Obfelden / Ottenbach

Neun Jahre und elf Monate nach dem Ja der Zürcher Stimmbevölkerung ist am 24. August 2020 der Spatenstich zum neuen Autobahnzubringer Obfelden / Ottenbach erfolgt. Dieser soll die beiden Dörfer nachhaltig vom Durchgangsverkehr entlasten. Die Bauarbeiten dauern bis im Mai 2023.

Inhaltsverzeichnis

Spatenstich

Um die Gemeinden Obfelden und Ottenbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten, baut der Kanton Zürich von Ende August 2020 bis Mai 2023 eine Umfahrung für Ottenbach sowie in Obfelden eine Ortsdurchfahrt mit Absenkung und Überdeckung für den Ortsteil Bickwil. Am Morgen des 24. August hat Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom mit dem Spatenstich die Bauarbeiten gestartet. Unterstützt wurde er dabei von Markus Kägi, alt Regierungsrat und ehemaliger Baudirektor, Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen ASTRA, Gabriela Noser Fanger, Gemeindepräsidentin von Ottenbach, und Stephan Hinners, Gemeindepräsident von Obfelden.

Mehr Sicherheit und weniger Durchgangsverkehr

Derzeit quälen sich täglich mehrere tausend Fahrzeuge –
hauptsächlich aus dem Freiamt – durch Ottenbach und Obfelden, die auf die Autobahn A4 wollen oder von dieser kommen. Der neue Autobahnzubringer entlastet die Dörfer nicht nur vom Durchgangsverkehr, sondern erhöht auch massgeblich die Sicherheit des Langsamverkehrs – namentlich der rund 1000 Schülerinnen und Schüler. Nicht zuletzt profitiert auch der öffentliche Verkehr von der neuen Strasse: Dank der Entlastung in den Dörfern werden die Postautolinien den S-Bahn-Anschluss in Affoltern am Albis weiterhin gewährleisten können.

Lange Vorgeschichte

«Das ist ein denkwürdiger Tag», sagte Ottenbachs Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger beim Spatenstich. Es habe viel Geduld gebraucht, reichten doch die Ideen für diese Umfahrung bis in die 1970er-Jahre zurück. Nosers Obfelder Amtskollege Stephan Hinners freute sich ebenfalls: «Wir können die Eröffnung kaum erwarten.» Diese ist für Mai 2023 vorgesehen – und bereits eingeladen ist Markus Kägi. Der alt Regierungsrat hatte das Projekt in seiner zwölfjährigen Amtszeit stets vorangetrieben. «Es ist ein kleiner Schritt für den Kanton Zürich, aber ein grosser für das Säuliamt», sagte er anlässlich des Spatenstichs.

Umweltgerechte Umsetzung

Den eigentlichen Akt des Spatenstichs nahm der aktuelle Baudirektor Martin Neukom vor. «Zum einen können wir die Dörfer vom Verkehr entlasten und die Schulwege sicherer machen», so der Grüne Regierungsrat. «Zum anderen realisieren wir den Autobahnzubringer dank einem Amphibienleitsystem oder der Revitalisierung des Moors und des Bachlaufs so umweltgerecht wie nur möglich.» 

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Projektübersicht

Am 23. September 2012 sprachen sich 62,6 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten für den A4-Zubringer aus und bewilligten den Kantonsanteil von 38,9 Millionen Franken. Die Gesamtkosten des Strassenprojekts wurden damals auf 65,4 Mio. Franken veranschlagt, wobei der Bund 25,8 Mio. Franken und die beiden Gemeinden Obfelden und Ottenbach je 350'000 Franken übernehmen.

Die Kreditbewilligung basierte auf einem Vorprojekt aus dem Jahr 2010. Dabei wurden die reinen Baukosten aufgrund von Erfahrungen und im Vergleich mit ähnlichen Bauten ermittelt. Wie bei grossen Strassenprojekten üblich, begann die Detailplanung für das Projekt und für die Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen erst nach der Volksabstimmung. Diese Projektierungsarbeiten ergaben Mehrkosten, die verschiedene Ursachen haben.

So sind die Land- und Liegenschaftspreise in den beiden Gemeinden aufgrund der besseren Erschliessung durch die Autobahn A4 seit dem Jahr 2010 kontinuierlich gestiegen. Dies führt zu einem Mehraufwand beim Landerwerb (0,94 Mio. Fr.). Höher ausgefallen sind auch die Aufwendungen für die Entsorgung von Altlasten (2,1 Mio. Fr.) sowie die umfangreiche Projektierung (2,32 Mio. Fr.). Diese gestaltete sich aufgrund von strengen Umweltschutzauflagen, archäologischen Sondierungen und den zahlreichen Einsprachen und Rekursen im Bewilligungsprozess deutlich aufwendiger als geplant.

Ebenfalls im Zusatzkredit enthalten ist je ein Posten für Unvorhergesehenes und für Werkleitungsarbeiten. Der Posten für Unvorhergesehenes von 6,8 Millionen Franken entspricht einer Reserve, die nicht zwingend in Anspruch genommen werden muss. Völlig kostenneutral sind die Werkleitungsarbeiten in der Höhe von 2,72 Millionen Franken, die nach Abschluss der Arbeiten von den Werkeigentümern zurückerstattet werden.

Damit die Bauarbeiten im Falle von unvorhergesehenen Aufwendungen nicht unterbrochen werden müssten, beantragte der Regierungsrat im Frühling 2019 dem Kantonsrat einen Kredit von 14,88 Millionen Franken. Insgesamt wird der Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach rund 5,36 Millionen Franken teurer als vor neun Jahren veranschlagt.

Der Kantonsrat stimmte im Januar 2020 dem Antrag mit 111:43 Stimmen bei 20 Enthaltungen zu. Nach diesem Entscheid konnte das kantonale Tiefbauamt am 24. August 2020 mit den Bauarbeiten beginnen. Die Bauzeit beträgt rund zweieinhalb Jahre.

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Christian Kull

Sektionsleiter

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