Kantons- und Regierungsratswahlen

Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kantons- und Regierungsratswahl, zu den Wahlverfahren und der Sitzverteilung. Die nächsten Wahlen für das kantonale Parlament und die Regierung finden am 12. Februar 2023 statt.

Inhaltsverzeichnis

Kantonsratswahl 2023

Die Erneuerungswahl des Kantonsrates findet am 12. Februar 2023 statt.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Die Anzahl der Sitze, die in den 18 Wahlkreisen zu vergeben sind, richtet sich nach der in- und ausländischen Wohnbevölkerung im jeweiligen Wahlkreis. Das Statistische Amt ermittelt diese Sitzzahlen vor jeder Wahl neu.

Für die bevorstehende Wahl des Kantonsrates ändert sich die Anzahl zu vergebender Sitze in den Wahlkreisen VIII Affoltern (+1 Sitz) und IV Stadt Zürich, Stadtkreise 6 und 10 (-1 Sitz). Die 180 Sitze wurden wie folgt zugeteilt:

Nr. Wahlkreis 2023 2019
I Stadt Zürich, Stadtkreise 1 und 2 5 5
II Stadt Zürich, Stadtkreise 3 und 9 12 12
III Stadt Zürich, Stadtkreise 4 und 5 5 5
IV Stadt Zürich, Stadtkreise 6 und 10 8 9
V Stadt Zürich, Stadtkreise 7 und 8 6 6
VI Stadt Zürich, Stadtkreise 11 und 12 12 12
VII Dietikon 11 11
VIII Affoltern 7 6
IX Horgen 15 15
X Meilen 12 12
XI Hinwil 11 11
XII Uster 16 16
XIII Pfäffikon 7 7
XIV Stadt Winterthur 13 13
XV Winterthur-Land 7 7
XVI Andelfingen 4 4
XVII Bülach 18 18
XVIII Dielsdorf 11 11

Die Kantonsratswahl ist eine Verhältniswahl (Proporzwahl). Die teilnehmenden Parteien und Gruppierungen müssen vor der Wahl in jedem Wahlkreis, in dem sie antreten wollen, eine Liste mit ihren Kandidierenden einreichen. Kandidieren können dabei alle stimmberechtigten Personen, die ihren Wohnsitz im Kanton haben. Die meisten treten in ihrem eigenen Wahlkreis an, obwohl dies nicht zwingend ist. Die meisten Parteien reichen Listen für mehrere Wahlkreise ein und verbinden diese zu einer Listengruppe.

Die Stimmberechtigten erhalten für die Wahl ihr wahlkreisspezifisches Wahlzettelset. Auf den Listen können sie Kandidierende streichen, kumulieren oder panaschieren. Wählbar sind nur diejenigen Personen, die im entsprechenden Wahlkreis kandidieren.

Seit 2005 erfolgt die Sitzverteilung im Kanton Zürich nach einem doppelt-proportionalem Verfahren – auch bekannt als Doppelter Pukelsheim. Die Sitzverteilung erfolgt in zwei Schritten:

  1. In einem ersten Schritt werden alle 180 Sitze den Parteien anhand der Stimmenanteile über sämtliche 18 Wahlkreise des gesamten Kantons hinweg zugeteilt (Oberzuteilung).
  2. In einem zweiten Schritt werden die den Parteien zugeteilten Sitze auf die einzelnen Wahlkreise verteilt (Unterzuteilung). Innerhalb einer Partei erhalten diejenigen Kandidierenden die Sitze, die am meisten Stimmen erhalten haben. Eine Partei nimmt nur an der Sitzverteilung teil, wenn sie in mindestens einem Wahlkreis mehr als fünf Prozent der Stimmen oder aber im gesamten Kanton mindestens drei Prozent der Parteistimmen erhalten hat.

Die Webapplikation SVAppZH erlaubt es, die Sitzzuteilung für den Kantonsrat ausgehend von den editierbaren Stimmenzahlen von 2019 neu zu berechnen. Damit können Parteien und andere interessierte Personen die Auswirkungen von Veränderungen der Stimmenanteile und die Auswirkungen von veränderten Gesamtsitzzahlen pro Wahlkreis auf die Sitzverteilung untersuchen.

Die Webapplikation SVAppZH wurde vom Statistischen Amt des Kantons Zürich entwickelt und basiert auf der API-Bridge zu BAZI.

API-Bridge

Die Open-Source-Software BAZI erlaubt es, die Sitzzuteilung für den Kantonsrat aufgrund der ausgezählten Stimmen zu berechnen. Entwickelt hat die Software das Institut für Mathematik der Universität Augsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Pukelsheim.

Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat eine API-Bridge zu BAZI für Web-Applikationsentwickler erstellt, mit welcher die Sitzverteilung via JSON-RPC-Protokoll direkt abgefragt werden kann.

Der Quellcode ist offen (GNU General Public Licence) und dokumentiert.

Regierungsratswahl 2023

Die Erneuerungswahl des Regierungsrates findet am 12. Februar 2023 statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang würde am 16. April durchgeführt.

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Sämtliche Wahlvorschläge müssen bis am Montag, 28. November 2022, beim Statistischen Amt eingereicht werden.

Die Stimmberechtigten wählen den Regierungsrat in einer Mehrheitswahl (Majorzwahl). Die Mandate erhalten diejenigen Kandidierenden, die die meisten Stimmen erhalten. Dabei muss im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht werden. Das absolute Mehr berechnet man, indem man das Total der abgegebenen Stimmen durch die doppelte Anzahl der zu vergebenden Mandate teilt.

Falls damit nicht alle sieben Sitze besetzt werden können, kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Die restlichen Mandate gehen dabei an jene verbleibenden Kandidatinnen und Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten (relatives Mehr).

Grundsätzlich ist jede Person wählbar, welche in der Schweiz stimmberechtigt ist und ihren Wohnsitz im Kanton Zürich hat.

Stimmrechtsbescheinigung

Die Gemeinden bescheinigen die Stimmberechtigung von Kandidierenden und Unterzeichnenden der Wahlvorschläge für die Kantons- und Regierungsratswahl. Diese werden den Gemeinden entweder von den Parteien oder vom Statistischen Amt übermittelt.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Statistisches Amt – Wahlen & Abstimmungen

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Adresse

Schöntalstrasse 5
8090 Zürich
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