Newsletter für Tierärztinnen & Tierärzte

Der Newsletter erscheint in loser Folge und informiert über das aktuelle Seuchengeschehen, die Tierarzneimittelabgabe und -verschreibung sowie über Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Berufsausübung.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Neuer Webauftritt des Kantons Zürich

Der Kanton Zürich hat seinen Webauftritt komplett überarbeitet und seit heute ist die neue Website online. Neu sind die Informationen und Services konsequent nach Themen geordnet. Die Direktionen und Ämter der kantonalen Verwaltung werden weiterhin abgebildet, rücken jedoch etwas in den Hintergrund.

Tierärztinnen und Tierärzte finden die für die Berufsausübung relevanten Informationen und Dokumente unter diesem Link: https://zh.ch/de/umwelt-tiere/tiere/bewilligungen-tieraerzte-heilmittel.html.
Zum Newsletter geht es hier: https://zh.ch/de/umwelt-tiere/tiere/bewilligungen-tieraerzte-heilmittel/newsletter-fuer-tieraerztinnen-und-tieraerzte.html.

Wir haben auch Short-URLs generiert. Diese lauten zh.ch/tierarzt resp. zh.ch/veta-newsletter.

Newsletter 04/2020 vom 9. Juli 2020

Archiv 2020

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Der Jahresbericht 2019 des Veterinäramts Zürich ist online verfügbar.

Darin finden Sie die aktuellsten Zahlen und Fakten aus den Bereichen Veterinärberufe & Heilmittel, Tierschutz, Tierseuchen, Lebensmittelsicherheit sowie Parteirechte in Tierschutzstrafverfahren.

Newsletter 03/2020 vom 5. Juni 2020

Tierarztpraxen dürfen ab dem 27.4.2020 wieder alle Untersuchungen / Behandlungen vornehmen (Tierarztpraxen fallen unter Arztpraxen nach Art. 6 Abs. 3 Bst. m), sofern sie die Schutzvorgaben des Bundes wegen COVID-19 gemäss einem auf die Praxis zugeschnittenen Schutzkonzept einhalten. Die Gesellschaft Schweizer Tierärzte hat gestern grundsätzliche Vorlagen für Schutzkonzepte in Kleintier-, Nutztier- und Pferdepraxen bekannt gegeben.

Tierarztpraxen beschaffen sich Schutzmaterial grundsätzlich aus den üblichen und möglich Bezugsquellen. Infolge der angespannten Versorgungslage mit Schutzmaterial wird für Tierarztpraxen im Kanton Zürich die Möglichkeit geschaffen, in limitierter Menge Schutzmaterial (Masken, ggf. Desinfektionsmittel) bei der Kantonsapotheke beziehen können, falls Bezugsengpässe bestehen.
Die Tierarztpraxen sollten deshalb in den nächsten Tagen von der Kantonsapotheke die entsprechenden persönlichen Zugangsdaten zur Online-Plattform erhalten.

Bitte beachten Sie: Ein Bezug ist ausschliesslich für die Praxistätigkeit gestattet, persönlicher Gebrauch oder gar Weitergabe sind nicht zulässig.

Sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt keine Zugangsdaten von der Kantonsapotheke erhalten und Bedarf haben, kann sie sich ans Veterinäramt wenden: kanzlei@veta.zh.ch; Stichwort: Schutzmaterial Tierarztpraxis.

Newsletter 02/2020 vom 24. April 2020

Das Veterinäramt hat aus verschiedenen Gründen seine Entschädigungsweisung überarbeitet:

  • Heute sind immer mehr Tierarztpraxen als juristische Personen (AG, GmbH) in grösseren Einheiten organisiert, wodurch die Finanzabläufe (Rechnung­stellung, Personalabgaben) vorgegeben sind. So kann die in der Vergangen­heit durch das Veterinäramt vorrangig praktizierte Verrechnungsform mit AHV-Beiträgen abgelöst werden.
  • In letzter Zeit erfolgten MwSt.-Revisionen, die dazu führen, dass auch Verrichtungen im Rahmen der Seuchenprophylaxe MwSt.-pflichtig werden können. Diese Beträge sollen den Rechnungen zugeschlagen werden können.
  • Der Vergleich der geltenden Tarife in verschiedenen Kantonen unter Berücksichtigung des Entschädigungsrahmens der zürcherischen Tier­seuchenverordnung zeigte die Möglichkeiten zu Tariferhöhungen und -vereinfachungen auf.

Änderungen in der Entschädigungsweisung

Im untenstehenden PDF finden Sie die ab 1. April 2020 geltenden Weisungen. Besonders hervorzuheben sind diese Punkte:

  • Die Tarife für die Verrichtungen sind am Maximalansatz gemäss kantonaler Tierseuchenverordnung von Fr. 180 pro Stunde ausgerichtet.
  • Die Erhöhung der Grundtaxe je Betrieb und Besuch (vgl. Ziff. 321).
  • Die Entschädigung für Blut- und andere Proben und die Differenzierung der Tarife für «gut zugängliche Tiere» und «mit erhöhtem Aufwand zugängliche Tiere» (vgl. Ziff. 322 und 323).
  • Der Stundensatz für Ausnahmefälle mit besonderem Aufwand und nicht im Einzeltarif zu verrechnenden Verrichtungen ist erhöht worden (vgl. Ziff.311).
  • Ab sofort kann auf geschuldete Beträge der MwSt.-Satz von 2.5% erhoben werden.
  • Für die geschuldeten Beträge müssen neu auch diejenigen Tierärztinnen und Tierärzte Rechnung stellen, die das bislang noch nicht getan haben. Dies, weil eine Entschädigung via Besoldung des Kantons nicht mehr möglich ist.

Newsletter 01/2020 vom 31. März 2020

Archiv 2019

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Absetzfristen & Freigabedatum

Wenn Nutztiere mit Arzneimitteln behandelt werden, besteht die Gefahr, dass sich Rückstände davon in Lebensmitteln wiederfinden. Deshalb wird für jedes Arzneimittel eine individuelle Absetzfrist vorgeschrieben. Wird diese eingehalten, reduziert sich das Risiko, dass die festgelegte Höchstkonzentration des entsprechenden Wirkstoffs im Lebensmittel überschritten wird, auf ein Minimum.Wird ein Tier im Schlachthof angeliefert, ist es essenziell, dass die Absetzfrist richtig berechnet und somit ein korrektes Freigabedatum im Begleitdokument eingetragen ist. Denn erst am Freigabedatum darf das Tier geschlachtet werden. Stimmen die Angaben im Begleitdokument nicht, ist das Fleisch nicht ohne Weiteres verkehrsfähig, schlimmstenfalls ist es gar zu entsorgen.

Berechnungsanleitung

Wie berechnet man das Freigabedatum, das gleichbedeutend ist mit dem frühestmöglichen Schlachttermin? Das Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie bietet Hand und stellt einen Freigabedatumsrechner zur Verfügung. Um ihn zu nutzen, tragen Sie im Suchfeld des Tierarzneimittel Kompendium der Schweiz den Namen des gewünschten Arzneimittels ein und klicken auf «Suchen». Jetzt werden die dazugehörenden Arzneimittelangaben angezeigt. Wählen Sie den Link «Absetzfristen» an, worauf eine solche Berechnungs-Tabelle erscheint:

Rechenbeispiel für Rifen 10% ad us. vet., Injektionslösung mit Datum der letzten Applikation am 28. Mai 2019
Rechenbeispiel für Rifen 10% ad us. vet., Injektionslösung mit Datum der letzten Applikation am 28. Mai 2019

Unter der Tabelle können Sie das Datum der letzten Arzneimittelgabe (Applikationsdatum) eintragen und die Berechnung starten. Der Rechner zeigt für die einzelnen Tierarten sowie für die tierischen Lebensmittel das jeweilige Freigabedatum an.

Begriffserklärungen

Absetzfrist: Die Absetzfrist ist die Zeitspanne, die nach der letzten Anwendung des Tierarzneimittels bis zu einer allfälligen Schlachtung respektive Gewinnung des tierischen Lebensmittels (z. B. Fleisch, Organe, Milch, Eier) einzuhalten ist. Für Biobetriebe ist sie doppelt so hoch wie für konventionelle Betriebe. Die Absetzfrist kann nur in Tagen festgehalten werden.

Freigabedatum: Das Freigabedatum legt fest, ab welchem Datum vom Nutztier Produkte gewonnen und für den Verkauf oder Konsum freigegeben werden können.

Dokumentationspflicht

Die Tierarzneimittelverordnung (TAMV) hält in den Artikeln 26 und 28 die Dokumentationspflicht über Tierarzneimittel fest. Beispielsweise muss über verschreibungspflichtige Tierarzneimittel sowie Tierarzneimittel, für die eine Absetzfrist eingehalten werden muss, Buch geführt werden. Im Behandlungsjournal sind dabei u. a. die Daten der ersten und letzten Anwendung, die Absetzfristen sowie die Daten der Freigabe der verschiedenen vom Nutztier gewonnenen Lebensmittel einzutragen. Gestützt auf das Behandlungsjournal füllt der Tierhalter das Begleitdokument für ein Schlachttier aus. Er nennt Arzneimittel und Absetzfrist(en) oder legt das Behandlungsjournal bei, wenn ein Tier trotz laufender Absetzfrist ausnahmsweise und nach Rücksprache mit dem Fleischkontrolleur geschlachtet werden soll.

Newsletter 05/2019 vom 28. Mai 2019

Der Jahresbericht 2018 des Veterinäramts Zürich ist online verfügbar.

Darin finden Sie die aktuellsten Zahlen und Fakten aus den Bereichen Veterinärberufe & Heilmittel, Tierschutz, Tierseuchen, Lebensmittelsicherheit und Parteirechte in Tierschutzstrafverfahren

Newsletter 04/2019 vom 14. Mai 2019

Seit dem 1. Januar 2019 sind Tierärztinnen und Tierärzte verpflichtet, Gruppentherapien von Nutztieren mit Antibiotika in der zentralen Datenbank IS ABV (Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin) zu erfassen.1
Wir freuen uns, dass sich bereits zirka zwei Drittel der Zürcher Tierarztpraxen, die auch Nutztiere behandeln, bei der IS ABV angemeldet haben und die Datenplattform nutzen.
Diejenigen Praxen, die das noch nicht gemacht haben, fordern wir erneut auf, sich unverzüglich bei der IS ABV anzumelden und die Verbrauchsdaten monatlich – jeweils spätestens am 20. des Folgemonats – einzutragen.1

In wenigen Monaten, d. h. ab dem 1. Oktober 2019, müssen alle Tierärztinnen und Tierärzte, d. h. auch Heimtierärztinnen und Heimtierärzte, Einzeltherapien mit Antibiotika und Abgaben von Antibiotika auf Vorrat elektronisch erfassen und an den IS ABV-Server übermitteln.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Heimtierärztinnen und Heimtierärzte darauf hinweisen, dass das BLV einen Therapieleitfaden für den Antibiotika-Einsatz bei Hunden und Katzen aufgeschaltet hat. Dieser gibt Tierärztinnen und Tierärzten wertvolle Empfehlungen für die Antibiotika-Behandlung. Er soll bei der Entscheidung helfen, ob Antibiotika nötig sind und wenn ja, welche verwendet werden sollen.

Gerne rufen wir auch den Therapieleitfaden für den Antibiotika-Einsatz bei Rindern und Schweinen in Erinnerung.

Rechtsgrundlagen:
1Die Meldepflicht für die Verbrauchsdaten ins Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV) ist im Art. 4 Abs. 2 der Verordnung über das
Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin
vom 31. Oktober 2018 (ISABV-V, SR 812.214.4) dargelegt.

Newsletter 03/2019 vom 2. Mai 2019

Der Pharma-Grosshandel wird seit einiger Zeit im Rahmen der Grosshandelsinspektionen viel strenger kontrolliert als früher. Die Firmen müssen heute sehr genau belegen, welcher Abgabestelle sie welche Mengen welcher Arzneimittel liefern.

Tierärztinnen und -ärzte sind nicht als Fachpersonen für die Verschreibung und Abgabe von Arzneimitteln an Menschen qualifiziert und können die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Umgekehrt würden Sie es auch nicht goutieren, wenn die Kolleginnen und Kollegen aus der Humanmedizin Tiere medizinieren würden. Da die Berufsausübung nur im Rahmen der erworbenen Kompetenzen (Art. 10 MedBG (Medizinalberufegesetz, SR 811.11) erfolgen darf, sind Tierärztinnen und Tierärzte nicht befugt, Arzneimittel für Menschen zu verschreiben oder abzugeben. Folglich dürfen sie keine solchen im Grosshandel beziehen – auch nicht über die eigene tierärztliche Privatapotheke.

Eigengebrauch1

Tierärzte können grundsätzlich keinen «Eigengebrauch» geltend machen und Arzneimittel der Abgabekategorien A und B in einer öffentlichen Apotheke beziehen, da diese Möglichkeit vom Gesetzgeber nicht vorgesehen ist. Eine Apotheke kann aber einer Tierärztin oder einem Tierarzt gegen Vorlage des Berufsausweises für sie oder ihn bestimmte, rezeptpflichtige Arzneimittel ohne Rezept2 abgeben. Der Entscheid über eine solche Abgabe liegt jedoch einzig bei der zuständigen Apothekerin bzw. beim zuständigen Apotheker. Auf diesem Weg bezogene Arzneimittel dürfen nur von der jeweiligen Tierärztin oder vom jeweiligen Tierarzt für sich selber verwendet werden und nicht ans familiäre Umfeld, die Praxis-Mitarbeitenden, Freunde und Bekannte weitergegeben oder verkauft werden.

Umgewidmete Humanarzneimittel

Bei Humanarzneimitteln, die zur Anwendung bei einem Tier umgewidmet werden, ist ein direkter Bezug aus dem Grosshandel zulässig. Die Schweizer Arzneimittel-Grosshändler, welche umgewidmete Humanarzneimittel auch an Tierarztpraxen liefern, sind sich der Rechtslage betreffend Bezug von Arzneimitteln für Menschen bewusst und setzen diese um.

Rechtsgrundlagen:
1 Der Begriff «Eigengebrauch» kommt im Heilmittelrecht nur in Art. 48 der Arzneimittelbewilligungsverordnung (AMBV, SR 812.212.1) im Zusammenhang mit der Einfuhr nicht zugelassener verwendungsfertiger Arzneimittel durch Einzelpersonen vor, wird dort aber nicht weiter ausgeführt.
2 Abgabe von Arzneimitteln ohne Rezept im Sinne von § 12 HMV bzw. Art. 24 HMG.

Newsletter 02/2019 vom 2. April 2019 (Ersetzt den Newsletter für Tierärztinnen und Tierärzte 05/2018 vom 4. April 2018)

Dieser Newsletter soll die Medizinalpersonen in Heim- und Nutztierpraxen für ein Thema sensibilisieren, das im vergangenen Jahr bei tierärztlichen Apothekenkontrollen vermehrt zu Beanstandungen geführt hat.

Es geht um den Bereich Import von Arzneimitteln aus dem Ausland sowie ums Thema Umwidmung im Allgemeinen. Hierfür haben wir das Merkblatt Umwidmung und Import von Arzneimitteln erarbeitet. Das Merkblatt unterstützt Sie bei diesen Fragen:

  1. Wie ist das Vorgehen, um Medikamente, die aufgrund von Versorgungsengpässen nicht erhältlich sind, weiterhin einsetzen zu können?
  2. Welche Arzneimittel dürfen für welche Tierart umgewidmet werden?
  3. Wie sind die Rückstände bei lebensmittelliefernden Tieren zu beurteilen?
  4. Gibt es praktische Helfer zur Umwidmung und Berechnung der Absetzfrist?
  5. Welche Punkte sind für den ordnungsgemässen Import von Arzneimitteln aus dem Ausland zu berücksichtigen?
  6. Welche Verantwortung tragen Tierärztinnen und Tierärzte bei der Bestellung?

Bitte lassen Sie dieses Merkblatt auch Ihren verantwortlichen Mitarbeitenden zukommen. Vielen Dank.

Newsletter 01/2019 vom 5. Februar 2019

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