Veloförderprogramm

Der Kantonsrat beschloss im Herbst 2010 das Veloförderprogramm. Klar definiertes Ziel: der Anteil des Veloverkehrs soll am Gesamtverkehr erhöht werden.

Inhaltsverzeichnis

Koordinationsstelle Veloverkehr

Die Drehscheibe für alle Velothemen im Kanton Zürich

Am 1. Februar 2012 hat die Koordinationsstelle Veloverkehr (kurz «KoVe») ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung des Veloförderprogramms und dient als kantonale Anlaufstelle für alle Fragen zum Veloverkehr – einerseits für Gemeinden und Regionen, weitere Akteure der Veloförderung sowie die Bevölkerung, andererseits auch für die Kantonsverwaltung selbst.

Die meisten Massnahmen zur Veloförderung werden in den Gemeinden umgesetzt. Die Prioritäten werden jedoch unterschiedlich gewertet. Deshalb ermutigt die Kove die Gemeinden aktiv, Velomassnahmen zu treffen, diese zügig und in hoher Qualität umzusetzen und das Massnahmenspektrum laufend zu erweitern. Dadurch trägt der Kanton zu Lösungen bei, welche das Veloverkehrssystem kantonsweit attraktiver und sicherer macht.

Handlungsfelder

Die Veloförderung im Kanton Zürich sieht ein umfangreiches Massnahmenpaket vor. Enthalten sind insgesamt 33 Massnahmen (19 Aufbaumassnahmen und 14 ständige Aufgaben). Diese betreffen 13 verschiedene Bereiche der Veloförderung im Sinne einer «Velopolitik als System». Sie richten sich in erster Linie an die verschiedenen Zielgruppen und sind mehrheitlich unabhängig von baulichen Massnahmen.

Mithilfe eines Strukturbildes (Projektlandkarte) hat die Koordinationsstelle Veloverkehr (kurz «KoVe») das Förderprogramm mit seinen Massnahmen fünf Handlungsfeldern zugewiesen. Das Strukturbild wird jährlich im Jahresbericht publiziert und bietet eine gute Übersicht über geplante, laufende sowie abgeschlossene Projekte.

Handlungsfelder im Detail

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Netzkonzeption

Bereitstellen eines sicheren, attraktiven Alltags- und Freizeitvelonetzes.

2016 beschloss der Regierungsrat den kantonalen Velonetzplan. Dieser ist seither ein zentrales Element des kantonalen Veloförderprogramms. Damit wurde die bisherige Planung, beruhend auf der Radwegstrategie, abgelöst. Im strategischen Mittelpunkt steht der Alltagsveloverkehr.

Icon Qualität
Qualität

Sicherstellen einer einheitlichen Qualität der Veloinfrastruktur.

Die einheitliche Qualität der Veloinfrastruktur basiert auf Qualitätsstandards. Wo nötig, definiert der Kanton Zürich diese neu oder passt bestehende Standards an neue Entwicklungen an. Positive Beispiele dienen den Gemeinden als Vorbild und motivieren diese zu nachhaltiger Veloförderung.

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Wissenstransfer

Förderung des Wissensaustausches, Anbieten von Beratungen, Kommunizieren der Veloförderung

Zum Veloförderprogramm gehört es auch, Ziele und Grundsätze der Veloförderung zu kommunizieren – innerhalb wie auch ausserhalb der kantonalen Verwaltung. So werden alle Akteure auf die velopolitischen Ziele sensibilisiert.

Erfahrungsaustausch

Um auch von den Erfahrungen anderer Kantone profitieren zu können, vernetzt sich die KoVe mit anderen Velofachstellen. Der Austausch geschieht unter anderem via Velokonferenz Schweiz.

Gemeindesupport

Die Gemeinden sind aufgrund ihrer Verantwortungen und Kompetenzen am besten in der Lage, eine effiziente Veloförderung zu betreiben. Viele Massnahmen werden direkt vor Ort umgesetzt. Die Koordinationsstelle Veloverkehr unterstützt die Gemeinden beratend bei der Veloförderung. 

Icon Kommunikation
Icon Kommunikation

Förderung des lebenslangen Velofahrens, Entwickeln des Kantons Zürich zum Velokanton

Begleitende Kommunikationsmassnahmen spielen im Zusammenhang mit der Verankerung der velopolitischen Ziele innerhalb der Kantonsverwaltung, der Politik und der Bevölkerung eine zentrale Rolle. Hierfür wurde in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Basiskommunikation aufgebaut. Sie umfasst unter anderem die Website velo.zh.ch, den Newsletter «Velo-News», den Jahresbericht sowie die beiden themenspezifischen Websites veloschuel.ch sowie velo-geschichten.ch. Auf all diesen Plattformen fliesst die Kommunikation ausschliesslich in eine Richtung («one to many»). Durch die aktive Informationsvermittlung über die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram konnten wir erstmals zu verschiedenen Themen mit unseren Followern (Abonnenten) in Dialog treten und interagieren.

Icon Datengrundlagen
Datengrundlagen

Aufbau und Fortführen einer aussagekräftigen Datenbasis zum Veloverkehr

Ein umfassendes Geoinformationssystem (GIS) hilft, die Veloinfrastrukturplanung zu optimieren und den Stand der baulichen Umsetzung sichtbar zu machen.

Aufgenommen wurden Inhalte wie:

  • Kantonaler Velonetzplan, Alltagsvelonetz (Neben-, Hauptverbindungen und Veloschnellrouten)
  • Velofreizeitnetz (SchweizMobil Routen)
  • Routentypologie (Alltagsverbindungen oder Freizeitrouten)
  • Art der Infrastruktur (u. a. Radweg, Radstreifen, Art der Führung in Knoten, Querungsstellen, Belag)
  • Signalisation, Wegweisung
  • Daten von Veloverkehrszählstellen
  • Veloparkierung 

Jahresbericht

Im Jahresbericht der KoVe lesen Sie, welche Massnahmen und Aktionen auf das grosse Ziel hinwirken, die Menschen zum Velofahren im Alltag zu bewegen. Die Publikation beleuchtet den laufenden Fortschritt des Veloförderprogramms.

Der Jahresbericht erscheint jeweils Ende März elektronisch oder in gedruckter Form. Alle Ausgaben finden Sie unter Merkblätter & Downloads (Weiterführende Informationen).

Umsetzungsteam

Die KoVe stärkt mit ihrer Arbeit die Position des Velos. Sie trägt dazu bei, dass dem Veloverkehr bei der Projektplanung höhere Priorität eingeräumt wird. Veloförderung besteht jedoch nicht nur aus Massnahmen, die direkten Einfluss auf die Velonutzung haben. Als Kompetenzstelle bündelt die KoVe darum auch das erforderliche Fachwissen und die Bedürfnisse des Veloverkehrs, koordiniert Aufgaben und Massnahmen und kommuniziert die Resultate allen Beteiligten.

Veloförderung ist ein dynamischer Prozess. Unerlässlich sind eine klare Strategie, messbare Ziele sowie die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Veloförderung ist zudem nicht bloss projektbezogen, sondern eine ständige Aufgabe. Und: Veloförderung funktioniert nur als Teamwork aller Velo-Akteure. Dies erfordert eine starke horizontale und vertikale Kommunikation, Koordination und Kooperation zwischen den Dienststellen, Behörden, öffentlichen und privaten Instanzen sowie der Bevölkerung.

In der Koordinationsstelle Veloverkehr engagieren sich:

Steve Coucheman mit seinem Pendlervelo
Steve Coucheman

Leiter Koordinationsstelle Veloverkehr

steve.coucheman@vd.zh.ch
+41 43 259 54 30

Viktoria Herzog mit ihrem Pendlerbike
Viktoria Herzog

Projektleiterin

viktoria.herzog@vd.zh.ch
+41 43 259 54 01

Hannes Munzinger mit seinem Pendlerbike
Hannes Munzinger

Assistent Marketing und Kommunikation

hannes.munzinger@vd.zh.ch
+41 43 259 54 33

Kontakt

Amt für Verkehr – Koordinationsstelle Veloverkehr

Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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