Kommunale Verkehrsplanung

Das Bild zeigt eine Ansicht der Stadt Adliswil.

Die Gemeinden haben vielfältige Planungs- und Entscheidungskompetenzen bei der Weiterentwicklung des Verkehrssystems.

Inhaltsverzeichnis

Richtplan Verkehr

Der kommunale Richtplan Verkehr ist ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Raumplanung. Er konkretisiert zum einen die Vorgaben des kantonalen und regionalen Richtplans. Zum anderen enthält er die kommunalen verkehrlichen Festlegungen und ist nach der kantonalen Genehmigung behördenverbindlich – auch für den Kanton. Damit ist er ein zentrales Instrument für die Belange des Verkehrs in nachgelagerten Planungen und Verfahren (Nutzungs- und Sondernutzungsplanungen und damit auch für Baubewilligungen, Planungen für Strassen, Velo- und Fusswegnetze). Ausserdem erfüllt er bei der Abstimmung von Siedlung und Verkehr eine wichtige Aufgabe. Er kann idealerweise auch im Rahmen eines gesamtheitlichen, themenübergreifenden kommunalen Richtplans überarbeitet werden.

Merkblatt Kommunaler Richtplan Verkehr

Merkblatt Kommunaler Richtplan Verkehr
Merkblatt Kommunaler Richtplan Verkehr
Herausgeber und Bezug
Kanton Zürich, Amt für Verkehr
Publikationsdatum
November 2018
Autor
Kanton Zürich, Amt für Verkehr

Gesamtverkehrskonzept

Speziell in dichten urbanen Räumen stellt die Entwicklung des Gesamtverkehrssystems in Abstimmung mit der Siedlungsentwicklung eine beträchtliche Herausforderung dar. In komplexen Situationen (hoher Siedlungsdruck, knappe Verkehrskapazitäten) wird die Erarbeitung eines kommunalen Gesamtverkehrskonzeptes als Grundlage für die Überarbeitung des kommunalen Richtplans Verkehr empfohlen.

Darüber hinaus können die Ergebnisse und Erkenntnisse aus einem kommunalen Gesamtverkehrskonzept – soweit relevant – direkt in die Planungen des kommunalen Verkehrsnetzes (Strassen, Velo- und Fussverkehr, Parkierung), in das Fahrplanverfahren des ZVV sowie in die grundeigentümerverbindlichen Nutzungsplanungen einfliessen.

Mobilitätskonzepte

Ein Mobilitätskonzept enthält ein Bündel von aufeinander abgestimmten Massnahmen, die es erlauben, den durch ein Areal oder Bauvorhaben erzeugten Verkehr (Quell-Zielverkehr) auf die bestehenden und künftigen Kapazitäten des übergeordneten Strassennetzes, der Parkplätze, des ÖV sowie des Angebots für den Fuss- und Veloverkehrs so abzustimmen, dass Kapazitätsengpässe entschärft und Umweltbelastungen reduziert werden. Mit den Massnahmen des Mobilitätskonzepts wird somit eine bestimmte Verkehrsnachfrage (Fahrtenanzahl, Modalsplit etc.) angestrebt.

Die Gemeinden können bei der Konkretisierung dieser Bestimmung in ihren Bau- und Zonenordnungen vorschreiben, dass Bauherren im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ein Mobilitätskonzept vorlegen müssen, falls sie von der vorgeschrieben Anzahl Parkplätze nach unten abweichen möchten. Ebenso können Mobilitätskonzepte freiwillig erarbeitet und umgesetzt werden (meist bei Bestandsobjekten).

Parkierung

Die Abstimmung von Siedlung und Verkehr ist ein zentrales Anliegen der Raum-und Verkehrsplanung auf allen Ebenen. Der kantonale Richtplan hält in Bezug auf das kantonale Gesamtverkehrskonzept fest, dass die Gemeinden neben weiteren Massnahmen bei der Ausgestaltung der Parkierungsvorschriften den kantonalen Zielsetzungen Rechnung zu tragen haben. Damit sind  insbesondere Beiträge zu den Modal-Split-Zielen gemeint.

Den kommunalen Erlassen kommt eine grosse Bedeutung zu, weil sie helfen, die folgenden Ziele zu erreichen:

  • Reinhaltung der Luft
  • Schutz vor Lärm
  • Bewältigung des wachsenden Verkehrs

Hinzu kommt die Vorgabe des kantonalen Richtplans, wonach der öffentliche Verkehr mindestens 50 Prozent des Verkehrszuwachses zu übernehmen hat, der nicht auf den Fuss- oder den Veloverkehr entfällt.

Die Wegleitung zur Regelung des Parkplatzbedarfs in kommunalen Erlassen zeigt auf, wie die Vorgaben der kantonalen Richtplanung und die gesetzlichen Anforderungen von Paragraf 242 bis 247 des Planungs- und Baugesetzes erfüllt werden können. Die Baudirektion hat die revidierte Wegleitung 2018 in die Vernehmlassung gegeben. Es ist derzeit offen, ob der Regierungsrat eine Neufassung der Wegleitung verabschieden wird. Es steht den Gemeinden indes frei, von der in die Vernehmlassung gegebenen Fassung Gebrauch zu machen.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Amt für Verkehr – Abteilung Gesamtverkehr

Adresse

Neumühlequai 10
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 54 40

Ansprechperson Wilfried Anreiter

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