Der Zustand der Biodiversität im Kanton Zürich ist besorgniserregend. Deshalb hat der Kantonsrat ab 2022 zusätzliche Mittel aus dem Natur- & Heimatschutzfonds gesprochen. Im Reporting zeigen wir transparent auf, was mit diesen Mitteln geschieht und was wir damit für die Natur und die Menschen im Kanton Zürich bewirken. Die Verantwortung für die Natur und die Biodiversität tragen wir alle gemeinsam: Kanton, Gemeinden, Wirtschaft und Gesellschaft.
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Zusätzliche Mittel für den Naturschutz
Der Natur- und Heimatschutzfonds (NHF) ist ein Finanzgefäss, aus dem die Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich eigene Projekte finanziert und Beiträge an Drittprojekte leisten kann. Sie setzt damit das Naturschutz-Gesamtkonzept um. 2021 anerkannten Regierung und Kantonsrat, dass Massnahmen gegen das auch im Kanton Zürich fortschreitende Verschwinden von Lebensräumen und Arten dringlich sind. Deshalb stehen dem Fonds ab 2022 zusätzliche Mittel zur Verfügung. Damit realisieren wir Projekte für die Biodiversität und bauen eine tragfähige Ökologische Infrastruktur auf – mit genügend grossen Kerngebieten mit hoher Qualität und einem verbindenden Netzwerk von naturnahen Elementen.
Mit den zusätzlichen Mitteln verbunden ist der Auftrag, nachvollziehbar aufzuzeigen, wie sie eingesetzt werden und ob wir die Ziele erreichen. Die Fachstelle Naturschutz erfüllt dies mit dem NHF-Reporting auf dieser Website. Es setzt bereits 2021 an, bevor die zusätzlichen Mittel ab 2022 zum Einsatz gelangen. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen:
- Betreuung und Unterhalt von Naturschutzgebieten und wer diese Aufgaben wahrnimmt, zum Beispiel Landwirt Martin Pfister aus Uster
- Projekte in Ausführung, zum Beispiel die Lebensraumaufwertung im Gebiet Rain in Meilen
- Fertiggestellte Projekte, zum Beispiel die Förderung des Lichten Waldes an der Lägern in Otelfingen
Eine Übersicht über die Zielerreichung des Naturschutz-Gesamtkonzepts für den Kanton Zürich findet sich im Zwischenbericht 2020 zum Naturschutz-Gesamtkonzept.
Informationen zu Erfolgskontrolle im Naturschutz vermitteln wir unter Erfolgskontrolle im Naturschutz.
Finanzen 2025
2025 konnte die Biodiversitätsförderung weiter markant verstärkt werden, indem gegenüber 2024 mehr Projekte und Massnahmen im Umfang von rund 6.5 Mio. Franken umgesetzt werden konnten. Deutliche Steigerungen konnten vor allem bei der Betreuung und dem Unterhalt in den rund 1000 kantonalen Naturschutzgebiete, bei der Wiederherstellung von Mooren und in der spezifischen Förderung von besonders gefährdeten Tier- und Pflanzenarten realisiert werden. Die BAFU-Beiträge in der neuen NFA-Programmperiode 2025 - 2028 sind deutlich zurückgegangen von 8.2 Mio. im Jahr 2024 auf 5.3 Mio. im Jahr 2025, weil die Finanzmittel das Bund zur Förderung der Biodiversität nicht im gleichen Mass zunehmen, wie die Kantone ihre Anstrengungen verstärkt haben.
Insgesamt konnten die Budgetmittel 2025 nicht vollständig ausgeschöpft werden. Grössere fertig ausgearbeitete Aufwertungsprojekte konnten aus externen Gründen nicht realisiert werden. Weil die Anzahl der Naturschutzprojekte relativ klein ist und es aufgrund der personellen Ressourcen nicht möglich ist, eine grössere Zahl von Projekten parallel voranzubringen, ist das Gesamtergebnis stark vom Fortschritt der einzelnen Projekte abhängig. Zudem zeigt sich weiterhin: Damit die nötigen Flächen für die Ökologische Infrastruktur zur Verfügung stehen und entsprechende Projekte auch umgesetzt werden können, muss Biodiversitätsförderung eine grössere Verbindlichkeit und in den relevanten Politikbereichen und in Interessenabwägungen mehr Gewicht erhalten (vgl. Zwischenbericht 2020 zum Naturschutz-Gesamtkonzept). Die nicht ausgeschöpften Mittel verbleiben im Natur- und Heimatschutzfonds werden somit auch künftig entsprechend dem Fondzweck eingesetzt.
Seit 2025 wird die NFA-Programmvereinbarung mit dem BAFU für den Wildnispark Zürich Sihlwald neu über den Natur- und Heimatschutzfonds abgewickelt, weil neu die Fachstelle Naturschutz für diese Programmvereinbarung zuständig ist (früher Abteilung Wald). Für den Natur- und Heimatschutzfonds ist diese Anpassung saldoneutral.
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Position
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Aufwand
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|---|---|
| 1. Bewirtschaftungsbeiträge | 15'548'000 CHF |
| 2. Betreuung & Unterhalt von Naturschutzgebieten | 16'732'000 CHF |
| 3. Biotopförderung | 8'824'000 CHF |
| 4. Artenförderung Flora & Fauna | 4'540'000 CHF |
| 5. Weitere Vorhaben | 1'427'000 CHF |
| 6. Landerwerb | 1'211'000 CHF |
| 7. Übrige Aufwände & Einnahmen | -15'093'000 CHF |
| Gesamtaufwand | 33'189'000 CHF |
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
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Position
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Aufwand
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|---|---|
| Betreuung & Unterhalt | 11'712'000 CHF |
| Rangerdienste | 1'338'000 CHF |
| Beiträge an Dritte | 3'682'000 CHF |
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Position
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Kosten
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|---|---|
| Schwerpunkt Trockenwiesen & -weiden (TWW) | 1'686'000 CHF |
| Schwerpunkt Moore | 4'109'000 CHF |
| Schwerpunkt Wald | 2'954'000 CHF |
| Schwerpunkt Gewässer | 57'000 CHF |
| Übrige Biotopförderung | 18'000 CHF |
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Position
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Kosten
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|---|---|
| Flora | 1'833'000 CHF |
| Fauna | 2'707'000 CHF |
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Position
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Kosten
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|---|---|
| Erfolgskontrolle / Dauerbeobachtung | 411'000 CHF |
| Übrige Vorhaben | 1'016'000 CHF |
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Position
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Kosten
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|---|---|
| Bundesbeiträge BAFU | -5'314'000 CHF |
| Bundesbeiträge BLW | -10'050'000 CHF |
| Sonstige Aufwände & Erträge | -74'000 CHF |
| Abschreibung, Zinsen | 345'000 CHF |
Entwicklung Naturschutzaufwand im Natur- und Heimatschutzfond
Weiterführende Informationen
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Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Fachstelle Naturschutz