In der zweiten Phase der Innovation-Sandbox für KI wurden fünf Projekte erfolgreich abgeschlossen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind veröffentlicht und leisten einen wichtigen Beitrag für das gesamte KI-Ökosystem.
Eingereichte Projektanträge
Im zweiten Projekt-Call 2024 reichten 24 Organisationen ihre KI-Projekte ein. Bis Anfang 2026 setzte das Projektteam fünf Projekte erfolgreich um und veröffentlicht die Ergebnisse fortlaufend. In wenigen Wochen folgt hier auch der Abschlussbericht der zweiten Sandbox-Runde.
KI bei Baubewilligungen
Baubewilligungsverfahren sind komplex. Dieses Projekt analysierte die Fähigkeiten von KI-Modellen bei der Überprüfung von Baueingaben und entwickelte einen Prototyp für einen KI-basierten Vorabcheck von Solaranalgen, Wärmepumpen und Ladestationen. Die Ergebnisse bieten Gemeinden und Anbietern wichtige Impulse für die digitale Transformation im Baubereich.
KI zur Optimierung des Meldeverfahrens bei Baubewilligungen
Sensorbasierte Brückenüberwachung
Viele Brücken sind Jahrzehnte alt und werden noch immer überwiegend visuell inspiziert. Dieses Projekt testet KI-gestützte Sensoren, die das Schwingungsverhalten von Brücken kontinuierlich messen. So lassen sich Ermüdung der öffentlichen Infrastruktur frühzeitig erkennen und fundierte Aussagen zur Tragfähigkeit treffen. Der datenbasierte Ansatz soll helfen, die Lebensdauer von Brücken gezielt zu verlängern und Wartung effizienter zu gestalten.
Schweizerische Südostbahn AG & Irmos testen Brückenüberwachung mit KI
Digitale Augenklinik
Die Diagnose von Augenerkrankungen ist aufwendig und erfordert viel Fachwissen. Dieses Projekt entwickelt einen KI-gestützten Ansatz zur Erkennung von diabetischer Retinopathie und untersucht, wie sich KI zuverlässig in den klinischen Alltag integrieren lässt. Neben medizinischen Verbesserungen liefert das Projekt auch praxisnahe Empfehlungen, die für andere Fachbereiche wie Radiologie oder Dermatologie übertragbar sind.
Das Stadtspital Triemli macht mit Oculomics und KI die Zukunft der Diagnostik möglich
Autonome Inspektionsroboter
Für viele Schweizer Robotikfirmen ist der Zugang zum EU-Markt entscheidend – gleichzeitig wächst die regulatorische Komplexität. Dieses Projekt analysiert zentrale Regelwerke wie den AI Act, die Maschinenverordnung, den Cyber Resilience Act und den Data Act und zeigt, wie Unternehmen die verschiedenen Anforderungen sinnvoll navigieren können. Darüber hinaus wird eine AI-Governance-Software getestet, die Firmen dabei unterstützt, die technischen, rechtlichen und organisatorischen Vorgaben – etwa nach ISO 42001 – effizient umzusetzen.
EU-Regulierung von Industrierobotern für kritische Infrastrukturen
KI in der medizinischen Dokumentation
Im Gesundheitswesen sorgt die Dokumentationspflicht für viel administrativen Aufwand. Dieses Projekt zeigt, wie Spracherkennung und grosse Sprachmodelle (LLMs) diesen Aufwand reduzieren können. Gleichzeitig untersucht es die rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa zu Datenschutz, Berufsgeheimnis oder Cloud-Nutzung – und klärt, wann solche Systeme als Medizinprodukte gelten. Ziel ist es, konkrete Best Practices für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der medizinischen Dokumentation zu entwickeln.
KI in der medizinischen Dokumentation – zwischen Potenzial und Regulierung
Bitte geben Sie uns Feedback
Ist diese Seite verständlich?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Kontakt
Amt für Wirtschaft – Standortförderung
Montag bis Freitag
8.00 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr