Wer in einer Regelklasse oder im sonderpädagogischen Bereich an der Volksschule unterrichten möchte, muss über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Gleiches gilt für das Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache sowie für die Leitung einer Schule.
Zulassung an Regelklassen
Lehrpersonen benötigen für die Unterrichtstätigkeit in Regelklassen der Volksschule ein von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) anerkanntes Lehrdiplom. Alternativ kann die EDK auch gleichwertige Ausbildungen anerkennen.
Vikarinnen und Vikare
Für reguläre Vikariate gelten grundsätzlich die Zulassungskriterien für Lehrpersonen. Für höchstens dreitägige Notfall-Vikariate bei unvorhergesehenen Absenzen gilt eine besondere Ausnahmeregelung. Für diesen Notfalleinsatz wird keine Zulassung geprüft. Die Voraussetzungen für reguläre Vikariate und das Vorgehen bei Notfall-Vikariaten sind auf der Seite «Beginn des Vikariats» erläutert.
Stufenzulassung
Lehrpersonen unterrichten auf jener Schulstufe diejenigen Fächer, für die sie gemäss Lehrdiplom oder Anerkennung über eine Unterrichtsbefähigung verfügen. Lehrpersonen, die mit einem Ergänzungsstudium die Qualifikation in einem zusätzlichen Fach erwerben, dürfen dieses unterrichten, sobald sie das Studium aufgenommen haben. Eine Ausnahme bilden die Fremdsprachen: Hier muss die Lehrperson vor der Aufnahme des Unterrichts über die geforderte Sprachkompetenz verfügen.
Schwimmunterricht
Für das Erteilen von Schwimmunterricht an der Volksschule ist einer der folgenden Abschlüsse erforderlich:
- Lehrdiplom mit Lehrbefähigung für das Fach Bewegung und Sport sowie Nachweis der absolvierten Module im Kompetenzbereich «Bewegen im Wasser» im Transcript of Records (ToR)
- Diplom als Schwimminstruktorin oder Schwimminstruktor (SI)
Zusätzlich benötigt die Schwimmlehrperson ein gültiges Brevet Plus Pool und ein gültiges Modul BLS-AED. Für Schwimmunterricht im See ist zudem ein gültiges Modul See erforderlich.
Die Gemeinde prüft vor dem Einsatz, ob die erforderlichen Nachweise vorliegen. Seit dem 1. September 2026 enthalten die Lehrdiplome der PHZH keine Angaben mehr zum Brevet Plus Pool und zum Modul BLS-AED.
Qualifikation der Lehrpersonen in Fachbereichen mit Neuerungen durch den Zürcher Lehrplan 21
Mit dem Zürcher Lehrplan 21 haben einige Fachbereiche inhaltliche Änderungen erfahren, in der Primarschule insbesondere TTG, MI und RKE, in der Sekundarschule TTG, MI, RKE, RZG und WAH. Dies ist teilweise mit Anpassungen der Qualifikationsanforderungen der Lehrpersonen verbunden. Nachfolgend sind diese in den einzelnen Fachbereichen aufgeführt.
Überblick Qualifikation der Lehrpersonen
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Primarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf TTG uneingeschränkt unterrichten?
- Handarbeitslehrpersonen und Primarlehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung sowohl im Fach Handarbeit (textil) als auch im Fach Werken (nicht-textil) verfügen
- Primarlehrpersonen, die im Lehrdiplom das Fach Textiles und Technisches Gestalten (TTG) eingetragen haben
Wer darf TTG mit Einschränkungen unterrichten?
- Primarlehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung entweder im Fach Handarbeit (textil) oder im Fach Werken (nicht-textil) verfügen, können wie bisher ihren Bereich unterrichten.
- Handarbeitslehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung nur im Fach Handarbeit (Werken textil) verfügen, können wie bisher ihren Bereich unterrichten.
Bemerkung:
Der Unterricht in TTG kann weiterhin in separaten Lektionen (Textiles Gestalten bzw. Technisches Gestalten) erteilt werden. Die allfällige Aufteilung der Lektionen während des Schuljahres liegt in der Verantwortung der Schulleitungen. Bei separat erteilten Lektionen in Textilem und Technischem Gestalten durch unterschiedliche Lehrpersonen, empfiehlt das VSA, die beiden Bereiche pro Schuljahr je ein Semester lang zu unterrichten und die Gruppen bzw. Halbklassen nach einem Semester die Akzentuierung wechseln zu lassen. Die Lehrpersonen sollten dabei wöchentlich die gleiche Unterrichtszeit haben. In Ausnahmefällen ist eine abweichende Lektionenzahl auf Beginn des 2. Semester denkbar, wenn aus organisatorischen Gründen keine andere Lösung möglich ist.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Übergangsangebote im Rahmen der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 zur Qualifikation von Lehrpersonen für einen fehlenden Teil in TTG wurden eingestellt.
Primarlehrpersonen mit PH-Diplom ohne Unterrichtsberechtigung in TTG oder in nur einem Bereich von TTG (textil oder technisch): Facherweiterung Design & Technik an der PHZH ab 2018 (7 ECTS-Punkte)
https://phzh.ch/studium/studiengaenge/primarstufe/primarstufe-facherweiterung/
Sekundarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf TTG uneingeschränkt unterrichten?
Handarbeitslehrpersonen, die sowohl über eine Unterrichtsberechtigung im Fach Handarbeit (Werken textil) als auch in Werken (nicht-textil; Holz, Metall, Kunststoff) verfügen.
Wer darf TTG mit Einschränkungen unterrichten?
- Handarbeitslehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung nur im Fach Handarbeit (Werken textil) verfügen, können wie bisher ihren Werkstoffbereich unterrichten.
- Sekundarlehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung im Fach Werken (nicht-textil; Holz, Metall, Kunststoff) verfügen, können wie bisher ihren Werkstoffbereich unterrichten.
Bemerkung: Der Unterricht in den drei Pflichtlektionen TTG in der 2. Sek muss sowohl das Textile als auch das Technische Gestalten abdecken. Bei separat erteilten Lektionen in Textilem und Technischem Gestalten durch unterschiedliche Lehrpersonen, empfiehlt das VSA, das Textile und das Technische Gestalten pro Schuljahr je ein Semester lang zu unterrichten und die Gruppen bzw. Halbklassen nach einem Semester die Akzentuierung wechseln zu lassen. Die Lehrpersonen sollten dabei wöchentlich die gleiche Unterrichtszeit haben. In Ausnahmefällen ist eine abweichende Lektionenzahl auf Beginn des 2. Semester denkbar, wenn aus organisatorischen Gründen keine andere Lösung möglich ist. Die Lehrpersonen können auch Projekte durchführen (allenfalls im Teamteaching), die das Textile und Technische Gestalten vernetzen.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3). abgedeckt werden können.
Erweiterungsstudien
Sekundarlehrpersonen mit einem EDK-anerkannten Lehrdiplom für die Sekundarstufe I und Unterrichtsberechtigung entweder im Fach Handarbeit (Werken textil) oder im Fach Werken (nicht-textil; Holz, Metall, Kunststoff): Facherweiterung an der PHZH für den fehlenden Teil
(12 ECTS-Punkte)
https://phzh.ch/studium/studiengaenge/sekundarstufe-1/sekundarstufe-1-facherweiterung/
Sekundarlehrpersonen mit EDK-anerkanntem Stufendiplom Sek I und Unterrichtsberechtigung weder im Fach Handarbeit (Werken textil) noch im Fach Werken (Holz, Metall, Kunststoff): Facherweiterung Design und Technik (DT) an der PHZH (30 ECTS-Punkte während vier Semestern)
https://phzh.ch/studium/studiengaenge/sekundarstufe-1/sekundarstufe-1-facherweiterung/
Primarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf MI uneingeschränkt unterrichten?
- Primarlehrpersonen, die den stufenspezifischen Grundlagenkurs im Umfang von 3 ECTS-Punkten (rund 90 Stunden) vollständig und erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten die Berechtigung, die Lektionen in Medien und Informatik an der Primarschule zu erteilen.
- Primarlehrpersonen, welche die Unterrichtsberechtigung im Verfahren sur Dossier des Volksschulamts erhalten haben (2017-2021), dürfen ebenfalls MI an der Primarschule unterrichten.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Verbindliche Nachqualifikation
Im Rahmen der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 wurde 2017 bis 2023 der Grundlagenkurs Medien und Informatik im Umfang von 3 ECTS Punkten angeboten. Das Angebot steht nicht mehr zur Verfügung.
Weiterbildungsangebote der PHZH in Medien und Informatik
Sekundarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf MI uneingeschränkt unterrichten?
- Sekundarlehrpersonen, die den stufenspezifischen Grundlagenkurs im Umfang von 3 ECTS-Punkten (rund 90 Stunden) vollständig und erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten die Berechtigung, die Lektionen in Medien und Informatik an der Sekundarschule zu erteilen.
- Sekundarlehrpersonen, welche die Unterrichtsberechtigung im Verfahren sur Dossier des Volksschulamts erhalten haben (2017-2021), dürfen ebenfalls MI an der Sekundarschule unterrichten.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Verbindliche Nachqualifikation
Im Rahmen der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 wurde 2017 bis 2023 der Grundlagenkurs Medien und Informatik im Umfang von 3 ECTS Punkten angeboten. Das Angebot steht nicht mehr zur Verfügung.
Weiterbildungsangebote der PHZH in Medien und Informatik
Primarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf RKE uneingeschränkt unterrichten?
Der Fachbereich Religionen, Kulturen, Ethik wird durch die Lehrpersonen unterrichtet, die sich entweder an der PH Zürich für das Fach Religion und Kultur qualifiziert haben oder aufgrund einer sur Dossier Überprüfung durch das VSA die Lehrberechtigung für dieses Fach erhalten haben. Letzteres betrifft insbesondere Lehrpersonen aus anderen Kantonen.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Keine verbindliche Nachqualifikation im Bereich Ethik
Sekundarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf RKE uneingeschränkt unterrichten?
Der Fachbereich Religionen, Kulturen, Ethik wird durch die Lehrpersonen unterrichtet, die sich entweder an der PH Zürich für das Fach Religion und Kultur qualifiziert haben oder aufgrund einer sur Dossier Überprüfung durch das VSA die Lehrberechtigung für dieses Fach erhalten haben. Zweiteres betrifft insbesondere Lehrpersonen aus anderen Kantonen.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Keine verbindliche Nachqualifikation im Bereich Ethik
Sekundarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf RZG uneingeschränkt unterrichten?
Sekundarlehrpersonen, die über eine Unterrichtsberechtigung sowohl in Geografie als auch in Geschichte verfügen.
Wer darf RZG mit Einschränkungen unterrichten?
Sekundarlehrpersonen, die entweder über eine Unterrichtsberechtigung in Geografie oder in Geschichte verfügen, können wie bisher ihren Bereich unterrichten.
Bemerkung: Die Schulgemeinden haben wie bisher Spielraum bei der Stundenplangestaltung. Sie können selbst bestimmen, wie sie die Lektionen im Fachbereich RZG aufteilen. Vorgesehen sind mit dem neuen Lehrplan ab SJ 2019/20 je 3 Lektionen RZG in der 1. und 2. Sek, in der 3. Sek für RZG sowie Natur und Technik gesamthaft 4 bis 6 Lektionen.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Sekundarlehrpersonen mit einem EDK-anerkannten Lehrdiplom für die Sekundarstufe I und Unterrichtsberechtigung entweder im Fach Geschichte oder im Fach Geografie: Facherweiterung für den jeweils fehlenden Teil (Geschichte oder Geografie) an der PHZH (11 ECTS Punkte)
https://phzh.ch/studium/studiengaenge/sekundarstufe-1/sekundarstufe-1-facherweiterung/
Sekundarlehrpersonen mit EDK-anerkanntem Stufendiplom Sek I und Unterrichtsberechtigung weder im Fach Geschichte noch im Fach Geografie: Facherweiterung Geschichte, Geografie, Politische Bildung an der PH Zürich (40 ECTS Punkte während sechs Semestern)
https://phzh.ch/studium/studiengaenge/sekundarstufe-1/sekundarstufe-1-facherweiterung/
Sekundarstufe: Qualifikationsanforderungen / Rahmenbedingungen
Wer darf WAH uneingeschränkt unterrichten?
WAH auf der Sekundarstufe wird durch Lehrpersonen mit der Lehrbefähigung im bestehenden Fach Haushaltkunde unterrichtet.
Ausnahmeregelung:
Die Schulleitung kann eine Lehrperson mit deren Einwilligung ausnahmsweise und für maximal ein Jahr in einem Fach auch ohne Unterrichtsberechtigung einsetzen. Die Schulleitung sorgt bei einer längeren Dauer dafür, dass die Lehrperson die notwendige Unterrichtsberechtigung erwirbt (Lehrpersonalgesetz § 7 Abs. 3).
Erweiterungsstudien
Keine verbindliche Nachqualifikation in WAH.
Im Rahmen der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 wurde 2017 bis 2021 ein Weiterbildungsangebot im Umfang von 6 Tagen zur Verfügung gestellt, das die erweiterte Perspektive des Fachbereichs abdeckt. Das Angebot steht nicht mehr zur Verfügung.
Stufen- oder fachfremder Einsatz
Schulleitende dürfen in Ausnahmefällen den stufenfremden Einsatz einer Lehrperson bewilligen. Gleichzeitig müssen Schulleitende aber dafür sorgen, dass die Lehrperson bei einer Einsatzdauer von mehr als einem Jahr die entsprechende Nachqualifikation erwirbt.
In Ausnahmefällen können Schulleitende einer Lehrperson erlauben, ein Fach zu unterrichten, für das sie nicht über eine Befähigung verfügt. Auch in solchen Fällen müssen die Schulleitenden dafür sorgen, dass die Lehrperson bei einer Einsatzdauer von mehr als einem Jahr die entsprechende Nachqualifikation erwirbt. Von einem fachfremden Einsatz in den Fächern Sport, Werken und Schwimmen ist abzusehen.
Anerkennung von Diplomen
Folgende Anerkennung gilt:
Zürcher Lehrdiplom
Das Diplom gilt als Ausweis für die Zulassung zum Schuldienst.
Ausserkantonale Lehrdiplome
Lehrpersonen mit Diplomen aus anderen Kantonen benötigen eine formelle Zulassung des VSA. Da ausserkantonale Lehrdiplome in der Regel EDK-anerkannt sind, können die Lehrpersonen ohne Einschränkungen im Schuldienst eingesetzt werden.
Ausländische Lehrdiplome
Lehrpersonen mit einem ausländischen Lehrdiplom benötigen vor der Anstellung eine Anerkennung durch die EDK. Detaillierte Informationen dazu, insbesondere zu den einzureichenden Unterlagen, sind auf der Webseite der EDK zu finden. Für die Bearbeitung der Anerkennung wird eine Gebühr verlangt.
Einsatz von Studierenden
Im Schuljahr 2026/27 können immatrikulierte Studierende einer Pädagogischen Hochschule grundsätzlich eine provisorisch befristete Zulassung zum Schuldienst erhalten. Dies gilt auch für Studierende im ersten Studienjahr. Die Voraussetzungen, Ausschlussgründe und Fälle mit individueller Prüfung richten sich nach der Weisung «Provisorische befristete Zulassung zum Schuldienst im Schuljahr 2026/27».
Die Dauer der Zulassung und allfällige Auflagen richten sich nach dem Studiengang und der individuellen Situation. Dem Studium ist die notwendige Priorität einzuräumen. Die Schulleitung klärt mit der betroffenen Person die Vereinbarkeit von Studium und Unterrichtstätigkeit.
Die Entlöhnung richtet sich nach dem Ausbildungsstand und den geltenden Lohnbestimmungen. Ein bestandenes Basisstudium und eine positive Eignungsbeurteilung bleiben insbesondere für die Entlöhnung relevant.
Die aktuelle Weisung und die erforderlichen Unterlagen finden Sie unter «Stellensituation».
Personen ohne Lehrdiplom
Personen ohne Lehrdiplom können angestellt werden, wenn sie über eine entsprechende provisorisch befristete Zulassung zum Schuldienst verfügen. Davon zu unterscheiden ist die ausnahmsweise Anstellung von Personen ohne Zulassung zum Schuldienst gestützt auf eine Ermächtigung des Volksschulamts bei Lehrpersonenmangel.
Für das Schuljahr 2026/27 wird diese Ermächtigung nur noch für den Bereich Schulische Heilpädagogik erteilt. Für den Regelklassenunterricht besteht keine entsprechende Ermächtigung. Die besondere Regelung für höchstens dreitägige Notfall-Vikariate bei unvorhergesehenen Absenzen bleibt vorbehalten.
Die aktuellen Voraussetzungen und das Vorgehen sind auf der Seite «Stellensituation» beschrieben.
Zulassung im sonderpädagogischen Bereich
Lehrpersonen, die im Rahmen der Integrativen Förderung (IF), Einschulungsklassen oder Kleinklassen unterrichten, benötigen einen von der EDK anerkannten Hochschulabschluss in Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik.
Lehrpersonen, die Aufnahmeunterricht erteilen oder an Aufnahmeklassen unterrichten, benötigen neben dem EDK anerkannten Lehrdiplom als Regelklassenlehrperson einen zertifizierten Lehrgang in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für die Volksschule. Das EDK anerkannte Lehrdiplom wird vorausgesetzt. Davon ausgenommen sind einzig spezifische kantonale Ausbildungen, wie beispielsweise Quereinsteigerstudiengänge der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH).
Diplomlehrgänge Sonderpädagogik
Der Masterstudiengang Sonderpädagogik mit der Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik kann entweder als Vollzeitstudium oder berufsbegleitend absolviert werden und steht Lehrpersonen mit einem EDK anerkannten Lehrdiplom offen. Wird die berufsbegleitende Variante gewählt, dürfen Lehrpersonen mit Regelklassenlehrdiplom parallel dazu in den Bereichen Integrative Förderung, Einschulungsklassen, Kleinklassen, integrierte und separative Sonderschulung unterrichten. Die Masterstudiengänge in Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik werden an verschiedenen Hochschulen angeboten und sind durch die EDK anerkannt (z.B. Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH).
Lehrpersonen mit einem EDK anerkannten Regelklassenlehrdiplom haben bereits vor Studienbeginn die Möglichkeit, eine dreijährige Bewilligung bis zur Aufnahme des Studiums zu beantragen. Nach Ablauf dieser Frist kann nicht länger an einer Stelle im sonderpädagogischen Bereich verblieben werden. sofern das Studium nicht fristgerecht aufgenommen wird. Wir empfehlen zudem im ersten Unterrichtsjahr das Modul P1_02 «Diagnostik, Förderung und Partizipation bei besonderem Bildungsbedarf» inklusive Leistungsnachweis an der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) zu besuchen. Dieses Modul kann am Hochschulstudium in Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik vollumfänglich angerechnet werden.
Abweichende Regelungen für ältere Lehrpersonen im sonderpädagogischen Bereich
Die nachstehende Regelung gilt bei einer Mangelsituation bei den schulischen Heilpädagoginnen oder Heilpädagogen.
Für Lehrpersonen, die 54 oder älter sind, gelten spezielle Voraussetzungen:
Wer 54 oder 55 Jahre alt ist, kann den kompletten berufsbegleitenden Studiengang absolvieren, muss aber bereits nach einem, respektive zwei Jahren Unterrichtstätigkeit im sonderpädagogischen Bereich mit der Ausbildung starten.
Lehrpersonen mit Jahrgangsalter 56 oder älter, absolvieren innerhalb der ersten anderthalb Anstellungsjahre das Modul P1_02 «Diagnostik, Förderung und Partizipation bei besonderem Bildungsbedarf» sowie ein weiteres Modul nach Auswahl inklusive Leistungsnachweis an der HfH, um eine definitive Zulassung zu erhalten. Dabei kann aus folgenden Modulen ausgewählt werden:
- Heilpädagogik im Bereich Lernen. Lernschwierigkeiten
- Heilpädagogik im Bereich sozial-emotionale Entwicklung und Verhalten I
- Heilpädagogik im Bereich geistige Entwicklung I
- Heilpädagogik im Bereich Hören I
- Heilpädagogik im Bereich Sehen I
- Heilpädagogik im Bereich körperlich-motorische Entwicklung; Motorische Beeinträchtigungen
- Begabungs- und Begabtenförderung
- Sprache bei besonderem Bildungsbedarf
- Autismus im Kontext der Schulischen Heilpädagogik
- Berufliche Integration. Heilpädagogische Begleitung des Übergangs Schule – Beruf
Die Regelung für ältere Lehrpersonen gilt unabhängig davon, ob bereits früher eine befristete Bewilligung für die Tätigkeit an einer Stelle im sonderpädagogischen Bereich mit Ausbildungsauflage bestand. Eine Tätigkeit an einer Einschulungsklasse, an einer Kleinklasse, in der integrierten Sonderschulung in der Verantwortung der Sonderschule (ISS) oder in der separativen Sonderschulung ist ausgeschlossen. Lehrperson mit einer Zulassung, unter der Voraussetzung der abweichenden Regelung, können nur auf derjenigen Schulstufe im sonderpädagogischen Bereich eingesetzt werden, für die auch das entsprechende Lehrdiplom vorliegt.
Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen
Sollte eine Person über eine Ausbildung verfügen, die gleichwertig zum EDK-anerkannten Hochschulstudiengang in Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik ist, kann der Kanton Zürich eine Anerkennung aussprechen.
Zulassung ohne Diplom
Für Personen, die sowohl über Aus- und Weiterbildungen im Bereich Schulische Heilpädagogik verfügen, als auch über fundierte Berufserfahrung im Bereich Heilpädagogik auf einer Volksschulstufe mitbringen, kann eine Zulassung ausgestellt werden. Diese wird meist auf eine Schulstufe beschränkt und ist eventuell mit Auflagen verbunden. Der Lohn wird auf der Basis der Einstufung von Lehrpersonen ohne Diplom in Schulischer Heilpädagogik ausgerichtet.
Zulassung in Deutsch als Zweitsprache
Lehrpersonen in Aufnahmeklassen und im Aufnahmeunterricht müssen neben dem Regelklassenlehrdiplom über den Abschluss eines zertifizierten Lehrganges in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für die Volksschule verfügen. Mit dieser Ausbildungskombination darf im Aufnahmeunterricht an allen Schulstufen unterrichtet werden, ebenso in der Aufnahmeklasse auf der Schulstufe, für die das Regelklassenlehrdiplom erworben wurde. In Einzelfällen können auch gleichwertige Lehrgänge oder entsprechende Berufserfahrungen als Zulassung für den DaZ-Unterricht anerkannt werden.
Lehrgang Deutsch als Zweitsprache
Die Zertifikats- oder CAS-Lehrgänge (Certificate of Advanced Studies) für Deutsch als Zweitsprache für die Volksschule werden durch verschiedene Ausbildungsinstitutionen angeboten. Sie erfolgen berufsbegleitend. Lehrpersonen mit Regelklassenlehrdiplom, dürfen deshalb ohne Zusatzausbildung DaZ-Unterricht erteilen, müssen den Lehrgang aber spätestens drei Jahre nach Beginn der Unterrichtstätigkeit abschliessen. Für diese Zeit wird eine befristete Unterrichtsberechtigung erteilt.
Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen
Verfügt eine Lehrperson über ein Regelklassenlehrdiplom und eine Ausbildung, die gleichwertig zu einem Zertifikats- oder CAS-Lehrgang Deutsch als Zweitsprache für die Volksschule ist, kann das VSA eine Anerkennung aussprechen. Der Antrag dazu erfolgt mit dem untenstehenden Formular.
Zulassung
Das VSA kann eine Zulassung (mit oder ohne Auflage) erteilen, wenn eine Person über fundierte Berufserfahrung an der Volksschule und anerkannte Aus- und Weiterbildungen im Bereich DaZ für die Volksschulstufe verfügt. Der Antrag dazu kann mit dem untenstehenden Formular gestellt werden.
Zulassung von Schulleitungen
Schulleitende benötigen kein Lehrdiplom. Sie müssen jedoch über die entsprechende Ausbildung zur Schulleitung verfügen. Anerkannt werden folgende Lehrgänge:
- Schulleiter/innen-Ausbildungen der Pädagogischen Hochschulen und Universitäten, sofern diese Angebote dem Format eines Zertifikatslehrgangs entsprechen.
- Von der EDK anerkannte Zusatzausbildungen für die Schulleitung
- Schulleiterinnen- und Schulleiterausbildungen von Ausbildungsinstitutionen, die von der EDK akkreditiert sind und deren Angebot sich (auch) an Volksschullehrpersonen richtet.
Das Volksschulamt kann im Einzelfall andere, gleichwertige Ausbildungen oder die Berufserfahrung einer Schulleiterin oder eines Schulleiters als genügende Ausbildung anerkennen.
Weiterführende Informationen
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Kontakt
Volksschulamt – Abteilung Lehrpersonal, Sektor Personal
Sekretariat
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Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
8.00 bis 11.45 Uhr
Mittwoch
13.30 bis 17.00 Uhr