Der Flughafen Zürich zeigt Stabilität

Der Regierungsrat hat den Flughafenbericht 2022 verabschiedet. Die Coronapandemie hat die Flughafen Zürich AG vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, trotzdem wurden die Ziele, welche die kantonale Eigentümerstrategie vorgibt, weitgehend erreicht. Da wegen Corona auch im zweiten Pandemiejahr weniger geflogen wurde, liegt der Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) 2021 weiterhin deutlich unter dem Richtwert.

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Medienkonferenz vom 2. Dezember 2022
Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 2. Dezember 2022

Der Kanton Zürich ist Hauptaktionär der Flughafen Zürich AG. In der Eigentümerstrategie zur kantonalen Beteiligung hat der Regierungsrat für die Bereiche «verkehrs- und volkswirtschaftliche Bedeutung», «Umweltschutz», «Unternehmensführung» und «Beziehungspflege» eigene strategische Ziele und Erwartungen an die Flughafen Zürich AG formuliert. Im Flughafenbericht informiert er jährlich über deren Erreichung.

Strategiecontrolling: Vorgegebene Ziele weitgehend erreicht

In Bezug auf die globale und kontinentale Erreichbarkeit hat der Flughafen Zürich gemäss dem Forschungsinstitut BAK Economics mit seinem achten Platz das Ziel 2021 erfüllt. Hinsichtlich Qualität wurden die Ziele der Eigentümerstrategie (achter Rang weltweit oder dritter Rang in Europa) fast erreicht. So verlor der Flughafen in der Rangliste des Skytrax «World Airport Award» zwei Plätze und platzierte sich weltweit auf der neunten und in Europa auf der vierten Position. Dies, weil die vorderen Plätze vermehrt durch neu gebaute Flughäfen belegt werden, während der Flughafen Zürich nun schon seit fast 75 Jahren am gleichen Standort kontinuierlich auf den qualitativ neuesten Stand gebracht werden muss. In den übrigen Bereichen Umweltschutz, Unternehmensführung und Beziehungspflege hat die Flughafen Zürich AG die Ziele erreicht. Der Regierungsrat ist mit der Geschäftstätigkeit der Flughafen Zürich AG sehr zufrieden. Sie hat die Gesellschaft erfolgreich durch die grösste Krise der Luftfahrt geführt, ohne dafür staatliche Mittel beanspruchen zu müssen mit Ausnahme der Inanspruchnahme von Kurzarbeit.

Fluglärmcontrolling: 2021 weiterhin deutlich weniger Menschen von Fluglärm betroffen

Wegen des pandemiebedingten Rückgangs des Flugverkehrs kommt der ZFI-Monitoringwert im Berichtsjahr mit 20 071 Personen um knapp 27 000 Personen unter dem Richtwert (47 000) zu liegen. Dabei beläuft sich die Zahl der am Tag stark belästigten Personen auf 14 410 und diejenige der in der Nacht im Schlaf stark gestörten Personen auf 5661. Im Vergleich zu 2020, dem ersten Pandemiejahr, liegt der ZFI-Monitoringwert 2021 um 4603 Personen (+30%) höher, da insbesondere ab Sommer 2021 weltweit eine leichte Erholung des Reiseverkehrs stattfand. Trotz dieser leichten Erholung lag die Anzahl Flugbewegungen im Berichtsjahr aber immer noch nur bei rund 133 000 und damit gut 55% tiefer als vor der Pandemie, was auf die vielen Restriktionen im internationalen Reiseverkehr zurückzuführen ist. Der Wert liegt somit deutlich unter dem gesetzlich festgelegten Maximalwert von 320 000 Bewegungen.

Schweizer Luftfahrt erlebt 2022 Aufschwung

Der internationale Reiseverkehr hat sich im laufenden Jahr stark erholt. Seit Juni liegen die Passagierzahlen am Flughafen Zürich wieder bei rund 80% im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie. Wichtig ist diese Erholung auch aus volkswirtschaftlicher Sicht: Die neueste Infras-Studie unterstreicht die Bedeutung des Flughafens als Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor für die Region. Gewisse Unsicherheiten bleiben jedoch bestehen – etwa in Bezug auf den weiteren Verlauf der Coronapandemie oder die geopolitische Weltlage. Trotz der aktuellen Umstände bleibt das Thema Klimaschutz zentral. Die SWISS verfolgt ihr Ziel, bis 2050 CO2-neutral zu fliegen, weiter. Dabei setzt sie einerseits auf den Einsatz von nachhaltigem Treibstoff. Anderseits erneuert sie ihre Flotte sukzessive mit modernen Flugzeugen, die weniger Treibstoff verbrauchen und leiser sind. Dies hat auch einen positiven Effekt auf den ZFI-Monitoringwert. Auch die Flughafen Zürich AG lässt sich in diesen herausfordernden Zeiten nicht vom Kurs abbringen und verfolgt wie der Kanton Zürich in seiner Klimastrategie die Ambition, bis 2040 CO2-neutral zu werden.
 

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