Direktzahlungen

Direktzahlungen vergüten gemeinwirtschaftliche Leistungen der Landwirtschaft. Sie schaffen Anreize für eine sichere Versorgung, die Pflege der Kulturlandschaft und eine umweltfreundliche Produktion. Die Abteilung Landwirtschaft innerhalb des Amts für Landschaft und Natur (ALN) organisiert die Ausrichtung von Direktzahlungen im Kanton Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Agrarbericht 2018 – Direktzahlungen

 

Einige Zahlen für den Kanton Zürich (Stand 2018):

  • 150 Millionen Franken Direktzahlungen werden insgesamt pro Jahr ausgezahlt.
  • 54'000 Franken Direktzahlungen erhält ein Landwirtschaftbetrieb im Durchschnitt.
  • 73 Prozent aller Betriebe nehmen an Landschaftsqualitätsprojekten teil.

Beitragsarten

  • Kulturlandschaftsbeiträge
  • Versorgungssicherheitsbeiträge
  • Biodiversitätsbeiträge
  • Landschaftsqualitätsbeiträge
  • Produktionssystembeiträge
  • Ressourceneffizienzbeiträge
  • Übergangsbeiträge
  • Einzelkulturbeiträge

Voraussetzungen

Berechtigte Personen

  • Natürliche Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz
  • Juristische Personen mit Sitz in der Schweiz (nur berechtigt für Getreidezulage, Biodiversitäts-, Landschaftsqualitäts- und Einzelkulturbeiträge)

Altersgrenze

  • Beiträge werden nur bis zum 65. Lebensjahr gezahlt.
  • Bei Personengesellschaften und Betriebsgemeinschaften werden die Beiträge anteilig gekürzt, wenn Personen die Altersgrenze überschritten haben.

Betriebliche Voraussetzungen

  • Der Betrieb ist vom Kanton anerkannt.
  • Der Betrieb wird auf eigene Rechnung und Gefahr geführt; das gilt auch für Sömmerungs- oder Gemeinschaftsweidebetriebe (Nachweis: Anmeldung bei kantonaler Ausgleichskasse)
  • Es besteht betrieblicher Arbeitsbedarf von mindestens 0,2 SAK (Standardarbeitskraft).
  • Betriebseigene Arbeitskräfte erledigen mindestens 50 Prozent der auf dem Betrieb anfallenden Arbeiten.
  • Alle Mitbewirtschaftenden innerhalb einer Gesellschaft oder Gemeinschaft erfüllen die Kriterien für den Bezug von Direktzahlungen.
  • Der ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) wird erfüllt; das gilt auch für Biobetriebe (aber nicht für Sömmerungsbetriebe).
  • Die Vorschriften zu Tier- und Gewässerschutz werden eingehalten.

Ausbildungsanforderungen

Bewirtschafter mit landwirtschaftlicher Ausbildung

Wenn Sie das Gesuch stellen (vor dem 1. Mai des Beitragsjahres), muss der eidgenössisch anerkannte Abschluss einer landwirtschaftlichen Aus- oder Weiterbildung vorliegen. Das gilt nicht für Betriebe im Berggebiet mit weniger als 0,5 SAK.
 

Bewirtschafter mit anderer Ausbildung

Wenn Sie einen anderen anerkannten Berufsabschluss haben und mindestens 28 Jahre alt sind, genügt bis zum 1. Mai des Beitragsjahres auch:

  •  eine landwirtschaftliche Weiterbildung oder
  • der Nachweis von drei Jahren landwirtschaftlicher Praxis (z.B. durch Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen)
     

Betriebsübernahme

Wer einen Betrieb als Bewirtschafterin oder Bewirtschafter neu übernimmt, muss die Ausbildungsanforderungen spätestens am 1. Mai des Beitragsjahres erfüllen.

Ausnahmen:

  • Ihr Ehepartner oder Ihre Ehepartnerin hat die Altersgrenze erreicht und Sie haben mindestens zehn Jahre auf dem Betrieb mitgearbeitet 
  • Sie bewirtschaften als Erbe oder Erbin einen Betrieb bis maximal drei Jahre nach dem Tod des bisherigen Bewirtschafters oder der bisherigen Bewirtschafterin.
     

Termine und Ablauf

Wichtige Termine

Die genauen Termine werden wir an dieser Stelle rechtzeitig bekanntgeben.

Zeitraum Datenerfassung
08.06..bis 07.09.2020 Datenerfassung Ressourceneffizienz (emissionsmindernde Verfahren)
18.08. bis 02.09.2020 Anmeldung Beitragsarten und ÖLN (für Folgejahr), Datenerfassung Sömmerungsbetriebe
27.10.2020 Hauptzahlung
08.12.2020 Schlusszahlung

Anmeldung

Das Zeitfenster für die Anmeldung für ÖLN und bestimmte Beitragsarten für das Folgejahr ist Ende August/Anfang September des laufenden Jahres. Die genauen Fristen geben wir hier jährlich bekannt.

  • Beantragen Sie Beitragsarten und melden Sie sich zum ÖLN via Agriportal oder Agate an.
  • Drucken Sie Ihre Anmeldung für Beitragsarten und den ÖLN aus
  • Reichen Sie die unterschriebenen Anmeldungen termingerecht bei der Gemeindestelle für Landwirtschaft ein.

Gesuchstellung und Datenerhebung

Das Zeitfenster für Gesuchstellung im laufenden Jahr und Datenerhebung ist Februar/März. Die genauen Fristen geben wir jährlich bekannt.

Gesuchstellung (= Strukturdatenerhebung)

  • Für das Gesuch ist zuständig, wer den Betrieb oder die Betriebsgemeinschaft am 31. Januar des Beitragsjahres bewirtschaftet.
  • Reichen Sie Ihr Gesuch ein via Agriportal oder Agate (inkl. Flächenerfassung via agriGIS).
  • Reichen Sie das ausgedruckte und unterschriebene Betriebsdatenblatt termingerecht bei der Gemeindestelle für Landwirtschaft ein.
  • Melden Sie nachträgliche Veränderungen der Tierbestände, der Flächen und der Hauptkulturen sowie Bewirtschafterwechsel bis zum 1. Mai des Beitragsjahres.

Sömmerungsbetriebe

Zuständig für das Gesuch ist, wer den Sömmerungs- oder Gemeinschaftsweidebetrieb am 25. Juli des Beitragsjahres bewirtschaftet.

Datenerfassung für Programme

Für Ressourceneffizienzprogramme und Landschaftsqualität gilt ein anderes Zeitfenster. Die genauen Fristen geben wir jährlich bekannt.

Abmeldung

Der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin muss das Gesuch zurückzuziehen, wenn er oder sie die Auflagen und Bedingungen nicht mehr einhalten kann oder will.
Sie müssen diese Änderung schriftlich dem Team Direktzahlungen melden, bevor Sie die Bewirtschaftung anpassen.

Biolandbau

Anerkannte Biobetriebe müssen grundsätzlich den gesamten Betrieb und die gesamte Betriebsfläche nach den Anforderungen der Bio-Verordnung bewirtschaften.

Kantonale Beiträge zur Bio-Umstellung

  • Melden Sie sich vor der Umstellung bei der Fachstelle Biolandbau am Strickhof an.
  • Die Umstellzeit dauert zwei volle Kalenderjahre.
  • Die Biovorschriften müssen Sie schon während der Umstellung einhalten.

Kontrolle

  • Sie müssen die Umstellung bei einer der anerkannten Kontrollstellen bio.inspecta oder Bio Test Agro anmelden.
  • Wer seine Produkte mit dem Knospe- oder Demeter-Label vermarkten will, muss sich ausserdem bei der Dachorganisation BioSuisse anmelden.

Geodaten

Kantonales Geoinformationssystem (GIS)

Der GIS-Browser stellt landwirtschaftliche Geodaten bereit, z. B. zu Bewirtschaftung, Hanglagen, Zonengrenzen und Pflegeplan. Die Karten sind frei zugänglich.

Jeder Betrieb wird einer landwirtschaftlichen Zone zugeordnet: Tal-, Berg- oder Sömmerungsgebiet. Ein Teil der Direktzahlungen richtet sich nach der Zonenzugehörigkeit. So werden z.B. die schwereren Produktionsbedingungen im Hügel- und Berggebiet kompensiert.

agriGIS

Erfassen Sie landwirtschaftliche Nutzflächen während der Strukturdatenerhebung via agriGIS.
 

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

agriGIS Lernvideo: Nutzungen vergrössern und verkleinern

agriGIS Lernvideo: Nutzungen vergrössern und verkleinern agriGIS Lernvideo: Nutzungen vergrössern und verkleinern

agriGIS Lernvideo: Nutzungen teilen und verbinden

agriGIS Lernvideo: Nutzungen teilen und verbinden agriGIS Lernvideo: Nutzungen teilen und verbinden

agriGIS Lernvideo: Werkzeug kopieren

agriGIS Lernvideo: Werkzeug kopieren agriGIS Lernvideo: Werkzeug kopieren

agriGIS Lernvideo: allgemeine Werkzeuge

agriGIS Lernvideo: allgemeine Werkzeuge agriGIS Lernvideo: allgemeine Werkzeuge

agriGIS Lernvideo: Ihre Nutzungsflächen

agriGIS Lernvideo: Ihre Nutzungsflächen agriGIS Lernvideo: Ihre Nutzungsflächen

agriGIS Lernvideo: Fenster Liegenschaften

agriGIS Lernvideo: Fenster Liegenschaften agriGIS Lernvideo: Fenster Liegenschaften

agriGIS Lernvideo: Erfassung ausserkantonale Flächen

agriGIS Lernvideo: Erfassung ausserkantonale Flächen agriGIS Lernvideo: Erfassung ausserkantonale Flächen

Gemeindestellen für Landwirtschaft

Die kantonalen Weisungen der Abteilung Landwirtschaft werden von den Gemeindestellen für Landwirtschaft vollzogen. Ihre Leitung und Stellvertretung wählt der Gemeinderat.

Tagung der Gemeindestellen für Landwirtschaft

Jedes Jahr im Januar/Februar finden Tagungen für die Leiter und Leiterinnen der Gemeindestellen für Landwirtschaft statt.

Vernetzung

Die Gemeindestellen für Landwirtschaft führen in der Regel die Kontrollen in den Vernetzungsprojekten durch. Das Handbuch erläutert Abläufe, Aufgaben und Beurteilung im Feld.

Ansprechpersonen

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Landwirtschaft, Direktzahlungen

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Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 27 34


Brürozeiten

Montag bis Freitag
8.00 bis 12.00 Uhr und
13.30 bis 17.00 Uhr (Freitag bis 16.00 Uhr)

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