Fachinformationen zur Fischerei

Die Fischerei- & Jagdverwaltung ergreift Massnahmen zum Schutz und zur Förderung bedrohter Fisch- und Krebsarten.

Inhaltsverzeichnis

Artenschutz und Artenförderung

Die Fischereistatistik liefert wichtige Informationen über die Entwicklung des Fischbestands und der Artenzusammensetzung in unseren Gewässern. Monitorings und Forschungsarbeiten beantworten spezifische Fragestellungen.

Stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten sind von der fischereilichen Nutzung ausgenommen. Die seltenen Steinkrebse werden durch ein Zuchtprogramm gefördert. Für andere Arten wie die Seeforelle gibt es ein Managementkonzept mit Massnahmen zur Bestandesförderung.

Für den Umgang mit neuen, gebietsfremden Arten sind Konzepte und Massnahmen erarbeitet worden.

Standortfremde Arten

Standortfremde Arten (aquatische Neobiota) können die Artenvielfalt in unseren Gewässern gefährden. Im Kanton Zürich sind das vor allem standortfremde Krebsarten, exotische Muschelarten und in Zukunft wohl die rheinaufwärts wandernden Schwarzmeergrundeln. Daneben gelangen auch immer wieder ausgesetzte Aquarienfische in unsere Gewässer. All diese Arten können unabsichtlich verbreitet werden. Die nachfolgenden Merkblätter zeigen, wie Sie in ihren Gewässern die Ausbreitung standortfremder Arten verhindern können.

Goldwaschen

Goldwaschen wird als Freizeitbeschäftigung immer beliebter. Weil es erheblichen Einfluss auf Gewässer hat und den Nachwuchs von Fischen gefährdet, ist es im Kanton Zürich nur mit Einschränkungen erlaubt.

Einzelpersonen, die von Mai bis September mit einfachen Handwerkzeugen (Waschpfanne und Schaufel) Goldwaschen, sind von einer Bewilligungspflicht ausgenommen.

Eine Bewilligung der Baudirektion ist zwingend erforderlich für:

  • die Verwendung von Rinnen, Schleusen, Pumpen, Saugvorrichtungen, motorbetriebene Geräte etc.
  • Gruppenanlässe
  • das Abgraben von Uferstellen
  • das grossflächige Umschichten von Sohlsubstrat

Örtlich und zeitlich beschränkte Goldwaschverbote

Eingriffe in die Sohle und in die Ufer von Gewässern haben derart zu erfolgen, dass die natürliche Fortpflanzung der Fische möglich ist bzw. nicht gestört wird und dass dabei keine Fische zu Schaden kommen. Aus diesem Grund wird das Goldwaschen in den Monaten Oktober bis April generell nicht toleriert, weil dann in den Forellenbächen der Laich bzw. später die frischgeschlüpften Brütlinge im Kiesbett liegen. Sie könnten durch das Goldwaschen beeinträchtigt werden. (Rechtliche Grundlage: Art. 9. Abs. 1 lit. c und d des Bundesgesetzes über die Fischerei (BGF, LS Nr. 923.0)

Es bestehen weiter je nach Gewässer Kantonale oder Kommunale Schutzverordnungen (Naturschutzgebiete). In Naturschutzgebieten darf generell kein Gold gewaschen werden. Die Gemeinden können in ihren kommunalen Polizeiverordnungen das Goldwaschen verbieten oder einschränken. (Rechtliche Grundlage: § 36 des Wasserwirtschaftsgesetzes (WWG, LS Nr. 724.11) und Art. 8 BGF).

Bewilligung für technische Eingriffe

Übersteigt die Intensität des Goldwaschens den Gemeingebrauch, ist nach § 36 des Wasserwirtschaftsgesetzes (WWG, LS Nr. 724.11) und nach Art. 8 BGF eine Bewilligung oder eine Konzession bei der Baudirektion zu beantragen.

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