tiere und Pflanzen profitieren von der Klimaänderung. So können sie sich weiter ausbreiten (z. B. der Kirschlorbeer) und einheimische Arten verdrängen. Zum Teil führen sie auch zu Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Mensch (z. B. Ambrosia-Pollen) oder Tier (z. B. bei Verzehr des giftigen Schmalblättrigen Greiskrauts).

Anpassung an den Klimawandel

Möglichkeiten für Gemeinden

Ausgewählte kantonale Aktivitäten

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Klima und Mobilität

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 43 20

Kontaktperson Niels Holthausen

Für dieses Thema zuständig: